Teufelswerk

Thriller

(3)
Taschenbuch
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Über tausend Skelette sollen auf einem Friedhof in Kopenhagen verlegt werden, um einer neuen U-Bahn-Station Platz zu machen. Als zwischen den Gräbern ein grausamer Mord geschieht, ist sich die Bevölkerung sicher, dass die gestörte Totenruhe damit zu tun hat. Kriminalhauptkommissar Alexander Damgaard versichert sich der Hilfe der jungen Anthropologin Josefine Jespersen, die an dem Exhumierungsprojekt beteiligt ist. Und Josefine entdeckt tatsächlich etwas: In den zertrümmerten Schädel des Opfers wurde ein umgedrehtes Kreuz geritzt. Eine makabere Signatur des Mörders oder ein Zeichen des Teufels?


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Dänischen von Maike Dörries
Originaltitel: Djævelens Værk
Originalverlag: Lindhardt og Ringhof Forlag
Taschenbuch, Klappenbroschur, 400 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48958-9
Erschienen am  20. Januar 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Kopenhagen, Dänemark

Leserstimmen

Ein gelungenes Debüt mit kleinen Einschränkungen

Von: Nordic-Crime.de

01.03.2020

Eine Großbaustelle hält die dänische Hauptstadt Kopenhagen in Atem. Unter anderem müssen tausend Skelette für ein Bauvorhaben verlegt werden. Keine leichte Aufgabe, die aber an sich reibungslos vonstattengeht. Als die Verlegung kurz vor dem Ende steht, macht die Anthropologin Josefine Jespersen eine furchtbare Entdeckung: In einem der Gräber entdeckt sie den Leichnam einer jungen Frau. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass es ihre Kollegin Rita ist, die scheinbar Opfer eines rituellen Mordes wurde. Am Hinterkopf erkennt sie ein Symbol, was auf einen satanischen Kult schließen lässt. Kommissar Alexander Damhaard übernimmt mit Josefine die Ermittlungen und recht schnell passieren weitere Morde. Da sich der Verdacht einer rituellen Mordserie erhärtet, holen sich die beiden Hilfe in Person von Pater Dominic. Der Exorzist des Vatikans soll herausfinden, ob in der dänischen Hauptstadt der Teufel Einzug gehalten hat. Kritik: Mit ihrem Roman "Teufelswerk" debütiert die dänische Autorin Lotte Petri auf dem deutschen Büchermarkt. Und sie liefert ein Buch ab, dass es durchaus in sich hat. Die Mischung aus klassischem Nordic Noir Thriller und einem Horrorroman verspricht einiges. Bei der Lektüre merkt man dann recht schnell, dass sich die Schriftstellerin bei zahlreichen Werken bedient und Elemente aus diesen in ihren Plot aufgenommen hat. So wird sich der eine oder Leser an die Fernsehserie "Bones" erinnert fühlen, wenn die Arbeit von Josefine Jespersen im Blickpunkt steht. Liebhaber klassischer Horrorliteratur finden hingegen die eine oder andere Anleihe beim William Peter Blattys Klassiker "Der Exorzist". Natürlich ist "Teufelswerk" mehr als nur ein müder Abklatsch der genannten Vorbilder. Vielmehr dienten sie Lotte Perri als Inspirationsquelle. Um in die Geschichte einzusteigen muss der Leser aber zunächst ein paar zähe Einstiegsseiten überstehen. Die ersten Kapitel muten an, als musste sich die Autorin anfangs warmschreiben. Als dies geschehen war, zieht die Spannungsschraube erheblich an und Lotte Petri gelingt es sogar, den Leser ins Gruseln zu versetzen. Was hat es mit dem Mörder auf sich? Der Plot steigert sich, sodass man gespannt darauf hinfiebert, was wirklich hinter den Taten steckt. Umso enttäuschter wird der eine oder andere Leser sein, wenn er die Auflösung tatsächlich vor Augen hat, da sie einfacher ist, als man annimmt. Mit Josefine Jespersen und Alexander Damgaard hat die Autorin zwei Charaktere erschaffen, die der Leser recht schnell ins Herz schließt. Sie agieren glaubhaft und schaffen es, die Handlung zu tragen. Allerdings fragt man sich schon, ob die obligatorische Liebesszene wirklich sein musste. Da im Verhältnis der beiden Figuren eher weniger darauf hindeutete, vermittelt diese Stelle den Eindruck, als habe man sich gedacht, dass eine solche Szene einfach zu einem Thriller dazugehört. Unterm Strich legt Lotte Petri mit „Teufelswerk“ einen passablen Thriller vor. Ob man das Buch bei der Flut hervorragender nordischer Krimis zwingend lesen muss, muss jeder für sich entscheiden. Wer einen Roman mit Horrorelementen sucht, macht hier nichts falsch, denn eine Zeitverschwendung ist der Roman nicht. Allerdings ist er in der Gesamtsumme auch nicht so überragend, als das man eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen kann. 

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Tolles Debüt mit Steigerungspotential

Von: _pfaffingers_bibliophilie_

27.02.2020

Worum geht´s? Auf einem dänischen Friedhof sollen tausend Skelette weichen, um einer neuen U-Bahn Platz zu machen. Josefine Jespersen ist als Anthropologin mit der Betreuung dieser umstrittenen Aktion betraut. Es dauert auch gar nicht lange, und es passiert ein Mord auf dem Gelände des Friedhofs und im zertrümmerten Schädel der Leiche wird ein umgedrehtes Kreuz gefunden. Alexander Damgaard ermittelt in dem Fall und nutzt dabei auch Josefines Fachkenntnis. Meine Meinung: Ich war sehr neugierig auf dieses Buch (Coveropfer, wow was für ein Cover,oder?), da es den Start einer neuen Thrillerreihe verspricht und ich wurde nicht enttäuscht! Der Schreibstil der Autorin ist großartig, ich habe dieses Buch so schnell verschlungen, insbesondere wegen der kurzen Kapitel und der Perspektivwechsel, welche einen grandiosen Spannungsbogen aufbauen. Lotte Petri schafft es, wie bei skandinavischen Thrillern üblich, eine gewisse Düsternis in ihr Buch einzuflechten, die ich einfach unglaublich gut finde. Teilweise waren die Szenen wirklich gruselig und ich musste den Atem anhalten und vielleicht auch mal kurz das „große Licht“ anmachen! Die beiden Hauptcharaktere sind sehr sympathisch, wobei ich mir für die Folgebände noch etwas mehr Tiefgang wünschen würde. Auf die weitere Entwicklung der beiden bin ich sehr gespannt! Das Ende war überraschend und wirklich gut. Ich habe wirklich zu keinem Zeitpunkt auch nur die kleinste Ahnung gehabt, wer der Mörder sein könnte! Etwas gewöhnungsbedürftig empfand ich allerdings die vielen Charaktere und Nebenhandlungen. Diese haben zwar alle am Ende einen gemeinsamen Strang gefunden, aber bei nur 400 Seiten habe ich hier einfach die Tiefe und eine komplexere Auflösung vermisst. Wer die Serie „Bones“ mag, wird hier nicht enttäuscht, einen Vergleich mit Simon Beckett würde ich aber (noch) nicht wagen. Fazit: Ein gelungener Thriller aus Dänemark, der aber noch Steigerungspotential hat. Ich empfehle diesen Thriller allen Skandinavien Liebhabern und Fans von düsteren Geschichten! Ich freue mich auf einen Folgeband, der hoffentlich ein paar mehr Seiten hat, als dieses Debüt.

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Vita

Lotte Petri lebt in der kleinen Küstenstadt Hornbæk nördlich von Kopenhagen, wo sie sich ganz dem Schreiben widmet. Für »Teufelswerk« hat sie nicht nur mit der dänischen Kriminalpolizei zusammengearbeitet, sondern auch mit einem vom Papst anerkannten dänischen Exorzisten.

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