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Ort der Engel Die Tragödie von Beslan und ihre Folgen

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-74536-4

Erschienen: 12.12.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Ort der Engel nennen die Bewohner des ossetischen Beslan ihren neuen Friedhof, der an eines der blutigsten Attentate der letzten Jahrzehnte erinnert: 2004 besetzte ein Terrorkommando die Schule von Beslan und nahm über 1100 Schüler und Lehrer als Geiseln. Nach drei Tagen wurde das Gebäude gestürmt – ein langer Kampf und 333 Tote waren die Folge. Erika Fatland ist nach Beslan gereist und hat mit Überlebenden wie Hinterbliebenen gesprochen. Sie erzählt von den dramatischen drei Tagen, ihren undurchsichtigen politischen Hintergründen, vom Kaukasus als »Pulverfass Europas« und davon, wie der Terror unser Leben verändert – auch lange nachdem die letzten Kamerateams abgezogen sind.

Erika Fatland (Autorin)

Erika Fatland, geboren 1983, ist eine norwegische Autorin und Sozialanthropologin. Sie studierte in Lyon, Helsinki, Kopenhagen und Oslo, spricht sieben Sprachen und verbringt einen Großteil ihrer Zeit auf Reisen. Ihr Interesse gilt den Opfern und Überlebenden von Terrorangriffen und anderen Tragödien, denen sie in ihren hoch gelobten und in vielen Sprachen übersetzten Büchern eine Stimme gibt. Erika Fatland lebt mit ihrem Lebensgefährten Erik Fosnes Hansen in Oslo.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger, Stephanie Elisabeth Baur
Originaltitel: Englebyen
Originalverlag: Cappelen Damm

Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 2 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-442-74536-4

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 12.12.2016

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Die vergessene Tragödie

Von: Nie ohne mein Buch Datum: 02.02.2017

https://nieohnemeinbuch.wordpress.com/2017/02/01/titel-des-blogbeitrags/

Ehrlicherweise muss ich sagen – ich hatte mich mit dem Tschetschenienkonflikt bisher noch so gar nicht auseinandergesetzt. Ich wusste, dass da irgendwas mit Unabhängigkeit von Russland ist, über das wahre Ausmaß war mir wenig bekannt. Es liegt einfach gefühlt ohnehin viel zu weit weg, ab und zu hört man mal, dass ein Tschetschene einen Anschlag verübt – weiter ging mein Wissen bisher nicht.

Mit ihrer sozioanthropologischen Untersuchung führt Erika Fatland sehr feinfühlig in das Thema ein, schildert die dramatischen Stunden, wie sie es in ihren Gesprächen erfahren hat – erzählt Schicksale, etwa das der jungen Fotografin, die als erste fliehen konnte oder auch von der Schulleiterin, die immer wieder die verängstigten Kinder zur Ruhe bringen muss, eine unlösbare Aufgabe. Sie erzählt aber auch die Geschichte von einer Mutter, die sich entscheiden musste. Als die Säuglinge und ihre Mütter freigelassen werden, bleibt sie bei ihrer älteren Tochter und stirbt.

Berührend ist, wie sie über den Friedhof von Beslan geht und sich die Geschichten der Gräber erzählen lässt.

Für mich eine sehr feinfühlige Aufarbeitung einer beinahe vergessene Tragödie mit vielen Opfern, die eigentlich nur in der Schule lernen wollten.

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