Tod in Weimar

Kriminalroman

(6)
Taschenbuch
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In der »Villa Gründgens«, dem Weimarer Alterssitz für Bühnenkünstler, wird die Probenarbeit des »Schiller-Zirkels« jäh unterbrochen: Aus der greisen Theatergruppe stirbt unter mysteriösen Umständen einer nach dem anderen. Roman Kaminski, Kutscher und Stadtführer in der Goethe-Stadt, sieht sich gezwungen, der rätselhaften Todesserie auf den Grund zu gehen. Doch der ehrgeizige Kommissar Westphal scheint Kaminski in der Hand zu haben, der zu allem Überfluss auch noch zwischen zwei Frauen steht.


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Tod in Weimar
Originalverlag: Knaus, München 2015
Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10146-8
Erschienen am  14. August 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der Tod lächelt uns alle an

Von: Jules Barrois

29.04.2016

Vor kurzem hatte ich das Vergnügen Dominique Horwitz an einem seiner Brel-Abende als Sänger zu genießen. Dynamisch, sinnlich, dramatisch, anrührend, bedingungslos leidenschaftlich, frech, witzig, mitreißend – ein unvergessliches Erlebnis. Da kam mir sein Debüt-Roman „Tod in Weimar“ gerade recht. Um es kurz und knapp auszudrücken: Dominique Horwitz schreibt genauso wie er singt. Um was geht es: Roman Kaminski, ein Eremit und Eigenbrötler, war ehemals Schauspieler. Jetzt lebt er als Kutscher und Reiseführer in Weimar. Dort gibt es die Villa Gründgens, ein Alterssitz für Bühnenkünstler. Und dann stirbt auf einmal der Hausmeister dieser Seniorenresidenz. Trixi Muffinger, die Leiterin, bittet Roman Kaminiski dessen Aufgaben zu übernehmen. Doch irgendetwas scheint nicht zu stimmen: plötzlich stirbt einer nach dem anderen. Was geht hier vor sich? Welche Rolle spielt der Arzt des Hauses? Und was hat Trixi Muffinger zu verbergen? Kaminski ermittelt auf eigene Faust. Die teils skurrilen Charaktere sind herrlich skizziert. Ob die Leiterin der Villa Gründgens, Trixi Muffinger oder Laura Hartmann, die Wirtin der Wilhelm-Meister-Schänke; ob Mucken-Michi oder der olle Bamberger, und nicht zu vergessen die köstlichen alten Villa-Insassen von der Staatsschauspielerin Elfriede Sasse über Wuttke, die Stimme des Volkes bis hin zu Oberst Lehndorff, die Rache der Vertriebenen und Werktätigen, bei allen weiss Dominique Horwitz wovon er redet. Einfach lebensecht und mit Tiefgang. Besonders gelungen scheint mir Roman Kaminski zu sein. In ihm steckt viel von Dominique Horwitz. Nicht nur vom Äußeren her. „Die abstehenden Ohren und das kurz geschorene Haar machten ihn allerdings nicht gerade zu einem George Clooney.“ (Seite 14) Und natürlich Frettchen, ein 14-jähriges Mädchen. Aber lesen sie selbst. Dominique Horwitz erfreut seine Leser mit einer sehr guten Geschichte um Liebe, Tod, Alter, Politik und Vergangenheit. Das ganz wohl verpackt in die klassische Kulisse von Weimar. Und der Lokalkolorit dieser Stadt ist dem Autor besonders gut gelungen. Der Roman ist gut aufgebaut, weitgehend aus Sicht des Kutschers/Hausmeisters Roman Kaminski erzählt. So ist der Leser immer genau auf der Höhe des Geschehens, ohne mehr zu wissen als der Erzähler. Das Buch führt uns auf viele falsche Fährten bis hin zum überraschenden Ende. Eine gute Mischung aus Spannung und Unterhaltung. Frech und witzig. Humorvolle und doppelsinnig. Abwechslungsreich, spannend, mit viel Herz und augenzwinkernder Ironie. Dominique Horwitz ist Schauspieler und Sänger, Vorleser und Regisseur. Jetzt auch Autor. Und alles kann er gleich gut. Ich freue mich auf die Fortsetzungen seiner „Schreibe.“ Ein ausgesprochenes Lesevergnügen mit hinreißenden Dialogen. Sehr zu empfehlen.

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Erstklassiges Debüt

Von: Lesendes Federvieh

03.03.2016

Der ehemalige Schauspieler Roman Kaminski verdient sich seine Brötchen als Kutscher und Reiseführer in Weimar. Doch sein gemächliches Leben ändert sich schlagartig, als ihn Trixi Muffinger, die Leiterin des örtlichen Seniorenheimes "Villa Gründgens" bittet, für den unter ungeklärten Umständen verstorbenen Hausmeister dieser Einrichtung einzuspringen. Leider bleibt es nicht bei diesem Todesfall, das Sterben unter den betagten Bewohnern geht weiter. Zusammen mit dem ihm verhassten Kommissar Marc Westphal versucht Kaminski Licht ins Dunkel zu bringen... Dies ist das Erstlingswerk von Dominique Horwitz, den ich bisher vor allem als hervorragenden Schauspieler kannte. Ich finde, sein Debütkrimi kann sich sehen lassen. Die Handlung ist gut durchdacht und logisch aufgebaut. Spannung bieten für mich dabei nicht nur die Krimielemente, sondern auch die Einblicke in Literatur und Geschichte. Das alles verpackt in einer lebendigen Sprache mit spritzigen Dialogen, lassen keine Langeweile aufkommen. Gerade die Szenen und Gespräche mit Frettchen sind für mich immer wieder ein Highlight und zwar im witzigen, wie auch im nachdenklichen Sinne. Zum Lesevergnügen tragen ebenso die gut ausgearbeiteten, teils skurrilen Charaktere bei. Besonders die oftmals schrulligen Bewohner des Seniorenheimes finde ich klasse. Auch Roman Kaminski selbst ist eine sympathischer Figur mit Ecken und Kanten. Als großer Fan von Zitaten wurde ich in diesem Buch fast schon ein wenig überversorgt. Dennoch habe ich mich jedes Mal gefreut, wenn ich wieder ein Zitat entdeckt hatte. Insgesamt habe ich diesen Krimi gerne gelesen, denn die Mischung aus Spannung und Unterhaltung passt hier perfekt zusammen. Sollte es einen weiteren Roman von Dominique Horwitz geben, werde ich ihn sicher lesen.

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Vita

Dominique Horwitz, geboren 1957 in Paris, ist Schauspieler, Regisseur und Sänger. Neben zahlreichen Filmrollen („Stalingrad“, „Der große Bellheim“) spielte er unter anderem am Thalia-Theater in Hamburg, am Berliner Ensemble und am Schauspielhaus Zürich. Bei Dreharbeiten in Weimar lernte er seine Frau kennen, seitdem sind Weimar und Thüringen sein Zuhause. „Tod in Weimar“ ist sein erster Roman.

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24. Feb. 2019

Kultur im Schloss

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Chanson d’Amour

30. März 2019

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31. März 2019

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05. Mai 2019

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Tod in Weimar

03. Aug. 2019

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07. Sep. 2019

Lesung mit Dominique Horwitz

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07. Dez. 2019

Lesung

19:00 Uhr | Weimar | Lesungen & Events
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