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Stadt der Intrigen Thriller

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-328-10158-1

Erschienen: 10.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Der Weg zur Macht ist mit Lügen gepflastert

Washington, D.C. – Stadt der Macht, Stadt der Intrigen. In der von Männern beherrschten Nachrichtenwelt hat es Virginia Knightly als Fernsehjournalistin bis fast nach ganz oben geschafft. Sie ist talentiert, ehrgeizig, und sie hat eine Gabe: Wenn sie ein Bild einmal vor Augen hatte, vergisst sie es nie wieder. Als ihr das Foto einer verschwundenen Frau auf den Schreibtisch gelegt wird, weiß sie, dass sie diese schon einmal gesehen hat. Nur wo? Virginia beginnt zu recherchieren. Noch ahnt sie nicht, dass sie sich in Machtspiele verwickelt, die bis in die höchsten Ränge reichen – und die auch ihr Leben bedrohen.

»Christina Kovac hat zahlreiche Wendungen in ihre Geschichte eingebaut und hält so den Spannungsbogen aufrecht.«

Braunschweiger Zeitung (10.06.2017)

Christina Kovac (Autorin)

Christina Kovac hat mehr als zwanzig Jahre als Produzentin und Redakteurin im Nachrichtenjournalismus gearbeitet, unter anderem für NBC News. Mit ihrer Familie lebt sie in einem Vorort von Washington, D.C. „Stadt der Intrigen“ ist ihr erster Thriller.

»Christina Kovac hat zahlreiche Wendungen in ihre Geschichte eingebaut und hält so den Spannungsbogen aufrecht.«

Braunschweiger Zeitung (10.06.2017)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Andrea Brandl
Originaltitel: The Cutaway
Originalverlag: Simon & Schuster, New York 2017

Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-328-10158-1

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

Erschienen: 10.04.2017

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Spannender Einblick in das Leben eines Journalisten

Von: Linchens Bücherwelt Datum: 14.07.2017

https://linchensbuecherblog.wordpress.com/

Meine Meinung:
Das Cover des Buchs erzeugt die richtige Stimmung und ist einfach fabelhaft. Ich liebe die grünen Augen und die dazu passende grüne Schrift.
Die Geschichte an sich ist sehr gut recherchiert und dadurch sehr authentisch. Die Autorin beschreibt das Leben und den Beruf eines Journalisten. Neben dem Plott in den die Journalistin Virginia hineingezogen wird, erfährt man viel über das Privatleben der Journalistin. Leider ist das Buch weniger ein Thriller, als ein sehr guter Kriminalroman, der das Leben einer Journalistin sehr gut beschreibt.
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, dabei bleibt ihre Persönlichkeit leider sehr blass und hat kaum eine Entwicklung. Zum Glück ist Virginia aber eine Frau, die von Beginn an sehr though und stark ist, wodurch es nicht so sehr ins Gewicht fällt, das sie sich im Laufe des Buchs nicht allzu sehr entwickelt. Sie passt perfekt in ihren Job, der ihr sehr viel abverlangt und sie in Intrigen mithineinzieht, mit denen man als Journalist nicht rechnet. Der Fall um Evelyn, in den sie hineingerät ist sehr spannend und man will erfahren, was es mit ihrem Verschwinden auf sich hat.
Auch die anderen Charaktere in dem Buch sind sehr interessant.
Der Schreibstil ist sehr schön detalliert, allerdings gibt teilweise sehr komische Zeichensetzungen, die aber den Lesefluss kaum hemmen und es liegt nur der Übersetzung.

Meine Bewertung:
Das Buch war spannend und interessant, allerdings war es eher ein Kriminalroman als ein Thriller und leider auch recht oberflächlich. Zu Beginn zieht es sich ein wenig, aber dennoch ist Christina Kovac ein gutes Debüt gelungen, das ich mit 4 von 5 Punkten bewerte.

Starker Thriller mit schwacher Hauptfigur

Von: Julia L. Jordan Datum: 12.07.2017

www.jljordan.net

Einen gut recherchierten Thriller wie diesen habe ich lange nicht mehr gelesen. Die Autorin Christina Kovac hat lange Zeit als Produzentin und Redakteurin beim Fernsehen gearbeitet, entsprechend authentisch sind ihre Schilderungen des Alltags ihrer Protagonistin. Gerade bei einem Thriller, der in einem politischen Umfeld spielt, ist es wichtig, dass der Laie das Gefühl bekommt, die Dinge könnten sich in der Realität ganz genauso abspielen. Das ist Kovac in ihrem Debüt gut gelungen.

Das Buch startet langsam, denn obwohl die Hauptfigur Virginia gleich zu Beginn über das Bild der vermissten Frau stolpert, zeichnet sich zunächst nicht ab, welche Bedeutung ihr Verschwinden bekommen würde. Tatsächlich dauert es etwa bis zur Hälfte des Thrillers, bis sich den Helden die Größe dessen offenbart, womit sie es zu tun haben. Das ist realistisch gestrickt, da auch Menschen, die ihr täglich Brot mit politischem Journalismus verdienen, selten damit rechnen, in eine riesige Intrige zu stolpern. Die Art, wie Virginia zusammen mit ihren Kollegen Ben, Isaiah und anderen Informanten befragt und langsam das Puzzle zusammensetzt, baut ganz langsam, aber unaufhaltsam Spannung auf.

Während auf der einen Seite die Ermittlungen zum Verschwinden der Frau voranschreiten, bekommen wir auch Einblicke in das Privatleben und das berufliche Umfeld der Personen. Auf der einen Seite entwickelt sich eine sehr vorsichtige, und genau deswegen realistische Liebesgeschichte zwischen Virginia und ihrem Kollegen, während gleichzeitig Personalkürzungen und betriebsinterne Intrigen allen Beteiligten das Leben schwer machen. Auch das Verhältnis der Journalisten zu ihren Quellen, seien es Zivilisten oder Polizeiangehörige, wird immer wieder beleuchtet. Als jemand, der selbst für verschiedene Zeitungen und Radios gearbeitet hat, kann ich bestätigen, dass Loyalität und Vertrauen zwischen Reportern und Informanten das Fundament jeglicher journalistischer Arbeit ist. Der ständige Kampf, eine Geschichte auf Basis präsentierbarer Fakten zu produzieren, und Quellen zu beschützen und bei der Stange zu halten, ist manchmal ein Spagat, der kaum machbar ist.

Die Geschichte selbst ist solide dargestellt, realistisch insbesondere im Kontext von Washington, und entwickelt sich in einem angemessenen Tempo. Trotzdem konnte das Buch mich nicht überzeugen. Das Problem liegt bei dem Erzählstil: Wir haben es mit einer Ich-Erzählerin zu tun, das Buch wird konsequent ausschließlich aus der Perspektive von Virginia geschrieben. Paradoxerweise führt das dazu, dass Virginia ein oberflächlicher Charakter bleibt. Zwar bekommen wir immer wieder kurze Einblicke in ihren Hintergrund und ihre Kindheit, doch werden diese Pfade nicht wirklich weiter verfolgt und entwickeln keine Relevanz für ihren Charakter. So gut sie in ihrer Arbeit als Journalistin ist, bleiben die präsentierten Mängel ihres Charakters immer oberflächlich. Einige ihrer Entscheidungen sind für mich entsprechend nicht nachvollziehbar, insbesondere das Ende – welches ich hier nicht verraten werde – hat mich vollkommen sprachlos und ungläubig hinterlassen. In meinen Augen ist ihr Charakter nicht entwickelt genug, um sie wirklich verstehen zu können.

Das ist schade, denn dieser Thriller lebt von den zwischenmenschlichen Beziehungen. Insbesondere in jenen Momenten, da es um verletzte Eitelkeiten und Affären geht, hat das Buch seine Stärken. Sogar die angedeutete Sexszene ist herausragend ausgeführt. Leider blieb Virginia immer kalt für mich, wenn ich mit Charakteren mit litt und um sie bangte, waren es immer die anderen, nicht sie selbst. Ich frage mich, ob eine andere Erzählperspektive, die erlaubt hätte, Virginia von außen zu sehen, der Geschichte geholfen hätte, die Hauptfigur tiefer zu gestalten.



Fazit:

Der Thriller „Stadt der Intrigen“ ist ein gelungenes Debüt von Christina Kovac. Die immer größer werdenden Kreise, welche die Intrige rund um das Verschwinden der Frau zieht, sind gekonnt inszeniert und bauen systematisch Spannung auf. Wir erhalten tiefe Einblicke in die Nachrichtenwelt und das politische System von Washington, wo anscheinend jeder seine ganz eigenen Motive hat. Leider bleibt die Hauptfigur Virginia Knightley bis zuletzt blass, so dass manche Entscheidungen und Entwicklungen nicht so nachvollziehbar und authentisch sind, wie sie sein sollten. Trotzdem konnte ich die Lektüre mehr als genießen.

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