(Hrsg.)

Völlig losgelöst

Wie wir mit weniger glücklich werden
Ein SPIEGEL-Buch

Taschenbuch
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Unwichtiges weglassen. Das Wichtige finden.

In der Dreizimmerwohnung stapeln sich Flohmarktfunde und modische Fehlkäufe, und durch den lang erhofften Karrieresprung dreht sich das Hamsterrad nur noch schneller. Vielen Menschen geht es ähnlich: In unserer Welt voll Hektik und Überfluss sehnen wir uns danach, uns wieder auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren und Zeit zu haben für Familie, Freunde und uns selbst. Konsumforscher, Psychologen und überzeugte Minimalisten zeigen in diesem Buch, wie wir uns von Unwichtigem trennen, nachhaltig konsumieren und uns endlich wieder frei fühlen – denn weniger ist in der Tat mehr.


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 224 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10364-6
Erschienen am  14. Januar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Geeigneter Wegweiser

Von: Kathy30

27.09.2019

Eine kleine Lektüre für Zwischendurch in der es darum geht wie man sich von Unwichtigem trennt, nachhaltig konsumiert und sich dadurch freier fühlt. Susanne Weingarten hat in dem Buch „Völlig losgelöst - Wie wir mit weniger glücklich werden“ verschiedene Texte zusammengefasst die erstmals in dem Heft „Weniger ist mehr. Wege aus Überfluss und Überforderung“ aus der Reihe SPIEGEL WISSEN (Ausgabe 5/2015) erschienen sind. Sie wurden für die Ausgabe des Buches durchgesehen und aktualisiert. Mein Fazit: Ein interessantes kleines Buch mit vielen Fakten und interessanten Tipps um sich von dem Konsumwahnsinn, der uns umgibt, zu befreien und etwas bewusster hinzuschauen was wirklich gebraucht wird und was nicht. Mir hat es geholfen mich zu sensibilisieren und noch genauer zu schauen ob und was ich wirklich haben muss bzw. möchte. Sehr interessant und lehrreich. Gut gefallen an diesem Buch hat mir außerdem, dass es viele verschiedene Sichtweisen und Anregungen von verschiedenen Persönlichkeiten beinhaltet, so dass für jeden individuell etwas Interessantes dabei ist. Mich hat es sehr zum Nachdenken angeregt.

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Loslassen und leichter leben

Von: Rabenfuß sucht Tintenfass

22.09.2019

Ein Büchlein ganz nach meinem Geschmack: Viele, viele ganz unterschiedliche Kapitel, die sich mit dem einfacheren, leichteren Leben ohne Ballast und unnötigen Ressourcenverbrauch beschäftigen. „Völlig losgelöst. Wie wir mit weniger glücklich werden“ wurde von Susanne Weingarten, ihres Zeichens Spiegel Ressortleiterin, herausgegeben und ist eine überarbeitete Fassung eines Heftes aus der Reihe Spiegel Wissen (Ausgabe 5/2015). Verschiedene Spiegel-Redakteure/innen haben recherchiert und Texte und Interviews beigetragen – was zu einer großen sprachlichen wie inhaltlichen Bandbreite führt… … auch wenn mich diese Tatsache im ersten Moment irritiert hat. Dennoch: Das Buch ist eine fundierte Zusammenstellung vieler Themenbereiche, die bis heute nichts an Aktualität eingebüßt haben – im Gegenteil! Die Kapitel sind in 3 Teile gegliedert: Konzentration auf das Wesentliche. In der Balance. Und: Weniger Konsum, mehr Gewissen…. und bieten damit einen guten Querschnitt über viele Lebensbereiche. Ob ich nun meinen Wohnraum oder meinen Kleiderkasten ausmisten will (Marie Kondo sei gegrüßt!), mit weniger Einkommen und weniger Besitz durchs Leben gehen möchte, ob ich Ressourcen schonen und nachhaltig leben will, ob ich aussteige, ins Tiny House ziehe oder alternative Projekte starte, die der Gesellschaft und der Natur dienen, hier kann man sich als LeserIn einen guten Überblick verschaffen, was denkbar, machbar, lebbar ist. Untermauert wird alles mit Zahlen, wie: „60 Prozent aller Lebensmittel verschwinden in privaten Haushalten in der Tonne.“ Oder: Jedes Jahr werden in Europa „rund 5,8 Millionen Tonnen Kleidung aussortiert“. Auch „in der Schweiz, schätzen Experten, endet etwa ein Drittel aller Lebensmittel als Abfall“. Usw. Wir leben vielfach in einem unüberschaubaren Produktionsüberfluss, der nicht nur uns selbst maßlos überfordert, sondern letztlich auch die Natur, Tiere, Pflanzen, den ganzen Erdball zerstört. Erfrischend und erleichternd daher, wenn man liest, dass sich doch viele Menschen Gedanken machen und Alternativen entwickeln. So wie die Thinkfarm in Berlin, ein Co-working Büro für Sozialunternehmer, die an neuen Wirtschaftssystemen arbeiten. Oder die Ärztin Ruth Pfau, die statt Karriere in Deutschland zu machen, als Nonne in Pakistan gegen Lepra und Ausgrenzung kämpft. Nicolas Chabanne, der mit seinen verbeulten Früchten „Gueules Cassées“ ein Nachhaltigkeitslabel geschaffen hat, an dem auch die Supermarktketten nicht mehr vorbei können. Die Online-Plattform www.murks-nein-danke.de wehrt sich dagegen, dass Hersteller bewusst Pfusch anbieten, um die Lebensdauer ihrer Produkte zu senken und damit den Verkauf ankurbeln zu können. Oder Manager, die ihren Job kündigen, den Porsche verkaufen, weil sie „weniger wollen“. Menschen, die sich bewusst eine Teilzeitstelle suchen, ganz aussteigen oder auf 8 Quadratmeter wohnen, weil ihnen das reicht. Ganz Normalsterbliche werden portraitiert, die auf Plastik verzichten (www.besserlebenohneplastik.de), keinen Müll produzieren oder Lebensmittel retten (Foodsharing – hier von mir ein Tipp für Graz – denn die Adressen und Beispiele sind größtenteils aus bzw. mit Bezug Deutschland). Nützliche Tipps und Anregungen gibt es dennoch reichlich für jederman/frau – ob für Alltag, Wohnen, Arbeiten, Reisen, persönliches Engagement, Konsumverzicht und Lebensidentität. Dazu noch der Verweis auf interessante Bücher und Internetseiten. Insgesamt also ein praktischer kleiner Helfer im Dschungel von Minimalismus-Konzepten und Nachhaltigkeitsprojekten. Lesenswert und nachahmenswert. Susanne Weingarten: „Völlig losgelöst. Wie wir mit weniger glücklich werden“. Penguin Verlag und Spiegel Verlag, 1. Auflage, 2019. ISBN: 978-3-328-10364-6. (Das Buch wurde dankenswerterweise vom Verlag zur Verfügung gestellt)

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Vita

Susanne Weingarten, geboren 1964, ist promovierte Amerikanistin. Sie begann ihre journalistische Karriere 1992 beim SPIEGEL, lebte und arbeitete später mehrere Jahre in Los Angeles und Boston als freie Publizistin. 2008 übernahm sie die Leitung des Kultur-Ressorts beim SPIEGEL und ist seit 2015 als Leiterin des Ressorts Sonderthemen verantwortlich für die Heftreihen SPIEGEL GESCHICHTE und SPIEGEL WISSEN.

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