Rache

Roman

(3)
Taschenbuch
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Die Galaxis hat riesige Imperien aufsteigen und fallen sehen. Jetzt hat sich die menschliche Zivilisation verstreut, und es gibt überall verborgene Schätze zu finden. Wenn man weiß, wo man suchen muss – wie Captain Rackamore und seine Crew. Der nächste Auftrag jedoch könnte sich für die Raumpiraten nicht nur als höchst lukrativ, sondern auch als äußerst tödlich erweisen …


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Irene Holicki
Originaltitel: Revenger
Originalverlag: Orbit
Taschenbuch, Broschur, 560 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-31895-3
Erschienen am  09. Januar 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Toller Auftakt

Von: JK

19.05.2019

Mister Ness, der Vater der Schwestern Adrana und Arafura, hat das Familienvermögen nach und nach durch schlechte Investitionen dezimiert. Doch Adrana hat einen geheimen Plan, der der Familie wieder auf die Beine helfen soll. Dazu schnappt sie sich ihre jüngere Schwester Arafura und macht mit ihr einen Eignungstest. Es stellt sich heraus, dass Arafura, wie sie auch, die für Flüge im Weltraum wichtige und seltene Befähigung zum Knochenlesen besitzt. Eine mehrmonatige Expedition ins All könnte die Schwestern reich machen. Die beiden lassen sich auf ein Gespräch mit Captain Rackamore ein, der ihnen anbietet, sie mit auf seine nächste Expedition zu nehmen. Als ihr Vater in das Gespräch hereinplatzt, steht für Adrana fest, dass sie auf eigenen Beinen stehen müssen. So heuern die Schwestern auf dem Sonnensegler Monetta?s Mourn an und verlassen das erste Mal in ihrem Leben ihre kleine Heimatwelt. An Bord erlernen Ardrana und Arafura langsam das Knochenlesen. Dabei kommunizieren sie mental über große Distanzen mit Hilfe eines außerirdischen Schädels mit anderen Schiffen und Welten. Für beide ist es ein äußerst merkwürdiges Gefühl, aber erste Erfolge stellen sich ungewöhnlich schnell ein. Bald müssen sie jedoch feststellen, dass ihr Vater seine Töchter so schnell nicht aufgibt und ihnen Häscher hinterherschickt. Unterdessen erreicht die Monetta?s Mourn die erste Blase. Diese von antiker Alientechnologie geschützten Zwergplaneten gilt es zu knacken, um wertvolle Artefakte zu bergen und Geld zu verdienen. Jedem Besatzungsmitglied kommt dabei eine eigene Aufgabe zu. Als Knochenleser bleiben Ardrana und Arafura an Bord des Schiffes. Anfangs scheint alles gut zu laufen. Ein Teil der Crew fliegt in der Landefähre hinab zum Planeten, knackt dort Türen, findet Schätze und macht sich unversehrt auf den Rückweg zur Monetta?s Mourn. Doch dann wird das Schiff von Raumpiraten angegriffen. Ein nachtschwarzes Schiff nähert sich und eröffnet das Feuer. Das kann nur die berüchtigte Bosa Sennen sein, die Jahre zuvor dem Captain schon seine Tochter geraubt hat. Rache wird aus der Perspektive von Arafura erzählt. Alastair Preston Reynolds hat für seinen Roman eine faszinierende und lebhaft ausgearbeitete Welt geschaffen, die circa zehn Millionen Jahre in der Zukunft liegt. Die Menschheit lebt verstreut auf Bruchstücken von Planeten und sie sind nicht die ersten Siedler. Mindestens zwölf Zivilisationen erreichten diesen Fleck im Raum, blühten auf und gingen wieder unter. Arafura macht in dieser fesselnden Space Opera einiges mit. Der Piratenangriff ist dabei erst der Anfang ihres Abenteuers. Dabei wandelt sich das schüchterne Mädchen zur hartgesottenen Raumfahrerin.

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kruder aber faszinierender Weltenbau - Schwächen in der Dynamik

Von: creepy creatures reviews

07.03.2018

Die Geschichte des Mädchens (das keinesfalls menschlich ist, denn Menschen scheint es in Reynolds Universum nicht zu geben) geht weiter: der Frachter, auf dem sie Dienst tut hat sich auf das Sammeln von alten Artekfaten spezialisiert. Damit ist er allerdings nicht der einzige, denn alle (!) Raumschiffe gleiten durchs All um Artefakte zu suchen. Nich etwa nur alte Schädel sondern auch Technologie, Wissen und eigentlich alles andere. Die Besatzungen finden diese Artefakte in sogenannten Blasen. Das sind Planeten, die sich nur für bestimmte Zeitabschnitte materalisieren und dann wieder verschwinden. Die Kunst ist es zu wissen wann eine Blase erscheint und wie lange sie bleibt. Auch diese Idee ist etwas abstrus und nun wird es doch langsam unglaubwürdig. Das tatsächlich jedes Raumschiff im Kosmos nur dieser Tätigkeit nachgeht verwundert doch sehr. Es gibt kein Transportschiffe, keine Forschungsschiffe oder schlichtweg Reisefähren - es gibt nur die Sammler. Reynolds nach wie vor faszinierender eigene Weltenbau geht noch weiter. Die Planeten sind in verschiedene Kategorien eingeteilt, auch die, auf denen Wesen leben. einige haben im Zentrum einen Verschlinger (es wird nicht erklärt, was das ist), andere sind spindelförmig. Das ganze könnte zu einem faszinierend neuartigen Romane führen, würde sich Reynolds nicht selbst ein Bein stellen. Denn bis man sich endlich und mühevoll in die Geschichte eingefunden hat dauert es. Und just dann lässt er die wichtigsten Protagonisten mit Ausnahme Arafuras sterben. Captain Rackmore, der bibliophile und überlegte Captain und seine Crew werden sämtlichst ausgelöscht. Die Geschichte geht zwar weiter, aber man muss sich noch mal neu in eine Geschichte einfinden, die Reynolds nicht gebraucht hätte. Er hätte sein Personal übernehmen können und die erste Geschichte weiter führen können - sie hat faszinierende Ansätze und würde auch über die immerhin 560 Seiten tragen. Nun wird allerdings klar warum das Buch "Rache" heißt, denn Arafuras einziges Ziel ist nun genau das: Rache nehmen an den Mördern ihrer Crew.

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Vita

Alastair Reynolds

Alastair Reynolds wurde 1966 im walisischen Barry geboren. Er studierte Astronomie in Newcastle und St. Andrews und arbeitete lange Jahre als Astrophysiker für die Europäische Raumfahrt-Agentur ESA, bevor er sich als freier Schriftsteller selbstständig machte. Reynolds lebt in der Nähe von Leiden in den Niederlanden.

www.approachingpavonis.blogspot.de

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