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Wo steckst du, Bernadette? Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-74851-8

Erschienen: 12.01.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Bernadette Fox ist chaotisch, überfordert – und ungeheuer liebenswert. Ihr Ehemann Elgie, der neue Hoffnungsträger bei Microsoft, mag ihren Witz. Und ihre verrückten Ideen. Irgendwie auch ihre Unsicherheit, wenn sie mal wieder von quälenden Ängsten heimgesucht wird. Die anderen Mütter, allesamt perfekt organisiert, halten Bernadette allerdings für eine Nervensäge. Verantwortungslos. Schließlich beschäftigt sie online eine indische Assistentin, die den Alltag für sie regelt. Zum Stundensatz von 0,75 Dollar reserviert Manjula den Tisch im Restaurant, erledigt mal eben die Bankgeschäfte und bucht den Familienurlaub in die Antarktis. Und für ihre 15jährige Tochter Bee, die kleine Streberin, ist Bernadette, na ja, eine Mutter. Bee kennt ja keine andere. Doch irgendwann beschließt Bernadette auszubrechen. Ihr wird das alles zu viel. Und auf einmal ist sie verschwunden …

„Die Geschichte hat ungeheures Tempo, gute Dialoge, überraschende, immer glaubwürdige Wendungen, alles in allem ein wunderbar durchgeknalltes Buch.“

Christine Westermann, WDR 1, Sendung frauTV (27.02.2015)

Maria Semple (Autorin)

Maria Semple reiste die ersten Jahre ihres Lebens mit ihren Eltern kreuz und quer durch Europa (in Spanien schrieb ihr Vater Lorenzo den Pilot zur TV-Serie Batman), bevor sie nach Los Angeles und später nach Colorado zog. Unmittelbar nach Abschluss ihres Studiums am Barnard-College verkaufte sie ein Movie Script an Twentieth Century Fox, woraufhin sie sich wieder in LA niederließ. Sie arbeitete zunächst für Beverly Hills, 90210, schrieb dann für Sitcoms wie Ellen, Mad About You und Arrested Development. Inzwischen lebt sie mit ihrem Ehemann, der für die Simpsons schreibt, und der gemeinsamen Tochter in Seattle. Sie schreibt Bücher, studiert nebenher, und versucht, nicht ständig online zu sein. "Where'd You Go, Bernadette" steht seit über 30 Wochen auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Eine Kinoverfilmung ist in Arbeit.

„Die Geschichte hat ungeheures Tempo, gute Dialoge, überraschende, immer glaubwürdige Wendungen, alles in allem ein wunderbar durchgeknalltes Buch.“

Christine Westermann, WDR 1, Sendung frauTV (27.02.2015)

"Ein wunderbar durchgeknalltes Buch, beim Lesen ein großes Vergnügen."

WDR 5/Literaturmagazin "Bücher" (01.03.2015)

»Die Geschichte um Bernadette ist tatsächlich so spannend, brüllend komisch und zugleich herzerwärmend, dass sie das Zeug zur ganz großen Unterhaltung hat.«

Zeit online

»Die wundersame Geschichte von Bernadette ist erfrischend anders, mit vielen Ecken und Kanten, voller Überraschungen. Und sie hat mir etwas bestätigt, das ich schon immer geahnt habe: Lieben heißt glauben – und solange man glaubt, ist alles möglich. Eine rasende Lektüre. Einfach wunderschön!«

Natasa Dragnic, Autorin von "Jeden Tag, jede Stunde"

„Diese Komödie stand zu Recht über 30 Wochen auf der „New-York-Times“-Bestsellerliste.“

Bild.de (08.01.2015)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Cornelia Holfelder-von der Tann
Originaltitel: Where'd you go, Bernadette
Originalverlag: Little, Brown

Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-74851-8

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 12.01.2015

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Maria Semple - Wo steckst du, Bernadette?

Von: buecherherz Datum: 05.08.2016

https://buecherherz.wordpress.com/

Die Grundgeschichte an sich ist nicht sonderlich neu und besonders. Aber die Figuren sind es.

Bernadette Fox, ihr Mann Elgie Branch und ihre Tochter Bee leben in einer ehemaligen Mädchenerziehungsanstalt, die mittlerweile ziemlich heruntergekommen ist. Nicht nur deswegen ist der Ruf der Familie nicht der beste. Elgie ist selten da und dann steht er auch noch voll und ganz hinter den seltsamen Verhaltensweisen seiner Frau. Und diese gefallen den Nachbarn und den Müttern von Bees Mitschülern ganz und gar nicht. Bernadette redet nämlich nicht mit ihnen, hält sich von Schulaktivitäten fern und wirkt auch ansonsten nicht sehr herzlich. Immerhin lässt sie ihr krankes Kind in einer Bruchbude wohnen. Und dann lässt sie Manjula auch noch ihren kompletten Alltag planen. Zum Beispiel die Reise, die die Familie auf Bees Wunsch hin antreten will – in die Antarktis...

Bis das titelgebende Ereignis eintritt, sind schon gut zwei Drittel des Buches vorbei. Und in diesen zwei Dritteln lernt man das Leben von Bernadettes Familie sehr genau kennen. Immer wieder taucht man in die Vergangenheit ein, um die Charaktere voll erfassen zu können. Vor allem, um zu verstehen, warum Bernadette so verschroben und seltsam ist.

Die Geschichte kann man dabei vor allem über E-Mails, Briefe, Krankenakten und handschriftliche Zettel verfolgen. Allein durch die Kürze vieler dieser Schriftstücke liest sich das Buch schnell und wirkt rasant. Immer neue Entwicklungen aus den Perspektiven verschiedener Leute. Zusammengehalten werden diese Einzelteile von Bees übergreifender Erzählung.

Für mich persönlich schafften diese kurzen Briefe auch die Spannung. Es ging immer weiter, aber nur die wichtigsten Dinge wurden mitgeteilt. Trotz des Austausches zwischen zwei Buchfiguren war man mitten in der Geschichte. Auch die Figuren mit all ihren Besonderheiten waren spannend. Ich wollte entdecken und aufdecken, auf das Verschwinden zusteuern.
Doch umso weiter die Geschichte voranschritt, umso länger wurden die Briefe. Die verschiedenen Schichten der Figuren waren auch relativ schnell aufgedeckt. Man hörte immer wieder von denselben Charakteristiken, nur durch andere Menschen. Vor allem die Skurrilitäten von Bernadette waren am Ende immer dieselben. Verschiedene Menschen brachten nur ähnliche Beispiele, um alles zu untermauern.
Das Verschwinden von Bernadette brachte dann noch einmal ein wenig Schwung in die Geschichte und auch die Spannung stieg wieder. Nun wollte ich doch wissen, wo sie war und wie sie so einfach spurlos verschwinden konnte.

Ich mochte die 15-jährige Bee sehr gern, doch alle Erwachsenen in ihren Umfeld – Eltern wie Nachbarn – waren anstrengend. So besonders und individuell die Charaktere auch waren, sympathisch waren sie nicht. Vor allem durch die ungewöhnlichen Eigenschaften ist es schwer, sich in sie hineinzuversetzen.

Insgesamt macht das Ungewöhnliche den Reiz des ganzen Buches aus. Doch spätestens nach der Hälfte scheint alles entdeckt und erklärt. Dann lässt auch die Spannung nach, die erst zum Schluss noch einmal aufkommt.
Ich musste zwar weder wirklich lachen, noch war ich tief berührt, aber ich fühlte mich sehr wohl mit dem Buch.

Ein Genuss für Fans von Büchern in Brief- und Tagebuchform

Von: Alexandra (The Read Pack) Datum: 16.07.2016

www.readpack.de

Von einem Tag auf den anderen verschwindet Bernadette Fox aus dem Leben ihrer Tochter und ihres Mannes. Die sensible, liebevolle und etwas chaotische Mutter scheint wie vom Erdboden verschluckt.
Was es mit Bernadettes Verschwinden auf sich hat, erzählt “Wo steckst du, Bernadette?” von Maria Semple in ganz ungewöhnlicher Form. Aus Zeitungsartikeln, e-Mails und Notizen ergibt sich ein Ablauf von Ereignissen, der zu Bernadettes Verschwinden mündet. Nur wenige erzählerische Abschnitte lassen zwischendurch “direkt” am Geschehen teilhaben, Großteils wühlen wir uns durch die Spuren einer ungewöhnlichen Frau.

Beinahe detektivisch setzt der Leser sich mit jeder neuen Quelle ein Stück des Bildes von Bernadette zusammen. Das mag anfangs verwirrend wirken, übte auf mich aber einen unwiderstehlichen Sog aus. Es kommen viele Stimmen rund um Bernadette zu Wort, die Lästereien der Nachbarin geben genau so einen Einblick in ihre Persönlichkeit wie ein Interview mit ihrem Mentor aus Studienzeiten. Durch Bernadettes Mailverkehr bekommt dann auch die Verschwundene selbst eine Stimme. Vor allem diese Abschnitte sind urkomisch und herrlich skurril. Diese Protagonistin ist so wunderbar unangepasst und chaotisch, dass ich sie einfach mochte. Ein Papagei im Taubenschlag!

Neben diesem sehr unterhaltsamen und humorvollen, bunten Chaos von Buch versteckt sich in “Wo steckst du, Bernadette?” aber auch eine schöne und gefühlvolle Geschichte. Eine Geschichte darüber, wie wenig man doch Menschen manchmal kennt, auch wenn man glaubt alles über sie zu wissen. Es müssen keine “Leichen im Keller” sein, die uns entgehen. Vielmehr sind es die wahren Gefühle und Gedanken, die wir wohl häufig übersehen. Darauf macht dieses Buch ganz locker und dennoch sensibel aufmerksam. Eine schöne Botschaft.

Ein bisschen geht es in diesem Buch auch um das Überwinden von Grenzen. Dafür sinnbildlich steht in der Geschichte die geplante Antarktisreise der Familie Fox. Auf Drängen der Tochter geplant und von Bernadette vorbereitet, wird diese Reise zu einem echten Abenteuer für alle Beteiligten.

Unterm Strich, man merkt’s vielleicht, habe ich mich ein bisschen in dieses Buch verliebt. Locker flockig und trotzdem nicht inhaltlos, hat es mich gepackt. Ein Buch für den Liegestuhl im Sommerurlaub genauso wie für ruhige Abende im Winter. Für neugierige Leseratten wie mich, die Bücher in Brief- und Tagebuchform lieben ein echtes Herzstück.

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