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Wie keiner sonst Roman

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€ 11,30 [A] | CHF 15,50*
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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-67654-1

Erschienen: 08.12.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ein Roman, der tief unter die Haut geht

Vater und Sohn. Gemeinsam führen sie einen Überlebenskampf am Rand der Gesellschaft. Immer wieder ziehen sie um, ein Leben wie auf der Flucht. Und doch fehlt es dem Jungen an wenig. Der Vater lehrt ihn nicht nur lesen, schreiben und rechnen, sondern erklärt ihm auch das Leben. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Sie vertrauen und lieben einander bedingungslos. Doch das scheinbar sorglose Dasein wird von einem folgenschweren Ereignis überschattet.

Jonas T. Bengtsson (Autor)

Jonas T. Bengtsson, geboren 1976, wurde für seinen ersten Roman, Aminas Briefe, 2005 mit dem Dänischen Debütantenpreis ausgezeichnet. Sein zweiter Roman Submarino wurde von Thomas Vinterberg verfilmt. 2010 gewann Bengtsson den Per-Olov-Enquist-Preis. Wie keiner sonst ist sein dritter Roman, die Filmrechte sind bereits vekauft. Jonas T. Bengtsson lebt in Kopenhagen.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Dänischen von Frank Zuber
Originaltitel: Et Eventyr
Originalverlag: Kein & Aber

Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-67654-1

€ 10,99 [D] | € 11,30 [A] | CHF 15,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 08.12.2014

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Eine tolle GFeschichte über eine unvergleichliche Vater-Sohn-Beziehung

Von: tamysbuecherwelt Datum: 16.12.2015

www.tamysbuecherwelt.wordpress.com

Allgemeines zu Buch und Autor

Jonas T. Bengtsson wurde 1976 geboren und hat mit seinen bisher drei Romanen schon mehrere Preise erhalten, auch wurde einer bereits verfilmt und ebenfalls ausgezeichnet. Er lebt in Kopenhagen. Auch “Wie keiner sonst” wird verfilmt werden, die Rechte sind bereits verkauft.

Dieses Buch hat mir unglaublich gut gefallen, ich konnte es kaum aus der Hand legen und war einfach nur begeistert!

Kritische Auseinandersetzung

Dieses Buch macht eindeutig seine Charaktere aus, ein liebevoller Vater und ein Sohn, der seinen Vater genauso sehr liebt. Die Beiden leben ein eher etwas anderes Leben, sie ziehen häufig um und das meistens sehr plötzlich, ohne dies länger zu planen, außerdem geht der Sohn auch nicht in die Schule, obwohl er gern würde. Der Vater bringt seinem Sohn alles selbst bei und er scheint ein sehr gebildeter Mann zu sein, was man im Fortlauf des Buches als Lehrer herausfindet. Ich mag, wie er seinem Jungen alles erklärt und ihn mit einbezieht und das er, obwohl scheinbar nicht viele finanzielle Mittel zu Verfügung stehen, alles daran setzt, dass sein Sohn glücklich ist.

Der Vater hat auch keine feste Arbeitsstelle, er wechselt sie immer wieder und dabei auch das ganze Arbeitsfeld. Er lässt seinen Sohn manchmal den ganzen Tag alleine, was in seinem jungen Alter eigentlich ja nicht so toll ist, doch er scheint von seinem Vater von Anfang an sehr selbstständig erzogen worden zu sein.

Die Beziehung zwischen den Vater und Sohn finde ich unwahrscheinlich schön dargestellt, manche Sätze trafen mich genau ins Herz, weil der Autor es so geradeheraus und ehrlich schreibt. Grundsätzlich “plätscherte” die Geschichte manchmal vor sich hin, doch ich glaube, man musste sehr auf die Details achten um zu sehen, wie wertvoll auch diese Teile der Geschichte sind.

Längen hatte ich in diesem Buch gar keine, ich konnte es sehr schnell durchlesen und hätte mir am Ende fast gewünscht, dass ich es nicht so schnell gelesen hätte. Der Autor schreibt klar und deutlich, beschreibt viel, aber nicht zu viel. Das Buch ist aus der Sicht des Jungen geschrieben, was ich mal etwas anderes finde, da sich ja eigentlich jeder in ein Kind hineinversetzen kann, wir waren ja schließlich alle mal eines. Aber daher kommt es natürlich, das Manche Passagen nur vage beschrieben sind, da der Sohn vielleicht den Ausdruck dafür noch nicht kennt oder auch einfach nicht weiß, was der Vater macht, wenn er weg ist oder was manches zu bedeuten hat.

Die große Wende des Buches folgt dann nach einer sehr schrecklichen Situation, die ich euch jetzt natürlich nicht vorwegnehme, dennoch konnte man gerade hier erkennen, dass das Buch aus der Sicht eines Kindes geschrieben wurde. Dies verändert den Vater völlig (auf eine gewisse Art zurecht), doch ändert sich dadurch alles.

Der Schluss hat mir sehr gut gefallen, doch konnte ich meine Tränen da nicht mehr zurückhalten und ich weine wirklich nicht oft bei Büchern. Aber diese Geschichte und vor allem die Vater-Sohn-Beziehung haben mich einfach sehr berührt und ich bin froh, dass ich sie gelesen habe, obwohl ich anfangs skeptisch war. Ich glaube, dies ist eines der wenigen Bücher (abgesehen von Harry Potter), dass ich noch ein zweites Mal lesen werde.

Fazit

Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen, wen ich hier Sterne verteilen würde, dann hätte es definitiv alle Sterne bekommen. Es hat mich so sehr berührt und mich trotzdem gut unterhalten und war vor allem einfach mal etwas Anderes, was ich so noch nie gelesen habe. Die filmrechte sollen auch verkauft sein, ich bin gespannt, den Film werde ich mir definitiv anschauen.

Bier und Limonade

Von: YukBook Datum: 21.10.2015

www.yukbook.me

„Wie keiner sonst“ – so lautet der Titel dieses Romans und trifft auf so vieles in dieser Geschichte zu.

Damit könnte der Vater gemeint sein, der seinen siebenjährigen Sohn allein erzieht, ihm den Schulstoff selbst beibringt und ständig seine Zelte abbricht, um in und um Kopenhagen neu anzufangen. Mit Gelegenheitsjobs wie Möbelrestaurator, Türsteher oder Lichttechniker schlägt er sich durchs Leben. Sein Sohn versteht zwar das Nomadenleben nicht, verehrt seinen Vater jedoch bedingungslos und will so sein wie er.

Im zweiten Teil verschwindet der Vater plötzlich von der Bildfläche und bringt die Geschichte ein wenig aus dem Gleichgewicht – so sehr hat man sich an die traute Zweisamkeit zwischen Vater und Sohn gewöhnt. Auch der Sohn, der nun bei seiner Mutter lebt, entwickelt sich immer mehr zum Außenseiter, raucht Joints und verschreckt Lehrer und Schüler mit seinen verstörenden Zeichnungen.

Es ist faszinierend, wie unsentimental und doch treffsicher Bengtsson die Gefühle des Jungen wiedergibt. Sehr deutlich wird dies in einer Szene, in der er heimlich die Wohnung der Vermieterin inspiziert und zwischen dem Reiz, etwas Verbotenes zu tun, und der Angst, ertappt zu werden, hin- und hergerissen ist.

So wie die Romanfiguren muss man auch als Leser darauf gefasst sein, bei der Lektüre aus der Bahn geworfen zu werden. Haben sich Vater und Sohn in einer fast idyllischen Atmosphäre gerade noch ein Bier und eine Limonade bestellt, wird man kurze Zeit später mit einer Gewaltszene überrascht. Es ist wahrlich ein Roman ‚wie keiner sonst’, der von einer tragischen Vergangenheit, emotionaler Zerrüttung und Menschlichkeit handelt.

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