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Sprechende Männer Das ehrlichste Buch der Welt

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€ 9,30 [A] | CHF 12,50*
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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-60332-5

Erschienen: 10.11.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback, eBook (epub)

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Zwei Männer, zwei Welten, zwei Monate – auf ein Wort

Zwei Männer um die 40 in einem Gespräch ohne Ausreden. Maxim Leo und Jochen- Martin Gutsch treiben sich gegenseitig zu einem gnadenlos wahrhaftigen Dialog über das Männerleben jenseits klischeeverdächtiger Kraftmeierei oder Jammerlappenrhetorik. Das Prinzip: Jede Frage darf gestellt, jede Frage muss beantwortet werden. Entstanden ist ein ebenso zartes wie komisches und ehrliches Buch über Singles und Familienväter im 21. Jahrhundert, das die Welt so noch nicht gesehen hat.

Jochen-Martin Gutsch (Autor)

Jochen-Martin Gutsch, geboren 1971 in Berlin, ist Reporter beim Spiegel und Kolumnist der Berliner Zeitung; 2004 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis. Er veröffentlichte den Roman Cindy liebt mich nicht (mit Juan Moreno), der für das Kino verfilmt wurde. 2011 erschien sein mit Maxim Leo verfasster Bestseller Sprechende Männer.


Maxim Leo (Autor)

Maxim Leo, Jahrgang 1970, ist Reporter bei der Berliner Zeitung. 2006 erhielt er den Theodor Wolff-Preis, 2011 wurde er für seine Familiengeschichte Haltet euer Herz bereit mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet.Maxim Leo lebt mit Frau und zwei Kindern in Berlin.



Jochen-Martin Gutsch, geboren 1971 in Berlin, ist Reporter beim Spiegel und Kolumnist der Berliner Zeitung; 2004 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis. Er veröffentlichte den Roman Cindy liebt mich nicht (mit Juan Moreno), der für das Kino verfilmt wurde. 2011 erschien sein mit Maxim Leo verfasster Bestseller Sprechende Männer.

Originaltitel: Sprechende Männer
Originalverlag: Blessing

Taschenbuch, Broschur, 304 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-60332-5

€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 10.11.2014

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Wenn Männer sich im Kreis drehen

Von: Adibuma Datum: 18.04.2015

adibuma.ch/?page_id=391

Zwei Männer, Journalisten, um die 40 Jahre alt. Der Eine, Maxim Leo, ist verheiratet und hat zwei Töchter, der Andere, Jochen-Martin Gutsch, lebt alleine. Zwei Monate lang sollten sich die beiden über die grossen Fragen des Lebens unterhalten. Das ist die Ausgangslage bei “Sprechende Männer”.

Es sei “das ehrlichste Buch der Welt”, verspricht der Heyne Verlag auf dem Cover. Doch schon der Titel ist gelogen. Denn Leo und Gutsch sprechen nicht miteinander, sie führen ihre Konversation per Mail. Mails, in denen die beiden Spracharbeiter sorgsam abwägen, was sie einander mitteilen oder antworten wollen. Und so ist die Unterhaltung der Beiden seltsam unemotional. Denn keiner der Männer steigt auf die Provokationen des Anderen ein. Der Single lässt sich die oft gönnerhaften und überheblichen Bemerkungen des Familienvaters meist gefallen und gibt ein paar rationale Antworten darauf. Umgekehrt reagiert auch Vater Leo sehr überlegt und besonnen, wenn Gutsch ihm etwa unterstellt, etwas weltfremd in der Glasglocke seines Familienidylls zu leben. Nur manchman, wenn es hoch kommt, wirft der Eine dem Anderen missionarischen Eifer vor.

Das Buches beginnt vielversprechend. Denn Maxim Leo und Jochen-Martin Gutsch machen sich durchaus interessante Gedanken über ihre Leben und die Liebe. Gerade Familienvater Leo stellt sich gelegentlich auch selber kritische Fragen und wäre wohl gerne etwas näher dran am Leben seines Freundes, das er sich wild und frei vorstellt. Für Gutsch hingegen stellt sich eher die Frage, wie er sich als 40-Jähriger sein Netzwerk organisiert, in einem Alter, in welchem der Grossteil der Menschen vollständig durch ihre Jobs und Familien ausgelastet sind. Doch die Beiden drehen sich in ihren Gesprächen im Kreis. Fast alles dreht sich um das Thema Familienleben versus Single und fast immer geht es ihnen darum, den eigenen Lebensentwurf über den des Anderen zu stellen. Und so werden die beiden zu einer Art Konkurrenten, obwohl sie unterschiedliche Spiele spielen.

Je länger das Gespräch dauert, je mehr scheinen sich die Beiden voreinander zu verschliessen. Selten zeigt einer von Beiden so etwas wie Demut oder Respekt dem anderen Lebensentwurf gegenüber. Nur an der nahezu obsessiven Neugierde gegenüber dem Sexleben des Singles Gutsch lässt sich manchmal ahnen, dass im 17-jährigen Eheglück von Leo die Spannung gelegentlich abhanden kommt. Zugeben würde er das allerdings nicht. Gutsch lernt zwar nach rund 200 Seiten eine Frau kennen und teilt Leo seine Erlebnisse und Ängste mit. Aber richtig Fahrt nimmt das Gespräch dadurch auch nicht auf.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (eBook)

Ein Buch für Frauen

Von: Walter Kohl Datum: 28.07.2015

walters-books.blogspot.com

Schon der Titel macht stutzig: "Sprechende Männer". Natürlich sprechen Männer, sie unterhalten sich, sie halten Vorträge und erzählen Geschichten. Darüber ein Buch zumachen, das den Untertitel "Das ehrlichste Buch der Welt" trägt, macht neugierig.
Schon der Vorspann macht deutlich, daß ein anderes "Sprechen" von den beiden Journalisten gemeint ist. Klar, in der Medienwelt ist vieles anders und Journalisten reden gerne. Und die beiden leben in verschiedenen Welten, verschiedenen "Männerwelten". Der eine (Jochen-Martin Gutsch) ledig und los, der andere (Maxim Leo) verheiratet, mit zwei Kindern. Beide um die 40 Jahre alt.

Um das Gespräch zu vervielfältigen fand sich auch ein Verleger, der eine Vorgabe machte: "Ihr macht ein Experiment. Das längste Männergespräch der Welt. Total offen, intim, ehrlich. Ohne Tabus." Er ergänzte und jetzt wird es ehrlich: “Ihr sollt gar kein Männergespräch führen, sondern ein Frauengespräch.”
Liest man dann in den Gesprächen, weiß man was gemeint ist. Kein Mann würde sich in die Kneipe (oder wo soll so ein Gespräch stattfinden: im Büro, in einem Restaurant, Zuhause?) setzen und mit seinem Kumpel, auch nicht mit seinem besten, solche Inhalte in dieser Form bereden.

Die nächste Einschränkung folgt auf der gleichen Seite: Kommuniziert wird per eMail. “Also keine Telefonate, kein Treffen – nur die E-Mails.” Tja, damit ist der Effekt des Gespräches dahin. Jetzt ist klar, das können sogar Männer, ins Besonderen wenn es Journalisten sind, schreiben lässt sich über jedes Thema. Dem anderen in die Augen schauen und dabei intime Gespräche führen, nein, dafür sind Männer nicht geschaffen.

Also, bevor der Spaß beginnt, muß man feststellen, daß "Das ehrlichste Buch der Welt", auf zwei Lügen basiert:
Erstens ist es kein Männergespräch, sondern ein Frauengespräch, das von zwei Männern nachempfunden wird.
Und zweites ist es kein Gespräch, sondern ein eMail-Austausch.

Das soll nur niemanden davon abhalten, das nach Themen und Tagen gegliederte Werk zu lesen, es gibt genug Passagen, die es wert sind. Das ist jedoch kein Männer-, sondern ein Frauenbuch!

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