Verborgen

Der erste Fall für Gefängnisärztin Eva Korell

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Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr erster Fall: Ein Kampf um Leben und Tod.

Neuer Job, neue Stadt – Eva hofft, die Schatten ihrer Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Aber noch vor ihrem ersten Arbeitstag als Gefängnisärztin in einer Münchner Haftanstalt wird sie in einen Kriminalfall verwickelt: Die Frau eines Inhaftierten bittet sie verzweifelt um Hilfe. Eva weist sie zurück, doch am nächsten Tag ist die Frau spurlos verschwunden. Eva macht sich Vorwürfe: Was hatte sie ihr sagen wollen? Wovor hatte sie Angst? Auf eigene Faust versucht Eva, der Wahrheit auf die Spur zu kommen – ohne zu ahnen, dass der Täter sie längst im Blick hat und ihr schon ganz nahe ist. Gefährlich nah …

»Mir hat die Idee der Gefängnisärztin als Ermittlern gut gefallen. Der Krimi ist sehr spannend.«

Radio Bremen 2 (11. Oktober 2018)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 432 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10289-2
Erschienen am  08. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Eva-Korell-Reihe

Leserstimmen

Das Setting ist höchstens Mittel zum Zweck

Von: Krimisofa

12.12.2018

„Verborgen“ bietet eigentlich ein durchaus interessantes Setting. Ein Gefängnis, eine Ärztin und ein undurchsichtiger Fall. Das hat der schurken.blog schon erkannt und eigentlich stimme ich dem sogar zu. Nun kommt hinzu, dass das Buch unter dem Pseudonym Anna Simons veröffentlicht wurde, hinter der sich laut der Biografie eine Autorin verbirgt, die schon viele verschiedene Genres bedient und schon einige Auszeichnungen erhalten hat. Die Frage, die sich mir während des Lesens gestellt hat, war: Trägt sich das Setting für eine ganze Serie, dessen zweiter Teil im Herbst 2019 erscheinen soll? Das wird im Verlauf dieser Rezension hinreichend beantwortet. Dr. Eva Korell ist Ärztin, welche und ob sie eine Fachrichtung hat, weiß man nicht, sie dürfte aber Allgemeinmedizinerin sein, was für ein Gefängnis wohl ohnehin das idealste ist. Korell ist buchstäblich von Berlin nach München geflohen – vor der Arbeit im hiesigen Spital, vor ihrem Ex. Eva Korell hat Empathie und einen Gerechtigkeitssinn, so viel davon, dass man kotzen möchte. Denn ich habe schon zig (wirklich zig, fünfzig, sechzig, siebzig oder mehr) Ärzte kennengelernt, aber Empathie habe ich da selten entdeckt. Aber vielleicht gehört Korell zur Ausnahme, die die Regel bestätigt. Nun fällt ihr noch vor Arbeitsbeginn mit Nicole Arendt eine Frau in die Arme, bei der schon aus drei Kilometer Entfernung erkennbar ist, dass sie nicht das beste Leben hat – ein gefundenes Fressen für Korell. Denn früher oder später erfährt Korell, dass Arendts Mann Robert in genau dem Gefängnis sitzt, in dem sie nun arbeitet. Zufall? Jep. Zu allem Überfluss fährt immer wieder ein mysteriöser blauer Mercedes in Korells Umfeld herum, der ihr deshalb auffällt, weil ihre Eltern genau so einen hatten und mit dem sie – und dafür muss man wahrlich kein Meisterdetektiv sein, obwohl man es erst spät erfährt – einen Unfall hatten. Zufall? Jep. Nun fängt Korell also einen neuen Job in einer neuen Stadt an und hat prompt auch noch einen unbezahlten Zweitjob als Detektivin, denn sie muss ja herausfinden, warum Arendt so durch den Wind ist und was das mit ihrem Mann zu tun hat. Und da frage ich mich schon: Entweder hat die Gute den falschen Job oder die Autorin das falsche Setting gewählt, denn ihre Tätigkeit als Ärztin spielt maximal eine untergeordnete Rolle. Vor allem wenn man eine neue Arbeitsstelle antritt, lässt man sich nicht gleich komplett von einem Fall ablenken, sondern würde sich erst einmal einarbeiten, sich den ungewöhnlichen Arbeitsalltag ansehen und sich daran gewöhnen, aber genau das fehlt dem Buch oder wird zumindest nicht hinreichend erzählt. Ich hätte mir vor allem mehr vom Gefängnisalltag erwartet, mehr Intrigen, mehr Unruhen. Solche Sachen. Aber der Großteil der Geschichte spielt nicht mal im Gefängnis. Es ist aber nicht alles schlecht an dem Buch. Die Stimmung im Erzählstrang von Arendt, der sich mit dem von Korell abwechselt, ist zum Beispiel gut aufgefangen und wiedergegeben. Arendt findet diesen herrenlosen Schmuck in ihrer Wohnung und weiß nicht, was sie davon halten soll. Ist er ein Geschenk von ihrem Mann an sie oder gehört er Nadja, dem letzten Opfer des Serienvergewaltigers, der die Stadt seit einiger Zeit beunruhigt. Ist ihr Mann gar der Serienvergewaltiger? Arendt ist bei der Frage hin- und hergerissen und zerbricht fast daran. Das hat die Autorin sehr gut umgesetzt. Man kommt auch flott durchs Buch. Es ist zwar nicht allzu spannend, aber die Handlung packt einen irgendwann doch ziemlich. Auch dass die Sicht des Antagonisten wiedergegeben wird, ist nicht uninteressant und generell, dass sich die Handlung - zumindest im Ansatz - nach wahren Begebenheiten richtet, verleiht dem Ganzen einen authentischen Anstrich – dennoch wirkt die Handlung wenig realistisch und fast minderwertig. So als wollte die Autorin alle Elemente, die ein guter Thriller ausmacht, hernehmen, zusammenstöpseln und dann schauen, wie es ankommt. In meinem Fall nicht allzu gut, sorry.

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Überraschend gut!

Von: Martinas Buchwelten

07.12.2018

Endlich wieder ein Thriller, der nicht mit dem altbekannten Schema "daherkommt". Eine Gefängnisärztin als Protagonistin hat schon im Klappentext meine Neugier geweckt. Aber auch der restliche Plot ist hervorragend aufgebaut und der Spannungsbogen gelungen. Die Autorin hat eine interessante Location gewählt und lässt dem Leser an Evas Alltag im Gefängnis teilhaben. Diese muss sich in der rauhen und agressiven Umgebung vom ersten Tag an behaupten. Mit Eva Korell haben wir eine sympathische Frau vor uns, die in ihrem Beruf kompetent auftritt und sich ihrer neuen Herausforderung stellt. Hinter ihrer toughen Fassade steckt eine junge Frau, die früh ihre Eltern verloren hat. Ihre Familie besteht aus ihrem Bruder und ihre Freundin Ann-Kathrin, die als Journalistin arbeitet. Sie ist freundlich und hilfsbereit, öffnet sich aber kaum anderen Menschen. Ihr Gerechtigkeitssinn ist stark ausgeprägt. Als Nicole Arendt plötzlich verschwunden ist, macht sie sich Vorwürfe, weil sie der Frau nicht geholfen hat. Und im Gefängnis scheint ebenfalls jemand gegen sie zu arbeiten.... Die Geschichte wird in der dritten Person, jedoch aus zwei Sichtweisen erzählt. Wir begleiten als Leser nicht nur Eva, sondern auch Nicole, deren Mann Robert wegen Fahren ohne Führerschein und unter Alkoholeinfluss im Gefängnis sitzt. Nicole ist ein Opfer häuslicher Gewalt und voller Selbstzweifel. Ihr Leben besteht aus Demütigung und Gewalt. Trotzdem hält sie zu ihrem Mann, auch als sie belastende Beweise im Keller findet. Kommissar Lars Brüggemann gefiel mir ebenfalls sehr gut. Er hat eindeutig die Nebenrolle in diesem Thriller und ist die Nummer 3 hinter den beiden weiblichen Charakteren, trotzdem überzeugte auch er. Die Charaktere sind vielschichtig und lebendig dargestellt. Dies beinhaltet auch einige Gefängnisinsassen, die alles andere als schwarz-weiß gemalt sind. Besonders interessant fand ich Georg Temme, dessen Mordmotiv ich richtig verstehen konnte... Die verschiedenen Stränge laufen konsequent zusammen, doch zuvor gibt es noch einige interessante Wendungen und Überraschungen. Der stetig ansteigende Spannungslevel wird durch den Perspektivenwechsel noch erhöht. Ich war an die Seiten gefesselt und null-koma-nichts durch das Buch - weil ich es nicht aus den Händen legen konnte. Das dynamische Ende war schlüssig und lässt mich bereits ungeduldig auf den nächsten Band warten. Schreibstil: Der einnehmende Schreibstil der Autorin hat mich gefesselt. Überraschende Wendungen haben die Spannung erhöht. Die vielschichtigen Charaktere sind interessant und lebendig gezeichnet. Anna Simons schreibt hier unter Pseudonym. Ihre Krimis veröffentlicht sie als Anna Martens, ihre Jugendbücher als Anna Schneider. Für mich war es das erste Buch der Autorin, jedoch sicherlich nicht mein letztes. Fazit: Der erste Band um Gefängnisärztin Eva Korell hat mich überzeugt! Endlich wieder ein Thriller/Krimi mit neuen Ideen, keinen zu konstruierten oder überladenden Schluss, der eher an einen Actionfilm erinnert, sowie einen Täter, der lange unbekannt bleibt. Spannung pur und eine Leseempfehlung!

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Vita

Anna Simons ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin, die 1966 in Bergneustadt geboren wurde. Die promovierte Betriebswirtschaftlerin arbeitete viele Jahre als Personalberaterin bei einer Großbank in Frankfurt. Vor einigen Jahren wechselte sie ins erzählerische Fach: 2008 gewann sie den Women’s Edition Kurzkrimi-Preis, 2015 war sie für den UH!-Literaturpreis des Ulla-Hahn-Hauses in Monheim nominiert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Münchner Umland.

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