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Warum die Sache schiefgeht Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-15867-6

Erschienen: 15.02.2016
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Es geht uns gut. Es geht uns sogar prächtig! Die Frage ist nur: Wie lange noch? Politiker und Wirtschaftsführer sind offenbar fest entschlossen, weiterzumachen wie bisher. Doch wenn wir unseren Lebensstil nicht radikal ändern – und zwar sofort, jetzt gleich, nicht erst in zwanzig Jahren –, lässt sich der globale Kollaps nicht mehr vermeiden. Bestsellerautorin Karen Duve fragt, wie wir der Katastrophe entkommen, gewissenlose Entscheidungen und gedankenlosen Konsum abschaffen und anständig überleben können.

Karen Duve (Autorin)

Karen Duve , 1961 in Hamburg geboren, lebt in der Märkischen Schweiz. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Romane Regenroman (1999), Dies ist kein Liebeslied (2005), Die entführte Prinzessin (2005) und Taxi (2008) waren Bestseller und sind in 14 Sprachen übersetzt. 2011 erschien ihr Selbstversuch Anständig essen, in dem sie – ähnlich Jonathan Safran Foers »Tiere essen« – die Frage aufwarf »Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer?« und damit eine breite Diskussion über unser Konsumverhalten auslöste.

Originaltitel: Warum die Sache schief geht
Originalverlag: KiWi/Galiani, Köln 2014

Taschenbuch, Broschur, 192 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-15867-6

€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 15.02.2016

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Ein guter Einstieg in Themen, die uns alle etwas angehen...

Von: Bücherphilosophin Datum: 24.02.2016

buecherphilosophin.com/

In ihrem Buch “Warum die Sache schiefgeht” regt sich Karen Duve über den Ist-Zustand unserer modernen Gesellschaft auf, ob das Problem nun das Finanzwesen, die Medizin oder die Landwirtschaft ist. Karen Duve hat zu allem etwas zu sagen und weiß auch schon von Anfang an, wer eigentlich Schuld daran trägt, dass wir Menschen unseren Planeten nach und nach unbewohnbar machen – Psychopathen. Das ist von mir an dieser Stelle natürlich etwas vereinfacht dargestellt, aber im ersten Kapitel geht es Karen Duve wirklich um diesen sagenumwobenen Buhmann, der angeblich allen anderen in die Suppe spuckt, auch wenn seine Existenz bis heute von der Wissenschaft nicht eindeutig bewiesen wurde. Die im weiteren angebrachten Argumente der Autorin sind jedoch nicht zu unterschätzen.

Denn sie stützt sich auf neuste wissenschaftliche Erkenntnisse, wenn sie zum Beispiel über die gängige Praxis der traditionellen Landwirtschaft wettert Antibiotika vor die Säue, bzw. jegliches Schlachtvieh, zu werfen. Nicht nur haben wir ahnungslosen Endverbraucher den Mist anschließend im Essen, sondern entwickeln sich so auch noch nicht zu unterschätzende medizinische Konsequenzen. Karen Duve beschwört im folgenden das Zeitalter der Antibiotikaresistenz hervor. Es herrschen mittelalterliche Zustände, Hüftoperationen werden schon mal zu Amputationen und eine Lungenentzündung sogar für Menschen Mitte zwanzig zum Todesurteil. Trotzdem ändert sich nichts, auch wenn Landwirte mit all den Keimen, die sie auf sich und ihrer Familie ansiedeln laut der Autorin eigentlich schon unter das Seuchenschutzgesetz fallen dürften.

Doch sind es nicht nur die Landwirte, die zu unser aller Unglück beitragen, es sind auch raffgierige Banker, rücksichtslose Chirurgen und weltfremde Wissenschaftler. Manchmal kann ich der Autorin nur Recht geben, schließlich benennt sie ernsthafte Probleme mit nicht absehbaren Konsequenzen – besonders in ihren Kapiteln über die Finanzkrise und den inflationären Gebrauch von Antibiotika. Ab und zu regt sie sich aber auch über Dinge auf, deren Wahrscheinlichkeit wohl eher im Bereich der Science Fiction liegen dürfte, zum Beispiel das apokalyptische Potenzial des CERN in der Schweiz. Theoretisch könnte bei dessen Versuchen nämlich ein schwarzes Loch erzeugt werden, das die Erde verschlingt; Wahrscheinlich ist das aber nicht, wobei Karen Duve dieses minimale Restrisiko jedoch immer noch zu hoch ist – während ich der Meinung bin, dass es besser ist sich mit konkreten Bedrohungen zu befassen.

Wer soll es nun richten? Wer soll die Menschheit retten? Karen Duve sagt Frauen und da stimmen wir dann wieder überein ;) Trotzdem kann ich nicht umhin ihre Ausführungen nur so mittelernst zu nehmen, habe ich doch erst kürzlich eine Reihe Sachbücher aus dem Bereich Zukunft des Planeten und daraus resultierende Herausforderungen für die Menschheit gelesen, die von weitaus qualifizierteren Schriftstellern verfasst wurden. Das heißt jedoch nicht, das Karen Duves Streitschrift keinen wahren Kern hat. Der Karren ist im Dreck, da hat sie durchaus recht und so wie wir bisher damit umgegangen sind, kommen wir als Zivilisation nicht weiter. In diesem Punkt stimmen alle klugen Köpfe der wissenschaftlichen und politischen Szene überein, die Lösung heißt nicht wie bisher Wachstum, sondern Nachhaltigkeit – ob diese nur durch die Einführung eines Matriarchats zu erreichen ist, sei an dieser Stelle mal dahingestellt.

Insgesamt liest sich “Warum die Sache schiefgeht” wie eine Mischung aus Stammtischrede und Streitschrift. Karen Duve spricht mit der Leserin, wie mit einer guten Bekannten, begegnet ihr auf Augenhöhe und sensibilisiert sie für gesellschaftliche, umweltpolitische und wissenschaftliche Belange, die uns alle etwas angehen und gemessen an den potenziellen Konsequenzen, über Generationen hinweg auch weiterhin etwas angehen werden. “Warum die Sache schiefgeht” bietet insofern den perfekten Einstieg in die hier angerissenen Themen, u.a. die Ursachen der Finanzkrise und das rücksichtslose Zocken internationaler Banker, Antibiotikamissbrauch in der Landwirtschaft und wissenschaftliche Errungenschaften mit teils unabsehbaren Konsequenzen – Stichwort Virenforschung und CERN. Mehr als den ersten Schritt in Richtung der jeweiligen Probleme tut dieses Buch jedoch nicht.

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