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Um Leben und Tod Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern
Ein SPIEGEL-Buch

Kundenrezensionen (9)

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-328-10067-6

NEU
Erschienen: 13.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch, eBook (epub)

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Wie arbeitet ein Hirnchirurg? Wie fühlt es sich an, in das Organ zu schneiden, mit dem Menschen denken und träumen? Und wie geht man damit um, wenn das Leben eines Patienten von der eigenen Heilkunst abhängt? Operationen am Innersten des Menschen sind immer mit unkalkulierbaren Risiken verbunden. Henry Marsh, einer der besten Neurochirurgen Großbritanniens, erzählt beeindruckend offen, selbstkritisch und humorvoll von den Ausnahmesituationen, die seinen Arbeitsalltag ausmachen. Seine Geschichten handeln vom Heilen und Helfen, vom Hoffen und Scheitern, von fatalen Fehlern und von der Schwierigkeit, die richtige Entscheidung zu treffen.

"Bekenntnisse eines Hirnchirurgen" - Rezension auf spiegel.de

"Heilen, hoffen, scheitern" - huffingtonpost.de

"Einblick in ein krankes Gesundheitssystem" - deutschlandfunk.de

Henry Marsh (Autor)

Henry Marsh, geboren 1950, ist einer der renommiertesten Hirnchirurgen Englands. Vor seinem Medizinstudium am Royal Free Hospital in London hat er Wirtschaft, Politik und Philosophie in Oxford studiert. Über ihn und seine Arbeit sind zwei preisgekrönte TV-Dokumentationen gedreht worden. 2010 wurde ihm der britische Verdienstorden verliehen. Seit 2015 ist er im Ruhestand. Für sein Buch "Um Leben und Tod ist" ist Marsh mit dem PEN Ackerly Prize 2015 ausgezeichnet worden.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Englischen von Katrin Behringer
Originaltitel: Do No Harm: Stories of Life, Death and Brain Surgery
Originalverlag: W&N, London 2014

Taschenbuch, Broschur, 368 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-328-10067-6

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

NEU
Erschienen: 13.03.2017

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Neurochirurgischer Grusel

Von: Belana Hermine Datum: 28.03.2017

belanahermine.wordpress.com

Inhalt

Wer Gruselfilme grundsätzlich mag, sie aber ein wenig hart findet, der könnte in diesem Buch angemessen viel Grusel finden, denn gruselig ist es allemal, was Herr Marsh hier berichtet.

In 26 kurze Kapitel unterteilt stellt Herr Marsh anhand von Fallbeispielen aus seiner Praxis verschiedene Erkrankungen des Gehirns vor und beschreibt, wie er sie operativ behandelt hat. Das Blut kriecht über das Papier, wir werden hineingezogen in das Bangen und Hoffen, in die Enttäuschung, aber auch in die Triumphe des Arztes und seiner Patienten.

Parallel dazu erfahren wir viel aus dem Klinikalltag. In der Zeitfolge betrachtet scheinen die Restriktionen und Schwierigkeiten, mit denen das Klinikpersonal aufgrund von rechtlichen Regelungen und dem Streben nach höchster Effizienz auch im Gesundheitswesen zu kämpfen hat, zugenommen zu haben. Davon bleiben auch die Patienten nicht verschont. Sicher gibt es dabei sinnvolle Regelungen, aber ob alle wirklich auch vom humanistischen Standpunkt aus getroffen wurden, bleibt zu hinterfragen.

Aus den Geschichten, die uns Herr Marsh erzählt, wird auch deutlich, welche Anforderungen an ihn als Neurochirurg stehen. Er muss nicht nur ein hervorragender Spezialist auf seinem Gebiet sein, sondern auch seine Mitarbeiter managen, mit den Patienten umgehen können, insbesondere wenn es heißt, ihnen ungute Nachrichten zu überbringen. Wir erhalten über die Erzählungen auch ein wenig Einblick in seine wesentlichen Charakterzüge.

Subjektive Eindrücke

Ja, gruselig ist es, wenn beschrieben wird, wie im Gehirn gearbeitet wird, wie versucht wird, Schäden zu minimieren. Dabei wird recht schnell klar, dass eine Krankheit im/am Gehirn eigentlich so gut wie keine Chance hat, ohne Nebenwirkungen geheilt zu werden. Eigentlich geht es hauptsächlich darum, dem Patienten noch ein bisschen mehr Zeit zum Leben zu geben. Leider ist diese Zeit nur zu häufig mit schweren Einschränkungen verbunden.

Manche der sich abzeichnenden Charaktereigenschaften des Autors würde ich lieber nicht an Menschen sehen, denen ich mein Leben anvertrauen muss. Anhand der Beschreibungen wird aber relativ verständlich, dass sie auch ihre positiven Auswirkungen haben. Vielleicht braucht ein (Neuro-)Chirurg tatsächlich hin und wieder diese Glorien-Vorstellungen, um mit dem ganzen Geflecht an Aufgaben und Verantwortungen überhaupt umgehen zu können.

Fazit

Ein sehr faszinierendes Buch. Es gibt viel Einblick in die Arbeit eines Neurochirurgen und in den Klinikalltag, was teilweise auf mich recht erschreckend wirkte. Ich habe viel gelernt und mir ist klar geworden, dass jede Operation wirklich sehr genau überlegt sein will. Ich hoffe, ich erinnere mich daran, sollte ich einmal in eine solche Situation geraten.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ein faszinierender Medizinroman!

Von: Sophie Datum: 28.01.2017

www.sophiessofa.blogspot.com

Henry Marsh ist Neurochirurg, also ein Chirurg, der sich um Erkrankungen des Nervensystems spezialisiert hat. Er ist einer der besten Neurochirurgen Großbritanniens, hat zahlreiche Operationen vollbracht und die Schicksale vieler Menschen direkt beeinflusst. Ob diese nun ein Aneurysma, ein Karzinom oder ein Oligodendrogliom haben, in seinem Buch „Um Leben und Tod. Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern“ hat der Hirnchirurg zahlreiche seiner Fälle beschrieben.

Mein erster Gedanke war, dass es ein Science-Fiction-Roman oder so etwas in der Art sei, als ich den Titel gesehen habe, bis ich dann den Klappentext gelesen und festgestellt habe, dass das ein Medizin-Roman ist. Normalerweise mag ich solche Bücher nicht lesen, weil sie mir zu langweilig, zu kompliziert oder zu belehrend sind. Aber was kann an Neurochirurgie schon belehrend sein? Das Buch habe ich dann einfach ausgeliehen und angefangen und ich muss sagen: es ist wirklich ein tolles Buch!

Henry Marsh schildert seine Erlebnisse als Neurochirurg, gescheiterte wie erfolgreiche Operationen. Er zeigt den schmalen Grat zwischen seinen Entscheidungen auf, die nicht nur auf dem Operationsrisiko, sondern auch auf den Angehörigen und seinen eigenen Erfahrungen beruhen. Mit seinem fesselnden Buch wird es auch „normalen Menschen“ deutlich, was für eine große Herausforderung es ist, Hirnchirurg zu sein, denn Henry Marsh lässt keine Details aus und bleibt dennoch spannend.

Neben seinen Beschreibungen der Operationen schildert der Hirnchirurg auch seinen Alltag im Krankenhaus, der ebenso wie riskante Eingriffe in das Gehirn turbulent und unvorhersehbar ist. Es ist chaotisch, dramatisch und lustig, wie Marsh seinen Alltag beschreibt und trotzdem bleibt er ernst genug, um das vermeintliche Tabu-Thema, die operativen Eingriffe am menschlichen Gehirn interessant zu schildern.

Ehrlich gesagt hätte ich niemals gedacht, je so ein Buch zu lesen. Dieses faszinierende Buch von Henry Marsh hat mich eines Besseren belehrt. Mit seiner Schreibkunst und seinen vielen Erfahrungen ist es eine unglaublich fesselnde Geschichte, die er über sein Leben als Hirnchirurg erzählt. Er geht mit Fehlern und falschen Entscheidungen offen um, was ihn und sein Buch für mich als Leserin sehr sympathisch macht.

Genau aus all diesen Gründen würde ich das Buch auch einfach an jeden weiterempfehlen, der mal ein Buch zu einem etwas anderen Thema lesen möchte. Mein Genre sind normalerweise eher Krimis und Thriller und ab und an mal Romane, aber mir hat „Um Leben und Tod“ sehr gut gefallen.

Wer lieber in der Originalsprache liest: dort heißt das Buch „Do No Harm. Stories of Life, Death and Brain Surgery“.

Viel Spaß beim Lesen,
Eure Sophie

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