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Nichts gesucht. Alles gefunden. Meine Reise auf dem Jakobsweg

Kundenrezensionen (4)

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-328-10063-8

Erschienen: 13.02.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Als Jean-Christophe Rufin sich auf den Weg macht nach Santiago de Compostela, ist er weder Pilger noch auf der Suche. Eigentlich will er einfach nur auf dem seit Jahrhunderten und seit Hape Kerkeling bedeutenden Jakobsweg wandern. Doch unterwegs auf den 900 Kilometern des Camino del Norte kann er sich der Alchemie des »ewigen Weges« nicht entziehen.

Jean-Christophe Rufin (Autor)

Jean-Christophe Rufin, geboren 1952 in Bourges, ist Autor zahlreicher Romane und Essays und Mitglied der Académie Française. 2001 wurde er mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Vor allem aber ist der Arzt, langjährige Vizepräsident der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" und Vorreiter des humanitären Engagements ein großer Reisender.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Französischen von Ralf Pannowitsch
Originaltitel: Immortelle Randonnée
Originalverlag: Éditions Guérin, Chamonix 2013

Taschenbuch, Broschur, 256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-328-10063-8

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

Erschienen: 13.02.2017

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Ein etwas anderer Erfahrungsbericht

Von: Belana Hermine Datum: 20.06.2017

belanahermine.wordpress.com

Inhalt

Aufgrund des Titels ist es wohl nicht überraschend, dass es um den Jakobsweg geht. Da mag man sich fragen, ob es da nicht schon genügend andere Erfahrungsberichte gibt. Die gibt es sicherlich, aber dieser hier ist von einem erfahrenen Autor geschrieben – und das spürt man beim Lesen deutlich.

Es ist wohl in erster Linie der Schreibstil, der dieses Buch von anderen Jakobswegbüchern abhebt. Mit mehr oder weniger distanzierter Sprache vermittelt Rufin wohl seine eigene Distanz zum Weg und zu seinem Vorhaben, ihn zu gehen. So spricht er vom Pilger oder Wanderer, er spricht von man, dann auch von wir. Hin und wieder spricht er von eigenen Erlebnissen, seltener in der reinen Ich-Form des Erlebten. Am Anfang des Buches überwiegen die eher distanzierten Stilformen, gegen Ende werden es mehr und mehr die näheren Formen. Es ist fast, als würde damit die eigene Annäherung an den Weg und auch an sich selbst spürbar.

Das Buch lässt sich gut lesen. Die vielen sprachlichen Bilder geben eine plastische Vorstellung von Land und Leuten und lassen Raum für eigene Interpretationen.

Es ist keine reine Wanderbeschreibung von Station zu Station. Es werden selektiv Punkte herausgegriffen, die dann mit zunehmender Nähe beschrieben werden.

Auch wenn Rufin nicht in spiritueller oder gar religiöser Absicht aufgebrochen ist, findet er sich mit seinen Erlebnissen aber doch in der Nähe des Buddhismus wieder. Wen die Verbindung zum eigentlich christlichen Anliegen des Weges und die Interpretation des Autors dazu erfahren möchte, der lese das Buch.

Subjektive Eindrücke

Ich habe das Lesen aufgrund der schönen Sprache sehr genossen.

Den Anfang des Buches fand ich sehr distanziert, eher eine Art Meta-Betrachtung über den „Pilger an sich“. Allerdings habe ich mich in vielen dieser allgemeinen Aussagen über das Pilgern und den Pilger nicht wiederfinden können. Vielleicht sind persönliche Eindrücke doch nicht so stark verallgemeinerbar? Es machte den Eindruck, als würden Schubladen aufgebaut und zu oft war keine für mich dabei.

Die detaillierteren Beschreibungen von Orten, Personen, Umständen etc. hat mir sehr gut gefallen. Davon hätte ich mir (im Austausch mit allgemeinen Ergüssen?) deutlich mehr gewünscht.

Fazit

Wen das Pilgern oder die Pilgerwege interessieren oder reizen, der sollte sicherlich zu diesem Buch greifen. Selbst wenn man schon viele Erlebnisbeschreibungen gelesen hat, lohnt sich dieses Buch, weil es eben in einer ganz anderen Art geschrieben ist. Die Verallgemeinerungen sind meiner Meinung nach etwas mit Vorsicht zu genießen.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses (für mich) streitbare Rezensionsexemplar.

Der Jakobsweg mal aus anderer Sicht betrachtet - sehr interessant

Von: Gudrun Datum: 13.04.2017

https://testerblog.jimdo.com/

So, wie dieses Cover gehalten ist, passt es perfekt zum Inhalt, denn es zeigt in eindrücklichen Farben die Landschaft. Ausserdem wirkt es auf mich sehr sinngebend in Bezug auf die Entwicklung, die der Autor auf seiner Reise erlebt hat. Perfekt umgesetztes Cover.

In lebhaften und detailreichen Bildern erzählt der Autor von seinen Erlebnissen und den örtlichen Gegebenheiten. Er lässt den Leser durch humorvolle Beispiele, die das jeweilige Bild im Kopf entstehen lassen, an seiner Reise und an seinen Gefühlen teilhaben.

Die Gegebenheiten und Vorkommnisse werden häufig mit kleinen ironischen Spitzen gekrönt und lassen den Leser das ein oder andere Mal schmunzeln. Auch mit charmanter Selbstironie wird diese Reise gekonnt aufgepeppt.

Das Lokalkolorit zeigt Land und Leute in einem allumfassenden Bild.

Der Autor transportiert die jeweilige Stimmung, in der er sich gerade befindet und die Veränderung, die in ihm während der Reise vorgeht, gekonnt in den Schreibstil. So kann man als Leser diese Entwicklung bewusst nachvollziehen.

Die ein oder andere »Grenzüberschreitung« gibt er so authentisch und auch humorvoll wieder, dass ihm hier sicherlich »kein Strick draus gedreht wird«, sondern, mit einem Schmunzeln »verziehen« wird.

Von den Begegnungen mit der heimischen Bevölkerung wie auch mit anderen Reisenden gibt er freimütig Auskunft und macht auch hier keinen Hehl aus seinen wahren Gedankengängen. Sehr erfrischend.

Hier habe ich das Gefühl von herzerfrischender Aufrichtigkeit und Offenheit, denn hier wird nichts schön geredet, was eben hässlich und unansehnlich ist. Aber genauso verhält es sich eben auch umgekehrt, hier wird gelobt, was dessen würdig ist.

Mein Fazit: Der Jakobsweg mal aus anderer Sicht betrachtet - sehr interessant

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