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Zerschnitten Thriller

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-43855-2

Erschienen: 08.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Henry Cutter hat viele Menschen ermordet – sehr viele Menschen. Doch die Morde finden nur in seiner Imagination statt, denn er ist ein berühmter Thrillerautor. Eines Tages behauptet Cutter allerdings, die geschilderten Taten tatsächlich begangen zu haben. Niemand glaubt dem Autor, denn unlängst wurde bei ihm eine voranschreitende Demenz diagnostiziert. Cutter kann keiner Erinnerung mehr trauen. Das Problem ist nur, dass in seiner Umgebung plötzlich schreckliche Morde geschehen. Bestialisch – wie in den Büchern von Henry Cutter ...

Weitere Infos zu Paul Cleave und seinen Thrillern

Paul Cleave (Autor)

Paul Cleave wurde am 10. Dezember 1974 in Christchurch, Neuseeland geboren, dem Ort, wo auch seine Romane spielen. Dem Fan von Stephen King und Lee Child gelang mit seinem Debütroman Der siebte Tod auf Anhieb ein internationaler Erfolg, der in Deutschland monatelang auf den ersten Plätzen der Bestsellerlisten stand.

www.paulcleave.co.nz/de

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Frank Dabrock
Originaltitel: Trust No One
Originalverlag: Simon & Schuster

Taschenbuch, Klappenbroschur, 496 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-43855-2

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 08.08.2016

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Zerschnitten

Von: Somaya Datum: 24.02.2017

somayas-buecherwelt.blogspot.de

Auch wenn Thriller nicht zu meinem Hauptleseinteresse zählen, greife ich immer mal wieder zwischendurch gerne zu einem.
Dass sich dieser hier sowohl mit Büchern (einem Autor) als auch mit Demenz beschäftigt, hat mich gleich angesprochen, da mich beide Themen sehr interessieren und ich unbedingt sehen wollte, wie sie zusammen (und dann auch noch in Form eines Thrillers) funktionieren...


Ein Thriller, der in seiner Thematik das Autorenleben und die Diagnose Demenz vereint ... wenn das nicht mal das richtige Lockmittel für lesende Altenpflegerinnen ist. Natürlich konnte auch ich dieser Kombination nicht widerstehen.
Während man den Protagonisten durch seine akuten Schübe der Demenz folgt, merkt man schnell, dass der Autor gut recherchiert hat. Auch wenn ich mit ihm nicht immer einer Meinung war, dass es sich bei der Erkrankung um eine Demenz Typ Alzheimer handelt. Ob es hier aber an der Recherche, an der Übersetzung oder an meinen beruflichen Beobachtungen lag, da möchte ich mich jetzt nicht in einer Beurteilung festfahren.
Alles in allem beschreibt Paul Cleave das Gefühl des Vergessens, Verwirrtseins und nicht zu wissen, wem man trauen soll sehr überzeugend und löste damit bei mir mehrmals ein sehr bedrückendes, beengendes Gefühl aus.
In dieser Hinsicht ist auch insbesondere der Originaltitel (Trust no one) sehr passend, denn irgendwann habe ich nicht einmal mehr mir selbst vertraut und war sicher, dass ich gelesene Dinge falsch interpretiert oder gar in Erinnerung behalten hatte.
Der Wechsel zwischen der "normalen" Erzählweise und den Tagebucheinträgen von Henry Cutter hat mir besonders gut gefallen ... und mich oft noch mehr an allem Zweifeln lassen. In absolut positiven Sinne. Eben durch diese Kapitel wird auch die Zerrissenheit bzw. "Zerschnittenheit" des Protagonisten noch einmal sehr deutlich.
Der Schreibstil ist zwar meist flüssig, aber das Erzähltempo stellenweise doch etwas langatmig... zumindest für das, was ich von einem Thriller erwarte. Hier liegt auch der einzige größere Kritikpunkt: Für einen Thriller rück mir die Thematik um die Morde an sich etwas zu sehr in den Hintergrund und die Demenz wird stellenweise zu stark fokussiert. Dies gab mir häufiger das Gefühl einen Roman statt eines Thrillers zu lesen. Ein bisschen mehr Tempo hätte nicht geschadet.



Prinzipiell ein absolut gelungenes Buch, dass für mich aber leider stellenweise durch das Label "Thriller" falsche Erwartungen schürte. Hätte meiner Meinung nach als "normaler" Roman gekennzeichnet noch besser funktioniert.
So oder so eine spannende Verknüpfung zweier interessanter Themen.

Weiterlesen lohnt sich: Ab der Mitte des Buches wird's endlich spannend

Von: Buchherz Datum: 18.10.2016

https://buchherz.wordpress.com

Jahrelang hat Jerry Grey unter dem Pseudonym Henry Cutter die schrecklichsten Morde begangen. Der berühmte Thrillerautor feiert mit seinen Mordfantasien bei seinen Fans die größten Erfolge. Doch bricht Jerrys Welt auf dem Höhepunkt seiner Karriere zusammen, als bei ihm Demenz diagnostiziert wird.

Mit fortschreitender Krankheit endet Jerrys bisheriges Leben komplett: Er muss das Schreiben aufgeben, kann den Alltag nicht mehr bewältigen und braucht Hilfe von seiner Familie. Es kommt noch schlimmer, als Henry Cutter die Kontrolle übernimmt und behauptet, seine geschrieben Taten wirklich begangen zu haben. Erst glaubt niemand dem Autor, bis plötzlich bestialische Morde in Jerrys Umgebung geschehen. Morde wie in den Büchern von Henry Cutter.

Meine Meinung

Zerschnitten von Paul Cleave ist ein durchwachsener Thriller über die Demenzerkrankung des Krimiautors Jerry Grey. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: Einmal lebt Jerry in der Gegenwart in einem betreuten Heim und hat vergessen, dass er an Demenz erkrankt ist. Er ist verwirrt und verwechselt seine Identität mit der von Henry Cutter. Zusätzlich erfährt der Leser über Jerrys Leben zu Beginn der Krankheit aus seinem "Protokoll des Wahnsinns". In diesem schreibt Jerry an sich selbst und berichtet über die Anfänge und den Verlauf seiner Demenzerkrankung.

Bis zur Mitte des Buches dominiert die Erzählweise, als würde der Leser das "Protokoll des Wahnsinns" lesen. Dadurch erfährt man einerseits viel über die Anfänge von Jerrys Krankheit und andererseits passiert nur wenig Spannendes. Die Handlung zieht sich dahin und wirft viele Fragen auf. Ab der Mitte des Buches rücken die Protokolleinträge in den Hintergrund und Jerry beginnt die Morde in der Gegenwart zu hinterfragen. Endlich kommt die Spannung in die Handlung.

Jerry ist ein interessanter und durch seine Krankheit undurchsichtiger Charakter. Einerseits empfindet man Mitleid mit ihm und andererseits werfen sein Verhalten sowie seine wenigen Erinnerungen viele Fragen zu seiner Vergangenheit auf. Bis zum Ende wird man als Leser im Unklaren gelassen, ob Jerry ein Mörder ist oder nicht. Ich hatte jedoch irgendwann eine Vermutung bezüglich des Mörders, die sich trotz der Unklarheit bis zum Ende, bestätigte.

Das Buch endet in einem spannenden Finale und mit einem ironischen Ende.

Fazit

Zerschnitten von Paul Cleave ist ein Thriller über das Thema Demenz, der erst ab der Mitte des Buches so richtig spannend wird. Der Autor versucht das traurige und erste Thema Demenz mit einer spannenden Krimigeschichte zu verbinden. Dies gelingt ihm nur mittelmäßig, da das ernste Thema dem Buch sehr viel der Spannung nimmt. Trotzdem macht die Idee das Buch zu einer innovativen und mutigen Geschichte, die ich gerne gelesen habe.

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