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Über Meereshöhe Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-41109-8

Erschienen: 10.02.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Zwei bewegende Familienschicksale, unwiderstehlich verdichtet und mit großer Sensibilität erzählt

1979 - zwei Menschen, die sonst nichts miteinander gemein haben, auf dem Weg zu einem hermetisch abgeriegelten Hochsicherheitsgefängnis, das wie eine Hazienda aussieht: Luisa, die in der Toskana einen kleinen Bauernhof führt und ihre fünf Kinder allein großzieht, besucht ihren Mann. Weil er in einem Wutausbruch einen Gefängniswärter umbrachte, wurde er kürzlich von einem normalen Gefängnis hierherverlegt. Paolo hingegen, ein vorzeitig pensionierter Philosophielehrer, wird auf dieser nach Salz, Feigen und Blumen duftenden Gefängnisinsel seinen einzigen Sohn treffen, der in den Terrorismus abgeglitten ist.

Francesca Melandri (Autorin)

Francesca Melandri, geboren in Rom, schrieb zahlreiche Drehbücher für Fernseh- und Kinofilme ("Prinzessin Fantaghiró", "Bergkristall - "Verirrt im Schnee" u.a.). Ihr erster Roman - "Eva schläft" - erzählte von einer großen Liebe vor dem Hintergrund der wechselhaften Geschichte Südtirols, wo die Autorin 15 Jahre lebte, und war in Italien und Deutschland ein großer Erfolg. "Più alto del mare", so der Originaltitel ihres neuen Buches, wurde von der italienischen Kritik einhellig als Meisterwerk gefeiert.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Italienischen von Bruno Genzler
Originaltitel: Piu alto del mare
Originalverlag: Blessing

Taschenbuch, Broschur, 256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-41109-8

€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 10.02.2014

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Francesca Melandri: Über Meereshöhe

Von: Tanja Datum: 24.04.2015

wort-welten.blogspot.de/

ZUSAMMENFASSUNG:
Noch nie zuvor hat Luisa - Bäuerin und Mutter von fünf Kindern - das Meer gesehen. Dass sie es erstmals zu Gesicht bekäme, weil sie ihren Mann in einem Hochsicherheitsgefängnis auf einer Insel vor der italienischen Küste besuchen würde, hätte sie sich damals, als sie ihn, verliebt und hingerissen von ihm, heiratete, nie träumen lassen. Doch so ist es nun einmal. Als er damals, im Alkoholrausch den Mann totschlug, war das der Weg, der von nun an vor ihr lag - immer und immer wieder Besuche bei ihm im Gefängnis. Da ist der Anblick des Meeres nur ein kleiner Trost, wenngleich sie doch auch erleichtert ist, zu wissen, dass er das Gefängnis nie mehr verlassen wird.

Für Paolo ist es nicht das erste Mal, dass er seinen Sohn in jenem Gefängnis auf der Insel besucht. Leider. Denn ganz gleich, wie viel Zeit auch verstreicht, schafft er es doch noch immer nicht, recht zu begreifen, wie das alles passieren konnte. Wie sein Sohn, sein einziges Kind, der Junge, mit dem er so viel Zeit verbrachte, Menschenleben nehmen und jenem kleinen Mädchen, dessen Foto damals beim Prozess durch die Presse ging, den Vater entreißen konnte. Er wird es nie verstehen. Doch genauso wenig kann er einfach damit aufhören, seinen Sohn zu lieben. Aber dieser eine Besuch bei ihm ist anders. Dieses Mal ist Luisa dabei und ein Sturm zeiht auf und hält die beiden auf der Insel fest, wo sie die Nacht bei einem der Wärter verbringen müssen ...

FAZIT:
Es ist eine ganz besondere Reise, auf die Francesca Melandri ihre Leser in Über Meereshöhe mitnimmt. Eine Reise, die sowohl das Leben von Luisa, als auch das von Paolo für immer verändern wird. Denn die beiden stellen auf eine unglaublich berührende Weise dar, dass nicht nur die Opfer von Paolos Sohn oder Luisas Mann jemanden verloren haben. Dass es nicht das Schlimmste ist, wenn man einen geliebten Menschen an den Tod verliert. Besagten Menschen an Fanatismus oder unbezähmbare Aggression zu verlieren, kann so viel schlimmer sein als das. Weil der Mensch, den man liebt, dann noch lebt und doch nicht der ist, in den man sich einmal als junges Mädchen oder als frisch gebackener Vater verliebt hat.

Melandris Charaktere - Luisa, Paolo und sogar der Vollzugsbeamte Nitti Pierfrancesco - tragen die Geschichte und sind noch dazu auf eine Weise natürlich und einfach echt, dass man sie auf Anhieb verstehen und nachvollziehen kann. So entwickelt sich ein ganz und gar rundes Gesamtbild, das zu lesen einem ein leises Lächeln auf die Lippen zaubert, ganz gleich, was auch kommt. Ganz einfach, weil man Paolo und Luisa, so verschieden sie auch sein mögen, lieb gewinnt. Und auch Nitti, der zwar seine Fehler hat, jedoch im Grunde ein tiefguter Mensch ist. Der einzige Fehler findet sich in meinen Augen nur in dem, was sich auf der Rückfahrt von der Insel mehr oder weniger ereignet. Für mich passte das einfach nicht ins Bild dieser wunderbaren, so ganz und gar neuen Freundschaft. Sonst jedoch ein wirklich wunderbares Buch, das ich sehr gerne gelesen habe.

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