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Zeitfuge Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-31678-2

Erschienen: 08.09.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Allzu menschlich

Für Ellis Rogers kommt die Diagnose wie ein Schock: Er hat nur noch ein paar Monate zu leben. Nachdem er sein Leben lang auf Nummer sicher gegangen ist, setzt Rogers jetzt alles auf eine Karte – denn in seiner Garage hat er eine Zeitmaschine gebaut. Sein Plan: in die Zukunft reisen, um dort nach einem Mittel gegen seine Krankheit zu suchen. Doch als die Maschine tatsächlich funktioniert, katapultiert sie Rogers in eine Zeit, die mit unserer Gegenwart nichts mehr zu tun zu haben scheint …

  • "Mit 'Zeitfuge' ist Michael J. Sullivan das gelungen, was ein wirklich guter Zeitreiseroman schaffen muss: Er lässt uns neu über die Gegenwart nachdenken."

"Mit 'Zeitfuge' ist Michael J. Sullivan das gelungen, was ein wirklich guter Zeitreiseroman schaffen muss: Er lässt uns neu über die Gegenwart nachdenken."

SFFWorld.com

Michael J. Sullivan (Autor)

Michael J. Sullivan wurde 1961 in Detroit, Michigan geboren. Mit acht Jahren begann er seine ersten Geschichten zu schreiben, heute lebt er mit seiner Familie in Fairfax als freier Autor. Seine Riyria-Serie ist in 14 Sprachen übersetzt.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Oliver Plaschka
Originaltitel: Hollow World
Originalverlag: Tachyon Publishing

Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-31678-2

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 08.09.2015

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Die Zukunft wird anders...

Von: Florian Eckardt Datum: 09.04.2016

www.tinte-und-schwert.de

Ellis Rogers ist 58 Jahre alt. Dann erfährt er, dass er an einer tödlichen Lungenfibrose leidet und noch maximal ein Jahr zu leben hat. Er hat nichts mehr zu verlieren und entschließt sich, die Zeitmaschine in seinem Keller tatsächlich auszuprobieren. Entgegen seiner Erwartung funktioniert die Zeitmaschine tatsächlich. Allerdings etwas anders als zunächst gedacht. Denn ursprünglich wollte Rogers nicht weiter in die Zukunft reisen, als die Gründung der USA zurückliegt. Durch einen Fehler in der Berechnung wird er allerdings in das Jahr 4078 katapultiert. Mitten in eine Welt, die ganz und gar anders ist, als wir sie uns erträumt haben.

Um den Spaß am Lesen nicht zu nehmen, beschränke ich mich inhaltlich wirklich auf den Anfang der Story. Ellis Rogers landet in einer Welt, die beinahe komplett von Wäldern bedeckt ist. Dann wird er unfreiwilliger Zeuge eines Mordes und findet sich bald darauf in „Hollow World“ wieder, einer fast schon idyllischen Welt unter der Erde. Die Menschen, die dort noch leben (schätzungsweise 123 Millionen) sind unsterblich und haben so gut wie alle Probleme unserer Welt gelöst. Es könnte das Paradies auf (bzw. unter) Erden sein. Doch auch die Idylle kennt ihre Grenzen. Wo Gewalt und Diskrimierung genauso wie jegliche Art von Autorität abgeschafft wurden, haben die Mensch ein ziemlich großes Problem: Sie basieren alle auf der selben genetisch perfektionierten Vorlage. Dieses Wissen sollte man im Hinterkopf haben, um später die Zusammenhänge in der Handlung besser verstehen zu können. Natürlich ist das noch nicht alles, was die knapp 400 Seiten der Story zu bieten haben. Nein. Denn Ellis Rogers wird feststellen, dass Hollow World nicht nur ein Paradies ist und dass man genau aufpassen sollte, wem man vertraut.
Tiefgründige Hintergründe und ernste Themen.

Sullivan schreibt in seinem Nachwort selbst, dass er den Roman Zeitfuge (im Original „Hollow World“) eigentlich gar nicht schreiben wollte und anschließend nicht mit einem solchen Erfolg gerechnet hätte. Der Autor ist eher für Fantasy bekannt und schreibt mit Zeitfuge seinen ersten Science-Fiction-Roman. Auch oder gerade weil der Autor nicht auf den Erfolgszug von Serien wie „Star Wars“ und „Halo“ aufspringt, hat Zeitfuge weit mehr als nur eine simple Zeitreise über 2000 Jahre in die Zukunft zu bieten. Natürlich hat sich die Welt verändert und doch werden durchaus ernste Themen angeschnitten. Freundschaft und Vertrauen sind dort genauso wichtig wie Individualismus. Ein besonderes Augenmerk möchte ich auf Sullivans Leistung legen, knapp 2000 Jahre Weltgeschichte einfach mal nebenbei zu erzählen, ohne dass es jemals langweilig wird. Dadurch baut er eine stimmige Welt auf und achtet dabei auch darauf, dass die Ereignisse logisch an unsere Zeit anschließen. Wenn man die Figuren betrachtet, die wirklich gut ausgearbeitet sind, merkt man auch, warum sich die Welt bis ins Jahr 4078 so verändert hat, wie sie sich verändert hat.

Insgesamt habe ich das Buch wirklich genossen. Das Versprechen „Die Zukunft beginnt jetzt“ auf dem Buchrücken wird mit jeder Seite eingehalten. Und: Der Roman bringt mich als Leser darüber ins Grübeln, was unsere Gegenwart wirklich falsch macht und warum Hollow World nicht perfekt aber doch ein guter Anfang ist.

Zeitfuge, Vorsicht Spoiler

Von: Splashbooks Datum: 08.03.2016

www.splashbooks.de

"Zeitfuge" wurde von Michael J. Sullivan geschrieben. Und wem der Name etwas sagt? Er ist ein bekannter Fantasy-Autor, berühmt geworden durch die "Ryria"-Reihe, die bei Klett Cotta erscheint. Dies ist sein erster Ausflug ins SciFi-Genre.

Ellis Rogers hat nichts mehr zu verlieren. Er ist unheilbar an einer tödlichen Lungenkrankheit erkrankt. Seine Ehe ist zerrüttet, seit sein Sohn Selbstmord begangen hat. Und so beschließt er, in die Zukunft zu reisen. Zu diesem Zweck hat er eine Zeitmaschine gebaut.

Doch etwas läuft schief. Statt 200 Jahre reist er 2000 Jahre in die Zukunft! Und die Welt hat sich radikal verändert. Sogar die Menschheit ist eine andere geworden. Doch ihm bleibt keine Zeit, all diese Veränderungen zu verarbeiten. Denn er wird in eine Morduntersuchung verwickelt.

Was passiert, wenn ein bekannter Fantasy-Autor in ein anderes Genre wechselt? Wenn man Glück hat, ist der Schriftsteller so versiert in seinem Handwerk, dass er problemlos die literarische Kategorie wechseln kann, ohne dass es zu Qualitätsverlusten führt. Wenn man Pech hat, kommt so etwas wie "Zeitfuge" heraus.

Das Problem ist, dass an diesem Buch nichts wirklich stimmt. Es wirkt wie ein Versatzstück des Autors, bestehend aus Plots der verschiedensten SciFi-Filme und -Bücher. Hinzu kommt auch noch, dass die Geschichte vom Leser ziemlich viel Gutglauben verlangt. Und das ist in diesem Fall eindeutig nicht gegeben.

Das fängt schon damit an, dass der Protagonist in der Zukunft ankommt. Und auf ein Mal wird er in einem Mordfall verwickelt, weil die eigentlich für diese Aufgabe Verantwortlichen damit überfordert sind. Denn natürlich ist der Hauptcharakter in einer Utopie angelangt, wo es kein Verbrechen und damit auch keinen unnatürlichen Tod gibt.

Und was macht er? Gibt auf ein Mal den perfekten Entwickler, weil er in der Lage ist, die Spuren am Körper des Toten so zu lesen, dass sie den Tathergang entschlüsseln können. Und das nur, weil er das im Fernsehen beobachtet hat. Unglaubwürdiger geht es nicht.

Die Utopie, in der er landet, wurde bereits erwähnt. Und irgendwie wirken alle zukünftigen Bewohner von den Ereignissen überfordert. Und natürlich obliegt es an Ellis Rogers, dieser Utopie die nötige Brutalität sozusagen wieder beizubringen. Er ist quasi der Heilsbringer. Was einem schon nach kurzer Zeit auf die Nerven geht, da da wo der glänzt, alle anderen schwächeln. Und das ist durchgehend der Fall.

Genauso nerven die Dialoge, die alle künstlich und gestelzt wirken. Es kommt kein Fluss auf. Stattdessen weiß man nicht, ob man bei den Wortwechseln lachen oder weinen soll, weil sie so peinlich klingen. Dabei kann das Michael J. Sullivan besser.

Und natürlich reden alle Figuren Englisch. Und zwar auf eine Art und Weise, die erstaunlicherweise den Wechsel der Zeiten überstanden hat. Zwar wird auch dies von Michael J. Sullivan begründet. Aber auf eine unglaubwürdige und unlogische Art und Weise!

Immerhin: Ab der Hälfte wird die Geschichte interessanter. Aber das ist für den Roman zu spät. Denn es fällt einem schwer, so lange durchzuhalten.

Es fällt einem schwer, aber dieses Buch kann man nur mit einem "Keine Empfehlung" bewerten!

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