Seefeuer

Ab 13 Jahren
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Taschenbuch
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Das Meer, so schön – so tödlich!

Marie Vosskamp kann nicht fassen, welchen Freund sich ihre Mutter nach dem Tod ihres Vaters zugelegt hat! Kein Stück traut sie Magnus, der in Windeseile das Kommando über das Vosskamp´sche Familienunternehmen übernimmt - und ihre Mutter auch noch heiraten will! Marie haut ab, um endlich ihre Träume zu verwirklichen, nach Friedrichskoog an die Nordsee, wo sie mit einem begehrten Praktikum ihrem Wunsch, Meeresbiologin zu werden, ein bisschen näher kommt. Dort lernt sie auch den attraktiven Vince kennen, der sich als Schatzsucher für das alte Schiffswrack der Trinity interessiert, das vor der Küste aufgetaucht ist. Mit der Trinity, die in den 50er Jahren in einem schrecklichen Unglück gesunken ist, heben sich dunkle Geheimnisse, die viel mehr mit Marie zu tun haben, als sie sich je hätte vorstellen können. Geheimnisse, die manche lüften und andere um jeden Preis verbergen wollen ...


Originaltitel: Seefeuer
Originalverlag: cbt HC
Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 12,5 x 18,3 cm
ISBN: 978-3-570-31063-2
Erschienen am  09. Mai 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Jugendthriller mit viel Spannung

Von: Schreibmamsell

11.10.2018

Mit Seefeuer von Elisabeth Herrmann hörten Töchterchen und ich uns unser erstes Jugendthriller-Hörbuch. Die geplante 600 km Fahrt zu Oma und Opa fiel aus, so dass wir es nur häppchenweise hören konnte, was teilweise etwas blöd war, weil es doch einige spannende Stellen gab, bei denen ich sehr ungerne unterbrochen habe. Doch von vorne. Warum hatte ich „Seefeuer“ rausgesucht? Es versprach Spannung. Es spielt an der Nordsee und die Seehundstation Friedrichskoog, in der Marie, die Hauptperson arbeitet, kennen wir auch. Praktisch beim Fahren auf der Autobahn wäre auch gewesen, dass der Hörverlag die gekürzte Lesung auf eine mp3 gebracht hat, da entfällt der CD-Wechsel. 7 Stunden, 20 Minuten. Prima Länge für einmal Hamburg und zurück. Theoretisch. Seefeuer handelt von Marie und ihrer Familie, der alteingesessenen Familie Vosskamp, bekannt für ihren Teehandel und von einem gesunkenen Schiff, der Trinity. Ausgerechnet bei der Rettung zweier Seehunde kollidiert Maries Schiff mit der Trinity, was für einen Riesenwirbel sorgt, die Trinity umrankt eine Legende. Als Marie und ihre Kollegen von der Rettung zurückkehren, erhält sie die Nachricht, dass ihre geliebte Großmutter Clara nach einem Schlaganfall im Krankenhaus liegt. Während Maries Mutter Viola und deren Lebensgefährte Magnus nicht allzu viel Interesse an Claras Zustand zu haben scheinen, sorgt Marie sich sehr. Währenddessen fragt sie sich, was ihr der Name des gesunkenen Schiffes sagt. Schnell wird klar, dass es etwas mit ihrer Familiengeschichte zu tun hat. Die Trinity soll geborgen werden, wenigstens soll eine Firma prüfen, ob die Tanks dicht sind und was noch an Bord ist. Magnus setzt alles daran, es zu verhindern und auch Clara gibt Marie zu verstehen, dass sie auf keinen Fall möchte, dass das Wrack erforscht wird. Als wäre das alles nicht genug, häufen sich im Hause Vosskamp seltsame Vorfälle, einer beunruhigender als der andere. Welches Geheimnis verbindet Maries Familie mit der Trinity? Welche Rolle spielt ihre Großmutter? Wem kann Marie vertrauen und was will Magnus? Die Geschichte führt langsam an die Protagonisten heran. Erzählt wird „Seefeuer“ stets aus der Perspektive von Marie. Sprecherin Laura Maire nimmt die Hörer mit in Maries Gedanken, ihre Sorgen, ihre Zweifel, ihre Angst, ihr Entdecken. Wir lernten Marie als sympathische junge Frau kennen, die man einfach ins Herz schließen muss. Ihre - sagen wir mal - wunderliche Mutter Viola entlockte Töchterchen manches Kopfschütteln. Die Frage, wer Magnus ist, welche Rolle er spielt, die erlebten wir aus Maries subjektiver Sicht. Es gibt Einschübe im Text, in denen eine rätselhafte weitere Person mit Marie spricht. Deren Gedanken setzt Laura Marie gut abgesetzt, mit dem entsprechenden drohenden, leicht wahnsinnig klingendem Tonfall vom Rest des Textes ab. Interessant für mich dabei, das Töchterchen sehr schnell eine wesentliche Eigenschaft dieser Person erkannt hatte, für mich war das völlig offen. Kann ich hier aber nicht verraten ;). Mir war dagegen etwas anderes ziemlich schnell klar, was Maries Großmutter betrifft. Das änderte die Spannung in einem Aspekt für mich mehr in die Richtung, ob ich damit Recht hatte. Hatte ich. Einzelne Teile der Handlung scheinen also früher oder später voraussehbar zu sein. Insgesamt aber ist fast durchweg ein Spannungsbogen vorhanden, der allerdings etwas einbricht, als die scheinbar unvermeidliche Liebesgeschichte ins Spiel kommt. Zumindest im Hörbuch, also in der gekürzten Fassung ist das an manchen Stellen nicht ganz rund. Aber das ist ja ein grundsätzliches Problem gekürzter Lesungen. Außerdem hat das Fräulein Tochter (noch?) so gar keinen Draht zu Liebesgeschichten und verdreht dann immer genervt die Augen. In dem Fall stört sie vielleicht wirklich die Handlung, zumindest mal ist sie nicht unbedingt eine zentrale Säule, auch wenn sie manches Verhalten von Marie erklärt. Die Personen werden mehr oder weniger detailliert beschrieben, gerade so, wie es für ihre Rolle in der Handlung notwendig ist. Manch einer bleibt ziemlich flach, an Marie kommt man aber so nahe heran, dass man ihre Gefühle und Ängste teilweise wirklich mitlebt. Man muss ihre Großmutter lieben, weil Marie es tut. Man könnte ihre Mutter manches Mal schütteln, spürt aber auch immer, wie sehr Marie sie trotzdem liebt. Das ist Elisabeth Herrmann beim Schreiben und Laura Maire beim Lesen hervorragend gelungen. Der Hörer fragt sich immer wieder, wer in diesem Spiel aus Intrigen und Lügen welche Rolle innehat, stückweise erfährt er gemeinsam mit Marie die Wahrheit. Das Ende - nun ja - mir persönlich ist es dann etwas zu dick, zu kitschig. Da ich es zunächst alleine zu Ende hören mußte, kann ich hier nur meinen Erwachsenen-Eindruck mitteilen, die jugendliche Hörerin mußte ca. 1,5 Kapitel vor Ende zum Schüleraustausch und ich wollte die vorhandene Spannung nicht gut eine Woche länger aushalten. Laura Maire macht Maries Gefühle hörbar, ein großes Glück für uns vor den Lautsprechern, sie erzeugt Spannung, man versteht, warum sie u.a 2014 den Deutschen Hörbuchpreis erhalten hat. Konnte ihre Lesung uns bei „Ein Meer aus Tinte und Gold“ nicht überzeugen, so war hier das Gegenteil der Fall. Allerdings hat Töchterchen ein grundsätzliches Problem mit ihr, weil ihr die Stimme nicht so zusagt. Fazit Elisabeth Herrmann ist mit „Seefeuer“ ein spannender Jugendthriller gelungen, der auch meine 12 jährige Tochter fesselte, aber nicht ängstigte. Seehunde sind hier im Haus immer ein guter Einstieg, das machte es leicht, aber die spielen sehr bald nur noch eine Nebenrolle. Das Geflecht zwischen den einzelnen Personen ist undurchschaubar, nahezu bis zur Auflösung hat man keine Ahnung, wer eigentlich wer ist und wie er zur Familie Vosskamp  oder dem Wrack der Trinity steht und welche Interessen er verfolgt. Wir wurden schnell in die Geschichte hineingezogen, hielten manches Mal fast den Atem an und wetteten zwischendurch auch mal auf unterschiedliche Vermutungen. Die Liebesgeschichte am Rande wirkt hingegen teilweise ein wenig erzwungen. Insgesamt hat uns der Hörverlag mit der Produktion jedoch Lust auf mehr gemacht. Ein wenig schade für mich, dass die Lütte mit Laura Maires Stimme nur bedingt warm werden kann und damit immer ein wenig im Konflikt ist, zwischen der hervorragenden Lesung und dem Klang der Stimme. Ein großer Dank geht an Random House/ der Hörverlag, die uns Seefeuer zur Verfügung stellten.

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Versunkene Geheimnisse

Von: Kerry

17.08.2016

Marie Vosskamp ist überglücklich, denn sie konnte eine Praktikantenstelle bei einer Seehundrettungsstation in Friedrichskoog an der Nordsee ergattern. Ihr großer Traum ist es, Meeresbiologin zu werden und dieses Praktikum ist der erste Schritt in Richtung ihrer Traumkarriere. Dass sie sich während des Praktikums auch noch fern ihrer Familie aufhält, ist ein Bonus, den es nicht zu unterschätzen gilt. Ihre Mutter ist ein wirklich lieber Mensch, aber recht unbedarft. Ihr Vater ist vor Jahren verschollen und wurde zwischenzeitlich für tot erklärt. Maries Lebensziel ist es, nach ihrem Studium, auf die Suche nach ihm zu gehen. Soweit noch nicht genug der Dramatik, denn ihre Mutter Viola hat einen neuen Freund. Dieser ist seit kurzem Geschäftsführer des Vosskamp-Familienunternehmens und macht ihrer Mutter sogar einen Heiratsantrag, den diese annimmt. Das ist dann doch zu viel für die junge Frau, die dem neuen Mann im Leben ihrer Mutter nicht so recht über den Weg traut. In Friedrichskoog fühlt sie sich hingegen sehr wohl und gut aufgehoben, sie hat Freundschaften geschlossen und geht voll und ganz in ihren Aufgaben vor Ort auf. Marie hat die Hoffnung, nach dem Praktikum in der Seehundrettungsstation, dort auch noch ihr freiwilliges soziales Jahr absolvieren zu können. Als sie jedoch die Nachricht erhält, dass ihre Großmutter Clara ins Krankenhaus eingeliefert wurde, muss sie zu ihr, denn zu ihr hatte Marie immer ein gutes Verhältnis. Tatsächlich gelingt es ihr, noch kurz ihre Großmutter zu sehen und ihr sogar von der aufregenden Entdeckung des Wracks des versunkenen Schiffs "Trinity" zu berichten. Marie kehrt nach Friedrichskoog zurück. Sie vertieft die Bekanntschaft zu Schatzsucher Vince, der es sich mit seinem Team zur Aufgabe gemacht hat, die Trinity zu bergen. Was Marie zu diesen Zeitpunkt noch nicht ahnt - auf der Trinity ist ein Teil ihrer Familiengeschichte begraben ... Versunkene Geheimnisse! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass dieses Buch vor Intrigen nur so strotzte - einfach herrlich, wenn nach und nach aufgedeckt wird, wer alles ein falsches Spiel spielte. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Gerade Marie hatte es in der Vergangenheit, gerade mit der Problematik ihrer Mutter und dem Verschwinden ihres Vaters, nicht immer einfach und dennoch ist aus ihr eine taffe junge Frau geworden, die weiß, was sie im Leben erreichen will und die bereit ist, für ihre Ziele zu kämpfen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

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Vita

Elisabeth Herrmann ist eine der aufregendsten Thrillerautorinnen unserer Zeit. Ihr Thriller »Das Kindermädchen« wurde von der Jury der KrimiWelt-Bestenliste als bester deutschsprachiger Krimi 2005 ausgezeichnet und vom ZDF verfilmt. 2012 erhielt sie den Deutschen Krimipreis für »Die Zeugin der Toten«, die ebenfalls vom ZDF verfilmt wird. »Zartbittertod« ihr fünfter Thriller für jugendliche Leser.

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