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The Homesman - Es führt ein Weg zurück Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-41817-2

Erschienen: 10.11.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Das Buch zum Kino-Ereignis mit Tommy Lee Jones, Hilary Swank und Meryl Streep

Amerika 1862 – irgendwo in Missouri: Das Leben der Siedler ist unerträglich hart. In diesen dunklen Zeiten zerbrechen vier Frauen an Einsamkeit und Hunger. Man beschließt, sie in den Osten zurückzubringen, in ein besseres Leben. Die resolute Mary Bee Cuddy wird ausgewählt, um den Treck zu führen. Doch sie weiß, dass sie allein keine Chance hat, und muss sich auf die Unterstützung des Abenteurers Briggs verlassen. Entschlossen treten sie den gefahrvollen Weg an, der durch die Weiten der gnadenlosen Wildnis führt ...

Glendon Swarthout (Autor)

Glendon Fred Swarthout, 1918 in der Nähe von Pinckney, Michigan geboren, schrieb 16 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten. Berühmt wurde er vor allem durch seine großen Western, die heute als Klassiker gelten. Viele seiner Bücher wurden erfolgreich in Hollywood verfilmt, u. a. mit John Wayne und Paul Newman. Swarthout verstarb 1992 in Scottsdale, Arizona, und wurde 2008 posthum in die Western Writers Hall of Fame aufgenommen.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Kollektiv Druck-Reif
Originaltitel: The Homesman
Originalverlag: Simon & Schuster

Bearbeitet von Kristof Kurz

Taschenbuch, Broschur, 368 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-41817-2

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 10.11.2014

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Abseits aller Westernidylle

Von: PonineT Datum: 17.09.2015

nichtnocheinbeautyblog.blogspot.de/

Das Leben im 19.Jahrhundert im Wilden Westen - jeder hat davon die cowboromantische Idylle von "Unsere kleine Farm" vor Augen. Doch die Winter sind lang und nicht jeder kommt mit den Strapazen zurecht, die einen im Niemandsland erwarten. Am Ende des Winters sind vier Frauen im wahrsten Sinne des Wortes verrückt geworden durch Krankheiten, Tod oder Gewalt - und damit eine Belastung für ihre Familien, die sich ihr neues Leben aufbauen. Es wird nicht darüber gesprochen, aber die Lösung liegt nahe, sie müssen weg. Zurück in den Osten, wo sie entweder von Verwandten betreut werden oder aber in einem Irrenhaus enden werden. Mary Bee Cuddy, eine unverheiratete Dreißigjährige, die dank harter Arbeit und selbstbewusstem Auftreten einigen Erfolg mit ihrer Farm hat, nimmt die Aufgabe an, den Treck zu führen. Sie holt sich den Landdieb George Briggs, gerade noch dem Strang entkommen, ins Boot respektive den Kastenwagen und ködert ihn mit der Aussicht auf 300 Dollar, wenn sie ihr Ziel erreichen ...

Ich hatte mir das Buch als Rezensionsexemplar ausgesucht, weil ich seit "True Grit" Western mag, die sich nicht mit der übrlichen Cowboy-Romantik befassen, sondern die andere Seite des Wilden Westens beleuchten. Ich hatte irgendwo im Hinterkopf, dass das Buch verfilmt worden ist (ist es auch mit Tommy Lee Jones und Hilary Swank) und dachte, es ist mal eine nette Abwechslung zu meinen sonstigen Lesegewohnheiten in diesem Jahr. Seit gestern Abedn habe ich es fertig und kriege es nicht mehr aus dem Kopf, denn die Geschichten sind schon sehr, sehr, sehr starker Tobak, die einem hier geboten werden. Anfangs dachte ich noch "wann erzählt er denn jetzt mal, was den Frauen passiert ist?" und als es dann so weit war, musste ich ziemlich schlucken. Das Leben an der frontier war geprägt von Krankheiten, aber dass das eben auch bedeutet, innerhlab von zwei Tagen drei Kinder zu verlieren, wobei der Arzt dir das auch knallhart sagt, das ist schwer nachvollziehbar für uns. Auch die völlig Durchgeknalltheit einer Frau, die vier Wölfe in ihrem Haus erledigen musste, bevor sie von ihnen selbst aufgefressen wird - das will man sich nicht vorstellen.

Swarthout erzählt diese Geschichte in sehr klaren und knappen Worten, die oftmals nicht die Motive oder Gedanken der PErsonen erfahren lassen, sondern einfach Fakten nenne. Der Leser muss sich dann selbst üebrlegen,w as er in dieser Situation wahrscheinlich tun würde, und letztlich sind so alle Motive der Figuren - selbst die, die man anfangs ablehnt - deutlich nachvollziehbarer, als würde man in die Köpfe reingeschmissen werden. Denn dann würde man vermutlich beim Lesen ebenso verrückt werden wie die Frauen im Buch, durch die Distanz des Autors jedoch gelingt ihm ein großes Stück Erzählkunst. Ich war beeindruckt von der Sprachlosigkeit, die sich letztlich durch das Buch zieht, auch wenne s wörtliche Rede gibt. Die Figuren sprechen kaum wirklich miteinander, ihre Beziehungen zueinander werden dennoch klar und deutlich herausgearbeitet. Vor allem Mary Bee ist eine unglaublich stark gezeichnete Figur, neben der die anderen doch ein wenig blass bleiben.

Eine totale Empfehlung für alle von euch!

Ein ganz besonderer Western

Von: Karthause Datum: 09.06.2015

https://karthause.wordpress.com/

„The Homesman“ ist ein Roman über die Pioniere der Besiedelung des amerikanischen Westens im Jahr 1862. Man lebte noch in Sodenhäusern und das Leben verlangte den Menschen viel, sehr viel ab, manchmal mehr, als sie zu ertragen in der Lage waren. Voller Hoffnungen begannen sie ihr Leben in der Wildnis. Dort waren die Siedler nicht nur den Naturgewalten ausgesetzt, auch Krankheiten und die Einsamkeit machten das Leben mitunter nur schwer erträglich. Besonders die Frauen litten unter den Bedingungen und nicht alle waren den Widrigkeiten gewachsen. Von vier dieser Frauen, die daran zerbrachen, erzählt Glendon Fred Swarthout in seinem Roman. Die Frauen waren aber nicht besonders zart besaitete Wesen, das Leben verlangte ihnen einfach mehr ab, als sie psychisch verkraften konnten. Ihre Männer wussten keinen anderen Rat, als einen Treck gen Osten zu organisieren.

Zugegeben, ein wirklich glühender Liebhaber von Wild-West-Romanen bin ich nicht. Trotzdem habe ich diesen unglaublich gern gelesen. Was war nun genau so fesselnd an diesem Roman?

„The Homesman“ ist keiner der üblichen von Wild-West-Romantik, Revolverhelden und Indianerüberfällen strotzenden Western. In ihm geht es vorrangig um das Leben und Leiden der Pioniere und die lange, beschwerliche und gefährliche Reise der Gescheiterten zurück in die Zivilisation. So grundverschieden die Schicksale der vier Frauen sind, so sehr ähneln sie sich auch. Mit viel Einfühlungsvermögen schildert Glendon Fred Swarthout das Geschehen, das zum Erkranken der Frauenseelen führte. Er hat damit das Bild einer Gesellschaft geschaffen, das weit entfernt von jener gängigen Western-Idylle a la Karl May oder John Wayne ist. So kommt dieser Roman (fast) völlig ohne Schießereien aus, was nicht bedeutet, dass er nicht hart ist. Die darin vorkommende Härte ist anders, es ist die des Lebens der amerikanischen Pioniere, die sehr authentisch wirkend und intensiv beschrieben wurde.

The Homesman hat mich stark beeindruckt, weil er auf mich so real und glaubhaft wirkte, so intensiv war und über eine sehr dichte Atmosphäre verfügt. Mit den geschilderten Problemen und Grausamkeiten, auch besonders denen im Umgang mit den psychisch kranken Frauen, konnte ich gut umgehen, wurden diese doch nicht des Effektes wegen beschrieben, sondern gehörten untrennbar zur Besiedelung des Westens. Es war zwar nicht immer leicht, davon zu lesen, doch öffnete sich damit auch ein völlig neuer Blick auf die damalige Zeit, die von Pioniergeist, Mut und unbändigem Willen geprägt war.

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