Taschenbuch
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Zwei abgetrennte Hände, ein perfider Mord, kurz darauf ein weiterer. Was hat die unheimliche Botschafte eines Kindes mit den Toten zu tun? Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ...


Aus dem Isländischen von Tina Flecken
Originaltitel: SOGID
Originalverlag: btb HC
Taschenbuch, Klappenbroschur, 464 Seiten, 12,5 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-442-71756-9
Erschienen am  11. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Kommissar Huldar und Psychologin Freyja

Leserstimmen

Noch besser als Teil 1

Von: Nora Eliana @ Papertea&Bookflowers

13.07.2019

SOG ist der zweite Teil in der neuen Reihe von Yrsa Sigurdadottir um den Kommisar Huldur und die Kinderpsychologin Freyja. Und nachdem mir der erste Teil, DNA, wirklich gut gefallen hatte und ich speziell die Art der Verbrechen sowie die beiden Hauptcharaktere mochte, musste ich natürlich direkt auch SOG lesen. Auch hier sind die Verbrechen recht … graphisch beschrieben und nichts für Leute die lieber kein Blut un abgetrennte Körperteile in ihren Büchern haben. Wenn ihr das erste Buch gelesen habt, wisst ihr ja was euch erwartet. Obwohl ich sagen muss, dass in diesem Buch der Fokus eher auf den Personen lag als auf den Beschreibungen der Taten. Huldar und Freyja haben beide nach dem letzten gemeinsamen Fall einiges einstecken müssen. Die Haftstrafe von Freyja’s Bruder wurde verlängert, nachdem herauskam, dass sie die Waffe von ihm hatte. Sie selbst wurde bei ihrer Arbeit heruntergestuft, ist aber froh überhaupt noch mit Kindern arbeiten zu dürfen. Selbiges gilt für Huldar. Nachdem er gerade erst befördert worden war, ist das ganze, wie schon prophezeit, ziemlich schnell wieder vorbei. Aber eigentlich nimmt er das auch nicht sonderlich schwer. Er ist halt einfach kein Chef und hätte die Beförderung erst gar nicht annehmen müssen. Dass aber seine Kollegen nicht mehr so wirklich mit ihm sprechen, ist schon hart. Genauso wie der Fakt, dass er nicht mehr in die wichtigen Fälle miteinbezogen wird sondern mit einem Brief aus einer 10 Jahre alten Zeitkaspel endet, in der verschiedene Todesfälle vorausgesagt werden. Was erst als langweilige Polizeiarbeit aussieht, bekommt aber plötzlich ganz andere Züge nachdem Huldar eine Verbindung zu den abgetrennten Gliedmaßen vermutet. Wie schon zu erwarten versucht Huldar auch wieder mit Freyja in Kontkat zu kommen. Die beiden bearbeiten dann (gezwungenermaßen von Freyja aus) einen neuen Fall gemeinsam, der Verbindungen aufzeigt die man erst nicht gedacht hätte. Huldar schafft es irgendwie immer wieder Freyja vor den Kopf zu stoßen und das macht das Ganze noch interessanter. Er verhält sich teilweise wirklich wie ein Idiot, aber er meint es immer gut, weshalb man ihn doch ins Herz schließt. SOG beginnt mit Vaka, einem Mädchen an einer neuen Schule, die nie mehr nach Hause kehrt. Direkt von der ersten Sekunde an ist man im Sog dieses Buches. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil passt perfekt zu den Büchern und macht wirklich Spaß zu lesen. Immer weider bekommt man Kapitel aus der Sicht von anderen Leuten (also weder Freyja noch Huldar) und ich liebe diese Kapitel. Sie machen einen Großteil der Atmosphäre in dem Buch aus. Etwas anderes was ich wirklich an dieser Reihe mag ist der Fokus darauf was Verbrechen und Traumata mit Kindern anstellen können. Was passiert wenn niemand da ist, der sich um sie und ihre Erfahrungen kümmert, wenn Vertrauen entttäuscht wurde. 
Das spielt speziell in diesem Teil eine große Rolle, da Freyja hier nicht mit Kindern zu tun hat, sondern mit inzwischen Erwachsenen, die als Kinder missbraucht wurden. Es geht auch auf Hierarchien in der Polizei, im Gericht und Co ein. Auch wenn Yrsa Sigurdardottir nicht davor zurückschreckt einem die Gewalt direkt zu zeigen, ist es doch alles mit Bedacht gewählt, Wann man etwas direkt mitbekommt und wann es einem nur im Nachhinein kurz beschrieben wird. Was ich speziell wichtig finde, wenn es um Verbrechen an Kindern geht. Alles in allem, ist das Buch sowohl für Leser die eher am Plot interessiert sind als auch für die, die eher an den Charakteren und deren Beziehung zueinder interressiert wird. Ich werde den nächsten Teil (R.I.P) schon allein lesen, weil ich unbedingt wissen möchte wie es mit Freyja und huldar weitergeht.

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Hier ist der Titel Programm

Von: FrauSchafski

07.04.2019

Mit DNA hat mich die Autorin bereits völlig in den Bann gezogen und auch den zweiten Teil konnte ich kaum aus der Hand legen. Dabei kreiert sich die Spannung aus einem ganz einfachen Mittel: Unwissenheit. Denn der Leser tappt genauso im Dunkeln, wie es die Ermittler tun. Ziemlich abstruse Dinge kommen hier zusammen: Der Fund abgeschnittener Körperteile sowie einer Zeitkapsel, die von Schulkindern Jahre zuvor eingebuddelt wurde. Dinge, die offenkundig nichts miteinander zu tun haben. Dennoch beschleicht den Leser dasselbe Gefühl wie Kommissar Huldar, da steckt mehr dahinter. Aber um das herauszufinden, müssen wir - wie soll es auch anders sein - ermitteln, prüfen, hinterfragen, rätseln. Das macht Spaß und ist verdammt kurzweilig. Kinderpsychologin Freya ist auch wieder mit von der Partie, ohne sie wäre die Story nur halb, allein deswegen, weil sie einen Erzählerpart übernimmt. Der wechselt nämlich wieder zwischen Hulda uns ihr, was ich als sehr angenehm und durchaus amüsant empfunden habe. Denn auf diese Weise baut die Autorin das Privatleben ihrer Figuren wie nebenbei in die Handlung ein, ohne dass es zu sehr im Vordergrund stünde, was bei anderen Büchern durchaus anstrengend ist. Was mir auch sehr gut gefällt, ist das Zusammenspiel der Figuren, welches authentisch und nicht erzwungen wirkt. Auch in diesem Punkt tun sich andere Autor*innen schwerer. Fazit: Lange Rede, kurzer Sinn: Der Titel des Buches macht seinem Namen alle Ehre. Weniger inhaltlich, als viel mehr aufgrund der Sogwirkung, das es beim Lesen entfaltet. Das kann überzeugen und ist mir gute 4 Sterne wert.

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Vita

Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den »besten Kriminalautorinnen der Welt« (Times). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit »Das letzte Ritual«, einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. »SOG« ist nach dem Spiegel-Bestseller »DNA« der zweite Roman um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavík.

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