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Schnell, dein Leben Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-48606-9

Erschienen:  15.01.2018
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Louise wächst im Frankreich der Nachkriegszeit auf, Johann in Westdeutschland. An der Universität von Lyon – Johann ist dort Gaststudent – lernen sie sich kennen. Sie verlieben sich, heiraten, ziehen in ein deutsches Dorf, sehen ihre Kinder aufwachsen und ihre Eltern sterben. Für Louise ist es kein einfaches Leben in der neuen Heimat, ihr Mann ist dort ein anderer, als der, den sie kennengelernt hat. Irgendwann erfährt sie: Ihr Schwiegervater hat im Krieg gegen die Franzosen gekämpft. Ein ganzes Leben lang suchen Louise und Johann nach passenden Worten für eine Zeit, über die nie jemand sprechen wollte.

Sylvie Schenk (Autorin)

Sylvie Schenk wurde 1944 in Chambéry, Frankreich, geboren, studierte in Lyon und lebt seit 1966 in Deutschland. Sie veröffentlich zunächst Lyrik auf Französisch und schreibt seit 1992 auf Deutsch. Sylvie Schenk lebt bei Aachen und in La Roche-de-Rame, Hautes-Alpes.

Originaltitel: Schnell, dein Leben
Originalverlag: Carl Hanser Verlag

Taschenbuch, Broschur, 208 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48606-9

€ 9,00 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen:  15.01.2018

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Sehr emotional und ungewöhnlich geschrieben

Von: Regi Lang Datum: 08.07.2018

https://relacra.blogspot.de/

Ein Buch mit vielen, wohl gewählten Worten, in einer Sprachweise, welche ungewöhnlich ist. Sie schreibt in der 2. Person, als sei es immer der Blick eines Außenstehenden, der auf sie und in sie hinein schaut. Die Erzählung schildert, wie sich eine Französin fühlt, die in ein fremdes Land, und dann noch eines, was einmal Feind war, in einer tiefen menschlichen Sprache.
Es ist ein nachdenkliches Buch über Menschen, die auch als Nachkriegsgeneration noch mit den Geschehnissen konfrontiert werden.
Es ist das erste Buch von der Autorin, welches ich gelesen habe. Ich freue mich sehr auf weitere.
Sehr empfehlenswert!

Eine Liebe zwischen Grenzgängern

Von: YukBook Datum: 07.02.2018

www.yukbook.me

Kann man sein Leben auf 200 Seiten erzählen? Sylvie Schenk zeigt in diesem Roman, dass es geht. Und wie es geht! Es funktioniert deshalb, weil sie ihren Fokus auf ein zentrales Thema richtet: die Schwierigkeit einer deutsch-französischen Beziehung in der Nachkriegszeit.

Ungewöhnlich ist nicht nur die Kürze, sondern auch die Form des Romans: Erzählt wird nicht in der Ich-, sondern Du-Form, so als ob die Hauptfigur Louise ihr Leben aus einer Distanz betrachten und reflektieren wollte. Louise wächst in einer katholischen, bürgerlichen Familie auf und erkennt früh, dass Frauen stark benachteiligt sind. Sie will Sprachen studieren und von Männern unabhängig sein. Daher wendet sie sich von ihrem Verehrer und Frauenheld Henri ab und entscheidet sich für ein Leben mit dem deutschen Austauschstudenten Johann, den sie an der Universität in Lyon kennenlernt.

Es ist eine Liebesgeschichte mit Hindernissen zwischen Louise, die eifrig die deutsche Sprache lernt und versucht, sich als Aushilfslehrerin in einem deutschen Dorf einzuleben, und Johann, der seit seinem Studium so frankophil ist, dass er am liebsten als Franzose leben würde. Die kulturelle Annäherung sowie die Last der Vergangenheit beschreibt Sylvie Schenk mehrdimensional und nuancenreich. Louise’ Eltern sind entsetzt, dass ihre Tochter ausgerechnet einen Deutschen heiratet. Auch Henri, deren Eltern von den Nazis umgebracht wurde, versucht, ihr die Heirat auszureden und konfrontiert sie mit einer Schuld, die auf Johanns Vater lastet. Louise dagegen wird von ihren Schwiegereltern mit offenen Armen aufgenommen, auch wenn ihre Vorstellung von Frankreich sehr klischeebehaftet ist.

Wie findet man zu seiner eigenen Identität? Durch seine Familie, die Sprache, die Ehe oder die Liebe? Diese Fragen stellt sich Louise immer wieder und hält sich am liebsten in der Natur auf, wo sich alle Rollen und Bewertungen auflösen, wo sie einfach nur selbst sein kann. Sylvie Schenk schreibt in einem Stil, der auf den ersten Blick wie ein Zeitungsbericht sachlich und nüchtern daherkommt, doch das täuscht. Gerade durch die Straffung und die klare Sprache gewinnt der autobiografisch inspirierte Roman eine ungeheure Intensität und Sogwirkung. Absolut lesenswert!

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