Skandalös

Das Leben freier Frauen. Von Marguerite Duras bis Nina Simone

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Zwanzig starke Frauen des 20. Jahrhunderts - von Marguerite Duras bis Nina Simone.

Diese Frauen waren ihrer Zeit voraus: Sie eckten an und haben im 20. Jahrhundert für den ein oder anderen Skandal gesorgt. Die Welt hatte ihnen nichts zu bieten, doch sie haben sich alles genommen. Sie kämpften mit ihren Mitteln für ihren Freiraum. Mit Übermaß. Mit Fantasie. Mit Fröhlichkeit. Mit Verzweiflung. Und der Nachhall ihrer Eskapaden ist bis heute nicht verklungen.

Porträts von: Tallulah Bankhead, Louise Bourgeois, Pearl S. Buck, Lydia Cabrera, Claude Cahun, Marguerite Duras, Elsa von Freytag-Loringhoven, Tove Jansson, Toto Koopman, Else Lasker-Schüler, Clarice Lispector, Mina Loy, Grace Metalious, Nahui Olin, Jean Rhys, Niki de Saint Phalle, Albertine Sarrazin, Annemarie Schwarzenbach, Nina Simone, Violet Trefusis.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Italienischen von Franziska Kristen
Originaltitel: Scandalose vite di donne libere
Originalverlag: Piemme
Taschenbuch, Broschur, 192 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
Mit 20 ganzseitigen s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-71804-7
Erschienen am  13. Januar 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Diese Frauen sprengten Grenzen

Von: YukBook

08.02.2020

Ich muss gestehen, ich kenne nur wenige der Frauen, die Cristina de Stefano in diesem Buch vorstellt. Niki de Saint Phalle zum Beispiel, die durch ihre voluminösen Nana Skulpturen berühmt wurde. Oder Nina Simone mit ihrem unvergesslichen Song "My Baby Just Cares For Me". Doch auch über diese Künstlerinnen lernte ich völlig neue Seiten kennen, die deutlich machen, warum sie in diesem Buch aufgenommen wurden. Frauen wie Mina Loy, Else Laske-Schüler oder Louise Bourgeois haben eines gemeinsam: Sie verwandelten ihren tiefen Schmerz aus traumatischen Kindheitserlebnissen in Energie und unglaubliche Schaffenskraft. Manche verarbeiteten ihre Wut textlich und veröffentlichten skandalöse Gedichte oder Romane, andere in Form von provozierenden Fotografien oder Skulpturen. Mir gefiel, dass Cristina de Stefano in jedem Kurzporträt jeweils auf die Herkunft und das Umfeld eingeht, in dem die Frauen aufwuchsen. Dabei stellt sie prägende Beziehungen und einschneidende Erlebnisse heraus, die erklären, warum sie einen so unkonventionellen Weg eingeschlagen haben. Manche Frauen bewunderte ich für ihren Mut, ihre Kreativität und Produktivität, andere fand ich ein wenig furchteinflößend, da sie auch vor exzessivem Alkoholkonsum, Gewalt und kriminellen Taten nicht zurückschreckten, um zu rebellieren und zu schockieren. Schön, dass jedes Kapitel mit einer ganzseitigen Schwarzweißfotografie beginnt, so dass man jeder Person ein Gesicht zuordnen und sie in verschiedenste Länder wie Frankreich, Finnland, Kuba, Mexiko oder Vietnam begleiten kann.

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Ein Buch über starke Frauen

Von: Buecherakte

04.02.2020

Cover: Das Cover ist simpel, aber effektiv gestaltet. Vier der im Buch behandelten Frauen sind in schwarz-weiß Bildern abgebildet und das Rot des Titel erfühlt seine geplante Signalwirkung. Inhalt: Im Buch sind 20 Kurzbiografien (max. 8 Seiten) von Frauen die im 20. Jahrhundert entgegen der gesellschaftlichen Konventionen ihr Leben gestalten und die auf ihre ganz eigene Weise dadurch Skandale verursachten. Fazit: Das Buch, bzw. die darin porträtierten Frauen, haben mich sehr schnell in ihren Bann gezogen, ich war fasziniert und habe immer wieder kleine „Grübel-“Pausen“ einlegen müssen. So sehr ich die Frauen in mancherlei Hinsicht bewundert habe und kopfschüttelnd über die damalige Gesellschaft nachgedacht habe, so sehr war ich auch traurig über einige ihre Geschichten, was man ihnen angetan hat. Keine der Frauen ist perfekt, keine von ihnen eine Heilige. Sie haben Fehler gemacht, teilweise einige die ich gar nicht verstehen kann. Ich kannte im Vorfeld zugegebenermaßen nicht viele der Frauen, doch für einige von ihnen habe ich mich erwärmt und würde gerne mehr erfahren um die Hintergründe ihres Handelns genauer verstehen zu können und um einfach mehr über ihre faszinierende Geschichte zu erfahren. Die (Kurz-) Biografien im Buch stehen alle für sich, das gewählte Layout hebt dies deutlich hervor. Es beginnt immer mit dem Namen, diese, folgt eine individuelle Fotografie und dann der Text kurz und prägnant. Der Schreibstil wirkte sehr sachlich und lässt sehr viel Raum selbst zu entscheiden über welche Aspekte man nachdenken möchte, über was man mehr wissen will und was man als nicht so relevant ansieht. Nun, was mich zugegebenermaßen am meisten beschäftigt hat war der Untertitel des Buches „Das Leben freier Frauen“. Bei vielen von ihnen war ich mir nicht sicher, ob ich sie als wirklich frei ansehen kann. Ich kann noch nicht mal sagen, ab wann ich jemanden als wirklich frei betiteln würde. Allen 20 Frauen würde ich die Attribute „stark“ und vielleicht auch „unabhängig“ und „inspirierend“ zuschreiben. Aber bei „frei“… ist man frei, wenn man sich gegen gesellschaftliche Konventionen stellt, ohne Rücksicht auf andere tut was man will? Ich bin bisher noch zu keiner näheren Erkenntnis gekommen. Aber nun zurück zum Buch selbst, es ist ein kurzweiliges Buch mit Potenzial zum Nachdenken. Aber man kann sich auch einfach nur von den Leben dieser Frauen unterhalten lassen. Von mir gibt es 5 Sterne

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Vita

Cristina De Stefano

Cristina De Stefano ist Journalistin und Autorin. Sie lebt in Paris und arbeitet als Literaturscout für große Verlage auf der ganzen Welt. Für ihre Biographie über die 2006 verstorbene italienische Journalistin Oriana Fallaci erhielt sie große Anerkennung.

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