Stolz und Vorurteil

Roman

Taschenbuch
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Nicht weniger als fünf Töchter haben die Bennets standesgemäß unter die Haube zu bringen. Kein leichtes Unterfangen für eine Familie auf dem Land, die nur über ein bescheidenes Vermögen verfügt. Ausgerechnet die intelligente Elizabeth, das Lieblingskind des Vaters, erweist sich als besonders schwieriger Fall. Zum allgemeinen Unverständnis hat sie die Stirn, den Antrag eines wohlsituierten Pfarrers auszuschlagen. Statt dem Drängen der Familie nachzugeben, folgt Elizabeth hartnäckig ihrem eigenen Urteil ...


Aus dem Englischen von Andrea Ott
Originaltitel: Pride and Prejudice
Mit Nachwort von Elfi Bettinger
Taschenbuch, Broschur, 640 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10166-6
Erschienen am  09. Mai 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Klassisch Fantastisch !

Von: The Page Walkers

17.04.2019

Schon der Anfang der Geschichte weißt einen gewissen Humor auf, der sich durch die ganze Geschichte zieht. Die Bennets sind eine sehr chaotische, aber dennoch liebenswerte Familie. Mrs. Bennet hat es sich in den Kopf gesetzt, ihre Töchter zu verheiraten. Da trifft es sich ganz gut, dass ein gewisser Mr. Bingley, der eine gute Partie zu sein scheint, in die Nähe zieht. Natürlich geht es, wie bei „Emma“ auch wieder um Verkupplungsversuche, die hier besonders von der Mutter kommen. Im Fokus der Geschichte stehen aber besonders die vielen tollen Charaktere, die alle ihren Teil zu diesem Meisterwerk beitragen. Zum einen haben wir da Jane und ihre aufkeimende Liebe zu Mr. Bingley, die aber im späteren Verlauf auf eine harte Probe gestellt wird. Bevor die beiden zusammenkommen können, verschwindet Mr. Bingley nämlich und es ist klar, dass da irgendeine Intrige dahinterstecken muss, denn er war gerade dabei, sich in Jane zu verlieben. Mr. Collins, der Cousin der Schwestern und der Erbe ihres Anwesens ist eine recht eigensinnige Figur in dieser Geschichte. Seine Versuche, die richtige Frau zu finden, haben mich das eine oder andere Mal zum Lachen gebracht. Toll fand ich, wie mutig und selbstbewusst Elizabeth ihm entgegentritt. Sie verliert ihre eigenen Prinzipien nie aus den Augen. Am meisten begeistern konnte mich aber die Geschichte von Elizabeth und Mr. Darcy. Lange Zeit scheint es, als hätten die beiden keine Chance, überhaupt zusammenzukommen, doch es gibt immer wieder unendlich schöne Momente zwischen den beiden. Und natürlich ist das Ende einfach nur traumhaft schön und lässt einen das Buch Jane Austens spritzige Dialoge, verstrickte Handlungen und ihre interessanten Charaktere der Romanfiguren machen dieses Werk zu einer gelungenen, äußerst unterhaltsamen Lektüre. Kontraste entstehen in der Romanhandlung vor allem durch die verschiedenen Persönlichkeiten: Die etwas übereifrig bemühte Mrs. Bennet, der nichts wichtiger erscheint, als ihre Töchter möglichst reich zu verheiraten, oder die Abenteuerlustige unter den Töchtern, Lydia, die mit dem Leutnant Wickham durchbrennt. Die stolze, distanzierte Elizabeth ändert, nachdem sie Verschiedenes erlebte, zögerlich ihre Sichtweise, was besonders authentisch und überzeugend erscheint. Als sie erkennt, dass Darcys Eingreifen zu Wickhams Heirat mit ihrer Schwester Lydia führt, sieht sie Darcys Charakter mit anderen Augen. Schließlich ist sie bereit, ihre Meinung über ihn zu ändern. Jane Austens mitreißender Schreibstil lässt ihre Leser mit den einzelnen Figuren mitfiebern. So, wie die Autorin Darcy zu Beginn der Handlung beschreibt, muss nicht nur Elizabeth, sondern auch der Leser glauben, dass er ein arroganter Mann ist, dem bestenfalls mit Distanz zu begegnen ist. Spannung kommt in den Roman, indem Jane Austen auf raffinierte Weise Intrigen einbezieht, die das Missverständnis zwischen Elizabeth und Fitzwilliam noch verstärken. Auch die unterschiedlichen Charaktere der Eltern schildert Austen eindrucksvoll: Die übereifrige, mit einem Nervenleiden belegte Mutter, steht dem gleichgültigen Vater gegenüber – selbst Darcys Tante, Lady Catherine, mischt sich aktiv in das Geschehen ein, um zu verhindern, dass ihr Neffe eine in ihren Augen unstandesgemäße Heirat eingeht. Jane Austens spritzige Dialoge, verstrickte Handlungen und ihre interessanten Charaktere der Romanfiguren machen dieses Werk zu einer gelungenen, äußerst unterhaltsamen Lektüre. Jane Austens mitreißender Schreibstil lässt ihre Leser mit den einzelnen Figuren mitfiebern.

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gegen alle Konventionen

Von: Silvi Sommer

23.02.2019

Stolz und Vorurteil. was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Nachdem ich Verity Love, in Sommer in Bloomsbury von Anne Darling so lieb gewonnen hatte und sie ständig aus diesem Buch zitierte war meine Neugier ungebrochen auf dieses Buch. Aber was soll ich sagen, ich konnte mich erst nicht hinein finden in dieses Buch. es war mir zu steif, ja ich weiß , es ist eine Geschichte geschrieben im 18. Jahrhundert von einer zur damaligen Zeit sehr aufsässigen, freiheitsliebenden und mitdenkender Dame . Ihr Vater entdeckte schon früh ihr literarisches Talent und förderte es sehr. In den ersten 150 Seiten quälte ich mich sehr ab und mußte oft einige Passagen öfters lesen um mich in diesem Wust von Damen , Familien und der adligen Gesellschaft zurecht zu finden. Dann ging es noch etwas ruckelnd weiter und irgendwann ist man mittendrin und fühlt sich wie von Freundinnen umgeben. Es ist kein Historischer Roman, nein Jane Austen schreibt über die Gesellschaft in der sie lebt und läßt kein gutes Haar daran. Sie kritisiert zwar eher liebevoll und leichtfüßig diese Gesellschaft in der Frauen nur Nebenfiguren am Rande sind . Mit komödiantischen Elementen und sprachlichem Witz kritisiert sie eben diese Gesellschaft und vor allem die arrogante Aristokratie. Die Darstellung der einzelnen Protagonisten ist in diesem Roman zwar besonders wortgewandt aber es gelingt mir trotzdem nicht mir diese Personen vorzustellen. Vor meinem inneren Auge bleiben sie eher Gesichtslos aber sie wecken in mir starke Sympathien und Antipathien . Zum Schluss gelingt es der aufsässigen Elizabeth sich gegen all die Konventionen durchzusetzen . „Eine gehörige Portion ›Stolz‹ muss abgelegt und so manches ›Vorurteil‹ aus dem Weg geräumt werden, bis Elizabeth und Mr. Darcy endlich ein Paar werden. „ Der echten Jane Austen gelang das Kunststück im 18. Jahrhundert ebenfalls, ihre Verlobung löste sie nur einen Tag später wieder auf und sie führte ein unabhängiges Leben als unverheiratete Frau . Das allein schon zu dieser Zeit ringt mir sehr viel Respekt für ihre Person ab. Mein Dank an das Blogger Portal das ich das Buch lesen konnte.

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Vita

Jane Austen

Jane Austen (1775-1817) wurde in Steventon, Hampshire, geboren und wuchs im elterlichen Pfarrhaus auf. Nach Meinung ihres Bruders führte sie „ein ereignisloses Leben“. Sie heiratete nie. Ihre literarische Welt war die des englischen Landadels, deren wohl kaschierte Abgründe sie mit feiner Ironie und Satire entlarvte. Psychologisches Feingefühl und eine lebendige Sprache machen ihre scheinbar konventionellen Liebesgeschichten zu einer spannenden Lektüre. Vor einigen Jahren wurde Jane Austen auch vom Kino wiederentdeckt: Sinn und Sinnlichkeit mit Emma Thompson und Kate Winslet gewann 1996 den Golden Globe als bester Film des Jahres und den Oscar für das beste Drehbuch; Stolz und Vorurteil mit Keira Knightley war 2006 für vier Oscars nominiert.

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Andrea Ott

Andrea Ott, geboren 1949, hat sich als Übersetzerin englischer und amerikanischer Literatur einen Namen gemacht. Für den Manesse Verlag hat sie Meisterwerke u.a. von Jane Austen, Anthony Trollope, Charlotte Bronte, Elizabeth Gaskell, Henry James, Edith Wharton und Upton Sinclair ins Deutsche gebracht.

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