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Wege, die das Leben geht Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71487-2

Erschienen: 11.10.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Eyja muss Schluss machen mit dem Chaos in ihrem Leben. Das denken vor allem ihre Großmutter, ihre Mutter und deren beste Freundin Runa. Deshalb verbringt sie den Sommer mit Runa im idyllischen Schweden. Dort soll sie zu sich selbst finden und Zeit zum Schreiben haben, denn Eyja hat einen Traum: Sie möchte Schriftstellerin werden, wie ihr berühmter Großvater. Doch ganz so friedlich verläuft der Sommer nicht. Das war eigentlich auch nicht wirklich zu erwarten, schließlich mischt sich nicht nur die energische Runa ständig in ihr Leben ein, auch Eyjas eigensinnige Mutter und ihre dominante Großmutter haben immer ein Wörtchen mitzureden. Nicht zu vergessen, die Stimmen ihrer Urahninnen, die ihr noch aus dem Jenseits gute Ratschläge erteilen …
Audur Jonsdottir ist in ihrem neuen Roman das vielschichtige Porträt einer Frau gelungen, der es gelingt, zwischen den so starken wie unterschiedlichen Frauen ihrer Familie einen eigenen Platz zu finden.

»Ein Roman, der gerade durch die Tatsache, dass er autobiographisch ist, besonders raffiniert und liebenswert ist.«

Ulrike Sárkány, NDRkultur, „Matinee“ – „Neue Bücher“ (11.01.2017)

Audur Jónsdóttir (Autorin)

Audur Jónsdóttir, geboren 1973, ist eine von Islands bekanntesten jüngeren Schriftstellerinnen. Sie ist vielfach preisgekrönt und in mehrere Sprachen übersetzt. "Jenseits des Meeres liegt die ganze Welt" ist ihr erstes Buch, das auf Deutsch erscheint.

www.jonsdottir.com


Kristof Magnusson (Übersetzer)

Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er lebt als Autor und Übersetzer aus dem Isländischen in Berlin. Sein Debütroman "Zuhause" (2005) wurde mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet, sein Romane "Das war ich nicht" und "Arztroman" waren Bestseller. 2011 erschien seine "Gebrauchsanweisung für Island". Die Verfilmung seiner Komödie "Männerhort" (mit Christoph Maria Herbst, Detlev Buck und Elyas M’Barek) kam im Oktober 2014 in die Kinos. Für seine Übersetzungen erhielt er 2016 den Jane-Scatcherd-Preis.

»Ein Roman, der gerade durch die Tatsache, dass er autobiographisch ist, besonders raffiniert und liebenswert ist.«

Ulrike Sárkány, NDRkultur, „Matinee“ – „Neue Bücher“ (11.01.2017)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Isländischen von Kristof Magnusson
Originaltitel: Ósjálfrátt
Originalverlag: Mál og menning

Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-71487-2

€ 11,99 [D] | € 12,40 [A] | CHF 16,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 11.10.2016

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Spannend, guter Schreibstil

Von: Regina Langbein Datum: 07.05.2017

https://relacra.blogspot.de/

Ein Buch, drei Kapitel und viele Untertitel. Dem ersten Anschein bringt es Struktur in die Geschichte.
Ein Frauenportrait der Hauptprotagonistin Eyja. Sie hat (unüberlegt) einen Mann geheiratet, der sich dem Alkohol hingibt und Eyja in einen Strudel zieht, der kein gutes Ende vorausahnen lässt. Ihre Großmutter, Witwe eines Literaturpreisträgers und Mutter einer begabten, aber auch dem Alkohol zugeneigten und Männer wechselnden Tochter entscheiden, dass Eyja weg muss vom Mann, vom Chaos in ihrem Leben, vom Dreck in ihrer Wohnung. Sie soll sich ihrem Traum, dem Schreiben widmen. Denn sie möchte einen Roman schreiben. Denn Schreiben ist wichtig in der Familie, schon durch den begabten Großvater, dessen Aura noch immer spürbar ist.
Eyja soll nach Schweden, zu Runa, der Freundin ihrer Mutter. Dort wird sie, so der Plan der Frauen, Ruhe finden und schreiben können.
Doch es wird ein sehr ereignisreicher Aufenthalt, der nicht nur durch das Romanschreiben ausgefüllt sein wird. Ob am Ende des Sommers der Roman fertig ist? Und ob Eyja ihrem Leben eine Wendung verschaffen kann??? Es lohnt sich, das Buch zu lesen.
Es ist mir schwer gefallen, das Buch in einem Zug durchzulesen. Die Art des Schreibens gefällt mir, ist in manchen Passagen sogar sehr poetisch. Und doch war für mich einiges durch die Zeitsprünge schlecht nachvollziehbar.
Die Verwicklungen der Lebensgeschichten von Großmutter, Mutter und Enkelin sind spannend, manchmal auch erheiternd. Und es gibt Sätze, die man sich anstreichen sollte, weil sie so kluge Aussagen enthalten.
Es ist empfehlenswert und macht Lust auf die kommenden Bücher der Autorin.

Ein interessant gezeichnetes, tiefsinniges Frauenportrait!

Von: Leezenland Datum: 07.04.2017

leezenland.blogspot.de

Mit dem Chaos in ihrem Leben und ihrer Beziehung zu einem dem Alkohol zugeneigten Verlierertypen muss Schluss sein! Das findet zunächst zwar nicht unbedingt die Isländerin Eyja selbst, aber dafür ihre Großmutter, ihre Mutter und deren Cousine Rúna. Die drei bestimmen, dass Eyja eine Auszeit braucht. Die energische Rúna nimmt sie für einen Sommer mit zu ihrer Ferienhausanlage in Schweden. Dort soll Eyja Abstand gewinnen, zu sich finden, und ihrem Traum, ihren ersten eigenen Roman zu schreiben, näher kommen.

Eyja weiß mit ihrem neugewonnenen Freiraum zunächst nicht viel anzufangen. Die ersten Wochen in Schweden vergehen mit Sehnsuchtsgedanken und schlechtem Gewissen ihrem Partner gegenüber. Hinzu kommt, dass Rúna mit ihrer starrköpfigen Art in verlässlicher Regelmäßigkeit dafür sorgt, dass die beiden durch genervte Mieter, neugierige Journalisten und misstrauische Polizisten in ihrer geplanten Sommeridylle gestört werden. Schließlich stehen sie gar im Mittelpunkt eines Drogenskandals. Doch Eyja lernt, sich abzugrenzen, sich für ihre eigenen Träume einzusetzen und kehrt schließlich mit einem Manuskript nach Island zurück. Nicht zuletzt wird sie dabei unterstützt von den Stimmen dreier bereits verstorbener Urahninnen. Die eigensinnigen Frauen aus der Gegenwart ihrer Familie finden hier ihre mystischen Pendants in der Vergangenheit.

Die schriftstellerischen Ambitionen scheinen der Hauptfigur bereits in die Wiege gelegt zu sein, denn ihr Großvater wird als berühmter isländischer Nationaldichter beschrieben. Gar nicht so weit hergeholt: Die Autorin Audur Jónsdóttir, geboren 1973, ist selbst nicht nur eine von Islands bekanntesten jüngeren Schriftstellerinnen, sondern auch die Enkelin des isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness. Wie viele autobiographische Bezüge dieses Buch ansonsten noch enthält, darüber darf spekuliert werden.
Auch Eyjas Mutter wird als eine Frau mit großem schriftstellerischen Talent beschrieben. Eine meiner Lieblingsstellen:

Eyja hatte ihre Mutter umgebracht, das war das Verbrechen gewesen, das sie begangen hatte. Und sie würde es nicht rückgängig machen wollen, selbst wenn sie es könnte.
Bevor Eyja sie verdrängt hatte, hatte ihre Mutter so viel für die Zeitungen geschrieben, dass sie damit einen großen goldenen Pralinenkarton hatte füllen können, den Opa wohl mal von einem ausländischen Verleger oder Botschafter zu Weihnachten bekommen hatte.
Diese vergilbten Kolumnen waren wie eine echte italienische Pizza: knusprig und frisch. Jedes Wort war saftig, aromatisch und irgendwie genau deshalb an der richtigen Stelle, weil es an der falschen stand - so wie die Menschen in Mamas Zeichnungen durch ihre schiefen Proportionen genau richtig getroffen waren. "Schade, dass dir gar nicht bewusst ist, was du da machst', hatte Eyja ihrer Mutter einmal gesagt, woraufhin die ihr eine Ohrfeige gegeben und ihr befohlen hatte, den Mund zu halten." (S. 110)

"Wege, die das Leben geht" zeichnet die verschiedenen Wege in Eyjas Leben nach, die Sackgassen, Abkürzungen, Umwege und wenigen Überholspuren. Die zeitlichen Perspektiven wechseln dabei oft und teils sehr schnell hin und her. Mir gefiel dies, weil es immer wieder überraschende Einblicke bot, die halfen, Eyjas Charakter besser zu verstehen. Manchen mag dies aber im Lesefluss stören. Ein interessant gezeichnetes, tiefsinniges Frauenportrait.

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