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Runas Schweigen Roman

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7341-0613-2

DEMNÄCHST
Erscheint:  17.09.2018

Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch, eBook (epub)

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»Man kam nicht her, um zu genesen, sondern um zu sterben.«

Paris, 1884. In die neurologische Abteilung der Salpêtrière-Klinik wird ein kleines Mädchen eingeliefert: Runa, die allen erprobten Behandlungsmethoden trotzt und den berühmten Arzt und Hysterieforscher Dr. Charcot vor versammeltem Expertenpublikum blamiert. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er eine Patientin heilen, indem er eine Operation an ihrem Gehirn durchführt. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis ...

Die Hardcover-Ausgabe erschien unter dem Titel »Runa« bei Limes.

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Vera Buck (Autorin)

Vera Buck, geboren 1986, studierte Journalistik in Hannover und Scriptwriting auf Hawaii. Während des Studiums schrieb sie Texte für Radio, Fernsehen und Zeitschriften, später Kurzgeschichten für Anthologien und Literaturzeitschriften. Nach Stationen an Universitäten in Frankreich, Spanien und Italien lebt und arbeitet Vera Buck heute in Zürich. Ihr Debütroman »Runa« wurde von der Presse hochgelobt und für den renommierten Glauser-Preis nominiert.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Originaltitel: Runa
Originalverlag: Limes Verlag, München 2015

Taschenbuch, Klappenbroschur, ca. 608 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-7341-0613-2

ca. € 10,99 [D] | ca. € 11,30 [A] | ca. CHF 15,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

DEMNÄCHST
Erscheint:  17.09.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Runa von Vera Buck - Spannende Fiktion trifft auf schockierende Realität

Von: Nadine Datum: 15.03.2018

https://www.epilogues.de

Vera Buck vereint in ihrem Debütroman „Runa“ spannende Fiktion mit schockierender Realität, um die Abgründe der Wissenschaft anschaulich und authentisch darzustellen. Basierend auf historischen Fakten und Persönlichkeiten der Medizingeschichte, entführt sie den Leser an das Hôpital de la Salpêtrière in Paris, welches Ende des 19. Jahrhunderts als Europas berühmteste Nervenheilanstalt und Zentrum der modernen Neurologie galt.

Die öffentlichen Vorlesungen des renommierten Neurologen Dr. Jean-Martin Charcot, in denen er Experimente an hysterischen Patientinnen durchführt und deren Anfälle zur Schau stellt, sind wahre Publikumsmagnete und das gesellschaftliche Ereignis in Fachkreisen. Als Leiter der Salpêtrière Klinik verfügt Dr. Charcot über eine unerschöpfliche Anzahl an Versuchspersonen, mit denen er seine Hypnose-Vorführungen inszenieren und fragwürdige Forschungsmethoden erproben kann.

Als jedoch das neunjährige Mädchen Runa in einer von Charcots Vorlesungen den grausamen Behandlungsmethoden trotzt und völlig apathisch und regungslos bleibt, wittert der Schweizer Medizinstudent Jori seine Chance, an den begehrten Doktortitel zu gelangen. Runa wird ihm als Forschungsobjekt zur Verfügung gestellt, damit er ihr den Wahnsinn aus dem Gehirn operieren kann. Das dies die erste erfolgreiche Hirnoperation am lebenden Menschen in der Medizingeschichte sein könnte, spielt dabei für Jori keine Rolle. Der Erfolg des Eingriffs ist ihm in erster Linie aus privaten Gründen wichtig.

Die Rahmenhandlung des Buches strickt sich um den jungen Medizinstudenten Jori, der sowohl sein berufliches als auch privates Ziel an der Salpêtrière zu finden hofft. Dort begegnet er vielen bekannten Persönlichkeiten, unter anderem Charcot, Bleuler, Babinski oder Tourette, die Vera Buck perfekt in Szene setzt. Dabei bleibt sie mit den Figuren immer dicht an wahren historischen Begebenheiten und ich hatte bei eigenen Recherchen zwischendurch oft die Angst, mich selbst mit dem einen oder anderen Artikel zu spoilern.

Nebenbei laufen weitere Handlungsstränge mit fiktiven Figuren ab, deren Geschichten so unterschiedlich und belanglos auf die Haupthandlung erscheinen, dass ich das Buch fast abbrechen wollte und jedes Mal froh war, wenn die Geschichte rund um Jori fortgeführt wurde. Aber da hilft nur eins – unbedingt durchhalten!

Denn auch wenn das Buch einen relativ langen Vorlauf braucht, verknüpft sich am Ende alles zu einem großen Ganzen und haut einen aus den Socken. Die Autorin haucht ihren Charakteren mit verschiedenen Redewendungen und Eigenarten soviel Leben ein, dass sie unglaublich authentisch wirken und kein Zweifel daran besteht, welcher Figur man nach einem Perspektivwechsel folgt. In diesem Zuge muss ich neben dem Protagonisten Jori, der mit dem näher rückenden Operationstermin von Runa eine fast brüderliche Beziehung zu ihr aufbaut und immer größer werdende Zweifel an der Wissenschaft hegt, besonders den ehemaligen Polizeiinspektor Lecoq hervorheben. Auf eigene Faust ermittelt er in einem mysteriösen Mordfall, obwohl er nach neuesten Erkenntnissen der Physiognomie eher zu einer Verbrecherkarriere neigt. Ein großartiger Charakter!

Vera Buck kreiert mit Paris eine detailreiche und stimmungsvolle Kulisse, die im harten Kontrast zu der trostlosen Atmosphäre der überfüllten Krankensäle und kalten Operationsräume steht. Schonungslos beschreibt sie brutale Behandlungs- bzw. Foltermethoden, die im Dienste der Wissenschaft geschehen. Ihre Beschreibungen wirken weniger eklig, lassen den Leser aber schockiert und fassungslos zurück.

"Man kam nicht her, um zu genesen, sondern um zu sterben."

Im Endeffekt eine unglaublich gut recherchierte, stimmige und genreübergreifende Geschichte, die mich umgehauen hat. Die Handlungsstränge laufen am Ende so geschickt zusammen, dass ich über den langatmigen Vorlauf definitiv hinweg sehen kann. Eine klare Leseempfehlung und mein März-Highlight.

Bedrückend

Von: Julia Peters Datum: 03.01.2018

jkpbooks.blogspot.co.at/

Dieses Buch ist keine leichte Kost, darüber sollte man sich im Klaren sein, auch wenn es sich um eine fiktionale Geschichte handelt, beruht sie doch auf vielen Ereignissen, die sich so ähnlich zugetragen haben. Die Psychiatrie, wie die Medizin im Generellen, hat viele dunkle Aspekte in ihrer Geschichte. Ich habe im Rahmen meines Studiums viel Zeit auf der Psychiatrie verbracht, weshalb ich das Buch auch für einige Zeit pausiert habe.
So nach diesem kleinem Disclaimer, erstmal weiter zur Rezension.

Die Geschichte besteht aus 3 Haupthandlungssträgen, die alle miteinander verwoben sind, wie sehr erfährt man allerdings ganz am Ende des Buches.
Da wäre Jori, ein schweizer Medizinstudent, der in nach Frankreich geht, um unter dem berühmten Charcot zu promovieren, und dann mit seiner Doktorarbeit in die Schweiz zurück zukehren. Außerdem hofft er, Heilung für Pauline zu finden. Pauline ist Pauls, Joris bester Freund, Schwester, und sie ist ebenfalls Geisteskrank - dennoch ist Jori in sie verliebt.
Dann gibt es Runa, ein kleines Mädchen von ca 7 Jahren, dass plötzlich in der Klinik auftaucht, sie ist geisteskrank, und Charcot stellt sie bei einer seiner Vorlesungen vor, und Jori behauptet vor vollem Auditorium er könne den Wahnsinn aus ihrem Gehirn fort schneiden.

Außerdem gibt es den Chorknaben Maxime, der erst später dazustößt, aber wichtig für die Handlung ist, und der ehemalige Kommissar Legoq, der sich für einen Verbrecher hält, und Runa auf der Spur ist.

Vorweg möchte ich sagen, dass ich wirklich umgehauen war, wie unglaublich genau und penibel die Autorin für dieses Buch recherchiert haben muss, denn es ist voll mit vielen medizinischen Begriffen, und dennoch wird nicht einfach mit Wörtern um sich geschmissen, nur um diese zu verwenden.
Das Buch hat eine Genauigkeit, die mich verblüfft und sehr positiv überrascht hat.
Trotz der vielen Fachbegriffe kann man das Buch sehr flüssig lesen, und den Inhalt voll genießen.
Bis sich die Spannungskurve aufgebaut hat, hat es allerings etwas gedauert, was mich aber nicht gestört hat, da die Autorin sehr genau auf alle Umstände und die Leben der Beteiligten eingeht.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist wie die Handlungsstränge nach und nach zu einander geführt haben, und die Details und die Schrecklichkeiten nach und nach aufgedeckt wurden.
Auch Jori finde ich einen sehr sehr tollen Hauptcharakter, er kommt an die Klinik mit dem Hochmut vieler Studenten, alles zu können - den Erfolg statt der Patienten sehend, und trotzdem hat er ein Gewissen, ein Gewissen aber nicht zwingend ein Rückgrad, doch auch das entwicklet sich nach und nach. Am Ende des Buches ist er zwar kein "Superheld", und auch keiner der komplett für sich selbst einstehen kann, aber jemand der nicht für jede Ungerechtigkeit zu haben ist.

Leider muss ich sagen, dass mich das Ende unglaublich enttäuscht hat. Weshalb kann ich schwer sagen, ohne jemanden zu spoilern, Mir blieben einfach viele Dinge zu offen, und unklar. Trotzdem hat mir das Buch sehr sehr gut gefallen.


Es fällt mir unglaublich schwer dieses Buch zu bewerten, da ich die ersten 520 Seiten das Gefühl hatte die Geschichte hätte das Potential zu einem meiner Lieblingsbücher zu werden. Leider hat mir das Ende so gar nicht gefallen. Dennoch ist es eine unglaubliche Erzählung über die dunkeln Abgründe der Medizin, die so toll recherchiert wurde, das man fast denkt man wäre dabei.
3-4 Sterne

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