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Wacholdersommer

Ab 14 Jahren

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€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-570-31153-0

NEU
Erschienen: 10.07.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Der Duft von Freiheit

Die 17-jährige Halbindianerin Kaye war schon als Kind in Will verliebt, den Enkel eines benachbarten Schafzüchters und Silberschmieds, doch dann geschah etwas Schreckliches. Als der 19-jährige Will nach fünf Jahren Gefängnis plötzlich wieder auftaucht, ist Kaye ratlos: Ihre Briefe hat er nicht einmal gelesen – und doch kann sie nicht glauben, dass er getan hat, wofür er angeklagt wurde. Außerdem ist da noch immer die unverminderte Anziehungskraft zwischen den beiden ...

Dieses Buch ist bereits unter dem Titel "Zweiherz" bei cbt erschienen.

"Antje Babendererde beschreibt sehr einfühlsam die Liebesgeschichte von Kaye und Will sowie das heutige Leben der Indianer in den Reservaten mit all seinen Problemen."

Associated Press

Antje Babendererde (Autorin)

Antje Babendererde, geboren 1963, wuchs in Thüringen auf. Nach einer Töpferlehre arbeitete sie als Arbeitstherapeutin mit Kindern in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie. Seit 1996 ist sie freiberufliche Autorin mit einem besonderen Interesse an der Kultur, Geschichte und heutigen Situation der Indianer. Ihre einfühlsamen Romane zu diesem Thema für Erwachsene wie für Jugendliche fußen auf intensiven Recherchen und USA-Reisen und werden von der Kritik hoch gelobt.

"Antje Babendererde beschreibt sehr einfühlsam die Liebesgeschichte von Kaye und Will sowie das heutige Leben der Indianer in den Reservaten mit all seinen Problemen."

Associated Press

"Spannend und gefühlvoll erzählt die Autorin die Gratwanderung zwischen Moderne, Mystik und Tradition."

nrz am sonntag

"Antje Babendererde zeigt, was passieren kann, wenn Menschen aus Vorsicht oder Aberglaube keine Fragen mehr stellen und dabei die Wahrheit aus den Augen verlieren."

Berliner Zeitung

"Frei nach Alfred Kerr: Diesen Namen wird man sich nicht merken müssen. Wir werden ihn immer wieder hören: Antje Babendererde."

Eselsohr

"Antje Babendererdes Romane sind wegen der fundierten und auf eigener Anschauung beruhenden Kenntnissen einzigartig."

Nicola Bardola

mehr anzeigen

Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 12,5 x 18,3 cm, 28 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-570-31153-0

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbt

NEU
Erschienen: 10.07.2017

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Wieder einmal fantastisch

Von: Denise_H Datum: 16.08.2017

bibliomanie2.blogspot.ch/

Inhalt
Der Duft von Freiheit

Die 17-jährige Halbindianerin Kaye war schon als Kind in Will verliebt, den Enkel eines benachbarten Schafzüchters und Silberschmieds, doch dann geschah etwas Schreckliches. Als der 19-jährige Will nach fünf Jahren Gefängnis plötzlich wieder auftaucht, ist Kaye ratlos: Ihre Briefe hat er nicht einmal gelesen – und doch kann sie nicht glauben, dass er getan hat, wofür er angeklagt wurde. Außerdem ist da noch immer die unverminderte Anziehungskraft zwischen den beiden ...
Quelle: cbt

Meine Meinung
Die Art und Weise wie Antje Babendererde über die Kultur, die verschiedenen Lebensweisen und Bräuche von Indianern erzählt, hat mich schon immer fasziniert! Ihre gründliche und gut in die Geschichte eingebrachte Recherche über die verschiedenen Völker ist dazu immer interessant und macht ihre Bücher auf ihre ganz spezielle Art einzigartig.

Nach 5 langen Jahren wird Will endlich aus dem Gefängnis entlassen, doch in seinem Geiste ist er noch lange nicht frei! Ein grosses Geheimnis belastet ihn schon seid langer Zeit und als seine Kindheitsliebe Kaye ihn einfach nicht in Ruhe lassen will, zieht er sich immer weiter zurück. Trotz Vorurteilen gegenüber Will hat Kaye 5 Jahre auf ihre grosse Liebe gewartet, aber ist er nach seiner Zeit im Gefängnis wirklich noch derselbe? Sie ist von seiner Unschuld überzeugt, weis jedoch nicht wie sie ihm helfen soll! Werden sie nach all diesen schwierigen Jahren wieder ein Weg zueinander finden?

Mit ihrem Schreibstil konnte mir Antje Babendererde vor allem und schon immer grossen Respekt und Liebe gegenüber der indianischen Kultur und dessen Völker übermitteln! In jedes ihrer Bücher erzählt sie von zwei neuen einzigartigen Charakteren, die auf die eine oder andere Weise romantisch zueinander finden und trotz wiederkehrender Thematik, hat sie mich noch nie enttäuscht. Zudem erzählt sie jedes Mal von einem anderen Volk und dessen Glaube und Spiritualität, was in diesem Fall die Navajo waren.

Fazit
Immer wieder kann mich Antje Babendererde mit ihren einzigartigen Charakteren, ihrem flüssigen und vor allem liebevollen Schreibstil und ihren aussergewöhnlichen Erzählungen rund um die indianische Kultur überzeugen. Auch wenn Wachholder Sommer nicht mein Liebling unter ihren Büchern geworden ist, denn dieser Platz ist allein Libellensommer reserviert, hat mich ihre Geschichte wieder einmal berühren und zum nachdenken bringen können.

Kann eine weiße Autorin über "Indianer" schreiben, ohne, dass es schiefgeht?

Von: Elif Datum: 10.08.2017

lost-in-written-words.blogspot.de/

"Wacholdersommer" hieß ursprünglich "Zweiherz" und erschien 2007.

Content Note: Sexueller Missbrauch

Meine Meinung

Ich müsste 14 oder 15 gewesen sein, als ich "Zweiherz" das erste Mal gelesen hab. Damals habe ich alle Jugendbücher von Antje Babendererde verschlungen und auch dieses sehr gemocht. Nun habe ich inzwischen einen anderen Blick - wie finde ich das heute, dass sich eine weiße Autorin diese Kultur aneignet und darüber schreibt, obwohl sie kein Teil davon ist? Kann das gut gehen?

Nun kann ich das als Person, die ebenfalls kein Teil der Kultur der amerikanischen Ureinwohner*innen ist, natürlich nicht zur Genüge beurteilen. Was ich beurteilen kann, ist, wie die Facetten eingefangen werden und ob der Umgang ein wertschätzender und kein westlich-überheblich angehauchter ist. Und da ist die Antwort ganz klar: Babendererde geht als Beispiel für weiße Autor*innen voran, die über Kulturen von Menschen of Colour schreiben wollen, der sie nicht angehören. Ich war, wie auch schon in Jugendjahren, begeistert.

Die Geschichte um Zweiherz kann man nicht mögen, wenn man absolut nichts für Spiritualität und Glauben übrig hat. Zweiherz ist nämlich eine Art Geist, der in Gestalt eines Kojoten Menschen aufsucht - so auch Will in dieser Geschichte. Dabei stützt sich Babendererde auf den Glauben der Navajos und bindet ihn meinem Eindruck nach gekonnt ein. Zu gerne wüsste ich von jemandem, der*die selbst Navajo ist, ob alles akkurat ist - in diesem Fall vertraue ich aber der Autorin und ihren langen Recherchereisen und Kontakten mit amerikanischen Ureinwohner*innen.

Dass ihr Umgang ein wertschätzender und lebensnaher ist, erkennt man unter anderem daran, dass die Autorin sich nicht davor scheut, Missstände aufzuzeigen: Polizeigewalt und -willkür, schlechtere Bildungsmöglichkeiten, Mittellosigkeit, Rassismus, die Erinnerung an den Völkermord, Aneignung von Land und Wasserverschmutzung, Kulturraub, Alkoholismus und Gangs als Folge von Perspektivlosigkeit und vieles mehr. Außerdem ist Kayes Vater weiß, genauso wie eine enge Freundin von ihr; dadurch zeigt die Autorin, welche Differenzen herrschen können und macht das auf eine Art und Weise, die - berechtigt - hart mit dem Weißsein ins Gericht geht.

Das alles waren Punkte, die mich begeistert haben. In einem Jugendbuch findet sich so viel Facettenreichtum nicht oft. Gleichzeitig gilt es zu akzeptieren, dass Kaye eine traditionell eingestellte Protagonistin ist. Ihr großes Ziel ist nicht, Karriere zu machen und die Ländereien zu verlassen. Sie will einfach mit Will zusammen sein - ihn heiraten, Kinder mit ihm bekommen, sich um seinen Großvater kümmern. Mir hat das gut gefallen, weil es Kayes eigene Entscheidung ist und zu keinem Zeitpunkt etwas anderes vermittelt wird.

Die Liebesgeschichte zwischen Will und Kaye war dadurch mal etwas ganz anderes. Beide wissen, dass sie sich lieben und füreinander bestimmt sind. Was zwischen ihnen steht, sind ganz andere Dinge, Dinge, die im Laufe des Buches aufgearbeitet werden.

Neben den inhaltlichen Aspekten ist mir auch wieder aufgefallen, was für eine gute Schreiberin Babendererde ist. Ihr Schreibstil ist angenehm, flüssig und zieht einen sofort in den Bann. Ehe man sich versieht, schließt man die letzte Seite und hätte gerne noch viel mehr zu lesen. Ich fänd's fabelhaft, wenn die Autorin mal wieder ein Buch mit solchem Setting schreiben würde. Solange begnüge ich mich mit denen, die ich habe.

Übrigens finde ich den ursprünglichen Titel viel schöner und passender - "Wacholdersommer" klingt doch sehr beliebig. Wenn die Neuauflage aber dafür sorgt, dass es wieder mehr gelesen wird, ist das etwas, womit ich leben kann.

Fazit

"Wacholdersommer" konnte mich auch zehn Jahre später vollkommen von sich überzeugen. Antje Babendererde ist eine weiße Autorin, die als Beispiel vorangeht. Mich konnte sowohl ihr Umgang mit der Kultur und der heutigen Lebenswelt der Navajos als auch die Geschichte an sich vollends überzeugen. Ich wünsche mir mehr solcher Bücher in den Jugendbuchreihen! Von mir gibt es dafür volle 5 von 5 Sternen.

★★★★★

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