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"Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden."

Leben nach Auschwitz

(6)
Taschenbuch
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Das bewegende Vermächtnis eines Auschwitz-Überlebenden

Jehuda Bacon ist einer der letzten Überlebenden von Auschwitz, und was er über diese Zeit zu sagen hat, ist eindringlich und unglaublich zugleich. Im Gespräch mit dem Psychologen und Bestsellerautor Manfred Lütz erzählt er auf berührende Weise erstmals ausführlich über seine Erlebnisse im KZ. Eindringlich und bescheiden bringt er uns nahe, wie er trotz tiefer Erschütterung den Glauben an die Würde des Menschen zurückgewann und sogar im Leiden Sinn erleben konnte.

»Was für ein unglaubliches Buch! Was für eine Antwort auf die Frage, wo Gott in Auschwitz gewesen ist!«

Die Welt

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originalverlag: Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2016
Taschenbuch, Broschur, 192 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10273-1
Erschienen am  11. Juni 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Was einen Menschen ausmacht

Von: Alexandra Graßler

06.10.2018

Dieses Buch hat ein sehr wichtiges Thema unserer Geschichte im Fokus. Jehuda Bacon ist einer der letzten Überlebenden von Auschwitz. Dieses Buch ist ein Gespräch zwischen ihm und Manfred Lütz, einem Psychiater und Theologen. Es ist keine leichte Kost es zu lesen und trotzdem macht es Mut, dass Menschen solche Dinge überleben können ohne verbittert zu werden. Yehuda schildert seine Geschichte und wie er gelernt hat mit den Grauen die er erleben musste umzugehen. Der Titel des Buches trifft es sehr genau „Jeden Tag müssen wir uns entscheiden“. Wir müssen uns entscheiden wie wir uns verhalten, wie wir die Welt sehen, wie wir über sie denken. Für mich ist es ein sehr wichtiges Buch, das Licht auf einen Teil unserer dunklen Geschichte wirft und sich dabei trotzdem nicht nur in dem Schrecklichen verliert. Es gehört eine unglaubliche menschliche Größe dazu, sich dieses Denken zu bewahren, dass in jedem Menschen ein Funke Gutes ist. Wie gut würde es uns zu Gesicht stehen, wenn wir nur einen Bruchteil dessen in unser eigenes Leben übernehmen könnten. Lies dieses Buch. Es wird dich aufrütteln, es werden Tränen fließen und wir können daran wachsen.

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Unsagbar beeindrucken!

Von: PhoenixoftheAshes

07.12.2016

Jehuda Bacon ist mir bereits in dem Buch "Mich hat Auschwitz nie verlassen" aufgefallen. Ich weiß nicht genau warum, aber irgendetwas an ihm hat mich direkt berührt. Schon in seinem Vorwort spricht Dr. Manfred Lütz eben dieses Empfinden an. Er beschreibt Jehuda als einen "kleinen freundlichen weißhaarigen Mann mit ungemein lebendigen Augen" und dass das was er sagt so berührend ist. Vor allem für jemanden, der so unfassbares Leid erfahren musste. Etwas, dass mich in diesem Zusammenhang auch so berührt hat war, dass Jehuda sagt, das jeder Mensch so ist wie man selber. Wir sind alle gleich, ganz gleich, ob wir in Armut oder Reichtum aufwachsen, ob wir ein Mann sind oder eine Frau. Wir sind alles einfach nur Menschen. Er spricht immer wieder von dem unauslöschlichen Funken in jedem und das dieser selbst im grausamsten SS-Offizier aufblitzte. Im Verlauf des Interviews erwähnt Jehuda auch immer wieder wichtige Begegnungen in seinem Leben und von Menschen, die ihn in seinem Glauben und seiner Entwicklung unterstützt und bestärkt haben. Zu diesen Außergewöhnlichen gehört unter anderem der Heimleiter Pitter, der ihn in sein Waisenhaus aufnahm und ihm half, seinen Glauben an das Gute im Menschen wieder zu finden. Es ist wirklich verrückt, dass es manchmal Bücher gibt, die auf den ersten Blick so unscheinbar erscheinen, die einen dann einfach nicht mehr loslassen und erst wieder in die Freiheit entlassen, wenn man auch wirklich die letzte Seite zuende gelesen hat. Dieses kleine Buch ist so eines. Und wie es am Anfang des Buches bereits heißt, dieses Buch ist kein Buch über Auschwitz. Gleich vorweg soll gesagt sein, dass dieses Buch nur aus einem langem Interview besteht und auf keinem Fall ein Roman ist. Mich hat das nicht gestört, viel mehr fand ich es sogar sehr angenehm, denn beide Interviewpartner erscheinen sehr ruhig und entspannt, was sich auch auf den Leser überträgt. Desweiteren ist es in äußerst interessante Kapitel gegliedert, in denen unter anderen auf die Erlebnisse von Jehuda während seiner Zeit in den Konzentrationslagern sowie Gewaltmärschen beschrieben wird und zum anderen wie man dem Bösen, dass einem begegnet, umgehen kann und sich mit Hilfe von Gott und seinem Glauben immer wieder dagegen entscheiden kann. Alleine schon das Vorwort hat mich sehr berührt. Im später folgenden Interview geht Manfred Lütz vor allem der Frage nach, wie es möglich sein kann, wie ein Mensch so viel Schrecken und Schikane ertragen kann und dennoch ein gesundes Mensch-vertrauen hat. Jehuda Bacon hat so unendlich viel erlebt, was er schon während des Krieges mit zeichnen zu verarbeiten versuchte. Viele Bilder gingen leider während des Krieges verloren. Der Schrecken (Tod von Bekannten, Freunden, seinem Vater sowie von Fremden) aber auch die glücklichen Momente leben in seinem Gedächtnis weiter. Ich war immer wieder erstaunt, wie Jehuda selbst in schlechten Erinnerungen positives finden konnte und nie die Hoffnung aufgegeben hat. Ich knie mich nieder vor so viel Optimismus, der mir selber in so vielen, insbesondere lächerlichen Situationen fehlt. Für mich ist Jehuda ein Vorbild. Ein unsagbar positives Vorbild.

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Vita

Jehuda Bacon, geboren 1929 in Mährisch-Ostrau im heutigen Tschechien, wurde im Herbst 1942 mit seiner Familie in das Ghetto Theresienstadt deportiert, im Dezember 1943 kam er nach Auschwitz-Birkenau. Er überlebte als Einziger seiner Familie und wanderte 1946 nach Palästina aus, wo er als Künstler Erfolge feierte. Seine Werke hängen in vielen bedeutenden Museen auf der ganzen Welt. Jehuda Bacon lebt mit seiner Frau in Jerusalem.

Manfred Lütz, Psychiater, Psychologe und Theologe, ist als Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln tätig. Als Autor mehrerer Bestseller nimmt er in überregionalen Zeitungen regelmäßig zu aktuellen Themen Stellung. Zuletzt erschien sein Buch »Wie Sie unvermeidlich glücklich werden. Eine Psychologie des Gelingens«.

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Dr. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut und Theologe. Er ist Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln und Autor mehrerer Bestseller, darunter: „Gott – Eine kleine Geschichte des Größten“, „Irre! Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen“, „Bluff! Die Fälschung der Welt“, „Wie Sie unvermeidlich glücklich werden“ und zuletzt zusammen mit Jehuda Bacon „Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden. Leben nach Auschwitz“. Darüber hinaus ist Lütz Kabarettist und nimmt als Autor in mehreren überregionalen Zeitungen regelmäßig zu aktuellen Themen Stellung.

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Events

10. Okt 2019

Vortrag

20:00 Uhr | Saerbeck | Lesungen & Events
"Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden." | Wie Sie unvermeidlich glücklich werden | Irre! - Wir behandeln die Falschen

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Zitate

»So viel erlebt und dann doch des Lebens froh. Wie er dies schaffte und Vertrauen finden konnte: Das erzählt Bacon eindringlich und bescheiden.«

stern

»Seit ich Jehuda Bacon begegnet bin, lebe ich anders, mein Leben ist heller geworden.«

Manfred Lütz

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