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Zwei abgetrennte Hände, ein perfider Mord, kurz darauf ein weiterer. Was hat die unheimliche Botschafte eines Kindes mit den Toten zu tun? Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ...


Aus dem Isländischen von Tina Flecken
Originaltitel: SOGID
Originalverlag: btb HC
Taschenbuch, Klappenbroschur, 464 Seiten, 12,5 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-442-71756-9
Erschienen am  11. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Reykjavik, Island

Kommissar Huldar und Psychologin Freyja

Leserstimmen

Spannender Islandthriller!

Von: sir.gerry.liest

17.07.2019

Mit SOG legt Yrsa Sigurdardottir nun den zweiten Thriller um den isländischen Kommissar Huldar und der Kinderpsychlogin Freya vor. Und ich muss gleich von vorne herein sagen, dass sie mich zum Schluss richtig gepackt hat. . Die 8-jährige Vaka wird von der  sich eher zurück haltend gebenden Mitschülerin Sigrun mit nach Hause genommen....und kommt nicht mehr raus. 10 Jahre später ermittelt Huldar in einem eher unspektakulären Fall. Schulkinder sollten aufschreiben, wie sie sich Island in 10 Jahren vorstellen. Die Schreiben wurden in eine Zeitkapsel für 10 Jahre vergraben. Der Schüler Pröstur hat allerdings damals die Initialen von Personen vermerkt, die er töten will. Huldar soll diesen Jungen mit Hilfe von Freya ausfindig machen. Im Zuge einer davon unabhängigen Anzeige werden in einem Hot Tub eines ehemaligen Staatsanwalts  abgetrennte Hände gefunden. Ob und wie das alles zusammenhängt, schildert die Autorin sehr gekonnt auf 443 Seiten. . Der Plot ist sehr komplex und man hat überhaupt keine Ahnung, ob es sich um eine schwere Körperverletzung oder gar einen Mord handelt. Die Ermittlungen gestalten sich mühselig und schwierig, da die beteiligten Personen scheinbar etwas wissen, aber nicht allzu viel beitragen. So dauert es lange, bis die einzelnen Puzzlestücke  zusammen passen und sich ein Gesamtbild ergibt. Es kommen sehr viele Personen vor, aber das trägt zur komplexen, aber realistischen Darstellung des Falles ungemein bei. Die Personen sind dermassen glaubhaft gezeichnet, dass ich mir komplette Filmszenen vorstellen konnte. . Es passieren noch einige blutige Morde in einer Art und Weise, wie ich es noch nicht gelesen hatte, aber es ist mehr die eigene Fantasie im  Kopf als dass hier allzu grausame Details geschildert werden. Da hält sich die Autorin angenehm zurück. . Die Story beginnt langsam und ruhig und die düstere Erzählung korrespondiert mit den dortigen  Wetterverhältnissen. Aber je weiter man in diesem Buch voran kommt, desto spannender wird dieser Thriller. Das letzte Drittel dieses Buches habe ich sprichwörtlich in mir aufgesogen. Der Schluss war für mich extrem spannend und die komplexe und  überraschende Auflösung einfach nur klasse geschrieben. . Sehr gut haben mir Huldar, Freya, aber auch Erla, die Leiterin der Mordkommision gefallen. Yrsa Sigurdardottir nimmt in ihrem Buch auch an manchen Stellen auf den ersten Thriller dieser Reihe Bezug, DNA, und man erfährt, dass zuvor Huldar Leiter der Mordkommission gewesen ist, aber wegen der dortigen Ereignisse es nicht mehr ist. Wie er mit einer solchen Degradierung umgeht und welche  Gefühle er hat, ist sehr nachvollziehbar geschrieben. Aber auch Freya hat das gleiche Schicksal. Beide haben auch Gefühle füreinander, aber Huldar schafft es nicht, auch selbstverschuldet, ihr näher zu kommen. Dass er auch ab und zu einen witzigen Spruch parat hat, der aber oft gar nicht wahrgenommen wird,  möchte ich kurz positiv erwähnen. Die Protagonisten sind keine supertollen Ermittler mit Spezialkenntnissen und -fähigkeiten, sondern ganz normale Menschen " wie Du und Ich" und das macht sie sehr sympathisch. Die beiden nunmehr erwachsenen Pröstur und Sigrun stehen hier ebenfalls im Mittelpunkt dieses Thrillers um Kindesmissbrauch, Korruption und unglaublichen Eigennutz. . Fazit: Ein sehr gekonnter Thriller, den ich jedem Thrillerfan ans Herz lege. . Ich gebe 4 🌟 von 5.

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Noch besser als Teil 1

Von: Nora Eliana @ Papertea&Bookflowers

13.07.2019

SOG ist der zweite Teil in der neuen Reihe von Yrsa Sigurdadottir um den Kommisar Huldur und die Kinderpsychologin Freyja. Und nachdem mir der erste Teil, DNA, wirklich gut gefallen hatte und ich speziell die Art der Verbrechen sowie die beiden Hauptcharaktere mochte, musste ich natürlich direkt auch SOG lesen. Auch hier sind die Verbrechen recht … graphisch beschrieben und nichts für Leute die lieber kein Blut un abgetrennte Körperteile in ihren Büchern haben. Wenn ihr das erste Buch gelesen habt, wisst ihr ja was euch erwartet. Obwohl ich sagen muss, dass in diesem Buch der Fokus eher auf den Personen lag als auf den Beschreibungen der Taten. Huldar und Freyja haben beide nach dem letzten gemeinsamen Fall einiges einstecken müssen. Die Haftstrafe von Freyja’s Bruder wurde verlängert, nachdem herauskam, dass sie die Waffe von ihm hatte. Sie selbst wurde bei ihrer Arbeit heruntergestuft, ist aber froh überhaupt noch mit Kindern arbeiten zu dürfen. Selbiges gilt für Huldar. Nachdem er gerade erst befördert worden war, ist das ganze, wie schon prophezeit, ziemlich schnell wieder vorbei. Aber eigentlich nimmt er das auch nicht sonderlich schwer. Er ist halt einfach kein Chef und hätte die Beförderung erst gar nicht annehmen müssen. Dass aber seine Kollegen nicht mehr so wirklich mit ihm sprechen, ist schon hart. Genauso wie der Fakt, dass er nicht mehr in die wichtigen Fälle miteinbezogen wird sondern mit einem Brief aus einer 10 Jahre alten Zeitkaspel endet, in der verschiedene Todesfälle vorausgesagt werden. Was erst als langweilige Polizeiarbeit aussieht, bekommt aber plötzlich ganz andere Züge nachdem Huldar eine Verbindung zu den abgetrennten Gliedmaßen vermutet. Wie schon zu erwarten versucht Huldar auch wieder mit Freyja in Kontkat zu kommen. Die beiden bearbeiten dann (gezwungenermaßen von Freyja aus) einen neuen Fall gemeinsam, der Verbindungen aufzeigt die man erst nicht gedacht hätte. Huldar schafft es irgendwie immer wieder Freyja vor den Kopf zu stoßen und das macht das Ganze noch interessanter. Er verhält sich teilweise wirklich wie ein Idiot, aber er meint es immer gut, weshalb man ihn doch ins Herz schließt. SOG beginnt mit Vaka, einem Mädchen an einer neuen Schule, die nie mehr nach Hause kehrt. Direkt von der ersten Sekunde an ist man im Sog dieses Buches. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil passt perfekt zu den Büchern und macht wirklich Spaß zu lesen. Immer weider bekommt man Kapitel aus der Sicht von anderen Leuten (also weder Freyja noch Huldar) und ich liebe diese Kapitel. Sie machen einen Großteil der Atmosphäre in dem Buch aus. Etwas anderes was ich wirklich an dieser Reihe mag ist der Fokus darauf was Verbrechen und Traumata mit Kindern anstellen können. Was passiert wenn niemand da ist, der sich um sie und ihre Erfahrungen kümmert, wenn Vertrauen entttäuscht wurde. 
Das spielt speziell in diesem Teil eine große Rolle, da Freyja hier nicht mit Kindern zu tun hat, sondern mit inzwischen Erwachsenen, die als Kinder missbraucht wurden. Es geht auch auf Hierarchien in der Polizei, im Gericht und Co ein. Auch wenn Yrsa Sigurdardottir nicht davor zurückschreckt einem die Gewalt direkt zu zeigen, ist es doch alles mit Bedacht gewählt, Wann man etwas direkt mitbekommt und wann es einem nur im Nachhinein kurz beschrieben wird. Was ich speziell wichtig finde, wenn es um Verbrechen an Kindern geht. Alles in allem, ist das Buch sowohl für Leser die eher am Plot interessiert sind als auch für die, die eher an den Charakteren und deren Beziehung zueinder interressiert wird. Ich werde den nächsten Teil (R.I.P) schon allein lesen, weil ich unbedingt wissen möchte wie es mit Freyja und huldar weitergeht.

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Vita

Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den »besten Kriminalautorinnen der Welt« (Times). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit »Das letzte Ritual«, einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. »SOG« ist nach dem Spiegel-Bestseller »DNA« der zweite Roman um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavík.

Zur AUTORENSEITE

Events

16. Nov. 2019

Lesung und Gespräch

19:30 Uhr | Erfurt | Lesungen
Yrsa Sigurdardóttir
R.I.P.

20. Nov. 2019

Lesung und Gespräch

20:15 Uhr | Köln | Lesungen
Yrsa Sigurdardóttir
R.I.P.

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