Villa Conrad

Das Schicksal einer Familie

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TaschenbuchNEU
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Frankfurt in den Goldenen Zwanzigern: Der Großindustrielle Günther Conrad befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Doch während seine älteste Tochter Clara alle Erwartungen erfüllt und den Unternehmer Eduard Jungbluth heiratet, entpuppt sich Conrads Sohn und künftiger Nachfolger Raiko als Pantoffelheld. Die meisten Sorgen bereiten Conrad aber seine beiden jüngsten Kinder, die Zwillinge Sophia und Ludwig. Sie verbringen ihre Zeit lieber mit Schauspielern als in der besseren Gesellschaft. Als sich Sophia in den Sinto Vincent Rubik verliebt, bahnt sich mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten eine Katastrophe an. Denn Sophia geht für ihre Liebe Risiken ein, die sie und ihre Familie in den Abgrund zu reißen drohen ...


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 576 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48999-2
Erschienen am  20. Januar 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Frankfurt am Main, Deutschland

Leserstimmen

Tolles Buch über die schwere Zeit in Deutschland

Von: Catias Reading Spot

17.03.2020

Die Geschichte handelt hauptsächlich über die Famille Conrad, die eben in der Villa Conrad lebt. Als Leser begleiten wir die Familie Conrad von 1928 bis 1945, also bekommt man die Anfänge der NS-Zeit mit und natürlich auch den zweiten Weltkrieg. Es gibt viele historische Romane, die die NS-Zeit und den zweiten Weltkrieg behandeln. Ich selbst habe aber bisher noch nicht so schrecklich viele gelesen, weswegen ich die Geschichte recht spannend fand. Wer aber schon viel in diesen Bereich gelesen hat, mag die Geschichte vielleicht langweilig finden. Es werden nämlich viele geschichtlich Zusammenhänge aufgeführt, bspw. wer wann der Reichpräsident ist usw. Ich konnte mich dunkel an einige Details aus meinen früheren Geschichtsunterricht erinnern, aber längst nicht an alles, deswegen fand ich es toll, über die echte Ereignisse zu erfahren. Der Schreibstil lässt sich gut lesen. Es ist an die Zeit angespasst, was ich gut finde. Es wird aus den verschiedenen Sichten erzählt: Aus der Sicht der Geschwister Sophia, Ludwig, Clara und Raiko, Raikos Frau Emilia und Vincent Rubik, ein Schauspieler und Halb-Zigeuner, oder um politische korrekt zu bleiben: Halb-Sinto, obwohl ein Schwerpunkt auf Sophia, Ludwig, Emilia und Vincent liegt. Die Wechsel der Sichten passiert durch Absätze, es lässt sich aber trotzdem gut erkennen, wer nun im Mittelpunkt steht. Es wird in der dritten Person erzählt. Am Anfang befindet sich eine Personenübersicht, damit man sich bei den ganzen Namen nicht verliert. Ich bin sonst eher schlecht mit Namen, aber hier hatte ich nicht so große Probleme. Am Anfang musste ich ab und zu mal nach vorne blättern und nochmals den einen oder anderen Namen zu überprüfen, aber insgesamt hat es wirklich gut funktioniert. Da man als Leser die Charaktere eine sehr lange Zeit begleitet, kann man auch gut erkennen, wie die sich weiterentwickelt. Das finde ich toll. Auch die verschiedenen Schwierigkeiten, die mit der Zeit auftreten werden dadurch deutlich. Bspw. wird das Schicksal von Rosas Familie, die jüdische beste Freundin von Sophia und Ludwig, gut dargestellt. Sie kommt aus einer angesehene Familie, aber da den Juden in der 1930er Jahre immer mehr und mehr Recht aberkannt werden, müssen die Familie damit umgehen. Spannend fand ich aber den Fokus auf die Sintos. Über die Behandlung von Juden oder auch von Menschen mit Behinderung in der NS-Zeit habe ich in der Schule viel erfahren, über andere Menschengruppen jedoch nicht, deswegen fand ich das hier sehr informativ. Natürlich spielen Liebe, Freundschaft und die Familiendramen eine große Rolle in diesen Roman. Ich fand es keineswegs übertrieben. Alle Probleme waren gut nachvollziehbar. Was mir auch gefallen hat, ist, dass in der Familie Conrad nicht alle die gleiche Meinung vertreten, vor allem in Bezug auf Hitler. Das hat mir wirklich gut gefallen, denn so konnte ich verschiedene Sichten erfahren, die zum Teil wirklich erschreckend waren. Für mich gab es von Anfang bis Ende eine gute Grundspannung und ich habe mit den verschiedenen Charaktere mitgefiebert. Das mag auch an den Zeitsprüngen liegen, die immer wieder durchgeführt wurden. Ich fand die Zeitsprünge gut gewählt und mir hat keineswegs irgendwas gefehlt. Ein Pluspunkt ist, dass diese Geschichte in diesem Buch abgeschlossen. Das ist wirklich eine nette Abwechslung, da ich sonst eher Reihen lese. Auch wenn es bei den behandelten Themen sich blöd anhört, hat mich dieses Buch sehr gut unterhalten. Mit seinen 500+ Seiten habe ich es trotzdem recht schnell beenden können und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Wer gerne historische Roman liest oder es gerne mal ausprobieren will, ist hier richtig. Neben einer tollen Geschichte, bekommt man auch tatsächliche Fakten dargestellt, deswegen kann ich dieses Buch wirklich empfehlen.

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Ein sehr einprägsames lebenswertes spannendes Buch

Von: Nicole Ruf

24.02.2020

Heute möchte ich euch das tolle Buch ❤von Nora Elias ❤Villa Conrad ❤Vom Goldmann Verlag Frankfurt in den Goldenen Zwanzigern Der Großindustrielle Günther Conrad befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Doch da kommt das Börsentief und seine Familien verliert ihr ganzes Geld. Eine Verheiratung der ältesten Tochter Clara mit dem Unternehmer Eduard Jungblut rette die Familie und das Unternehmen in letzter Minute vor dem aus der bevorstehende Armut. Auch Raiko sein Sohn, sein künftiger Nachfolger heiratet und geht seinen richtigen Weg. Die meisten Sorgen bereiten Conrad seine beiden jüngsten Kinder, die Zwillinge Sophia und Ludwig. Sie verbringen ihre Zeit lieber mit Schauspielern als in der besseren Gesellschaft. Sind befreundet mit den Nachbarskinder Roth den Juden. Sophia schreibt ohne großen Erfolg damit zu haben. Beide sind anders sie passen überhaupt nicht in das Bild des Nationalsozialismus. Sophia verliebt sich in den Sinto Vincent. Eine Katastrophe für die schwierigen Zeit in der Juden und Sintis immer mehr aus der Gesellschaft verschwinden und ausgegrenzt werden. Und so bringt sie sich schon bald in große Gefahr. Aber auch Ludwig bringt sich ins mit einer Aktion direkt ins Arbeitslager. Seinen Ausweg bevor man in ihn in den Krieg einzieht. Raiko kommt auf Heimaturlaub und möchte nicht mehr zurück ..... was er gesehen und erlebt hat reicht ihm.. . Doch sein Vater schickt ihn wieder zurück in den Krieg. Eine sehr spannende Geschichte .... ...... mit großem Gefühl und bringt die Autorin ihren Leser alle Seiten des schlimmen Krieg näher. Man sieht die Geschichte als Jude , Sinti und Deutscher. Ich finde es wichtig das wir uns immer wieder zu Auge führen was damals passiert ist das sowas nie wieder vorkommen kann. Vielen Dank liebe Nora Elias

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Vita

Nora Elias ist das Pseudonym einer im Rheinland lebenden Autorin historischer Romane. Zum Schreiben kam sie bereits als Studentin; nun widmet sie sich vermehrt der jüngeren deutschen Geschichte. Sie liebt Reisen und lange Wanderungen. Ihr Roman »Antonias Tochter« wurde mit dem begehrten DELIA-Literaturpreis 2018 ausgezeichnet.

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