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Vilja und die Räuber Roman

Viljas Abenteuer mit den Räubern (1)

Ab 10 Jahren

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-59649-8

NEU
Erschienen: 19.09.2016
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Die Entdeckung aus Finnland für alle, die Astrid Lindgren lieben!

Für die zehnjährige Vilja gibt es nichts Langweiligeres als die alljährlichen Sommerferien. Ihrem Papa fällt nichts Besseres ein, als jedes Mal die Oma zu besuchen, ihre Mama ist viel zu besorgt, und ihre ältere Schwester Vanamo macht Vilja sowieso das Leben schwer. Doch dann wird ihr Auto auf der Fahrt in den Urlaub von einer Räuberfamilie samt Räuberbus überfallen und ausgeraubt – einschließlich Vilja! Aber Vilja hat eigentlich (fast) gar keine Angst, und nach dem ersten Schreck stellen Vilja und die Familie Räuberberg fest, dass auch in ihr das Zeug zum Räubermädchen steckt. Nun beginnt für Vilja der aufregendste Sommer ihres Lebens, mit Baden im See, Würstchengrillen am Lagerfeuer, spannenden Raubzügen und jeder Menge Lakritzbonbons …

DIE BÜCHER VON SIRI KOLU IM ÜBERBLICK

Viljas Abenteuer mit den Räubern

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Siri Kolu (Autorin)

Siri Kolu, Jahrgang 1972, studierte Literaturwissenschaften und Theaterwissenschaften in Helsinki und arbeitet heute als Dozentin, Dramaturgin und Regisseurin. Vilja und die Räuber, der Auftakt zu ihrer erfolgreichen Kinderbuchserie, wurde 2010 mit dem Finlandia Junior Preis ausgezeichnet. 2015 kam die kongeniale Verfilmung des Buches in die internationalen Kinos. Siri Kolu lebt in Vantaa bei Helsinki.

Aus dem Finnischen von Antje Mortzfeldt
Originaltitel: Me Rosvolat
Originalverlag: Otava

Taschenbuch, Broschur, 272 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 24 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-453-59649-8

€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne fliegt

NEU
Erschienen: 19.09.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ja im Bus, da sind die Räu-häu-ber...

Von: Howie1006 Datum: 25.10.2015

howietestet.blogspot.de/

Der zehnjährigen Vilja stehen langweilige Sommerferien bevor, ihre Eltern beachten sie nicht ausreichend und ihre ältere Schwester macht ihr das Leben schwer. Doch dann wird die Familie auf der Fahrt in den Urlaub überfallen - von einer Räuberbande, die in ihrem Räuberbus die finnischen Straßen unsicher macht. Und Vilja wird geraubt.

Natürlich fasst Vilja sogleich den Vorsatz, sich bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit davonzumachen und zu ihrer Familie zurückzukehren. Aber erstens sind die Räuberbergs, so heißt die Bande mit bürgerlichem Namen, auf der Hut, und zweitens sind sie doch nicht so übel. Eigentlich sind es im Grunde ihres Herzens große Kinder, die sich ihren Lebensunterhalt - der im Wesentlichen aus Süßigkeiten mit eklig klingenden Bezeichnungen besteht - durch Straßenraube verdienen. Und so zieht Vilja mit den Räuberbergs durch Finnland, lernt das Räuberhandwerk und lehrt moderne Raubmethoden.

Die Geschichte entwickelt sich eher gemächlich, und die Raubüberfälle gehen zwar einher mit grimmigen Gesichtern und gewetzten Messern, aber ohne Blutvergießen. Pardon - einmal fließt doch ein Tröpfchen Blut, aber das war kein Überfall. Am ehesten würde wohl der Begriff Roadmovie passen, wenn es sich um einen Film handelte.

Sprachlich bewegt sich das Buch der finnischen Autorin Siri Kolu (Übersetzung. Antje Mortzfeldt) auf gutem Niveau. Erzählt von der kleinen Vilja, wundert man sich mitunter über die recht erwachsene Wortwahl, insbesondere über ihre "Analysen", welche sie in ihrem Notizbuch festhält.

Ein Buch mit viel Räuberromantik, viel Herz und auch ein wenig Spannung. Natürlich fragt man angesichts der Räubergeschichten nach der Moral. Aber mal ehrlich: Ein 10-jähriges Kind ist sehr wohl in der Lage, diese Geschichte in den angemessenen Kontext zu setzen. Ich zumindest habe da keinerlei Bedenken.

Ein ab-so-LUT schönes Sommerbuch!

Von: Anette1809 Datum: 17.08.2012

Inhalt:

Die zehnjährige Vilja befindet sich gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester auf dem Weg zu ihrer Großmutter in die Sommerferien, als ein Räuberbus ihr Auto ausraubt. Doch die Räuber nehmen nicht nur Gepäck und Verpflegung mit, sie rauben versehentlich auch Vilja! Was zunächst als Missverständnis beginnt, entpuppt sich im Laufe des Sommers als Gewinn für beide Seiten: dank der cleveren Vilja - die für alles Listen anlegt - optimieren die Räuberbergs ihre Raubzüge, und dank der Räuberbergs erlebt Vilja einen Sommer voller Spaß und gewinnt an Selbstbewusstsein, denn in ihrer Familie wurde sie nur zu oft von ihrer älteren Schwester unterdrückt oder von ihren Eltern übersehen. Doch irgendwann geht auch der schönste Sommer mit Lagerfeuern am See, spannenden Raubzügen auf Finnlands Straßen, jeder Menge Süßigkeiten und Räuberwettkämpfen vorbei, und am Ende des Sommers stellt sich nicht nur für Vilja die Frage, wie es in ihrem Leben weitergehen soll.



Kritik:

Auf "Vilja und die Räuber" bin ich durch das altmodisch anmutende Cover aufmerksam geworden. Im Stil des Covers sind auch die Ornamente rund um die Kapitelüberschriften gestaltet. Ich habe mich bereits vor dem Lesen in das Buch verliebt, da die kleinen Illustrationen mit so viel Liebe zum Detail und immer im Zusammenhang zum Inhalt ausgewählt wurden. Außerdem haben mir die beschreibenden Kapitelnamen schon einige Schmunzler entlockt: "Kapitel 3 in dem wir Grundkenntnisse über anständige Räuberbrote gewinnen" oder "Kapitel 12 in dem wir erfahren, dass FuMo nicht 'Furzen und Mogeln' heißt". Mich hat das regelrecht in meine Kindheitstage zurückkatapultiert, als die Bücher meiner Meinung nach noch viel häufiger kleine Schwarzweißillustrationen enthielten als das heute der Fall ist und auch lange und beschreibende Kapitelüberschriften scheinen heute leider nicht mehr wirklich "in" zu sein. Gerade das macht aber den besonderen Charme dieses Buches aus. Ganz so wie in vergangenen Zeiten läuft das Räuberleben allerdings nicht mehr ab. Da die "Kundschaft" heute nicht mehr in Kutschen oder zu Pferde unterwegs ist, haben sich die modernen Räuber der Zeit angepasst und sind mit einem Bus unterwegs. Doch sonst scheint vieles von der Atmosphäre so, als hätte man wirklich ein geliebtes Buch aus Kindheitstagen und nicht das Kinderbuch des Jahres 2010 in Finnland aus dem Regal gegriffen.

Entsprechend auf das eigentliche Zielpublikum abgestimmt, sind die Kapitel kurz gehalten und das Schriftbild angenehm groß gedruckt. Die Sprache wirkt etwas verspielt durch Viljas unzählige Listen, die sie in ihrer Zeit bei den Räuberbergs aufstellt und den häufigen Ausruf des Wilden Karlos: ab-so-LUT!

Die Familie der Räuberbergs setzt sich aus ganz unterschiedlichen Charakteren zusammen, was das Lesen besonders kurzweilig macht und häufig für die Situationskomik in dem Buch sorgt. Mutter Hilda fällt insbesondere durch ihren rasanten Fahrstil auf, Vater Karlo hat sich mit dem Räuberdasein einen Kindheitstraum erfüllt, wohingegen sein Sohn Kalle lieber zur Schule gehen und in einer normalen Wohnung leben möchte. Tochter Hele sieht sich eines Tages selbst als Oberhaupt einer Räuberbande und Gold-Piet ist zufrieden, solange sein Boss Karlo das auch ist. Durch die unterschiedlichen gearteten Charaktere werden die Licht- und Schattenseiten des Räuberdaseins dargestellt, und am Ende des Sommers weiß jeder, dass man nicht das ganze Jahr durch nur Spaß und Ferien haben kann. Doch solange der Sommer andauert kann man die finnische Landschaft, die Wettkämpfe und Spiele und den Duft von Fleischpiroggen in vollen Zügen genießen!



Fazit:

Eine zauberhafte Kindergeschichte im Stil der klassischen Lindgren-Geschichten, die mich ein wenig an "Pippi auf der Walze" erinnert hat. Das altmodisch angehauchte Design trägt das seinige dazu bei, damit man etwas wehmütig an lange zurückliegende "Kindheitsleseerfahrungen" zurückdenkt und so hoffe ich sehr, dass Vilja und die Familie Räuberberg noch viele weitere Sommer mit gemeinsamen Abenteuern erleben dürfen.

Für die empfohlene Altersgruppe ist es eine wirklich lustige Geschichte um Freundschaft und Sommerfreuden, die bestimmt sowohl bei Mädchen als auch Jungs viele begeisterte Leser finden wird.

Und unbedingt Essen bereithalten: die Räuberbergs langen nicht nur kräftig in die Süßigkeitentüte, sondern auch bei Piroggen und Fleischbällchen ordentlich zu. Wenn es mir möglich gewesen wäre, hätte ich mich mit meinem Buch am liebsten zu ihnen an den Frühstückstisch gesetzt, denn das Frühstück ist die ab-so-LUT wichtigste Mahlzeit des Tages!

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