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Schläfst du noch? Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-42208-7

NEU
Erschienen: 14.08.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Seit 10 Jahren flieht Josie schon vor ihrer Vergangenheit. Und das aus gutem Grund. In New York ist es ihr endlich gelungen, gemeinsam mit ihrem Freund Caleb Fuß zu fassen und eine Existenz zu gründen. Doch dann taucht eine neugierige Journalistin auf. Sie will um jeden Preis die Geschichte um Josies ermordeten Vater wiederaufrollen. Mit ihrem Podcast bringt sie nicht nur Josies Erinnerungen ans Tageslicht, sondern bedroht auch gleichzeitig ihre heile Welt …

Kathleen Barber (Autorin)

Kathleen Barber wuchs in Galesburg, Illinois, auf. Sie machte ihren Abschluss an der University of Illinois und der Northwestern University School of Law und arbeitete zuvor bei großen Firmen in Chicago und New York im Bereich Konkursrecht. Wenn sie nicht schreibt, reist Kathleen gerne mit ihrem Mann um die Welt.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Maria Zettner
Originaltitel: Reconsidered
Originalverlag: Gallery Books

Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-42208-7

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

NEU
Erschienen: 14.08.2017

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Kein Pageturner, aber...

Von: Books and Biscuit Datum: 16.10.2017

booksandbiscuit.blogspot.de

In letzter Zeit habe ich oft zu Thrillern gegriffen, die ich im Nachhinein gar nicht als solche empfand. Auch Schläfst du noch? ist wie ein Thriller gestaltet und auch der Klappentext liest sich so, aber schon ein kleines Wörtchen auf dem Cover lässt erahnen, dass wir es hier nicht mit einem nervenzerfetzenden Psychothrille zu tun bekommen: Roman. Und genau das ist Schläfst du noch? auch, ein hoch dramatischer Roman. Und das ist keinesfalls negativ gemeint.

Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, über die ersten 30 Seiten hinauszukommen, denn die sind nicht nur in klassischer Prosa verfasst, sondern bestehen auch aus Auszügen einer Abschrift und Interviews. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich in dieses berichtartige Erzählen hineingefunden habe, aber danach war es für mich ein großartiger Kunstgriff. Auch die vielen eingeschobenen Kommentare aus den sozialen Netzwerken verleihen Schläfst du noch? das gewisse Etwas, das ihn von anderen Romanen seiner Art unterscheidet.

Die Themen Vergangenheit, Lügen und Mord sind welche, die eigentlich Bestandteil vieler gelungener Psychothriller sind. In Schläfst du noch? steht aber definitiv die Familie Buhrmann und das Drama, das sie durchlebt hat. Wie der Vater vor zehn Jahren ermordet wurde, wie sich die Mutter daraufhin von ihren Töchtern abgewandt hat und einer Sekte beigetreten ist, wie sich die Zwillinge Josie und Lanie daraufhin entfremdet haben und wie die Internetjournalistin Poppy jetzt dafür sorgt, dass Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Tageslicht gezerrt werden. Und wie Josie um ihre glückliche Zukunft mit Caleb kämpfen muss.

Der Ton ist eher ruhig, zwischendurch vielleicht sogar zu ruhig, sodass ich einige Passagen nur quergelesen habe, aber ich habe keine Sekunde daran gedacht, abzubrechen, denn ich wollte unbedingt wissen, was der Familie passiert ist. Und ob damals wirklich der wahre Mörder verurteilt wurde, der immer und immer wieder seine Unschuld beteuert hat.

Schläfst du noch? ist kein Pageturner, aber er geht trotzdem unter die Haut und erzählt eine spannende, dramatische Familiengeschichte.

(c) Books and Biscuit

Schläfst du noch?

Von: Jessica Datum: 15.10.2017

buecher-liebe.de

Josie’s Vater wurde vor einigen Jahren ermordet und der Nachbarsjunge wurde für diesen Mord verurteilt und verhaftet. Die Beweislage war jedoch etwas dürftig, so dass sich eine Journalistin entschließt, den Fall selbst noch einmal zu untersuchen. Ihre Ergebnisse und Fortschritte dokumentiert sie in ihrem „Wiederaufnahme“-Podcast.

Josie’s Mutter begeht dann auch noch Selbstmord, so dass Josie zur Beerdigung zurück in ihre Heimat zurückkehren muss. Dort wird sie mit dem gesamten Umfang ihrer Vergangenheit erneut konfrontiert. Da ist nicht nur die Sache mit dem Podcast, sondern auch noch ihre Zwillingsschwester, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat.

Der Grund für diesen Kontaktabbruch liegt zum einen darin begründet, dass Josie’s Schwester Lanie damals ihre Zeit lieber mit Drogen verbrachte und ihrer Familie dadurch das Leben schwer gemacht hat. Zum anderen wird öfters angedeutet, dass Lanie irgendetwas getan hat, was Josie ihr nicht verzeihen konnte. Als dann später aufgelöst wird, was Lanie so unverzeihliches getan hat, war ich doch etwas… enttäuscht wäre jetzt zu übertrieben ausgedrückt, aber an der entsprechende Stelle hatte ich einfach irgendwie etwas anderes, krasseres erwartet.

Während der Zeit in ihrer alten Heimat lebt Josie bei ihrer Tante. Ihre Mutter, die sich ja nun das Leben nahm, hatte auch früher immer mit psychischen Störungen zu kämpfen. Als Josie nun wieder zurück ist und sich auch die Beziehung zu ihrer Schwester wieder etwas aufbaut, stellt sie fest, dass es im Verhalten ihrer Schwester gewisse Ähnlichkeiten zu dem Verhalten ihrer psychisch kranken Mutter gibt. Durch diese Auffälligkeiten gepaart mit dem Podcast entstehen bei Josie eine Unsicherheit was den tatsächlichen Mörder ihres Vaters betrifft.

Am Ende bringt der „Wiederaufnahme“-Podcast tatsächlich ans Licht, dass nicht der Nachbarsjunge der Mörder war, sondern eine Person, mit der wohl nahezu kaum jemand gerechnet hat…

Der Spannungsbogen wird langsam aufgebaut, allerdings bin ich nicht so ganz sicher, ob das Genre „Thriller“ hier wirklich voll zutreffend ist. Es wird zwar ein Mord aufgeklärt und das Buch ist durchaus spannend, aber Thriller trifft es meiner Meinung nach doch nicht so ganz. Ich würde es eher als eine Art Mischung aus Familiendrama und Thriller nennen.

Zwischendurch gibt es im Buch immer wieder Rückblenden. Allerdings sind diese etwas unglücklich ins Buch eingebaut wurden. Es wird nicht immer sofort deutlich, dass es sich um eine Rückblende handelt, da es keine Zwischenüberschriften oder ähnliches gibt. Sie werden einfach nur durch einen neuen Absatz abgetrennt. Das macht es manchmal schwierig zu erkennen, dass man gerade eine solche Rückblende liest. Mich hat es jedenfalls das ein oder andere mal durcheinander gebracht, bis ich erkannt habe, dass der Teil, den ich gerade lese, nichts mit der Gegenwart zutun hat. Das fand ich sehr schade, denn eigentlich mag ich Rückblenden.

Auch wenn sich der Spannungsbogen eher langsam aufbaut, rätselt man doch bis zum Ende, wer nun tatsächlich der Mörder war. Meine Vermutung, die ich sehr schnell hatte, hat sich dann aber letztlich doch nicht bestätigt. So etwas finde ich immer sehr gut – wenn man sich eigentlich sicher ist, wer es war und dann doch total daneben liegt.

Fazit
Ein spannendes Buch, das zwar durch die Rückblenden manchmal etwas verwirrt, insgesamt aber durch seinen angenehmen Schreibstil und einer gut ausgearbeiteten Geschichte durchaus überzeugen kann.

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