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Odyssee

Kundenrezensionen (10)

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-328-10048-5

Erschienen: 08.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kurt Steinmanns vielgelobte Versübertragung der »Odyssee« verbindet in idealer Weise hohe Texttreue mit sprachlicher Eleganz. Mühelos gelingt es ihm, dem jahrtausendealten Menschheitsepos um die Abenteuer des listenreichen Odysseus und dessen Gefährten neues Leben einzuhauchen. So erstrahlen einige der berühmtesten Episoden der Weltliteratur – die Gefangenschaft beim Kyklopen Polyphem, die verführerischen Gesänge der Sirenen, die Bedrohung durch Skylla und Charybdis – in frischem Glanz. Von der Sorgfalt der reich kommentierten Neuübersetzung – erstmals 2007 bei Manesse erschienen – zeugt auch die Taschenbuch-Ausgabe des kanonischen Großklassikers.

»Ein Homer fürs 21. Jahrhundert.«

Mannheimer Morgen (26.10.2016)

Homer (Autor)

Homer, der Schöpfer der «Odyssee» und der wenig älteren «Ilias», gibt der Forschung bis heute Rätsel auf. Zeitweise galt er als fiktive Persönlichkeit, seine Werke als geschaffen von vielen. Heute vermutet man, dass Homer im 8. Jh. v.Chr. in Smyrna (dem heutigen Izmir) geboren wurde und ein blinder fahrender Barde war, der am Sängerkrieg in Chalkis teilnahm und auf der Insel Ios starb.


Kurt Steinmann (Übersetzer)

Kurt Steinmann, geboren 1945 in Willisau/Schweiz, studierte Klassische Philologie und Germanistik und unterrichtete Latein und Griechisch. Seit den 70er-Jahren übersetzt er Autoren der griechischen und römischen Antike sowie der Renaissance, darunter Sappho, Sophokles, Euripides, Petrarca und, für den Manesse Verlag, Petronius («Satyricon», 2004) und Erasmus von Rotterdam («Das Lob der Torheit», 2002). An verschiedenen deutschsprachigen Theatern wurden und werden seine Übertragungen aufgeführt. Seit dem Jahr 2008 arbeitet Kurt Steinmann an einer Übersetzung der «Ilias» von Homer.


Walter Burkert (Nachwort)

Walter Burkert, geboren 1931 in Neuendettelsau, lehrte als Professor für Klassische Philologie an der TU Berlin und von 1969 bis zu seiner Emeritierung 1996 an der Universität Zürich. Burkert gilt als einer der hervorragendsten Kenner der griechischen Religion und Mysterienkulte, ist Homer-Spezialist und insbesondere durch eine Vielzahl grundlegender Arbeiten zur antiken Kultur- und Religionsgeschichte international hervorgetreten.

»Ein Homer fürs 21. Jahrhundert.«

Mannheimer Morgen (26.10.2016)

»Fünf Sterne von mir, für einen jahrtausendealten Menschheitsepos, der durch die Übersetzung Kurt Steinmanns in neuem Glanz erscheint.«

Bücherkompass.wordpress.com (23.10.2016)

19.10.2017 | München

BUCHPRÄSENTATION
Lesung und Gespräch mit Jan Philipp Reemtsma und Kurt Steinmann
Moderation: Jürgen Kaube (FAZ)

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Literaturhaus
Salvatorplatz 1
80333 München

Tel. 089/2919340, ubuchner@literaturhaus-muenchen.de

14.11.2017 | Köln

Lesung und Gespräch mit Kurt Steinmann

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15.11.2017 | 19:00 Uhr | Meerbusch

Lesung und Gespräch mit Kurt Steinmann

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20.11.2017 | 20:00 Uhr | Hannover

Lesung und Gespräch mit Jan Philipp Reemtsma und Kurt Steinmann

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07.12.2017 | 20:00 Uhr | Friedberg

Lesung und Gespräch mit Jan Philipp Reemtsma und Kurt Steinmann

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OVAG
Hanauer Straße 9-13
61169 Friedberg

09.03.2018 | Heidelberg

Lesung und Gespräch mit Jan Philipp Reemtsma und Kurt Steinmann

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Mehr Infos

Deutsch-Amerikanisches Institut
Sofienstraße 12
69115 Heidelberg

Tel. 06221/607311

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Altgriechischen von Kurt Steinmann
Originaltitel: Odyssee
Originalverlag: Manesse, München 2007

Mit Nachwort von Walter Burkert

Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-328-10048-5

€ 12,00 [D] | € 12,40 [A] | CHF 16,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

Erschienen: 08.08.2016

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Der schweifende Blick

Von: Stephanie Jaeckel Datum: 11.03.2017

www.klunkerdesalltags.wordpress.com

Zugegeben: Das Buch liegt seit Wochen, Monaten auf meinem Nachttisch. Aber es ist auch nicht irgendein Buch. Es ist eine Art Reiselektüre unserer Zivilisation. Generationen vor uns haben den Geschichten, die es beherbergt, gelauscht – ja, es ist wie die Märchenbücher, die alten Sagen und Lieder, die Bibel – eine Vorlesebuch. Und wer es genauer nimmt, ein Gesangsbuch. Weltliteratur allemal, aber mehr noch, ein Menschheitsbuch, das uns nicht nur zeigt, wie die Welt früher war, sondern was den Menschen seit jeher ausmacht, von allen „Fortschritten“ mal abgesehen. Es ist ein Zauberspiegel, ein Wegweiser (für Freund/innen der Abschweifung), ein unermesslicher Steinbruch des Erzählens. Es ist exotisch und vertraut zugleich, es ist die Heldengeschichte par excellence mit mindestens zwei Helden: Odysseus UND Penelope. Es ist auch eine Geschichte der Naturgewalten. Ein Buch der Meere. In 24 Kapiteln für jede Stunde des Tages eines: Die Odyssee.

Nein. Ich werde keine Inhaltsangabe geben. Ich kann auch keine Stilanalyse leisten, keine vergnüglichen neuen Lesarten anbieten, keine Zusammenfassung geben. Ich kann dieses Buch nur preisen (und es ist dieses altmodische Wort, das so gut passt): Dieser Text ist die Blaupause für alles, was seither geschrieben – oder eher noch – erzählt wurde. Wer auf eine Insel ginge, wäre mit dem Buch – zumal es jetzt bei penguin/Manesse als Taschenbuch aufgelegt wurde – bestens ausgestattet. Man kann es in einem Rutsch lesen, aber man kann es auch in homöopathischen Dosen geniessen, Satz für Satz.

Um dann auch gleich mit dem ersten zu beginnen. Wer Literatur-Ohren hat, mag es hören: Hier hebt etwas an. Wir krachen nicht ins Geschehen, wir lehnen uns entspannt zurück, denn jetzt, liebe Leute, jetzt kommt etwas, und wir machen Platz im Kopf, damit wir auch alles gut und gerne hören:

„Muse, erzähl mir vom Manne, dem wandlungsreichen, den es oft abtrieb vom Wege, seit Trojas heilige Burg er verheerte.“

Ein Satz zum in Marmor meißeln. Die ganze Geschichte in ein paar Worte gefasst. Und gleich schon ein Fingerzeig auf etwas, das mich bei der Lektüre aufs Höchste begeistert hat: die geradezu inflationäre Verwendung von „Beiworten“. Wir hören vom „wandlungsreichen“ Mann, dem „vielgewitzten“, „einfallsreichen“, der „vor Sehnsucht verging“ und auf dem Meer „viel Qual litt in seinem Gemüte“. Wer das Adjektiv hasst, wird hier eines viel (!) Besseren belehrt. Denn das Adjektiv kann – richtig eingesetzt – wie ein Accessoire verwendet werden in einer langen Erzählung, bei der das Personal auf vielen verschiedenen Bühneneingängen ein- und wieder abtritt. Und es ist eine große Herausforderung für erzählende oder schreibende Beobachter/innen: Denn das richtig eingesetzte Adjektiv muss sitzen. Wehe, wer sich hier in Allgemeinheiten verheddert. Eine Kostprobe? Wir lernen die „funkeläugige“ Göttin Athene kennen, die „haupthaarumwallten“ Achaier, und eine Menge „gefiederter“ Worte, die den Protagonist/innen im Laufe der Geschichte „entschlüpfen“.

Die Geschichte läuft in mehreren Erzählfäden aufeinander zu und voneinander weg: Sohn und Vater bewegen sich über viele Kapitel hin aufeinander zu, während die Mutter/Ehegattin zwar am Platz bleibt, sich aber nach innen weg immer weiter entfernt. Sie spannt ein großes Gewebe, das in der Geschichte als Leichentuch für den Gatten beschrieben wird, und in das sie sich, aus Schutz vor den liebeskranken Männern, die ihr im eigenen Haus den Hof machen, immer tiefer eingräbt. Die Perspektiven, aus denen heraus die Geschichte erzählt wird, wechseln häufig. Ich habe oft gestaunt (übrigens auch etwas, was die Menschen in der Erzählung selbst oftmals und ausgiebig tun: staunen!), dass ein Buch, das lange vor der Erfindung des Films entstand (von geschrieben werden möchte man nur ungern reden…), so filmisch angelegt ist! Es wäre sicher eine Untersuchung Wert (und vielleicht ist sie auch längst schon unternommen worden), das Buch von einem Regisseur oder einer Regisseurin (Dramaturg/in) lesen und in einzelne Einstellungen zerlegen zu lassen. Und da gibt es gleich noch etwas für die Leute vom Film: Denn fast jeder Satz ist für sich ein eigenes Bild. Der Text treibt nicht nur eine lange Geschichte voran, er schafft Bilder wie ein mächtiger Filmprojektor. Kurze Schnappschüsse nur oder ganze Panoramen, wie (um nur ein winziges Beispiel zu nennen, der Satz zur Abfahrt des „klugen“ Sohnes Telemachos, um nach dem Vater zu suchen:

„Und es (das Schiff) durchmaß seinen Pfad die Nacht durch und auch noch im Frühlicht.“

Wobei wir (spätestens hier) bei Kurt Steinmann sind, dem Übersetzer. Ich kann auch hier wenig Eigenes hinzusteuern. Eine Übersetzung aus dem (uralten) Griechischen übersteigt alles, was ich mir vorstellen kann. Auf meinem Taschenbuch-Exemplar klebt ein goldener Aufkleber mit einem Zitat aus der „Literarischen Welt“, dem ich mich unbedingt anschließen will:

„Es gilt eine Übersetzungsleistung zu feiern, die ihresgleichen sucht.“

Oder, um es in eigenen Worten zu beschreiben: Ich mochte bislang die griechischen Mythen und Geschichten nicht (und zwar gar nicht) wegen ihrer gespreizten (Übersetzungs-)Sprache. Alles schien mir mit erhobenem Zeigefinger und ernster Miene vorgetragen und schon deshalb sterbenslangweilig. Nichts, aber auch gar nichts, überhaupt nichts und wieder nichts davon in der Übersetzung von Steinmann. Glasklar die Bilder, in leuchtenden Farben oder verschattet, stets so, wie vom Autor wohl vorgeben und in einem Rhythmus, der mich abheben lässt: Schon der Satz vom Schiff des Telemachos, das in See sticht! Denn nichts steht hier in Reihe und Glied. Nichts wird für eine leichtere Verständlichkeit abgeschliffen, aber auch nichts absichtlich in einen verästelten Satzbau gezimmert. Die Sätze kommen in einer lässigen Eleganz, fast ein bisschen so wie gerappt. Wobei wir wieder bei der Musik wären, beim Gesang, beim Lied.

War Homer wirklich der blinde Sänger, der uns überliefert ist? Kann ein solcher Text von nur einem einzigen Menschen stammen? Wir wissen es nicht. Aber wir haben diesen Schatz und können ihn einen über den anderen Tag heben. Wer gerne liest oder wer noch lieber selbst schreibt, sollte die Odyssee nicht nur einmal, sondern immer wieder aufschlagen. Denn sie ist genau in diesem Sinne ein Menschheitsbuch, das alle seine Facetten erst zeigt, wenn es von so vielen Menschen wie möglich gelesen wird. Und das selbst im letzten Satz auf eine Zukunft verweist, die sich jeder Generation aufs Neue aufrollt.

Homer, Odyssee, Penguin in der Verlagsgruppe Random House, München 2016. Mit einem herzlichen Dank an Penguin für das Rezensionsexemplar.

Eine grandiose Neuübersetzung

Von: Nika Datum: 31.01.2017

https://storiesonpaper.net

Homers Heldenepos „Odyssee“ ist eine der bekanntesten und in Film und Literatur am häufigsten interpretierten Dichtungen weltweit. Wohl jeder hat schon einmal Auszüge der Geschichte um Odysseus, der gemeinsam mit seinen Kriegern vom Trojanischen Krieg heimkehrt, gelesen, gehört oder gesehen. Mit dem neuen deutschen Penguin Verlag, der sich in die Random House Gruppe gliedert, ist jetzt eine viel gelobte Neuübersetzung von Kurt Steinmann erschienen. Der Übersetzer entschied sich für diese für eine hexametrische Wiedergabe des Textes.

Die „Odyssee“ in einer Rezension zu bewerten, wäre wahrlich vermessen, daher möchte ich lediglich über die Vorlage des Penguin Verlages schreiben, die der Geschichte mit einer weiteren Übersetzung neues Leben einhaucht. Schade finde ich es, dass Kurt Steinmann trotz der vielen begeisterten Zitate aus der Presse im Klappentext und auf der ersten Seite nur unscheinbar im Innenteil unter dem Titel genannt wird. Immerhin im Nachwort werden ihm einige Seiten eingeräumt.
Optisch besticht das Buch durch eine einfache, aber sehr ansprechende Gestaltung, die sich innen fortsetzt, denn der Leser wird nicht durch kleinbeschriebene Seiten erschlagen, wie es so oft bei literarischen Klassikern der Fall ist, sondern kann sich mit 35 Versen pro Seite die Zeit und Ruhe lassen, die die Erzählung braucht. In einer anspruchsvollen, aber dennoch einfach gehaltenen Übersetzung gelingt es Steinmann, den Text lebendig zu halten und es ist definitiv eine zurecht betitelte Meisterleistung, die hier vorliegt.

Kurt Steinmanns authentische Ausgabe lädt umso mehr ein, sich in die spannende Odyssee fallen zu lassen, ohne von komplizierten Wortgebilden erschlagen zu werden. Wird es doch einmal ein Fremdwort und schwer verständlich, helfen detaillierte Anmerkungen im Anhang, die nicht nur die Wörter erklären, sondern auch einzelne Handlungsabschnitte kurz erklären und Hintergrundinformationen liefern. Ebenfalls integriert ist ein Namensregister, sodass es den Lesern an nichts mangeln sollte.

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