Stein

Thriller

(2)
Taschenbuch
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Die ehemalige Wiener Mordermittlerin Anja Grabner will den Fall, der sie ihre Karriere kostete, einfach nur vergessen: die Entführung des Bankiers Bert Köhler, das grausame Katz-und-Maus-Spiel des Täters, die Lösegeldforderungen, denen Körperteile des Opfers beigelegt waren. Und den Ort Stein, wo sich nach einem anonymen Hinweis die Spur verlor. Doch ein Anruf ihres ehemaligen Partners zwingt Anja genau dorthin zurück. Und die schrecklichen Geheimnisse und der abgrundtiefe Hass der verschworenen Dorfgemeinschaft von Stein drohen ihr erneut zum Verhängnis zu werden …


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48798-1
Erschienen am  17. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Stein

Von: Ayda

31.10.2018

Der neue Kriminalroman von Reinhard Kleindl "Stein" ist das zweite Buch,welches ich von dem Autor gelesen habe. Es hat mir insgesamt wieder gut gefallen. In der Geschichte lernen wir die ehemalige wiener Mordermittlerin Anja Grabner kennen, die sich eigentlich auf dem Weg zum Flughafen befindet und nach Sansibar fliegen will. Ihr Leben muss neu geordent werden. Doch sie hat nicht mit dem Anruf ihres ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten gerechnet,der sie anruft und ihr mitteilt,dass es neue Wendungen in dem Entführungsfall Bernd Köhler gibt und sie schnell kommen muss. Dieser Fall hat allerdings damals Anjas Karriere bei der Polizei beendet. Der Banker Köher wurde vor 5 Jahren entführt, die Lösegeldfoderungen sind gescheitert und die Spuren sind im Sande verlaufen. Angeblich sind einige seiner Körperteile gefunden worden. Ein ungeklärter Fall und die Antworten liegen in Stein,wo Anja eingentlich nie wieder hin will. Lebt Köhler noch? Was weiß die Dorfgemeinschaft in Stein? Wird Anja wieder ermitteln obwohl sie nicht mehr bei der Polizei ist? Ich habe das Buch gerne gelesen. Ich kam von Anfang an gut in die Geschichte. Der Schreibstil von dem Autor Reinhard Kleindl ist einfach super. Er hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der die Atmosphäre und Situation sehr gut beschreibt. Anja Grabner hat ihre Ecken und Kanten, tickt etwas krass und handelt in einigen Situationen sehr spontan. Auch wenn ich mit einigen Dingen,die sie so tut nicht eins bin, fand ich sie als Protagonistin passend. Sympathisch ist sie jetzt nicht unbedingt sofort, aber ich denke, dass sie eigentlich einen lieben Kern hat;) Das Setting mit der Dorfgemeinschaft fand ich super gelungen und genauso wie ich es mir vorgestellt habe. Sehr authentisch und gut ausgearbeitete ProtagoistInnen. Die Spannung war jetzt nicht durchweg vorhanden und auch das Motiv der Entführung habe ich in eine ganz andere Richtung getippt. Insgesamt hat es mich gut unterhalten und ich vergebe 4 Sterne. Bins gespannt,ob wie Anja wieder treffen werden... Ich bedanke mich ganz herzlich bei dem lieben Reinhard Kleindl und dem Goldmannverlag sowie lovelybooks!

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Spannender Thriller rund um eine skurrile Dorfgemeinschaft, der die Leser/innen bis zum Ende im Unklaren lässt. Ein echter Pageturner.

Von: Elisabeth Bulitta aus Donaueschingen

25.10.2018

Mit „Stein“ präsentiert Reinhard Kleindl seinen ersten Thriller um die Ermittlerin Anja Grabner. Er ist im September 2018 bei Goldmann erschienen und umfasst 445 Seiten. Eigentlich wollte Anja Grabner ihren Urlaub in Sansibar verbringen. Aber kurz vor ihrer Abreise wird sie zu ihrem ehemaligen Chef, Kaspar Deutsch, gerufen, der sie auf die Spur zu einem fünf Jahre zurückliegenden Fall, nämlich die Entführung Bert Köhlers, führt. Als die ehemalige Kommissarin dann noch ihren Flug verpasst, macht sie sich auf den Weg nach Stein, dem Dorf, in dem sie Köhler damals vermutete, und ermittelt auf eigene Faust – nicht zuletzt auch um ihr eigenes Trauma zu verarbeiten. Ist sie anfangs von der Idylle des Ortes und die Zugänglichkeit seiner Bewohner überrascht, stößt sie dort nach und nach auf eine Mauer des Schweigens. Der Roman beginnt in der Ich-Form und schildert eine Szene aus der Gefangenschaft Köhlers. Gleich darauf wird der Leser in die Gegenwart katapultiert, in der die ehemalige Wiener Mordermittlerin erneut auf den Fall gestoßen wird und sich entgegen anfänglichen Zweifeln nach Stein, einem kleinen Dorf, begibt. Solche Szenenwechsel durchziehen den gesamten Thriller, der somit auf drei Ebenen spielt: die gegenwärtigen Ermittlungen, Szenen aus Köhlers Gefangenschaft, erzählt aus der Sicht des Entführers in der Ich-Form, und den vergangenen Ermittlungen. Das Örtchen Stein erscheint zuerst idyllisch, seine Bewohner scheinen nett, zugänglich und ein wenig skurril – eben so, wie man sich ein dörfliches Umfeld vorstellt. Doch nach und nach tut sich hinter der Fassade ein Abgrund aus angestauter Wut und Verschwiegenheit auf. Erst allmählich wird der Polizistin klar, dass die Bewohner nicht so nett und freundlich sind, wie sie zu sein vorgeben. Gerade aus dieser allmählichen Entwicklung schöpft der Thriller einen Großteil seiner Spannung. Ein zweiter Spannungsursprung sind die Einblicke in Köhlers Gefangenschaft, die sich zum Teil sogar etwas gruselig lesen. Worum es in der fünf Jahre zurückliegenden Entführung letztendlich ging, warum ein Entführer Lösegeld gefordert hat, es aber nie zu einer Übergabe kam, und, das Interessanteste, was Köhler, der Bankier, verbrochen haben mag, dass man ihm sogar nach und nach mehrere Gliedmaßen amputierte – über all das herrscht über weite Strecken des Romans Unklarheit - sowohl auf Seiten der Lesenden als auch auf der der Ermittelnden. Ich selber habe mir beim Lesen reichlich den Kopf darüber zerbrochen. Am Ende wird das Verbrechen zur Gänze aufgelöst, doch erscheint mir die Lösung ein wenig zu weit hergeholt und vor allem zu „lasch“, um ein solches Verbrechen zu rechtfertigen. Die Charaktere sind realitätsnah und ausführlich beschrieben. Die Ermittlerin Anja Grabner erschien mir auf den ersten Blick für ihr Alter sehr unreif, doch zeigte sie sich im weiteren Verlauf des Romans vielschichtiger, alles in allem als ein interessanter, ungewöhnlicher Ermittlertyp. Außerdem machen, wie oben schon angedeutet, viele Figuren während des Verlaufes einen Wandel durch, was das Lesen interessant macht. Vor Überraschungen ist man in Stein eben nicht gefeit. Kleindls Sprache ist leicht zu lesen und zieht die Leser/innen dennoch in ihren Bann. Obwohl der Inhalt zum Teil recht grausame Stoffe enthält, kommt die Schilderung ohne jede Brutalität aus. Die verschiedenen Handlungsebenen sind gut voneinander zu unterscheiden, sodass die Seiten beim Lesen nur so dahinfliegen. Das Cover erscheint auf den ersten Blick unspektakulär: Das Wort „Stein“ aus Steinen aufgebaut. Nimmt man es jedoch in die Hand, kann man durch die Steine richtig fühlen, sodass es auch ein haptisches Erlebnis ist, das Buch in der Hand zu halten. Insgesamt handelt es sich Kleindls Stein um einen wirklich spannenden Thriller in gruseliger Atmosphäre, der es schafft, beim Lesen die Zeit vergessen zu lassen – eben ein echter Pageturner. Meiner Meinung nach ein sehr gelungener Auftakt zu einer neuen Thriller-Buchreihe.

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Vita

Reinhard Kleindl, 1980 in Graz geboren, hat ein Faible für Hochspannung. Der studierte Naturwissenschaftler ist professioneller Slackliner und spannte sein Band schon über die Victoriafälle. Seine zweite Leidenschaft ist das Schreiben. »Stein« ist der erste Thriller um die Ermittlerin Anja Grabner.

www.reinhardkleindl.at/ www.instagram.com/reinhard.kleindl/

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