Winter in Maine

Roman

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Taschenbuch
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Kann man sich für den Verlust der vollkommenen Liebe rächen?

Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, einen treuen und verspielten Pitbullterrier. Eines Nachmittags wird sein Hund aus nächster Nähe erschossen, offenbar mit Absicht. Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss …

»Ein kleines Meisterwerk ... eines jener seltenen Bücher, die lebensklug und dabei höchst unterhaltsam sind.«

Colum McCann

Aus dem Englischen von Thomas Gunkel
Originaltitel: Julius Winsome
Originalverlag: The Overlook Press, Peter Mayer Publishers, Inc., Woodstock & New York
Taschenbuch, Broschur, 208 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-74224-0
Erschienen am  08. August 2011
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Vom sinnlosen Töten

Von: femundo aus Köln

31.01.2020

In schnörkelloser Sprache entführt uns Gerard Donovan in die einsamen Wälder an der Grenze zwischen den USA und Kanada. Die Winter dort sind schneereich und kalt, nur wenige Menschen geraten in die Nähe des eigenbrötlerischen Julius, der dort in seiner kargen Hütte haust. Sein Leben gerät aus dem Tritt, als man seinen Hund tötet, und die Bluttat obendrein noch hämisch kommentiert. Der Angegriffene wandelt sich zum kühl kalkulierenden Rächer. »Winter in Maine« ist eine Geschichte über Einsamkeit, stille Verzweiflung und vor allem über sinnloses Töten. Mit beinahe dokumentarischer Genauigkeit schildert Donovan die verheerende Schlagkraft von Schusswaffen, die Mensch und Tier keine Chance lässt. Ein packendes und auch verstörendes Buch, dessen inneres und äußeres Drama sich vor einer beunruhigend lautlosen Winterlandschaft entfaltet. Großes Kopfkino mit einem Protagonisten auf fatalen Abwegen.

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Krimi über einen sanftmütigen Eremiten, der zum kaltblütigen Mörder wird,Krimi über einen sanftmütigen Eremiten, der durch den Tod seines Hundes zum kaltblütigen Mörder wird

Von: 3lesendemaedels

07.01.2020

Mit 3282 Büchern lebt Julius in einer abgelegenen Hütte in den Wäldern von Maine. Er sitzt lesend vor dem Kamin, als er draußen einen Schuss hört. Dies ist nicht ungewöhnlich im Herbst, wenn die Jagdsaison begonnen hat. Doch als sein Hund nach einiger Zeit nicht zurückkehrt, beginnt er sich Sorgen zu machen. Er findet Hobbes, angeschossen von einer Schrotflinte aus unmittelbarer Nähe vor. Zwanzig Meilen sind es mit dem Auto zum Tierarzt. Aber dieser kann nur den Kopf schütteln. Am selben Abend begräbt Julius seinen treuen und einzigen Freund in seiner Einsamkeit vor der Hütte. Das Plakat, das er am nächsten Tag vor dem Supermarkt in der nächsten Kleinstadt anbringt "Hund erschossen, Hinweise erbeten", wird innerhalb kürzester Zeit mit einer Botschaft überschrieben und er begreift, dass niemand seine Trauer versteht. Aber Julius will Rache nehmen an allen Jägern, um den alleinigen Mörder zu finden. Jeder Tierbesitzer könnte die Wut verstehen, die sich aufgrund eine solch unsinnigen Tat entfachen würde. Die Brutalität und Kaltblütigkeit, die Julius daraufhin entfaltet, beschreibt der Schriftsteller trotzdem großartig mit einer sanften Melancholie, die die Gefühle des sanftmütigen Eremiten nachvollziehbar machen.

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Vita

Gerard Donovan wurde 1959 in Wexford, Irland, geboren und lebt heute im Staat New York. Er studierte Philosophie, Germanistik und klassische Gitarre, veröffentlichte drei Gedichtbände, Shortstorys und drei Romane. Sein erster Roman „Ein bitterkalter Nachmittag“ wurde mit dem Kerry Group Irish Fiction Award ausgezeichnet und stand auf der Longlist des Man Booker Prize 2003. Sein jüngster Roman „Winter in Maine“ war ein internationaler Bestseller.

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Thomas Gunkel

Thomas Gunkel, 1956 in Treysa geboren, arbeitete mehrere Jahre als Erzieher. Nach seinem Studium der Germanistik und Geografie in Marburg/Lahn wurde er 1991 Literaturübersetzer. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören u.a. Larry Brown, John Cheever, Stewart O'Nan, William Trevor und Richard Yates.

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