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Schloss aus Glas (Filmausgabe)

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-35968-0

Erschienen:  21.08.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.

Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann.

Jeannette Walls (Autorin)

Jeannette Walls wurde in Phoenix, Arizona, geboren. Sie studierte am Barnard College und arbeitete über zwanzig Jahre als Journalistin in New York. 2006 erschien ihr Debüt Schloss aus Glas, das zum internationalen Bestseller avancierte und in dreiundzwanzig Sprachen übersetzt wurde. Walls lebt in Virginia.

Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Originaltitel: The Glass Castle
Originalverlag: Scribner

Taschenbuch, Broschur, 400 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-35968-0

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Diana

Erschienen:  21.08.2017

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Unglaublich, erschütternd, berührend

Von: Lovely Mix Datum: 11.02.2018

www.lovelymix.de

Jeannette Walls konnte mich vor einer Weile bereits mit ihrem Buch „Die andere Seite des Himmels“ absolut begeistern. Mit „Das Schloss aus Glas“ liefert sie uns einen autobiografischen Roman, der uns von ihrer Kindheit und dem frühen Erwachsenenleben erzählt. Was unglaublich erscheint, denn das Buch könnte ebenso frei erfunden sein. Wüsste ich nicht, dass es real ist, würde ich denken, man möchte mich veralbern, wenn man mir erzählt, dass jemand wirklich so gelebt hat.

Denn Jeannette und ihre Familie haben alles andere als ein geregeltes, normales Leben. Der Vater ist ein Säufer, spielt Karten, verliert einen Job nach dem anderen, glaubt nicht an das „System“ oder „Krankenhäuser“. Denkt die Gewerkschaft ist hinter ihm her und gerät immer wieder in Prügeleien. Die Mutter ist Künstlerin und obwohl sie als Lehrerin überall eine Anstellung finden würde, hat sie keine Lust darauf. Stattedessen müssen sie und ihre Kinder hungern, bevor sie sich vor eine Klasse stellt. Immer wieder ziehen die Walls weiter quer durch Amerika. Von Übernachtungen unter freiem Himmel und im Auto arbeiten sie sich zu regelrechten Bruchbuden, die schon fast lebensgefährlich sind, hoch. Länger als einige Monate bleibt die Familie die ganze Kindheit von Jeanette hinweg nirgends wohnen.

Ein erschütternder, aber dennoch auch wunderschöner Roman. Zwar gibt es keinen roten Faden oder gar einen sinnvollen Spannungsbogen, aber dafür ist es voll mit Optimismus, Hoffnung und trotz aller Widrigkeiten voller Liebe und Zusammenhalt. Denn irgendwie schaffen es Jeannette und ihre Geschwister dennoch, ihre Eltern zu lieben. Sie schaffen es, dennoch eine glückliche Kindheit voller Abenteuer zu erleben. Und sie schaffen es irgendwann, ihrer eigenen Wege zu gehen. All das erzählt uns die Autorin mit wundervoll beschreibenden, bildhaften und eingehendem Schreibstil, der dafür sorgte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Ideal für alle, die Walls mögen und die auf autobiografische Romane stehen bzw. gerne mehr über das Leben anderer Menschen lesen. Ein Buch, das einem sehen lässt, wie gut es vielen von uns geht und wie viel dankbarer wir alle dafür sein sollten. Und ein Buch, das zeigt, dass nichts unmöglich ist und dieses Mal sogar glaubhaft, denn es ist die Realität von Jeanette Walls und ihrer Geschwister.

Erschütternd

Von: Ulrike Frey  aus Haltern am See Datum: 10.02.2018

ulliken.blogspot.de/p/meine-buch-rezensionen.html

Jeannette Walls schreibt in diesem autobiografischen Roman über ihr armseliges Aufwachsen.

Ihre Eltern sind beide intelligente Menschen, ihre Mutter ist Künstlerin und ausgebildete Lehrerin, ihr Vater hat Gelegenheitsjobs und lebt seine Träume, wie etwas zu erfinden. Die Jobs verliert er schnell, weil er aufbrausend ist und gerne trinkt.

Aber die Eltern haben sich nun mal zu diesem "freien Leben" entschlossen, wettern gegen das Establishment und der Vater erklärt in seinen lichten Momenten die Welt. Die Kinder bekommen Weihnachtsgeschenke, die andere Kinder niemals erhalten können.

Weil sie und ihre drei Geschwister wegen der vielen Umzüge in immer schlechtere Bruchbuden nicht regelmäßig zur Schule können, werden sie in der Zwischenzeit daheim unterrichtet. Als Jeannette eingeschult wird, kann sie bereits lesen.

Sie ist ein glückliches und kluges Kind, setzt sich in der Schule gegen die Anfeindungen anderer Kinder mit Hilfe ihres kleineren Bruders durch, und ihr Vater verspricht, ihr ein Schloss aus Glas zu bauen.

Es ist erschütternd, mitzuerleben, dass es der Mutter egal ist, ob ihre Kinder etwas zu essen bekommen, umso schlimmer, dass sie den Kindern heimlich Schokolade vorenthält, die sie dann isst. Die Kinder wühlen heimlich die Mülleimer durch, wenn niemand zuschauen kann.

Eigennützig leben die Eltern, haben nur kluge Sprüche auf Lager, wenn z.B. kein Wasser da ist oder die Treppe einbricht, und je älter die Kinder werden, umso klarer sehen sie ihre Zukunft, die sie dann auch umzusetzen versuchen.

Mich haben die Aufzeichnungen von Jeannette Walls an früher erinnert, als in der Umgebung Familien untergebracht waren mit Kindern, die schmutzig waren und mit hungrigen Augen uns anderen Kindern hinterhergesehen haben. Ich habe mir viel zu wenig Gedanken darüber gemacht. "Das sind Zigeuner, die sind dreckig, mit denen dürft ihr nicht spielen", so und anders hieß es, als seien diese Menschen mit einer ansteckenden Krankheit infiziert.

Dieses Buch hat mich erschüttert zurückgelassen, ich werde sicher noch länger daran denken und meine Augen offen halten.

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