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Tote Mädchen lügen nicht Roman

Kundenrezensionen (17)

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-47656-5

Erschienen: 20.02.2012
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Es brauchte nicht viel, um die Schülerin Hannah in den Selbstmord zu treiben. Es braucht unendlich viel, um mit ihrem Tod leben zu können

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...

Zum Special über »Tote Mädchen lügen nicht«

Jay Asher (Autor)

Jay Asher ist der Autor des weltweiten Millionenbestsellers »Tote Mädchen lügen nicht«, der in 37 Länder verkauft, u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde und wochenlang die Spiegelbestsellerliste besetzte. Der Roman wird als 13-teilige Serie auf Netflix ausgestrahlt. Sein zweiter Jugendroman, »Wir beide, irgendwann«, entstand in der Zusammenarbeit mit der Co-Autorin Carolyn Mackler. Jay Asher lebt in Kalifornien, wo auch sein neuester Roman »Dein Leuchten« spielt.

www.jayasher.blogspot.com


Knut Krüger (Übersetzer)

Knut Krüger, geboren 1966, arbeitete nach seinem Germanistik-Studium im Buchhandel und Verlagswesen. Er ist heute freier Autor, Lektor und Übersetzer für englische und skandinavische Literatur. Lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in München.

Aus dem Amerikanischen von Knut Krüger
Originaltitel: 13 Reasons Why
Originalverlag: Penguin US

Taschenbuch, Klappenbroschur, 288 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-47656-5

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 20.02.2012

  • Leserstimmen

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Spannend, beklemmend und auch etwas gewöhnungsbedürftig

Von: Carolin Stürmer Bücherwanderin Datum: 21.02.2017

www.buecherwanderin.de

Hierbei handelt es sich um eine Hörbuch-Rezension!!


Wenn tote Menschen zu einem sprechen...

Ich stelle es mir persönlich ganz schön gruselig vor, wenn ich eines Tages Musikkassetten vor meiner Haustür fände, die auch noch von einem toten Mädchen besprochen wurden. Ich glaube, so erging es auch Clay Jensen, der aus der Schule kommend, ein Päckchen mit besagtem Inhalt vorfindet. Die Stimme gehört Hannah Baker, die vor 14 Tagen Selbstmord beging. Auf den Kassetten erzählt sie nun ihre Geschichte und nennt 13 Personen bzw. Gründe, warum sie sich schlussendlich für den Freitod entschieden hat. Clay Jensen ist einer davon, denn auch ihm hat Hannah eine Geschichte gewidmet. Mit einem beklemmenden Gefühl hört sich Clay alle Kassetten an und wird dabei von der Toten zu allen Schauplätzen geschickt.

Hanna Baker ist neu in der Stadt und freundet sich vermeintlich schnell mit einigen an. Das sie viele Monate später zu einem der größten Außenseiter der Schule wird, ahnte sie bis dato nicht. Anhand vielen kleinen Ereignissen erfährt Hannah, was Mobbing und falsche Gerüchte anrichten können. Ob es nun eine falsch verstandene Hot or Not-Liste ist oder Gerüchte darüber, sie sei eine Schlampe. Es sind die kleinen Dinge, die für Hannah ganz groß sind und schlussendlich in eine Katastophe enden.

Hannah bekommt ihre Stimme in diesem Hörbuch von Shandra Schadt, die der Protagonisten eine beängstigende aber auch fesselnde Ausstrahlung verleiht. Shandra schafft es, dass die Wut, die Trauer und die Hilflosigkeit des Mädchen vollends in mein Ohr dringt und eine teilweise auch sehr bedrückende Atmosphäre schafft. Ich finde die Umsetzung sehr gelungen und muss die Sprecherin hier mal außerordentlich loben. Da wo kein Leben mehr vorhanden ist, schafft es Shandra Schadt, durch die verschiedenen Emotionen Leben einzuhauchen.

Clay Jensen war heimlich in Hannah Baker verliebt und muss sich nun mit anhören, was dieses Mädchen in den Tod getrieben hat.Hannah schickt ihn mit Hilfe der Kassetten und einer Karte durch die Stadt und lässt ihn sämtliche Orte aufsuchen, an denen Hannahs Entscheidung immer mehr Gewicht verliehen wird. Für Clay ist es eine Tortur ohne Gleichen, den er weiß nicht, was er getan haben soll, dass Hannah ihm eine Kassette widmete.

Robert Stadlober kenne ich aus dem Film "Crazy" und er macht seine Sache als Clay Jensen sehr gut. Seine Rolle in dieser Geschichte ist sehr gruselig, nicht weil Clay ein übler Kerl ist. Nein. Es ist die Situation, in die Clay hineingeschleudert wird. Stadlober versteht es sehr gut diese befremdliche Atmosphäre zu erzeugen. Man spürt Clays Ängste und Trauer, aber an manchen Stellen hätte ich mir von Stadlober mehr Emotionalität in der Stimme gewünscht. Manchmal war es mir einfach zu monoton.

Jay Asher wurde mir schon öfters ans Herz gelegt, weshalb ich dieses Hörbuch endlich mal in Angriff nahm. Zumal ja auch bald eine Serienverfilmung auf Netflix erscheinen wird. Daher war ich nun sehr gespannt auf die Story, die dem Autor sehr gut gelungen ist. Die gesamte Stimmung und Atmosphäre ist sehr bedrückend aber auch bemerkenswert bizarr, dass ich bis zur Mitte des Hörbuchs noch gar nicht richtig wusste, ob ich das Buch mag oder nicht. Aber dadurch, dass die Geschichte so fesselnd ist, konnte ich nicht aufhören und musste einfach dran bleiben. Man erfährt hier, wie schnell Neid, Missgunst und ganz einfach die Arroganz von anderen Leuten, manche Menschen so sehr zusetzen, dass diese keinen anderen Ausweg mehr finden. Außenseiter gibt es überall und man sollte stets ein Auge auf sie haben. Aufmerksam durch die Welt gehen... Das lernt Clay aus dieser Geschichte und ich denke, dass sollte jeder von uns lernen.

Dieses Hörbuch ist von der Geschichte her sehr gewöhungsbedürftig und beklemmend. Andersrum aber auch wieder sehr spannend und lässt einen nicht mehr los. Jay Ashers "Tote Mädchen lügen nicht" ist bizarr, befremdlich und regt auch zum Nachdenken an. Einzig die zeitweise mir zu montone Stimmlage des Sprechers ist Schuld am Punktabzug. Ansonsten kann ich dieses Hörbuch jedem empfehlen, der spannende Jugendbücher lesen/hören mag und auch vor ernsteren Themen nicht zurückschreckt.

Vom Suchen und Finden der Schuld

Von: Denise Datum: 21.01.2017

www.tapsisbuchblog.blogspot.de

Clay bekommt eine geheimnisvolle Schachtel. Der Inhalt: 13 Kassetten. Aus reiner Neugierde hört er in die Kassetten rein und erkennt schnell, dass sie von seiner toten Mitschülerin Hannah stammen. Hannah beginn Selbstmord. Und auf den Kassetten erklärt sie, wie es dazu kam. Und dass auch Clay Schuld daran hat...

"Tote Mädchen lügen nicht" ist ein Jugendthriller von Jay Asher und konnte mich leider nicht vom Hocker reißen. Ich hatte mir das Buch aufgrund der vielen positiven Stimmen gekauft und muss nun sagen: es lohnt sich einfach nicht.

Die Geschichte wird von Clay selbst erzählt. Der Jugendliche nimmt den Leser mit auf einen Trip durch seine Heimatstadt, ständig von Hannahs Stimme im Ohr begleitet. Das junge Mädchen hat sich selbst getötet, getrieben vom Mobbing ihrer Mitschüler. Und so wie Clay ist sich keiner der Beschuldigten einer Schuld bewusst. Es war doch nur alles ein Spaß. Ein Spaß, der für das Opfer tötlich endete. Doch nicht nur Clay kommt zu Wort, man kann auch jedes einzelne Wort Hannahs nachlesen, denn der Inhalt der Kassetten wird geschickt in die einzelnen Kapitel eingewoben. Diese Art des Erzählens hat mir sehr gut gefallen und ich fand es spannend, sowohl Hannahs Sicht der Dinge zu lesen, als auch Clays direkte Reaktion darauf.

Und dennoch konnte mich das so wichtige Thema Mobbing nicht fesseln. Ich habe mich selbst schon häufiger mit der Thematik auseinander gesetzt, verschiedene Bücher dazu gelesen und muss sagen, dass Jay Asher es in meinen Augen nicht schafft, diesem Thema gerecht zu werden. Das liegt vor allem daran, dass Clay auf mich einfach nur langweilig, durchschnittlich und an manchen Stellen weinerlich wirkt. Ich konnte zu ihm keinerlei Bindung aufbauen. Und auch Hannah bleibt mir fern. Ich empfand ihre Idee mit den Kassetten als großartig, jedoch erzählt sie für mich dröge, eintönig und leider auch zu kryptisch. Bis zur Hälfte des Buches konnte ich zwar erkennen, was sie belastet haben mochte, doch den wirklichen Leidensdruck, den sie zweifellos gespürt haben musste, konnte ich nicht erkennen.

Daher landete der Roman auch nach über der Hälfte in der Ecke. Meine Neugierde, wer wie an Hannahs Tod beteiligt war, ging gegen Null, ich langweilte mich von Satz zu Satz mehr und auch der leichte Erzählstil des Autors konnte daran nichts ändern. Ich spürte weder Ärger über die Mobber, noch Mitgefühl mit dem Opfer noch Reue bei den Tätern. Nichts dergleichen.

Fazit: Töte Mädchen lügen zwar nicht, aber sie machen es auch nicht spannend. Schade.

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