Zeit der Unschuld

Roman

(2)
Taschenbuch
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Geld oder Liebe, Leidenschaft oder Pflicht? Der ehrgeizige New Yorker Anwalt Newland Archer muss sich entscheiden: Will er sein Leben mit May teilen, einer jungen Frau aus gutem Hause und wie geschaffen für sein berufliches Fortkommen? Oder steht er zu seinen Gefühlen für Mays Cousine Ellen, die im Begriff ist, gegen alle Konventionen zu verstoßen? Edith Wharton gelang mit dieser bewegenden Dreiecksbeziehung ein preisgekröntes Meisterwerk.

»Edith Whartons Meisterwerk: das Porträt einer Klasse, die sich an Konventionen klammert und darüber das Leben verpasst.«

Paul Ingendaay

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Andrea Ott
Originaltitel: The Age of Innocence
Originalverlag: D. Appleton and Company, New York City 1920
Mit Nachwort von Paul Ingendaay
Taschenbuch, Broschur, 400 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10248-9
Erschienen am  09. Juli 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Tolles Buch...

Von: EvaMaria

23.08.2018

“Zeit der Unschuld” ist mein erstes Buch der Autorin und ich bin wirklich begeistert. Die Autorin entführt den Leser nach New York und zwar muss hier der Rechtsanwalt Archer eine Entscheidung treffen, in welche Richtung sein Leben gehen wird. Soll er seine Verlobte heiraten, die ihm ein stabiles Leben ermöglicht? Oder soll er doch Ellen heiraten, die sich nicht so anpassen kann oder will. Persönlich fand ich das Buch regelrecht faszinierend. Ich fand es schon sehr amüsant, was mit dieser Dreiecksbeziehung passieren wird. Allerdings fand ich die Darstellung der Menschen bzw. der High Society in New York einfach gelungen. Man hatte das Gefühl, alle sind so angepasst und ja nicht auffallen, dass es schon, wie ein Zwang auf mich gewirkt hat. Ich konnte als Leser auch wirklich sehr gut in die Handlung abtauchen. Die Emotionen in der Geschichte schwankten regelrecht, einmal war alles wunderbar und dann wieder nicht, so war ich als Leser einfach nur mitgerissen. Die Charaktere fand ich wirklich wunderbar ausgebaut. Mir hat es gefallen, wie vielschichtig diese auf mich gewirkt hatten und bei so einigen davon, dachte ich nur, was seid ihr den spießig, weil alles so real auf mich gewirkt hat. Bin absolut verzückt. Die Schreibweise war ein Genuss. Bei manchen Klassiker wird man von der Schreibweise abgeschreckt, weil viele sehr schwierig sind und auch teilweise sehr ermüdend wirken. Hier hingegen war das aus meiner Sicht sowas von absolut nicht der Fall. Das Buch war leicht zu lesen und alles mache einen sehr flüssigen Eindruck. Die Handlung wird von einem auktorialer Erzähler, welcher alles von außerhalb präsentiert. Fand ich aber sehr geschickt gewählt, denn man wäre wahrscheinlich bei diesen Menschen auch eher außerhalb und so wirkte alles sehr real auf mich. Das Cover finde ich recht ansprechend und elegant. Persönlich finde ich es sehr passend zur Handlung. Zur Autorin: Edith Wharton (1862–1937) war ein Kind der Upperclass von New York. Ihre Ehe mit einem deutlich älteren Bankier endete in einer Scheidung. Nach dem Pulitzerpreis für »Zeit der Unschuld« wurde ihr 1923 als erster Frau die Ehrendoktorwürde der Yale University verliehen. Sie war Mitglied der American Academy of Arts and Letters und wurde mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert. Quelle: Verlag Fazit: 5 von 5 Sterne. Tolles Buch. Ein Highlight. Einfach wunderbar. Klare Kauf – und Leseempfehlung. Wird auch nicht meine letzte Geschichte der Autorin sein.

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Zeit der Unschuld

Von: Erdhaftig schmökert

06.01.2016

“Zeit der Unschuld” ist ein alter Roman, den der Manesse Verlag neu auflegte. Die Erstveröffentlichung war 1920. Das ich ihn schon mal irgendwann gelesen hatte, merkte ich bereits im ersten Viertel des Buches. Es tat dem wonnevollen Lesen keinerlei Abbruch, denn: Edith Wharton befleißigte sich eines schönen Schreibstils und verfasste einen niveauvollen Roman, der die New Yorker Upper class um die Jahrhundertwende skizziert. Sowohl die Diplomatie, jemanden aus ihrer Gesellschaft auszuschließen und mit eisiger Höflichkeit zu behandeln als auch die gewinnende Höflichkeit, um sich anzubiedern oder aber seinen Status klar zu zeigen. Klassenunterschiede sollten von Anfang an in der Neuen Welt unerheblich sein – jedoch, ohne Hierarchien können Gesellschaften wohl nicht auskommen. Das zeigt die Geschichte immer wieder und dieses Element baute die Autorin gar wunderbar aus und in ihren Roman ein. Die US-Amerikaner hielten das “good old europe” damals für dekadent und waren doch selbst in der gehobenen Gesellschaft so konservativ wie es nur irgend ging. Genau diesen Punkt hebt Wharton immer wieder hervor während die eigentliche Liebegeschichte – die, die nicht wahr werden darf – ihren Lauf nimmt. Der Schmöker hat Niveau!

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Vita

Edith Wharton

Edith Wharton (1862–1937) war ein Kind der Upperclass von New York. Ihre Ehe mit einem deutlich älteren Bankier endete in einer Scheidung. Nach dem Pulitzerpreis für »Zeit der Unschuld« wurde ihr 1923 als erster Frau die Ehrendoktorwürde der Yale University verliehen. Sie war Mitglied der American Academy of Arts and Letters und wurde mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert.

Zur AUTORENSEITE

Andrea Ott

Andrea Ott, geboren 1949, hat sich als Übersetzerin englischer und amerikanischer Literatur einen Namen gemacht. Für den Manesse Verlag hat sie Meisterwerke u.a. von Jane Austen, Anthony Trollope, Charlotte Bronte, Elizabeth Gaskell, Henry James, Edith Wharton und Upton Sinclair ins Deutsche gebracht.

zum Übersetzer

Zitate

»Edith Whartons in mancherlei Hinsicht problematischer Liebesverzichtsroman strahlt in der Neuübersetzung von Andrea Ott mit frischer Ironie.«

FAZ (20. November 2015)

»Ein abgründiges Vergnügen – auch heute noch unbedingt lesenswert.«

Süddeutsche Zeitung (01. Dezember 2015)

»Whartons Roman malt ein spitzfindiges Porträt der amerikanischen Oberschicht. Die Neuübersetzung hat vor allem den ironischen Ton wunderbar getroffen.«

ZEIT online (19. Dezember 2015)

»Die Übersetzung von Andrea Ott wird dem stilistischen Reichtum, der von poetischen Naturbildern bis zu sarkastischen Personenbeschreibungen reicht, souverän gerecht.«

NZZ (27. Februar 2016)

»Die Übersetzerin ist gewitzt zu Werk gegangen, und hat auf diese Weise die versunkene Welt überbordender Konventionen so recht plastisch gemacht.«

Deutschlandfunk (22. März 2016)

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