VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Sechs Jahre Der Abschied von meiner Schwester

Kundenrezensionen (21)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 9,99 [D] inkl. MwSt.
€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7341-0255-4

Erschienen: 14.03.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 49
Spiegel Taschenbuch Sachbuch

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Termine

  • Links

  • Service

  • Biblio

Das persönlichste Buch von Bestsellerautorin Charlotte Link

Auf eindringliche Weise berichtet Bestsellerautorin Charlotte Link von der Krankheit und dem Sterben ihrer Schwester Franziska. Es ist nicht nur das persönlichste Werk der Schriftstellerin, sondern auch die berührende Schilderung der jahrelang ständig präsenten Angst, einen über alles geliebten Menschen verlieren zu müssen. Charlotte Link beschreibt den Klinikalltag in Deutschland, das Zusammentreffen mit großartigen, engagierten Ärzten, aber auch mit solchen, deren Verhalten schaudern lässt und Angst macht. Und sie plädiert dafür, die Hoffnung nie aufzugeben – denn nur sie verleiht die Kraft zu kämpfen.

18 Fragen an Charlotte Link Zum Interview

Video, Interview & Beiträge zu Charlotte Link

Charlotte Link (Autorin)

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Kriminalromane sind internationale Bestseller, allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft.
Sechs Jahre ist das erste nicht belletristische und zudem persönlichste Buch der Autorin, in dem sie Abschied nimmt von ihrer Schwester Franziska, die 2012 nach langer Krankheit starb. Es ist die Geschichte einer Familie, die sich aufreibt im Widerstand gegen eine gnadenlose Krankheit und einen teilweise unmenschlichen Klinikalltag und doch nicht aufhört, um das Leben zu kämpfen.

16.12.2016 | 18:45 Uhr | Fernsehen & Radio

Charlotte Link zu Gast in der Sendung "NDR Das!"

Infos zur Sendung

  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Weitere Informationen:
NDR

20.01.2017 | 20:00 Uhr | Oberursel

Lesung
Eintritt: € 14,-
Kartenreservierung über
Tel.: 06171/284664

  • add this
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Bollinger Bücherwelt im Camp King
Hohemarkstraße 151
61440 Oberursel

Tel. 06171/284664, MCMRiBollinger@aol.com

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Originaltitel: Sechs Jahre. Der Abschied von meiner Schwester
Originalverlag: Blanvalet, München 2014

Taschenbuch, Klappenbroschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-7341-0255-4

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 14.03.2016

  • Leserstimmen

  • Buchhändlerstimmen

  • Rezension verfassen

Charlotte Link von einer anderen Seite

Von: Gesa Blank Datum: 25.10.2016

abaufssofalesenlos.blogspot.de

Einige werden sich sicherlich fragen, warum ich freiwillig Bücher über schwere Erkrankungen, das Sterben und den nahenden Tod lese. Die Antwort ist ganz einfach: ich bewundere die Menschen, die es schaffen, sich gegen eine todbringende Erkrankung zu wehren. Noch einmal all ihre Kräfte mobilisieren, um noch ein Weilchen leben zu dürfen. Und ich bewundere die Menschen, die ihr Leid annehmen, Frieden schließen und bereit sind, zu sterben, auch wenn die Angst vor dem Tod in fast jedem von uns schlummert.
Bis dato habe ich keinen einzigen Roman von Charlotte Link gelesen, ohne, dass es einen Grund dafür gibt. Der Titel des Buches "Sechs Jahre" hat mich aber durchaus angesprochen.

Charlotte Link gibt in ihrem Roman die letzten sechs Jahre ihrer Schwester wieder. Sie hat ihrer Schwester kurz vor deren Tod versprochen, dass sie den Verlauf ihres Leids nach ihrem Ableben niederschreiben wird, in welcher Form auch immer. Sechs Jahre ein Kampf gegen den Krebs, der von Anfang an schon verloren ist. Eine Heilung ist nicht mehr möglich. Der Krebs hat sich bereits derart im Körper ausgebreitet, dass verschiedene schwere Operationen zwar Aufschub leisten, an eine Heilung jedoch nicht mehr zu denken ist.
Anfänglich heißt es, dass die Erkrankung schon nach kurzer Zeit tödlich enden werde, aber dank moderner Medizin, Recherche nach den besten Ärzten und viel Durchhaltevermögen und Willen, zieht sich die Zeit des Leidens über sechs Jahre hin. Eine Zeit, die geprägt ist von Schmerzen, Hoffnung, Trauer, Wut und unendlich viel Leid. Charlotte Link lässt diese Jahre auf offene und ehrliche Art und Weise Revue passieren.

Eine bewegende Geschichte, die zum Nachdenken anregt und sicher nichts für zarte Gemüter ist. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, da das Verhalten der Autorin Charlotte Link während der gesamten sechs Jahre mehr als nur egoistisch ist. Immer wieder erfährt der Leser, wie schlecht es der Autorin des Buches geht. Sie ist die Gebeutelte. Sie verliert ihre Schwester. Wie soll sie nur ohne ihre Schwester weiterleben können? Schon einmal wurde sie auf brutale Weise von ihrer Schwester getrennt, nämlich als sie eingeschult wird. Sie muss die Schulbank drücken, während ihre jüngere Schwester zu Hause auf sie wartet. Allein der Gebrauch des Wortes "brutal" lässt mich aufhorchen. Wenn der natürliche Prozess des Älterwerdens, der nun einmal auch einen Schulbesuch beinhaltet, als brutale Trennung dargestellt wird, dann frage ich mich, was Frau Link bis zur niederschmetternden Diagnose der Krebserkrankung ihrer Schwester in ihrem Leben bis zu dem Zeitpunkt erlebt hat.

Im Verlauf des Buches weigert sich die Autorin mehrfach mit ihrer Schwester über das Sterben und den Tod zu sprechen, da sie ihre Schwester nicht verlieren will. Durchaus nachvollziehbar, dass dieses Thema kein Leichtes ist. Wenn sich der Schwerkranke jedoch gern über das austauschen möchte, was ihn in dieser schweren Zeit beschäftigt und der Tod immer näher rückt, dann frage ich mich, was für ein Mensch Charlotte Link ist, wenn sie diesen Wunsch ihrer Schwester verwehrt. Diese Haltung hat mich beim Lesen des gesamten Buches so sehr beschäftigt, dass die eigentliche Geschichte fast untergeht.
Einen wesentlich anderen Verlauf hätte die Erkrankung sicherlich genommen, wenn Charlotte Links Schwester nicht privatversichert gewesen wäre und der Name der Autorin nicht für diverse Vorteile gesorgt hätte. Der Tod wäre mit Sicherheit wesentlich früher eingetreten.

Ein wirklich tragischer und herzergreifender Roman, der allerdings durch die egoistische Haltung der Autorin stark getrübt ist und meines Erachtens so nie hätte veröffentlicht werden dürfen. Aber wie immer ... alles Geschmackssache!

Ärzte sollten nicht nur Medizin studieren, sondern auch lernen, wie man mit Menschen umgeht

Von: Anne-Marit Strandborg Datum: 25.06.2016

annes-hobbystube.blogspot.de/

Von Charlotte Link habe ich "Das Haus der Schwestern" und "Die Rosenzüchterin" gelesen. Das ist schon sehr lange her. Und da ich damals noch kein Lesetagebuch führte, wollte ich die Bücher irgendwann noch einmal lesen. Bis heute bin ich nicht dazu gekommen, obwohl ich "Das Haus der Schwestern" zwischenzeitlich auch schon gehört habe.

Nun bin ich über ein sehr privates Buch der Autorin gestolpert: "Sechs Jahre - Der Abschied von meiner Schwester".
Schon im Vorwort lese ich, was mich in diesem Buch erwartet und dass es keine leichte Kost ist. Sechs Jahre lang kämpfen Charlotte Link und ihre Familie an der Seite ihrer Schwester Franziska gegen den Krebs, um am Ende doch zu verlieren. Franziska stirbt am 7. Februar 2012 mit sechsundvierzig Jahren nach sechsjährigem Kampf an dieser Krankheit. Sie nahm Charlotte vorher das Versprechen ab, darüber zu schreiben.

Zwischen den Schwestern bestand seit ihrer Kindheit eine unheimlich enge Verbindung. Charlotte verlor mit dem Tod ihrer Schwester den wichtigsten Menschen ihres Lebens. Dieses Buch zu schreiben, war wohl auch ein Stück Trauerbewältigung.

Doch nicht nur das. Sie war der Meinung, dass das, was sie in diesen sechs Jahren in Krankenhäusern erlebt haben, öffentlich gemacht werden sollte. Auf die Missstände sollte so lange hingewiesen werden, bis sich etwas Entscheidendes ändert.

Als man im Februar 2006 bei Franziska Metastasen findet und auf die Suche nach dem Tumor gehen will, ist sie noch ganz ruhig. Sie war von den beiden Schwestern immer die sachlich und rational Agierende. Noch dazu war ihr die Situation vertraut. Achtzehn Jahre zuvor hat sie das schon einmal erlebt.
An einem Vormittag hatte sie einen Termin bei einer Onkologin, zu dem sie noch ganz zuversichtlich ging. Innerhalb einer halben Stunde hat diese Onkologin dafür gesorgt, dass ein Psychologe Franziska wenig später eine tiefe Traumatisierung bescheinigt.
Diese Onkologin sagte Franziska auf den Kopf zu, dass es für sie absolut keine Hoffnung gibt. Mit einer Chemo-/Strahlentherapie und der Entfernung des Tumors wird sie höchstens noch bis zum Ende des Jahres zu leben haben. Sie solle doch über den Verlauf ihres Sterbens ein Fotoalbum anlegen, damit ihre Kinder etwas hätten, das sie sich dann immer wieder anschauen können.

Fehldiagnosen wird Franziska noch so einige bekommen. Zumeist negative, die sich dann doch nicht einstellen. Aber diese Erfahrungen macht es unmöglich an positive Diagnosen zu glauben.
Noch eine Erfahrung, die die Familie in diversen Krankenhäusern gemacht hat: Sobald der Patient mit zwei Dingen zu kämpfen hat, die es nötig machen würden, stationsübergreifend zu arbeiten, ist er aufgeschmissen. Dazu scheinen die meisten Krankenhäuser nicht in der Lage zu sein. In einer Lungenklinik zum Beispiel wird überhaupt nicht darauf reagiert, dass Franziska nichts essen kann. Man stellt ihr das Tablett hin und holt es abends wieder ab. Ohne darauf zu reagieren, dass sie gar nichts zu sich nimmt. Wenn die Familie nicht Essen mitgebracht hätte, wäre sie dort einfach verhungert.

Das Verhalten vieler Ärzte machte Charlotte Link sprachlos und mich als Leserin wütend. Sie fragte sich, warum ein Arzt einen helfenden Beruf ergreift,

"wenn er gleichzeitig so menschenverachtend, rücksichtslos und fast feindselig mit Menschen umgeht, die sich in einer wehrlosen Situation befinden".

Und wie kann es sein, dass solche Ärzte für ihr Tun nicht bestraft werden. Dass sie sich für Fehldiagnosen in rauen Mengen nicht entschuldigen und schon gar nicht verantworten müssen.

Es hat sicherlich rechtliche Gründe, aber ich finde es äußerst schade, dass diese "Ärzte" hier nicht mit Namen genannt wurden.

Glücklicherweise haben sie aber auch andere Ärzte und Klinikpersonal kennengelernt. Sie haben erlebt, dass man sich auch in einem Krankenhaus geborgen fühlen kann, wenn Ärzte und Schwestern mit den todkranken Patienten respektvoll und freundlich umgehen.

Das Buch ist nicht leicht zu lesen. Wie schon am Titel zu erkennen, gibt es kein Happy end. Trotzdem macht es ein bisschen Mut, die Hoffnung nicht zu schnell aufzugeben.
Zwei Jahre wurden Franziska anfangs noch gegeben. Sechs Jahre hat sie noch geschafft. Sechs Jahre, die sicher nicht leicht waren, die sich die Familie aber noch gehabt hat.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Doris Wörz aus Dettingen Datum: 14.04.2016

Buchhandlung: one - buchcafe one

Ich finde das Buch sehr ehrlich und bewegend. Gerne würde ich Frau Link sagen, dass siesich vergeben darf, dass sie die Woche vom 29.1. - 5.2. nicht bei ihrer Schwester war. Ihre Schwester hat die Zeit zuvor mit ihr genossen.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Von: Hildegard Trant aus Homburg Datum: 05.02.2015

Buchhandlung: Welsch Bücher erleben

"Sechs Jahre" habe ich recht zügig gelesen und finde es im Großen und Ganzen gelungen. Es ist ein sehr gefühlvolles Buch, eine in Worte gefasste Aufarbeitung; eine Hommage an Links Schwester Franziska, zu der Link eine besonders enge Beziehung hatte. Mit dreiundzwanzig Jahren erkrankt Franziska an Lymphdrüsenkrebs, der aber erfolgreich geheilt wird. 17 Jahre lang lebt die Schwester danach ein normales Leben, bekommt sogar zwei Kinder. Mit einundvierzig Jahren wird ein Folgekarzinom diagnostiziert: Lebenszeit vielleicht noch ein Jahr. Sechs Jahre werden der Krankheit abgerungen werden, aggressive Therapien angewandt, bis Franziska schließlich qualvoll stirbt. Es ist ein sehr persönliches Buch; es beschreibt, was mit einer Familie passiert, wenn eines ihrer Mitglieder schwer erkrankt. Nicht ist dann mehr, wie es eben noch war. Zu der Not, dem Kummer und der Angst geht es darum, den richtigen Arzt und ein geeignetes Therapiemodell zu finden. Und weiter den Alltag zu bewältigen. Man sollte annehmen, dass bei unserem Gesundheitssystem Punkt eins und zwei eine relativ leichte Übung seien. Sind sie aber nicht. Immer wieder beschreibt Link unsensible Ärzte, pampige Krankenschwestern, Beutelschneidereien. Manchmal muss man schon schlucken, wenn Link erzählt, wie ihre Schwester behandelt wird. Es gibt aber auch sehr positive Erlebnisse, einfühlsame Mediziner, die nach Wegen suchen, um Links Schwester Zeit zu schenken und die Folgen der Therapien zu mildern. Man muss den Überlebenswillen der Patientin ebenso bewundern wie den nicht nachlassenden Kampf ihrer Familie, nicht nur die Kranke, sondern auch ihre Familie zu unterstützen. Franziskas Tochter ist gerade zwei Jahre alt, als die erneute Erkrankung festgestellt wird. Einen Aspekt finde ich besonders wichtig: erfolgreiche Krebstherapien in der Vergangenheit können Folgeerkrankungen in der Zukunft mit sich bringen. Es ist ein sehr ehrliches Buch, das auch die emotionale Seite einer solchen Erkrankung beschreibt: bei der Patientin und ihren Angehörigen. Ich habe als Leserin mitgelitten und gehofft. Link schafft es, die Probleme, Schwierigkeiten, Sorgen und Ängste aller Involvierten nachvollziehbar zu schildern. Aber sie beschreibt auch die glücklichen, geschenkten Momente, die es in dieser Zeit durchaus gab. Ich glaube nicht, dass ich das Buch hätte lesen können, wenn ich oder jemand, der mir nahe steht, gerade mit einer schweren Krankheit kämpft. Aber es einfach so zu lesen, möchte ich vielen Lesern raten. Nicht weil es einen vorbereitet: nein, einfach damit man eine Ahnung von dem bekommt, das auf einen zukommen kann. Man erfährt, dass man immer nach vorne schauen muss, weil nichts anderes möglich ist. Wegducken geht hier nicht. Und dass man in einer solchen Ausnahmesituation auf einem falschen Weg landen und man seine Kräfte überschätzen kann; dass man manchmal einfach nur schreien möchte. Das vermittelt Link und für die ehrliche Beschreibung kann man sie nicht hoch genug loben. Ich finde es unendlich tröstlich, dass Link ihre Schwester schließlich gehen lassen konnte. Und was Christian, Franziskas Mann, der immer ein bisschen am Rande zu stehen schien, seiner Frau zuletzt zuflüstert: "Geh jetzt. Es ist in Ordnung. Bitte mach dir keine Sorgen. Lass einfach los und geh. Ich komme dann später nach." rührt zu Tranen und ist das Richtige - wobei es in Ausnahmesituationen, das ist auch eine Botschaft in diesem Buch, kein richtig und falsch gibt.

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autorin

  • Empfehlungen zum Buch