Sucht

Roman

(2)
Taschenbuch
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Bitterernst und federleicht – ein Roman über Sucht, wie es ihn noch nie gab.

Cromwell hat sieben Hausärzte am Start, die nichts voneinander wissen und ihm reichlich Aufputsch- und Beruhigungsmittel verschreiben. Das geht natürlich nicht ewig gut, und so beschließen seine Freunde, den Tablettensüchtigen zur Entgiftung in die Klinik einzuweisen. Simon Borowiak gelingt das Meisterstück, über das Innenleben einer psychiatrischen Notaufnahme, über die Abgründe von Süchtigen und die Schmerzen der Depression so zu schreiben, dass jede Zeile Spaß macht. Denn Borowiak erzählt von eigenen leidvollen Erfahrungen, weiß aber sehr genau: Die schlimmsten Dinge im Leben kann man nur als Komödie erzählen.


Originalverlag: Knaus
Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-71319-6
Erschienen am  11. Januar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

ziemlich langweilig

Von: Doro987 aus Frankfurt

22.09.2016

Habe mir das Buch nach einigen Lobeskommentaren in diversen Medien gekauft. Mein erster Ansatz endete nach ca. 120 Seiten und mehreren Kapiteln mit weglegen und Enttäuschung. Die Story an sich ist relativ belanglos, so enden (hoffentlich) Suchtkarrieren eben, in einer dafür spezialisierten Klinik. Der immer wieder in jedem folgenden Kapitel aufs neue beschrieben Tagesablauf und die Charakterisierung der Protagonisten wird durch die ständigen Wiederholungen auch nicht interssanter und fängt von Seite zu Seite mehr an zu langweilen. Womit ich eigentlich schon beim Punkt wäre: Langeweile. Mußte mir mehrfach die Frage stellen, wie lange ich mir das noch antun will. Schade, vielleicht gibt es irgendwann einen zweiten Anlauf und das Buch wird erst im Laufe der späteren Kapitel interessant. enttäuschend

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Humorvolles und beeindruckendes Buch über Sucht und Entzug

Von: Lara

15.07.2015

Cromwell lässt sich vom zig Hausärzten Medikamente verschreiben, doch irgendwann wirken selbst die stärksten Kracher nicht mehr. Seit neunzig Stunden versucht er vergeblich zu schlafen und ist mittlerweile so verzweifelt, dass er sich freiwillig von seinen Freunden in eine Klinik bringen lässt. Abwechselnd erzählen Cromwell und sein Freund, der trockene Alkoholiker Schlomo vom Leben in der Entzugsklinik. Nebenbei gründen sie zusammen mit einem blinden Freund eine Detektivagentur, spionieren einem sadistischen Lehrer hinterher und versuchen einen Mord aufzuklären. Der Haupterzählstrang bleibt jedoch immer die Suchtklinik, die Hoffnungen, die sich die Patienten machen ("Wenn ich hier raus bin, sehen die mich nie wieder"), die Hochs und Tiefs, die durchgemacht werden, die Freundschaften und Feindschaften, die entstehen. Sie erleben die Risiken, die ein Rückschlag mit sich bringen kann, sei es durch die erneuten Strapazen des Entzugs mit allen körperlichen und psychischen Leiden oder durch den Tod. Denn auch wenn mir Humor erzählt wird und die auf der Entzugstation bisweilen sehr gut ist, bleibt doch immer klar, dass jede Sucht, die in einer Entzugsklinik behandelt wird, lebensgefährlich ist. Der Schreibstil ist sprachgewaltig und nicht leicht zu lesen. Einen Abschnitt habe ich mehrmals gelesen, aber außer, dass Schlomo eine hochintellektuellen Wutausbruch mit Rundumausschlag wegen schlechter Musik hatte, konnte ich nicht nachvollziehen, was der Autor damit sagen wollte. Simon Borowiak hat ein beeindruckendes Buch über Süchte geschrieben, das diese weder verdammt, noch verharmlost, sondern auf humorvolle und deutliche Weise beschreibt. "Sucht" verdient sehr viel Aufmerksamkeit und ich kann das Buch nur empfehlen.

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Vita

Simon Borowiak, geboren 1964, war sieben Jahre Redakteur bei dem Satireblatt "Titanic" und ist Autor des Bestsellers "Frau Rettich, die Czerni und ich" (verfilmt mit Iris Berben). 2007 erschien "ALK-fast ein medizinisches Sachbuch", laut Spiegel "ein Wunder an Komik, Recherche und Weisheit". Simon Borowiak lebt und arbeitet in Hamburg. 2007 erhielt er gemeinsam mit Margit Schreiner den Belletristikpreis der LITERA (Internationale Buchmesse in Linz).

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