Unsere Tage im Haus am Fluss

Roman

Taschenbuch
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Schon seit Generationen lebt Mimis Familie im kleinen Dorf am Fluss – dort, wo morgens der Nebel dick wie Zuckerwatte in den Hügeln hängt und mittags die Sonnenstrahlen in den Maisfeldern tanzen. Doch nun soll das Tal geflutet werden, und die Elfjährige wächst in dem Wissen auf, dass ihre Heimat bald für immer verloren sein wird. Während die Dorfgemeinschaft gegen die drohende Veränderung ankämpft, muss Mimi den Mut finden, ihren eigenen Weg zu gehen. Denn der Ort, an dem wir aufgewachsen sind, und die Menschen, die wir dort liebgewonnen haben, mögen vielleicht irgendwann verschwinden – aber in unseren Herzen werden sie auf immer weiterleben.

Anna Quindlens wunderbarer Roman ist zuvor unter dem Titel »Unsere Jahre in Miller's Valley« als Hardcover bei DVA erschienen.


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Englischen von Tanja Handels
Originaltitel: Unsere Jahre in Miller's Valley
Originalverlag: Random House, New York 2017
Taschenbuch, Broschur, 336 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10357-8
Erschienen am  09. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Leserstimmen

Wie ein warmer Sommerwind

Von: giselas lesehimmel

20.09.2019

Diese Geschichte mutet wie ein warmer Sommerwind an. Eine Dorfgemeinschaft, die um ihre Häuser bangen muss. Eine Familie, die einige Geheimnisse hat. Erzählt wird sie von Mimi. Das Mädchen kann sich nicht vorstellen, dass es einmal ihr Elternhaus nicht mehr geben wird. Kümmert sich um die Tante, die seit Jahren das Haus nicht mehr verlässt. Versteht ihre Mutter nicht, die mit ihrer eigenen Schwester kein normales Gespräch zussammenbringt. Liebt ihren Bruder Tommy abgöttisch. Er führt mit ihr ernsthafte Gespräche und nimmt sie auch vor seinen Freunden immer ernst. Ihr Vater betreibt eine Farm und repariert sämtliche Geräte im Ort. Die Mutter wirkt etwas kühl. Sie zeigt selten Gefühle. Mit ihrem Gehalt als Krankenschwester ermöglicht sie der Familie sorgenfreier zu leben. Die Familiengeschichte hat mir sehr gut gefallen. Trotz vieler Probleme kommt sie harmonisch rüber. Wir sehen die Ereignisse durch Mimis Augen. Begleiten sie ein Stück in ihrer Kindheit. Erleben sie als Erwachsene. Ihr Bruder Ed ist verheiratet. Mit seiner Frau hat er ein Kind. Er lebt schon länger nicht mehr in Miller's Valley. Die Geschichte kommt ruhig und dennoch spannend daher. Zeitweise vergisst man, dass das Tal geflutet werden soll. Die Millers weigern sich standhaft, ihr Haus zu verlassen. Ich konnte das sehr gut verstehen. Kein Mensch verlässt ein Haus gerne, in dem man seine Kindheit glücklich verbracht hat. Die Erwachsenen seit Jahren Haus und Hof bewirtschaften. Im Dorf jeder jeden kennt und Nachbarschaftshilfe groß geschrieben wird. Der warme Sommerwind, dem man beim Lesen verspürt, muss jedoch bald dunklen Wolken weichen. Fazit Diese Familiengeschichte mit vielen Geheimnissen, konnte mich von Anfang an abholen. Man vergisst beim Lesen oftmals, dass das Tal in Miller's Valley geflutet werden soll. Eigentlich erwartet man mehr Reaktionen von den Dorfbewohnern. Ich denke jedoch, dass so mancher rechtzeitig erkannt hat, dass die Evakuierung unumgänglich ist. Ständig Hochwasser und überflutete Keller sprechen dafür. Wasser, dass immer höher steigt und zur großen Gefahr wird. Mimi mochte ich sehr gerne. Ihren Lebensweg habe ich sehr gerne mitverfolgt. Er erzählt von neuen Begegnungen und Abschied nehmen. Er zeigt dass jedes Ende ein neuer Anfang sein kann. Was mit Menschen passiert, die einen sinnlosen Krieg erlebt haben, kommt in dieser Story groß zu tragen. Das Ende hat mir besonders gut gefallen. Es enthält alle Antworten auf die Fragen, die ich mir beim Lesen immer wieder gestellt habe. Eine absolute Empfehlung von mir. Danke Anna Quinden.

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Miller's Valley

Von: BücherweltenBummlerin

26.11.2018

Habt ihr euch schon mal vorgestellt, dass es den Ort, den ihr Heimat nennt, irgendwann nicht mehr geben könnte? Dass er mal daliegt, wie Atlantis, verschlungen von Unmengen an Wasser, nur damit dort ein Badesee entstehen kann? Unvorstellbar? Ebenso unvorstellbar ist es für die Bewohner von Miller’s Valley und doch wissen sie, dass es irgendwie unvermeidbar ist. Meine Meinung: Die Geschichte um ihre Heimat Miller’s Valley wird von Mimi Miller erzählt, jüngstes Mitglied der Familie, die dem Tal den Namen gab, und die dort auf der Farm ihrer Eltern lebt und arbeitet. Wir begleiten Mimi während ihres Lebens, beginnend bei dem Moment, in dem sie zum ersten Mal von dem Vorhaben der Regierung, das Tal zu fluten, erfährt, bis zu dem Zeitpunkt, als sie auf das Tal als Erwachsene zurückblickt. Man sollte meinen, dass es in diesem Buch vorrangig um den Prozeß des Flutens von Miller’s Valley geht und um den Kampf der Bewohner. Doch dies wird alles nur nebensächlich beschrieben, während es doch eigentlich um Mimis Leben als Frau in den 60er Jahren geht und den Möglichkeiten, die sich ihr bieten. Wir erleben eine Geschichte einer Familie, mit allen Freuden und Abgründen, die einen immer wieder berühren. Verwirrend sind zwischenzeitlich die plötzlichen Zeitsprünge, wenn aus Mimi plötzlich Frau statt Kind wird und umgekehrt. Ich denke, dass vieles auch beim ersten Lesen nicht ersichtlich wurde, was beim zweiten Lesen vielleicht auffallen würde. Quindlen liefert mit diesem Buch jedenfalls viel Stoff zum Nachdenken – dies könnte dem ein oder anderen vielleicht zu viel werden, sucht man vergeblich nach einem voraussehbaren Ziel des Buches, während es für den anderen genau das Richtige, Tiefgründige ist. Gegen Ende blieb zusätzlich viel Interpretationsspielraum, da nicht alle offenen Fragen letztlich gelöst worden sind und man seine eigenen Schlüsse daraus ziehen muss. Ein Werk, was im Herzen zugleich gut und weh tut, genau wie das Leben wirklich spielt! 26. Satz: Es waren Geologen und Ingenieure dabei und eine stämmige Frau mit reizendem Lächeln, die den Leuten bei der Umsiedlung helfen sollte, wenn die Regierung ihnen die Häuser wegnahm.

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Vita

Anna Quindlen, Jahrgang 1952, gehört in den USA zu den wenigen ganz großen Autorinnen, die sowohl die Literaturkritik als auch das breite Publikum begeistern. Ihre Romane erobern regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten. »Die Seele des Ganzen« (1995) wurde unter dem Titel »Familiensache« mit Meryl Streep verfilmt.

Zur AUTORENSEITE

Tanja Handels

Tanja Handels, geboren 1971 in Aachen, lebt und arbeitet in München, übersetzt zeitgenössische britische und amerikanische Romane, neben Anna Quindlen Zadie Smith, Elizabeth Gilbert, Tim Glencross und Scarlett Thomas, und ist als Dozentin für Literarisches Übersetzen tätig. Ihre Übersetzungen wurden schon vielfach ausgezeichnet, u.a. 2018 mit dem Arbeitsstipendium des Freistaates Bayern.

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