Sind dann mal weg

Roman

(7)
Taschenbuch
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Tina langweilt sich in der Seniorenresidenz Schafweide zu Tode. Einziger Lichtblick: Die Rätselabende mit dem schmucken Kapitän a.D. Ole Erickson, dem Lebemann Paul, der glamourösen Hedi und dem schüchternen Männi. Doch als Ole eines Abends mitten im Rätselraten tot umfällt, ist der Spaß vorbei. Oles letzter Wunsch war es, dass seine Asche im norwegischen Finnfjordvær ins Meer gestreut wird. Tina und ihre Freunde nehmen die Herausforderung an und machen sich mit Oles Asche auf den Weg gen Norden.

»Ein ebenso anrührender wie amüsanter Roman.«

Ruhr Nachrichten (10. Januar 2018)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 400 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-42150-9
Erschienen am  09. Oktober 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ganz viel Herz und Humor

Von: Mikka Gottstein aus Hilter aTW

17.07.2018

“Sind dann mal weg” ist eine bewegende Geschichte über das Altwerden – und das Jungbleiben. Die Autorin spricht durchaus ernste Themen an: So will ihre Heldin Tina sich ganz am Anfang des Buches umbringen, weil sie sich im Altersheim zutiefst einsam und fehl am Platz fühlt, und der Sohn des alten Kapitäns Ole interessiert sich nicht im geringsten für die Wünsche seines Vaters. Aber das Buch verbindet diese ernsten Themen mit einem wunderbaren, warmherzigen Humor. Tina findet wider Erwarten gute Freunde im Altersheim und damit auch wieder echte Lebensfreude. Als der allseits beliebte Kapitän Ole plötzlich stirbt, ist das zwar Anlass zu tiefer Trauer – aber es ist auch der Beginn einer verrückten, aufregenden Reise: Tina, Paul, Hedi und Männi stehlen Oles Asche, um sie ins norwegische Meer zu streuen. Und das führt zu jeder Menge unvorhergesehener Probleme, aber die entschlossenen Senioren lassen sich durch nichts und niemanden aufhalten. Ob sie jetzt mit wildfremden Dänen eine wilde Geburtstagsfeier feiern oder Drogenspürhunde mit Leckerli bestechen, ich fand die Geschichte von vorn bis hinten unterhaltsam und spannend. Sogar ein bisschen Romantik darf dabei nicht fehlen, denn Tina und ihre Freunde sind definitiv nicht zu alt für die Liebe. Die Charaktere sind mir richtig ans Herz gewachsen, und so habe ich auch das ein oder andere Tränchen vergossen. Das Wunderbare an diesem Buch ist, dass hier beides zugelassen wird: das Traurige und das Lustige. So nach und nach zeigen die verschiedenen Charaktere, dass sie mehr Tiefgang zu bieten haben, als es auf den ersten Blick den Anschein hat, und das machte sie in meinen Augen sehr lebensecht. Auch wenn die Geschichte manchmal quietschbunt am Rande der Glaubwürdigkeit entlang schrappt, will man sie glauben, und man will, dass sie ein Happy End findet. Der Schreibstil führt locker-leicht und beschwingt durch dieses Abenteuer, und bei allem Humor geht die Wahrhaftigkeit der Gefühle nie verloren. | FAZIT | Mit Einfallsreichtum und ganz viel Humor erzählt Simone Veenstra die Reise einer Gruppe von Senioren, die aus dem Altersheim ausbrechen und die Asche eines guten Freundes stehlen, um ihn ins norwegische Meer zu streuen – koste es, was es wolle. Auch wenn ich schon nach wenigen Kapiteln die ersten Tränen vergossen habe: “Sind dann mal weg” ist ein ganz großartiges Buch, das nicht nur ans Herz geht, sondern auch verdammt viel Spaß macht.

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eine ganz besondere Reise

Von: Ulla Leuwer

03.12.2017

Meine Meinung: Und mal wieder habe ich mich von einem Cover dazu verführen lassen, mich für ein Buch zu interessieren. Ich finde es ausgesprochen witzig, denn betrachtet mal die Einzelheiten. Das alles findet man im Buch wieder. Außerdem macht die Kurzbeschreibung neugierig und ich sollte nicht enttäuscht werden. Zunächst fiel mir beim Lesen ein, je oller, je doller, aber das sagt nur die Hälfte aus. Auch im Alter kann man mutig sein und einiges unternehmen. Nicht unterbuttern lassen und irgendwie versauern. Das Buch vermittelt einem so viel. Tina fühlt sich nicht wohl in der Seniorenresidenz, findet aber zu meiner und ihrer Freude eine Gruppe Menschen, die sich nicht so an Regeln halten und viel Spaß haben. Als allerdings einer ihrer neuen Freunde bei einem Rätselabend tot umfällt, beginnt für einige Senioren eine abenteuerliche Zeit. Die Autorin hat allen Beteiligten besonderen Charaktere zugeordnet, sehr liebevoll wurden sie beschrieben und gerne schaute ich über die kleinen oder etwas größeren Macken hinweg. Humorvoll wurde die abenteuerliche Fahrt nach Norwegen geschildert. Denn leider war es nicht so, dass alle mit dieser Reise einverstanden waren und die Grenzen konnten auch nicht so einfach überschritten werden. Weshalb das nun so war, werde ich hier ganz bestimmt nicht verraten. Auf jeden Fall hat mir Simone Veenstra reichlich Lesevergnügen beschert. Gleichzeitig hat sie damit zum Nachdenken angeregt, wie es im Alter auch sein könnte. Und ich denke, man muss nicht unbedingt eine weite Reise antreten, um dies zu merken. Fazit: Sind dann mal weg - zeigt, wie es sein kann, wenn man nicht alles hinnimmt und sich nicht aufgibt. Auch im Alter können neue Freundschaften geschlossen werden. Gerne gebe ich zu diesem Buch eine Leseempfehlung.

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Vita

Simone Veenstra wuchs in Franken auf und studierte Film, Theater und Literatur. Gemeinsam mit Dorothea Martin gründete sie den Independent-Verlag „Das wilde Dutzend“. Heute lebt sie in Berlin und schreibt Romane, Drehbücher, Hörspiele, für Games und Magazine. Für ihre Geschichten geht Simone Veenstra gerne auf Entdeckungstour – in Archiven, Bibliotheken und am liebsten vor Ort.

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