Seelentot

Ein Fall für die Gefängnisärztin

(6)
Taschenbuch
10,00 [D] inkl. MwSt.
10,30 [A] | CHF 14,50 * (* empf. VK-Preis)

In der Buchhandlung oder hier bestellen

Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr neuer Fall: Eine Mauer aus Schweigen.

In der JVA München-Wiesheim wird ein Inhaftierter erhängt aufgefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin. Allein Gefängnisärztin Eva, die den Totenschein ausstellen soll, hat Zweifel: Der Mann stand kurz vor der Entlassung, warum sollte er sich gerade jetzt das Leben nehmen? Gemeinsam mit Hauptkommissar Lars Brüggemann beginnt sie zu ermitteln, doch bei den Angestellten der Haftanstalt stößt sie auf Schweigen. Als Eva einen Briefumschlag mit einem Trauerflor in ihrer Post vorfindet und nachts heimlich Dateien von ihrem Computer gelöscht werden, ist klar: Jemand versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Und plötzlich kann Eva sogar Lars nicht mehr trauen ...

»Anna Simons hat mit dem zweiten Band ihrer Reihe einen noch interessanteren als den ersten geschaffen.«

StadtRadio Göttingen (15. Juni 2020)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 464 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10469-8
Erschienen am  14. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Buchtipps für deine Ferien
pin
Nimm dieses Buch mit in den Urlaub!
Dieses Buch spielt in: München, Deutschland

Die Gefängnisärztin-Reihe

Leserstimmen

Spannend, verwinkelt & mit starken Figuren

Von: Sharon Baker

02.02.2020

Ein Notfall lässt die Gefängnisärztin in der JVA-München schnell handeln und damit der Morgen auch weiterhin turbulent bleibt, wird sie danach noch direkt zu einem Suizid gerufen. Ein Inhaftierter hat sich erhängt, aber als Eva den Raum betritt, schleichen sich immer mehr Zweifel an dem Geschehen ein und sie glaubt nicht an den Tathergang. Ein Mann, der kurz vor der Entlassung steht, dazu ein ruhiger und bedachter Inhaftierter war, soll sich umgebracht haben. Hier stimmt für Eva etwas nicht und sie informiert die Polizei, allein dafür macht sie sich unter den Kollegen keine Freunde und weckt eher Unverständnis ihr gegenüber. Selbst der hochgeschätzte Hauptkommissar Lars Brüggemann ist sich nicht sicher, was er hier ermitteln soll. So fühlt sich Eva allein, aber sie will die Wand aus Schweigen in den eigenen Reihen brechen und ermittelt. Selbst Drohungen und gelöschte Computerdateien halten sie nicht auf, sondern zeigen ihr nur, hier stimmt was nicht. Also war es ein Mord? Kann Eva den Schuldigen finden? Und wird Lars, sie dabei unterstützten? Hier ist also der zweite Teil für die Gefängnisärztin Eva Hanssen und da sie mir schon im ersten Teil so gut gefallen hat, musste ich auch ihren neusten Fall lesen. Ich persönlich finde ja die Grundidee einer Ärztin im Gefängnis schon spannend, immerhin hat sie es mit unterschiedlichen Lebensgeschichten zu tun und Menschenschläge. Harte Jungs, böse Jungs, hilflose, unheimliche oder auch Unschuldige. Das ist doch schon eine Herausforderung und dann stolpert sie auch immer noch in Ermittlungsfälle und lässt sich hier nicht von der Suche nach der Wahrheit abbringen. Eine starke Frau, starke Idee und ob ich den zweiten Teil auch stark finde, erzähle ich euch nun. Evas letztes aufreibendes Abenteuer liegt noch gar nicht so lange zurück und steckt ihr immer noch etwas in den Knochen, aber sie hat auch den Willen sich nicht kleinkriegen zu lassen und stellt sich ihrem Alltag und vor allem ihren Job. Tja und dieser Morgen hat es in sich, ein Notfall hält sie auf Trab und dann kommt schon der nächste Ruf. Harald Winkler wird im Gemeinschaftsbad erhängt aufgefunden. Für alle ist es eindeutig, hier handelt es sich ganz klar um Selbstmord. Nur Eva hat erhebliche Zweifel, sie kann es zwar nicht konkret formulieren, aber ihr Gefühl sagt ihr, hier stimmt ganz erheblich etwas nicht. Somit tätigt sie im Alleingang einen Anruf bei der Polizei und freut sich, Lars Brüggemann wiederzusehen. Allerdings hat ihr Handeln weder der Gefängnisleitung noch dem Wachpersonal gefallen, somit sind sie nicht wirklich an einer Aufklärung interessiert und hüllen sich in Schweigen. Die Überwachungskameras funktionieren nicht und keiner weder Wärter und Mitgefangener möchte etwas mitbekommen haben. Die Ermittlungen sind somit schwierig und alles deutet wirklich auf Selbstmord hin und Evas Überzeugung fängt zu bröckeln an. Hat sie sich vertan, steckt sie noch zu sehr in dem vergangen erlebten fest, oder möchte man ihr das alles nur einreden. Eva bekommt immer mehr den Eindruck, das hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Die Autorin schafft mit ihrem zweiten Streich einen genauso starken Fall, wie mit ihrem Ersten. Der Spannungsbogen ist hoch, die Verwicklungen nicht direkt erkennbar und das Privatleben von Eva immer noch sehr interessant. Somit finde ich die Mischung wieder sehr gelungen und ich fand es auch klasse, das wir hier mehr Gefängnisleben und hinter die Fassade geschaut haben. Es war ein wildes Raten welche Geschäfte dahinter stecken, welche Wachen vielleicht korrupt sind und wer Eva was Böses möchte. Dazu kamen die unterschiedlichsten Gefangenen und ihre Geschichten, da lief schon einmal ein Schauer über den Rücken. Deshalb war es nicht einfach, die Fäden zu erkennen und diesen zu folgen. Zwischen drin durften wir immer den Ermittlern über die Schulter schauen, waren somit immer im Bilde und doch zeitweise nicht schlauer. Übrigens waren die Missverständnisse von Eva und Lars herrlich eingeflochten und ein typischen Mann-Frau-Verhalten. Seelentot ist ein perfekt gewählter Titel und bringt unserer Hauptprotagonisten an ihre Grenzen. Ihre Alleingänge bringen sie immer in Teufelsküche und irgendwann wird Kommissar Brüggemann nicht pünktlich erscheinen. Denn hier lauert noch etwas anderes, was Anna Simons mit einfliessen lässt, eine Bedrohung die sich noch aufbaut und Schlimmes ahnen lässt. Für Eva steht noch etwas bevor und wie sie sich dem stellt, müssen wir wohl oder übel noch abwarten. Diese Reihe ist wirklich etwas anderes und ich finde diesen Blick mal nicht von den Ermittlern erfrischend gut. Seelentot ist ein starker zweiter Fall, spannend, verwinkelt und mit sympathischen Figuren. Gelungene Krimiunterhaltung und ein tolles Lesevergnügen hat man hier auf jeden Fall.

Lesen Sie weiter

Super spannend mit starken Charakteren

Von: Buchtempel

25.01.2020

Inhalt: Eigentlich soll Gefängnisärztin nur einen Totenschein ausstellen. Auf den ersten Blick ganz klar – der Gefangene hat sich erhängt, Selbstmord. Doch Eva zweifelt daran, denn der Mann war kurz vor seiner Entlassung außerdem stört sie irgendwas an diesem Tatort. Eva wendet sich an Hauptkommissar Lars Brüggemann und gemeinsam gehen die Ermittlungen los. Doch Eva steht nun im Visier und bekommt Drohungen in Form eines Trauerflors. Was soll hier verborgen bleiben? Meine Meinung: Da ich den ersten Band "Verborgen" von Anna Simons schon mit Begeisterung gelesen habe, musste ich natürlich auch "Seelentot" unbedingt lesen. Denn schon allein die Location des Gefängnisses gefällt mir richtig gut. Endlich mal was anderes, das gefällt mir. Unsere Gefängnisärztin Eva hat sich gerade von ihrem schlimmen Ereignis aus Band 1 erholt, schon rennt sie wieder in etwas hinein. Eva ist eine taffe und selbstbewusste Frau. Sie lässt sich nicht einschüchtern und bleibt sich treu. Diese Eigenschaften gefallen mir anders könnte sie wohl kaum im Gefängnis bestehen. Denn hier hat sie schließlich mit Kriminellen zu tun und die sind nicht immer zugänglich. Obwohl alles für einen Selbstmord spricht, hat Eva ein komisches Gefühl, irgendwas stimmt nicht und sie ruft Hauptkommissar Lars Brüggemann und seine Kollegin. Das gefällt natürlich nicht allen und schon ist Eva wieder auf der schwarzen Liste. Anna Simons schafft es von Anfang an Spannung in die Geschichte zu bringen. Die Atmosphäre des Gefängnisses trägt dazu bei. Dieses ist so detailliert beschrieben, dass man das Gefühlt hat, neben Eva zu stehen und dabei zu sein. Genauso ausgezeichnet sind die Figuren im Buch, Charakterstark und keinesfalls langweilig. Anna Simons weiß genau, wie sie den Leser ans Buch bindet. Die Drohungen die Eva zwischendurch bekommt, lassen den Nervenkitzel nochmal steigen. Es hat lange gedauert bis ich geahnt habe, wo das ganze hinführt. Was ich persönlich ein wenig schade fand, dass sich Eva nicht Lars Brüggemann anvertraut. Die Bände sind in sich abgeschlossen, jedoch würde ich raten beim ersten anzufangen. Denn das Privatleben der Gefängnisärztin geht natürlich weiter. Sie ist nicht nur Ärztin für Kriminelle, sondern auch Freundin und Frau. Daher erleben wir einige Szenen mit ihrer besten Freundin, die Probleme hat und auch das Eva selber mal ein Date hat. Diese Buchserie könnte ich mir gut als Serienstaffel vorstellen. Der erste Band konnte mich schon begeistern doch mit dem zweiten Band hat sich die Autorin nochmal übertroffen. Schon jetzt freue ich mich auf weitere Teile der Gefängnisärztin. Fazit: "Seelentot" – der zweite Band der Gefängnisärztin konnte mich noch mehr mitreißen als der erste. Eine Buchreihe die spannend, starke Charaktere und durch das Gefängnis eine besondere Location bietet. Bitte mehr davon.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Anna Simons ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin, die 1966 in Bergneustadt geboren wurde. Die promovierte Betriebswirtschaftlerin arbeitete viele Jahre bei einer Großbank in Frankfurt. Vor einiger Zeit wechselte sie ins erzählerische Fach: 2008 gewann sie den Women’s Edition Kurzkrimi-Preis, 2015 war sie für den UH!-Literaturpreis des Ulla-Hahn-Hauses in Monheim nominiert. Die Autorin lebt mit Mann und Kindern im Münchner Umland. »Seelentot« ist ihr zweiter Roman um die Gefängnisärztin Eva Hanssen.

Zur Autor*innenseite

Weitere Bücher der Autorin