VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Still Thriller

Kundenrezensionen (5)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 9,99 [D] inkl. MwSt.
€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-41934-6

Erschienen: 08.03.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Service

  • Biblio

Hass ist, was bleibt, wenn dir alles andere genommen wurde

Wenn es Winter wird und Schnee und Eis alle Spuren verwischen, erwacht in den einsamen Wäldern Brandenburgs das Böse. Über Nacht verschwinden auf mysteriöse Weise Kinder. Nur ein einziges Mädchen taucht unerwartet und verstört wieder auf, ihre Lippen sind seitdem verschlossen. Ein verzweifelter Vater beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Doch damit dreht sich die Spirale des Bösen nur noch schneller.

»Ein dunkles Meisterwerk, Literatur der Extraklasse.«

Ulrich Noller, WDR5

Zoran Drvenkar (Autor)

Zoran Drvenkar wurde in Kroatien geboren und zog im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern nach Berlin. Seine Thriller »Sorry« und »Du« wurden in 14 Sprachen übersetzt. 2010 wurde »Sorry« mit dem Friedrich Glauser Preis ausgezeichnet. Er ist auch der Autor vielfach prämierter Kinder- und Jugendbücher, unter anderem schrieb er unter Pseudonym die Bestsellerreihe »Kurzhosengang«. Zoran Drvenkar lebt in der Nähe von Berlin in einer alten Kornmühle.

»Ein dunkles Meisterwerk, Literatur der Extraklasse.«

Ulrich Noller, WDR5

»Wer starke Nerven hat, wird an diesem Buch seine helle Freude haben.«

Express

»Zum Fürchten gut!«

TV Movie

»Zoran Drvenkars Thriller Still spielt virtuos mit den Ängsten der Leser – und dürfte krachend die Bestsellerlisten stürmen.«

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

»Ich war fasziniert, begeistert und erschüttert zugleich.«

Rhein-Neckar-Zeitung

mehr anzeigen

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-41934-6

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 08.03.2016

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Hochspannender Thriller über den Abschaum der Gesellschaft in der Eiseskälte Brandenburgs

Von: schnäppchenjägerin Datum: 24.10.2016

erdbeersekt-testet.blogspot.de/

Jahrelang verschwinden im Raum Berlin/ Brandenburg jeden Winter Kinder. Die ermittelnden Behörden konnten bisher weder belegen, dass die Taten in einem Zusammenhang stehen noch den oder die Täter dingfest machen.
Mika Stellar, der dem Leser nur unter seiner neuen Identität bekannt gemacht wird, hat den Glauben an die Polizei verloren und ermittelt auf eigene Faust, um das Verschwinden seiner Tochter aufzuklären. Er geht davon aus, dass seine Tochter von einer Bande Pädophiler entführt wurde und begibt sich selbst in dieses Milieu.
Während seiner Suche trifft er auf Lucia, ein Mädchen, das vor sechs Jahren entführt worden ist, als einzige der verschwundenen Kinder jedoch entkommen konnte. Seit diesem Zeitpunkt schweigt sie und lebt wie erstarrt in einem Pflegeheim. Mika versucht ihr zu helfen, um ihr Schweigen zu brechen, in der Hoffnung, etwas über die Täter und den Verbleib seiner Tochter zu erfahren.

Der Thriller ist raffiniert aufgebaut und wird aus den Perspektiven ICH, DU, SIE erzählt. Zu Beginn tappt man als Leser im Dunkeln, wodurch von Anfang an Spannung aufgebaut wird, die sich bis zum Ende durchzieht. Nach und nach stellt sich heraus, wer sich dahinter verbirgt und welche grausame Geschichte sie erzählen.

"Still" ist so kalt wie die Jahreszeit, in der er spielt: Kälte, Schnee und Eis prägen das Landschaftsbild in den Wäldern Brandenburgs.
Zoran Drvenkar stellt die Brutalität der Verbrechen grausam subtil dar, was besonders beklemmend wirkt, da es sich bei den Opfern um Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren handelt, die mitunter selbst völlig verstört als Täter missbraucht werden.
So entwickelt sich ein spannendes Katz- und Mausspiel von Jägern und Gejagten, die den Gegebenheiten der Natur unerbittlich trotzen müssen.
Rachegelüste und der Wunsch nach Vergeltung prägen darüber hinaus das Verhalten von Mika, "ICH", der nichts mehr zu verlieren hat.
"Hass ist, was bleibt, wenn dir alles genommen wurde."

"Still" ist ein hochspannender, stilistisch außergewöhnlich geschriebener Thriller über den Abschaum der Gesellschaft, der zwar brutal ist, aber auf reißerische, quälende Details verzichtet.

Wenn die Seen schweigen, kommt der stille Tod.

Von: Meteorit Datum: 11.09.2016

meteoritr.blogspot.de/

Rezension zu ,,Still" von Zoran Drvenkar

,,Still" ist als Taschenbuchausgabe mit 416 Seiten am 08.03 2016 im Heyne Verlag erschienen.

Inhalt:
Wenn es Winter wird und Schnee und Eis alle Spuren verwischen, erwacht in den einsamen Wäldern Brandenburgs das Böse. Über Nacht verschwinden auf mysteriöse Weise Jungen und Mädchen. Kein Kind wurde je wiedergesehen. Nur ein Mädchen taucht unerwartet und verstört wieder auf, ihre Lippen sind seitdem verschlossen. Erst als ein verzweifelter Vater auf eigene Faust zu ermitteln beginnt, bricht sie ihr Schweigen. Doch damit dreht sich die Spirale des Bösen nur noch schneller. (Klappentext)

Cover:
Das Cover verzichtet auf große Farben oder Motive und ist für einen Thriller passend schlicht. Die Winterlandschaft mit der Hütte im Hintergrund passt ebenso zum Inhalt des Buches.

Charaktere:
Das Buch dreht sich um einen verzweifelten Vater Mika Stellar, dessen Kind vor Jahren entführt wurde. Als Mika ein Muster von verschiedenen Entführungen erkennt, wird er trotz dessen von der Polizei abgewiesen, sodass er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Die Hauptperson handelt intelligent, auch wenn sein Vorgehen am Anfang echt verwirrend und undurchsichtig ist.

,,Ich bin nicht der, der ich sein wollte. Ich wurde zu dem, der ich bin, weil der Wind sich gedreht hat, weil ein Stern verlöscht ist oder irgendwo in Afrika ein Blatt vom Baum fiel. Ich weiß, es wird nicht ewig so weitergehen. Ich arbeite dran." S. 22

Eine wichtige Person ist Lucia, die vor vielen Jahren entführt wurde und es schaffte, auszubrechen. Seitdem lebt sie in einem Heim für Kranke, denn ihre Lippen sind verschlossen. Bis Mika es schafft, sie zum Reden zu bringen um so mehr über die Entführer zu erfahren.

,,Und wann immer Schnee fällt, stirbst du ein bisschen mehr.
Du bist eine Tote, die atmet. Du bist eine Tote, die wartet." S.17

Die Jäger, die Antagonisten der Geschichte, und ihre Handlungen sind erschreckend zu lesen. Sie jagen stets bei Winter ... und nicht Kaninchen oder Wild... Kranke Persönlichkeiten, mit der gleichen widerlichen Vorliebe.

Meine Meinung:
,,Sechs Jahre später sitzt du auf einem Stuhl und dein Bruder und deine Eltern sind nicht mehr. Ihre Namen, ihre Worte, ihre Gedanken. Die Erinnerung an sie befindet sich an einem verschlossenen Zimmer, vom dem niemand weiß, dass es existiert. Deine Erinnerung ruht dort und auch du ruhst. Ohne Bewusstsein, ohne Gedanken. Du kannst dieses Zimmer nicht betreten, denn du bist in dir selbst gefangen. Dein Bewusstsein ist ein zerbombtes Dorf, aus dem alle Bewohner geflohen sind." S.17

Das Buch ist nicht wie jedes Buch - das sieht man schon an der vom Autor gewünschten altdeutschen Rechtschreibung, den Gedankenstrichen anstatt Gänsefüßchen und der Schreibweise des Autors. Das Buch wird aus drei verschiedenen Sichten oder eher Erzählperspektiven erzählt. Das Geschehen von Mika wird in der Ich-Perspektive, das Geschehen rund um Lucia in der Du-Perspektive und das Geschehen der Jäger in der Sie-Perspektive geschrieben. Das wirkt erfrischend und die kurzen Kapitel machen das Lesen noch angenehmer. Ich bin persönlich ja immer ein Fan kurzer Kapitel.

,,Treten sie einen Schritt zurück und lassen Sie die Polizei ihre Arbeit machen. Auch wenn wir nicht immer sofort ein Ergebnis erzielen, wissen wir, was wir tun. Sie können da in etwas hineingeraten, das Sie nicht mehr kontrollieren können. Überlassen Sie uns die Suche. Ich garantiere Ihnen, keiner von uns wird Ihre Tochter vergessen.

-Danke, sagte ich, Das ist beruhigend." S.145

Dies ist nicht mein erstes Buch von Zoran Drvenkar, das war ,,Sag mir, was du siehst" und so kannte ich den leicht abgedrehten aber zugleich völlig literarischen Stil von dem Autor schon. Viele Metaphern nutzt er und zugleich wirken manche Sätze schon poetisch. Total interessant in Kombination mit der beklemmenden Story.

,,Der Winter ist die beste Zeit für die Jagd. Im Winter ist der Mensch in Not, denn die Kälte ist gnadenlos, es gibt nur Schnee und das Eis, und jeden Tag wird ums Überleben gekämpft. Der Winter war schon immer die Zeit des Jägers. " S.219

Wie man den anderen Rezensionen und dem Klappentext schon vielleicht entnehmen kann, geht es hier um Kindesentführung und Pädophile. Das an sich schockiert und ist vielleicht für manche ,,zu viel" in einem Thriller. Auch geht es um Gewalt von Kindern untereinander, die gegenseitig kämpfen und dabei über Leichen gehen müssen. Das Thema ist auf jeden Fall ganz schön erschreckend, allein schon die Schilderung, wie die Jäger die Kinder Nachts im Winter, wenn die Eltern weg sind, kidnappen und keine Spuren hinterlassen.
Ich muss auch sagen, dass mir diese Rezension nicht einfach fällt. Ich denke, den Autor muss man einfach ausprobieren. Wenn es einem gefällt, hat man definitiv bei allen seiner Bücher einen großen Thriller-Lesespaß.

,,Die Soldaten ritten in den Wald und dachten, sie würden ein leichtes Spiel haben. Sie konnten nicht wissen, dass die elf Kinder das Sterben ihres Dorfes aus dem Schutz der Bäume heraus beobachtet hatten. Sie konnten auch nicht wissen, dass diese Kinder von klein auf darauf vorbereitet wurden, jedem Feind zu trotzen. Ob Wildschwein oder Wolf, ob Bär oder Mensch." S.306

Fazit:
Dieser Thriller haut einen um.
Erschreckende Story, hochwertiger Schreibstil, kein 08/15 Kram und viel Spannung - für mich ein Highlight in Sachen Thriller.
,,Sag mir, was du siehst" kann ich ebenfalls weiterempfehlen auch wenn ich ,,Still" noch mal weit aus besser fand.

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors