VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Schwindel Roman

Kundenrezensionen (6)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

ca. € 12,00 [D] inkl. MwSt.
ca. € 12,40 [A] | ca. CHF 16,50*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71518-3

DEMNÄCHST
Erscheint: 10.04.2017

E-Mail bei Erscheinen

Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch, eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Service

  • Biblio

Das zornige Meer, die rote Wüste, die unbarmherzige Natur – dafür ist der australische Schriftsteller Tim Winton berühmt, in seinen Geschichten ist der Mensch immer auch ein Ausgesetzter. Wie Tom Keely, ein ehemaliger Umweltaktivist, der in seinem Leben auf ganzer Linie gescheitert ist, ein Mann am Abgrund, der die Welt, wie er sie kennt, nicht mehr lieben kann. In seinem Apartmenthochhaus in Fremantle an der Küste Westaustraliens sieht er täglich vor seiner Haustür, was Gier und Korruption im großen und Gewaltverbrechen und Drogenhandel im kleinen Maßstab aus seinem Land gemacht haben. Als eine frühere Bekannte und ein kleiner Junge neben ihm einziehen, findet er inmitten seiner Abwärtsspirale eine neue Aufgabe und vielleicht auch wieder Sinn und Hoffnung für sein Leben …

Tim Winton (Autor)

Tim Winton wurde 1960 in der Nähe von Perth, Westaustralien, geboren. Er hat zahlreiche Romane, Sach- und Kinderbücher sowie ein Theaterstück veröffentlicht und ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Australiens. Zweimal kam er auf die Shortlist des Man Booker Prize, und viermal erhielt er den Miles Franklin Award, den wichtigsten Literaturpreis Australiens. Seine Werke sind in zwölf Sprachen übersetzt, fast alles wurde für Bühne, Radio oder Film adaptiert. Tim Winton lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Westaustralien.


Klaus Berr (Übersetzer)

Klaus Berr, geb. 1957 in Schongau, Studium der Germanistik und Anglistik in München, einjähriger Aufenthalt in Wales als "Assistant Teacher", ist der Übersetzer von u.a. Lawrence Ferlinghetti, Tony Parsons, William Owen Roberts, Will Self.

Aus dem Englischen von Klaus Berr
Originaltitel: Eyrie
Originalverlag: Penguin Australia

Taschenbuch, Broschur, ca. 480 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-71518-3

ca. € 12,00 [D] | ca. € 12,40 [A] | ca. CHF 16,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

DEMNÄCHST
Erscheint: 10.04.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Eine Geschichte, die Spaß macht, sie zu lesen

Von: Anne-Marit Strandborg Datum: 27.11.2016

https://anneslesetagebuch.wordpress.com/

Gleich zu Beginn werde ich konfrontiert mit einem Mann, der einen totalen Kater ausnüchtern muss. Und so lesen sich für mich die ersten Seiten etwas holprig. Doch je nüchterner Tom Keely, ein Mann mittleren Alters mit durchschnittlicher Intelligenz, wird, desto flüssiger wird das Lesen. Und ich lasse mich mitreißen in seine Geschichte, die Tim Winton wortgewaltig erzählt.

Tom braucht unbedingt ein Frühstück, doch der Gang durch die Stadt wäre eine Tortur. Er müsste vorbei an "zahnlosen Säufern und mitleidgierenden Aborigines", Sammelbüchsenschwenkern und Straßenkünstlern.

"Die Stadt wurde zu einem Vergnügungspark der Boheme auf dem Fundament einer Immobilienblase, und hinter jeder vernachlässigten Goldrauschfassade, jeder leeren Ladenfront zählte ein Wucherer seine Pennys, schikanierte seine Familie und schimpfte über Flüchtlinge." - S. 30/31

Dafür war er zu kaputt. Er bekam schon einen Schweißausbruch, wenn ihn im Fahrstuhl jemand ansprach. Und genau das geschah. Gemma Buck, eine Frau, mit der er im Fahrstuhl fuhr, erinnerte sich an ihn. Doch er fertigte sie an der Tür ab. Und erinnerte sich. Er kannte sie aus Kinderzeiten. Die für Gemma und ihre Schwester keine schöne Zeit war. Ihr Vater soff und prügelte seine Frau. Die beiden Mädchen flohen oft zu den Keelys.

Seit Tom Gemma getroffen hat, scheint sich sein Leben zu wandeln. Er geht wieder aus dem Haus; Essen mit seiner Mutter, fährt mit Gemma und ihrem Enkel mit einem Boot hinaus, Vögel beobachten.
Am Abend besucht Gemma ihn und erfährt so einiges aus ihrer Kindheit. Die schrecklich gewesen war.
Und er denkt wieder darüber nach, sich einen Job zu suchen. Als Umweltaktivist wird er nicht mehr arbeiten können. Könnte er Lehrer werden? Allein die Vorstellung, mit einem Haufen 15-Jähriger in einer Klasse alleine zu sein, verursacht ihm Pein. Gartenarbeit, Taxifahren? Das wäre er zumindest seiner Mutter schuldig, die ihn ein wenig finanziell unterstützt.
Ob er die Kurve kriegt? Ob er von den Tabletten wegkommt, die er zum Einschlafen braucht? Schafft er es, wieder ein normales Leben zu führen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen? Das lest selbst.

Was für eine Erzählweise. Ich brauchte ein wenig, bis ich hineinkam in die Geschichte. Aber dann... dann mochte ich gar nicht mehr aufhören. Und obwohl in der Geschichte streckenweise nichts passierte, war es trotzdem spannend und interessant und hat einfach nur Spaß gemacht. Tim Winton benötigt keine Cliffhanger am Ende eines Kapitels. Durch eine leise Spannung wird man permanent am Lesen gehalten. Man erfährt nicht gleich zu Beginn, warum Tomm Keely abgestürzt ist. Nein, das erschließt sich so nach und nach. Aus Erinnerungsfetzen. Und so mag man das Buch, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen.

Eine absolute Leseempfehlung von mir.

Schwindel

Von: Manuela Hahn aus Haigerloch Datum: 08.09.2016

https://lesenswertesausdembuecherhaus.blogspot.de

Inhalt: Tim Winton erzählt in seinem Buch von Tom, einem gescheiterten Umweltaktivist, der sein Leben fast komplett an die Wand gefahren hat, nachdem eines seiner Projekte scheiterte. Er lebt in einer kleinen heruntergekommenen Wohnung in einem ebenso heruntergekommen Wohnblock, seine sozialen Kontakte beschränken sich auf das Notwendigste, das ändert sich, als er Gemma und ihren Enkel trifft.
Gemma ist eine Freundin aus Kindertagen, die zeitweise bei seiner Familie lebte und die er irgendwann aus den Augen verlor. Gemmas Leben wurde geprägt von Misshandlung und Gewalt und doch opfert sie sich auf um ihrem Enkel,dessen Mutter im Gefängnis sitzt, ein geregeltes Leben zu ermöglichen.

Meine Meinung:
Schwindel zu lesen, war ein Erlebnis, ich habe lange kein Buch mehr in der Hand gehabt, das so wortgewaltig war, ein anderes Wort fällt mir dazu gerade nicht ein. Tim Winton spielt mit Worten und er spielt gut, er lässt den Leser die Hitze Australiens genauso spüren, wie er ihm den Geruch, der in der Sonne gärenden Hundekotbeutel, unter die Nase reibt.Es hat zugegeben etwas gedauert bis ich mich eingefunden hatte in den Schreibstil des Autors, einige Passagen passiert gefühlt nichts und doch sind auch diese Handlungsarmen Seiten wichtig für den Gesamteindruck, für das Gefühl das man nach der letzten Seite hat, das Gefühl dort gewesen zu sein, Toms Weg ein Stück weit begleiten zu dürfen.
Ich gebe für das Buch eine absolute Leseempfehlung für Leser die sich Zeit lassen wollen, die das Lesen ein bisschen entschleunigen wollen, für mich war das Buch eine gelungene Abwechslung zu den möglichst atemlosen Thrillern die ich ja bekannter weise, sonst lese.
Ein besonderes Lob gebührt sicherlich auch dem Übersetzer, Klaus Berr, der so weit ich das beurteilen kann, einen hervorragenden Job gemacht hat.

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors