Zeit der Mörder

Roman

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Oktober 1947. In einem kleinen irischen Dorf erschießt der Maler Claas Straatmann einen Fremden, der in sein Haus eingebrochen ist. Alles deutet auf Notwehr hin. Doch die Aussage, die Straatmann bei dem jungen Inspector Lynch macht, führt zurück in eine dunkle Zeit. In Wahrheit heißt der vermeintliche Maler nämlich Carl von Maug und war während der deutschen Besetzung von Paris damit beauftragt, den furchtbarsten Serienkiller Frankreichs zu jagen. Die Geschichte, die er erzählt, reißt den Inspector in einen Strudel aus Hass und Gewalt. Doch Lynch kommt der Verdacht, dass Straatmann lügt...


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 576 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-43917-7
Erschienen am  11. November 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Paris, Frankreich

Leserstimmen

Spannend, düster, brutal, grandios!

Von: khira.liest

11.01.2020

„Zeit der Mörder“ von Ulf Torreck ist ein Buch, das mir oft Gänsehaut beschert hat. Sei es durch den überragenden Schreibstil oder beim Betrachten des im Buch erwähnten Bilder „Der Krieg“ von Otto Dix oder „Das Floß der Medusa“ von Théodore Géricault. Gleich am Anfang des Buches musste ich kurz stoppen, denn dort befindet sich unter anderem ein Ausschnitt aus Paul Celans „Todesfuge“, ein Gedicht, das mich, wann auch immer es mir in meinem Leben begegnet, innehalten lässt und mir einen Schauer über den Rücken jagt. Der Einstieg ins Buch gelang mir sehr schnell, man war sofort mitten in der Handlung und ist von Anfang an neugierig auf die Zusammenhänge und die Auflösung der sich stellenden Fragen. Ulf Torreck hat es geschafft, mich mit seinem überragendem Schreibstil total in seinen Bann zu ziehen. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, man fliegt nur so durch die Seiten und möchte am liebsten gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Schreibstil ist klar, aber gleichzeitig komplex und unfassbar bildhaft. Manche Passagen sind sogar fast schon poetisch und sehr metaphorisch. Besonders gut gefallen mir auch einige „ausgefallene“ Begriffe, die Torreck verwendet, wie zum Beispiel „Zimmerflak“ oder „Reichsheini“. Kurz gesagt, ich liebe diesen Schreibstil, er passt einfach perfekt zur spannenden sowie düsteren Geschichte. Ich bin prinzipiell ein geschichtlich sehr interessierter Mensch und versuche immer, mein Geschichtswissen zu erweitern. Besonders spannend ist für mich unter anderem die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ich habe durch „Zeit der Mörder“ sehr viel gelernt, vor allem über die Zeit der deutschen Besatzung Frankreichs, denn das Buch hat mich auch zum Recherchieren angeregt. Dabei ist mir immer wieder aufgefallen, was sich Ulf Torreck für eine riesige Mühe beim Recherchieren seines Buches gegeben haben muss. Er verknüpft sehr geschickt wahre Ereignisse und echte Personen mit seiner fiktiven Geschichte, genauso, wie es meiner Meinung bei einer sehr guten Geschichte sein muss. So tauchen auch echte Personen in „Zeit der Mörder“ am Rande auf, wie zum Beispiel Édith Piaf, Ernst Gennat, Picasso, Erwin Rommel oder Carl-Heinrich von Stülpnagel. Chapeau, es ist einfach grandios! „Zeit der Mörder“ ist für mich ein ganz besonderes Buch. Unter anderem wegen des speziellen Hauptcharakters. Carl von Maug ist Obersturmbannführer bei der SS und außerdem Alkoholiker (eine sehr interessante Kombination übrigens!). Er ist ein Protagonist voller Ecken und Kanten, der einem nicht immer nur sympathisch ist. Einige seiner Ansichten und Entscheidungen empfinde ich als fragwürdig, aber gerade deshalb ist von Maug für mich ein Protagonist, den ich als überaus spannend empfinde und den ich nach und nach in mein Herz schließen konnte. Ich muss zugeben, dass mir „Zeit der Mörder“ vor allem deshalb ins Auge gesprungen ist, weil ich ein großer Fan der „Gereon Rath“-Reihe von Volker Kutscher bin und der Stil der Cover sich ähnelt. Auch von der Thematik her sah ich einige Parallelen, weshalb mein Anspruch an Torrecks Roman war, wenigstens genauso gut zu sein wie die Bücher von Kutscher, diesen dabei aber nicht allzu ähnlich. Und diese Erwartung wurde für mich absolut erfüllt! „Zeit der Mörder“ konnte mich genauso fesseln wie die Reihe von Volker Kutscher und auch die Ähnlichkeiten bezüglich der Handlung hielten sich in Grenzen. Besonders gut hat mir gefallen, dass „Zeit der Mörder“ deutlich düsterer und brutaler ist, als die „Gereon Rath“-Reihe. Besonders positiv ist mit außerdem das Nachwort aufgefallen, in dem Torreck erklärt, welche Teile seines Romans Fiktion und welche historisch belegt sind. Diese Seiten des Buches fand ich sehr spannend! Insgesamt kann ich „Zeit der Mörder“ also nur wärmstens empfehlen! Das Buch lässt einen in dunkle menschliche Abgründe schauen, hat eine verstrickte, komplexe Handlung, die es einem trotzdem erlaubt, den Überblick zu behalten, ein Fünkchen Humor, intelligente Dialoge und geschichtliche Hintergründe, die von einer ausgiebigen Datenrecherche zeugen.

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Eine spannende Geschichtsstunde

Von: Bücherserien.de

20.12.2019

Um was geht es in „Zeit der Mörder“ von Ulf Torreck? 1943, Paris ist von deutschen Truppen besetzt. Das Chaos des Krieges und die Besatzung belasten die Bevölkerung – und jetzt geht auch noch ein Mörder um. Carl von Maug von der SS, der die Arbeit der Polizei überwacht, muss sich damit befassen. Nicht allen gefällt das, schließlich geht das Gerücht um, der Täter könnte ein Deutscher sein. Doch vertuschen lässt sich nichts mehr – von Maug jagt einen Serienkiller. Dass von Maug ein handfestes Alkoholproblem hat, macht die Ermittlungen aber nicht gerade leichter. Denn was er zu sehen bekommt, wird er nie wieder vergessen. Jahre später lebt der SS-Mann unter dem Namen Straatmann in Irland. Wieder geschieht ein Mord, und diesmal muss er sich dafür verantworten. Doch dafür muss Straatmann noch einmal die Vergangenheit beschwören … Kritik: Verschiedene Zeitebenen und unterschiedliche Orte: Mit „Zeit der Mörder“ legt Ulf Torreck, auch bekannt als David Gray, einen vielschichtigen Kriminalroman vor. Vom Klappentext sollte man sich dabei nicht in die Irre führen lassen, denn die Geschichte spielt kaum in Irland – der hier, im Jahr 1947 angesiedelte Kriminalfall ist nur der Auftakt zu einer größeren Reise in die Vergangenheit. Genauer gesagt, in ein düsteres Kapitel der Geschichte, mitten in die Nazizeit, ins besetzte Frankreich hinein. Bisweilen fühlt man sich als Leser in einen historischen Roman versetzt, wenngleich die Krimi-Ebene nie vergessen wird. Natürlich ist ein gewisses Interesse an der Zeit ratsam für diesen Roman, denn Ulf Torreck malt ein ziemlich authentisches Bild vom Paris unter der Nazi-Herrschaft. Vielleicht ein wenig zu detailreich ab und an: Die wenigen Längen, die „Zeit der Mörder“ hat, sind unter anderem den allzu ausführlichen Beschreibungen der „Gelage“ geschuldet. Sehen wir das lieber als kleine Verschnaufpausen in diesem durchaus harten Krimi, dessen Atmosphäre bisweilen deprimierend erscheint. Das liegt auch am Protagonisten – als SS-Mann ist Straatmann schließlich keine besonders sympathische Figur. Allerdings ist auch hier nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Trotzdem: Torreck beschönigt nichts, im Gegenteil bezieht er in „Zeit der Mörder“ ganz klar Stellung. Sein Roman mag ein spannender Mix sein und SS, Gestapo, Widerstand und Unterwelt gleichermaßen behandeln. Doch jederzeit ist klar, wer die wahren Verbrecher in dieser Zeit sind. Bei all dem schafft es Ulf Torreck, immer noch einen guten, im Grunde sehr klassischen Krimi zu erzählen. Wenn man so will, ist der Roman ein Whodunnit der etwas anderen Art; in jedem Fall aber ein Roman, der zwar in einer dunklen Zeit spielt, dennoch aber in erster Linie ein Krimi ist und kein trockener historischer Roman. Mein Fazit: „Zeit der Mörder“ ist eine wohl dosierte Mischung aus Geheimnissen, handfesten Ermittlungen und interessanten und nachvollziehbaren Charakteren. Ein gewisser Hauch von deprimierender Düsternis liegt über dem Buch: Zum einen ist da die Zeit, in der der Roman spielt, zum anderen kommt dem Protagonisten immer wieder sein Alkoholproblem in die Quere. Es passiert also äußerst viel in diesem Roman, der von Frankreich nach Irland führt und gleichzeitig in die Abgründe von Menschen, die sich extremen Situationen ausgesetzt sehen. Ein paar kleine Schwächen in Form von allzu ausgedehnten Beschreibungen verzeiht man dem Autor gern – sein Roman ist eine echte Leseempfehlung für Geschichts- und Krimifans.

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Vita

Ulf Torreck, geboren 1972 in Leipzig, arbeitete bereits früh als Barmann, später als Journalist und Filmkritiker. Nach längeren Aufenthalten in Südostasien, Frankreich, Irland und Großbritannien begann er, Novellen und Romane zu schreiben. Seit April 2011 veröffentlichte Ulf Torreck unter dem Pseudonym David Gray fünfzehn Thriller und Kriminalromane, die regelmäßig Spitzenpositionen in den E-Book-Charts erreichten. Für seine historischen Thriller »Das Fest der Finsternis« (ebenfalls bei Heyne erschienen) und »Zeit der Mörder« recherchierte Torreck mehrere Jahre lang und befasste sich intensiv mit den dunklen Seiten des Menschen.

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