VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Todesstiche Roman

Kundenrezensionen (3)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 8,99 [D] inkl. MwSt.
€ 9,30 [A] | CHF 12,50*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-48367-9

Erschienen: 21.12.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Service

  • Biblio

Sie ist ein UNSCHULDIGER Engel. Sie ist eine eiskalte Mörderin. Die Wahrheit kennt nur sie selbst.

Der Anruf kommt mitten in der Nacht und bringt die heile Welt von Jennifer Lewis zum Einsturz. Ihre Tochter Emma, die sich als Austauschstudentin in Sevilla aufhält, sitzt in Untersuchungshaft, nachdem ein junger Mann in ihrer Wohnung brutal erstochen wurde. Emma erklärt, mit dem Mord nichts zu tun zu haben, und Jennifer reist sofort nach Spanien, um ihrer Tochter beizustehen. Doch je mehr sie dort über das Leben erfährt, das Emma führte, desto schmerzlicher wird ihr bewusst, wie wenig sie ihr eigenes Kind kennt. Belagert von der Presse und gefangen zwischen Hoffnung und Verzweiflung setzt Jennifer alles daran, Emma aus dem Gefängnis zu holen. Unterdessen wachsen die Zweifel an deren Version der Ereignisse ...

Nina Darnton (Autorin)

Nina Darnton hat lange Jahre als Journalistin gearbeitet, unter anderem für die New York Times, die New York Post, Newsweek und National Public Radio. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schriftsteller und Journalisten John Darnton, verbrachte sie viele Jahre im Ausland – Nigeria, Kenia, Polen, Spanien und Großbritannien – und nutzt diese Erfahrungen heute für ihre Romane. Nina Darnton lebt in New York.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Eva Bonné
Originaltitel: The Perfect Mother
Originalverlag: Plume

Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48367-9

€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 21.12.2015

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Die perfekte Mutter

Von: Rezifeder Datum: 01.03.2016

www.rezifeder.blogspot.de/

Die ehemalige Schauspielerin Jennifer führt ein glückliches Familienleben in Philadelphia mit ihrem Ehemann Mark und den drei Kindern Emma, Lily und Eric, bis ein nächtlicher Anruf die heile Welt zusammenbrecht lässt: Die einundzwanzigjährige Emma, seit acht Monaten als Austauschstudentin im spanischen Sevilla, wurde in einen Mordfall verwickelt und in Haft genommen.

Sofort fliegt Jennifer zu ihrer Tochter, während Mark später nachkommen will. Jennifer erfährt, dass in Emmas Wohnung ein junger Mann erstochen wurde. Laut Emmas Aussage wollte er sie vergewaltigen, ehe ein Passant von der Straße sich Zugang verschaffte und ihn in Notwehr tötete. Da Emmas Retter als Algerier Ärger mit den Behörden fürchtete, flüchtete er, ohne eine Aussage zu machen oder Kontaktdaten zu hinterlassen.

Jennifer glaubt ihrer Tochter und hofft, dass mit Hilfe des spanischen Anwaltes José und dem Privatermittler Roberto bald alles geklärt und ausgestanden ist. Doch die Polizei entdeckt Widersprüche in Emmas Aussagen. Bald erfährt Jennifer, dass Emma in Spanien längst nicht das mustergültige Leben führte, das sie vorgab. Sie ist hin- und hergerissen, ob sie ihrer Tochter glauben soll ...

Bewertung:

Die Grundhandlung von Nina Darntons "Todesstiche" lässt unweigerlich an die realen Ereignissen um den Mordfall Meredith Kercher im italienischen Perugia denken. 2007 wurde die amerikanische Austauschstudentin Amanda Knox gemeinsam mit ihrem damaligen Freund Raffaele Sollecito des Mordes an Amandas WG-Partnerin Meredith beschuldigt, die in der Wohnung erstochen wurde. Während die italienischen Medien Knox als gefährliche Femme fatale stilisierten, erfuhr die Studentin seitens der heimischen Presse überwiegend deutliche Verteidigung. Nach einigem juristischen Hin und Her sowie fehlerhaften Ermittlungen wurden Knox und Sollecito mittlerweile letztinstanzlich freigesprochen, wenngleich die öffentliche Diskussion um den Fall und die Spekulationen über eine mögliche Beteiligung noch lange nicht abgeebbt sind.

In Nina Darntons Roman dreht sich das Geschehen gleichfalls eine einundzwanzigjährige amerikanische Austauschstudentin, in deren Wohnung jemand erstochen wurde. Während die amerikanischen Medien Emmas Version vehement unterstützen, wird die junge Frau von italienischen Medien als promiskes Partygirl porträtiert. Freilich gibt es auch genug Unterschiede zum Kercher-Mordfall, sodass nur von einer losen Inspiration gesprochen werden kann und keinesfalls von einer belletristischen Adaption. Im Fokus steht hier, wie der Originaltitel "The perfect mother" verrät, zudem weniger Emma Lewis als vielmehr ihre Mutter Jennifer. Der Roman dreht sich einerseits um die Frage, ob Emma schuldig ist und ob sie verurteilt wird und andererseits darum, welche Sichtweise Jennifer einnimmt. Während Ehemann Mark sich rasch an frühere Verfehlungen Emmas erinnert und sie nicht per se für unschuldig hält, beharrt Jennifer sehr lange auf dieser Ansicht. Der Leser wiederum zieht seine eigenen Schlüsse, die nicht notwendigerweise mit Jennifers übereinstimmen.

Die Stärke des Romans ist seine Spannung, die dazu einlädt, die knapp 300 Seiten an ein, zwei Tagen herunterzulesen. Durch den recht geradlinigen Verlauf, der keine besondere Konzentration erfordert, eignet sich "Todesstiche" etwa sehr gut als Lektüre für Bahnfahrten. Nachdem Emma ihre Version dargeboten hat, ergeben sich im Verlauf der nächsten Wochen immer wieder neue Ungereimtheiten, die allerdings nicht zwingend so eindeutig sind, dass Emma als Lügnerin überführt wäre. Ihre konkrete Rolle und der genaue Ablauf der Tatnacht sind dementsprechend sehr lange offen; das Hin und Her zwischen den Vorwürfen und entlastenden Erklärungen wird fesselnd dargeboten, der Unterhaltungsfaktor ist hoch. Gelungen ist zudem die Darstellung Sevillas; es fließen einige Informationen zur Stadt und ihrem Flair ein.

Weniger überzeugend ist das Werk indessen in Sachen Charakterzeichnung. Weder Jennifer noch Emma sind sonderlich sympathisch. Anfangs ist es noch sehr verständlich, dass Jennifer fest an ihre Tochter glaubt; allerdings nervt diese Naivität nach einer Weile, nachdem einige Lügen und frühere Verfehlungen Emmas aufgetaucht sind und Jennifer ein wenig die Augen geöffnet haben sollten. Es wäre sicherlich reizvoller gewesen, wenn Emma dem Leser sympathisch wäre, damit man besser mit ihr mitfiebern kann. Sie präsentiert sich allerdings in erster Linie als verwöhnt und bockig, ihr Schicksal geht nicht wirklich ans Herz - phasenweise wünscht man ihr beinah, der Beteiligung überführt zu werden.

Mark Lewis ist nicht unsympathisch, aber er bleibt blass und wirkt gleich bei seinem ersten Auftreten unrealistisch: Als er und Jennifer mitten in der Nacht von einer verstörten Emma in wenigen Sätzen über die Situation informiert werden, reagiert Jennifer angemessen geschockt, Mark dagegen so souverän und ruhig, dass es irritiert. Ein grundsätzlich interessanter Charakter ist der Privatermittler Roberto, der auf Jennifer eine sehr beruhigende Wirkung hat und ihr Hoffnung schenkt. Allerdings ist es eher unnötig, dass Jennifer bei allen Schwierigkeiten auch noch unangemessene Gefühle für ihn entwickelt.

Fazit:

Wenn man keine hohen Erwartungen in Sachen Charakterzeichnung hat, erwartet den Leser ein kurzweiliger und spannender Thriller, der zur schnellen Lektüre einlädt.

Absolut spannend

Von: BloodyBird Datum: 17.02.2016

https://www.facebook.com/BloodyBirds-Buchgewusel-437930603059293/?ref=bookmarks

Rezension zu "Todesstiche" von Nina Darnton

Klappentext : Der Anruf kommt mitten in der Nacht und bringt die heile Welt von Jennifer Lewis zum Einsturz. Ihre Tochter Emma, die sich als Austauschstudentin in Sevilla aufhält, sitzt in Untersuchungshaft, nachdem ein junger Mann in ihrer Wohnung brutal erstochen wurde. Emma erklärt, mit dem Mord nichts zu tun zu haben, und Jennifer reist sofort nach Spanien, um ihrer Tochter beizustehen. Doch je mehr sie dort über das Leben erfährt, das Emma führte, desto schmerzlicher wird ihr bewusst, wie wenig sie ihr eigenes Kind kennt. Belagert von der Presse und gefangen zwischen Hoffnung und Verzweiflung setzt Jennifer alles daran, Emma aus dem Gefängnis zu holen. Unterdessen wachsen die Zweifel an deren Version der Ereignisse ...(Quelle : Randomhouse Bloggerportal)

Cover : Wer mich kennt, weiß, dass ich absoluter Fan von gelungenen Covern bin und normaler weise keine eigene Kategorie in meinen Rezis dafür einbaue, dennoch muss ich bei diesem Buch etwas näher auf das Cover eingehen, ebenso allerdings auch auf den Titel.
Denn was dieses Buch mit Todesstichen zu tun hat, außer, dass ein junger Mann erstochen wurde oder mit Bienen, wie eine auf dem Cover gezeigt wird, ist mir bis jetzt ein Rätsel. Originaltitel des Buches lautet "the Perfect mother" , was bedeutend besser den Inhalt beschreibt. Und die Biene, tja, ich schüttele den Kopf und sage ganz ehrlich, lasst euch von der Biene nicht verwirren. Sie spielt weder die Hauptrolle, noch die Nebenrolle, noch habe ich nicht im entferntesten ein Insekt in diesem Buch erwähnt gefunden.

Zum Aufbau : Dieses Buch ist ein absoluter Pageturner, er fängt ab Seite eins an. Sofort, mitten in der Nacht, wird der Leser ins Geschehen geworfen. Lernt Jennifer und ihren Mann Mark und die Tochter Emma kennen.
Emma ruft verzweifelt aus Sevilla ihre Mutter an, die daraufhin den ersten Flug zu ihr nimmt, denn Emma wurde wegen Mordverdachtes verhaftet.
Jennifer dachte immer sie sei die perfekte Mutter gewesen, hätte drei perfekte Kinder groß gezogen und ist mächtig stolz auf sich und die Kinder gewesen.
Sie glaubt Emma jedes Wort, von vorn bis hinten. Doch als Mark in Sevilla ankommt, der übrigens Anwalt ist, merkt auch Jennifer langsam, dass die Geschichte von ihrer Tochter so nicht stimmen kann.
Der Leser wird immer mehr in den Bann dieses Buches gezogen, es bleibt spannend. Gibt absolut nicht eine unspannende Seite.
Alle Charaktere waren mir sehr sympathisch.

Was mir gut gefallen hat : Die Geschichte bricht, wie schon gesagt, gleich mit der ersten Seite an.
Es ist eine sehr durchdachte Geschichte, der Schreibstil einfach und flüssig lesbar.

Nicht so gut gefallen hat mir : Das Cover, entschuldigt, aber für ein Cover, das absolut nicht zur Story passt und dann noch den irgendwie vollkommen aus der Luft gegriffenen Titel, muss ich einen Stern abziehen und lande somit bei 4 sehr sehr guten Sternen.

Fazit : Ihr müsst das lesen!!

Voransicht