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Zimtsommer Roman

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-35886-7

Erschienen: 11.07.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ada kennt das große Glück. Doch an einem einzigen Tag verliert sie ihre Familie und damit alles, wofür sie gelebt hat. Von Trauer überwältigt, will Ada nur noch weg und mietet Hals über Kopf ein Hausboot in Seattle. Dort, mitten auf dem See, wartet eine alte Geschichte von großen Träumen und tragischer Liebe auf sie – und eine Begegnung, die ihr den Glauben an das Leben wiederschenkt …

Sarah Jio (Autorin)

Sarah Jio ist Journalistin, Kolumnistin und Autorin und lebt mit ihrer Familie in Seattle, USA. Ihre Romane sind international erfolgreich und werden in 27 Ländern veröffentlicht.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Charlotte Breuer
Originaltitel: Morning Glory
Originalverlag: Plume

Taschenbuch, Klappenbroschur, 368 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-35886-7

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Diana

Erschienen: 11.07.2016

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Eine Wahrheit, die 50 Jahre unter Verschluss gehalten wurde.

Von: Janine2610 aus Großmugl, Österreich Datum: 20.10.2016

janine2610.blogspot.co.at/

Der Klappentext hat mir schon jede Menge fesselnden Lesestoff versprochen, und weil ich mich dadurch so stark an die Familiengeheimnis-Geschichten aus Lucinda Rileys Büchern erinnert gefühlt habe, die ich – das darf ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen – wirklich klasse fand, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen an »Zimtsommer«. Aber ich wurde nicht enttäuscht! Die Handlung konnte mich hervorragend unterhalten.

Zuallererst lernen wir Ada kennen (in 2008, den Gegenwart-Kapiteln) und erleben mit, wie sie nach Seattle in ein altes Hausboot zieht, um dort, weit weg von ihrer Heimat in New York, ihre Trauer um ihren Ehemann und die kleine Tochter in den Griff zu bekommen. Kurz darauf springen wir in die Vergangenheit (1959) zu Penny und ihrem Leben mit ihrem wesentlich älteren Mann – einem bekannten Maler, mit dem die Ehe allerdings ziemlich enttäuschend läuft, da er depressiv ist, trinkt, nur wenig Zeit im Hausboot bei Penny verbringt und ihr zu allem Überfluss auch noch Anlass gibt, zu glauben, dass er fremdgeht.

Es gibt also zwei Erzählstränge, die sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln. Erst hat mir persönlich noch der gegenwärtige Erzählstrang mehr zugesagt, da mir Ada so sympathisch war und ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Aber die Penny-Kapitel wurden nach und nach immer interessanter und spannender, weil man einfach gemerkt hat, dass sich da etwas zusammenbraut, was zu Pennys spurlosem Verschwinden führen könnte. Ich habe mir ständig gedacht, ich muss aufmerksam lesen, damit ich keinen wichtigen Hinweis verpasse, der mir verraten könnte, was mit Penny in weiterer Folge geschieht ... Aber ich war ja sowieso total auf dem Holzweg und habe tatsächlich geglaubt, was die anderen Bootsbewohner über Pennys Verschwinden berichtet haben. ;)

Ada hat in ihrem Hausboot in der Gegenwart also einige alte Gegenstände von Penny gefunden, die sie dazu gebracht haben, mit dem Fotografen Alex weitere Nachforschungen anzustellen. Ich kann verstehen, dass Ada neugierig wird, wenn alle Nachbarn nur erzählen, dass Penny damals verschwunden ist und keiner weiß, wohin. Das Spannende an der ganzen Sache war ja, dass ich einige Parallelen zwischen Penny und Ada feststellen konnte und sodann unbedingt erfahren wollte, wie das kommt.

Das Ganze ging sogar so weit, dass Ada sich durch die Spurensuche von ihrer Trauer ablenken konnte und auch in Alex im Laufe der Zeit einen Menschen gefunden hat, der ihr sehr ähnlich zu sein schien. Alex hat Ada viel Verständnis und Vertrauen entgegengebracht hat, was zwischen den beiden allerdings eine Nähe geschaffen hat, mit der Ada im ersten Moment nicht umgehen konnte, weil sich dadurch Schuldgefühle ihrer verlorenen Familie gegenüber gemeldet haben. Es ging in »Zimtsommer« also thematisch auch stark um die Überwindung von Trauer und um das Loslassen von Schuldgefühlen. Den momentanen Jetzt-Zustand zu akzeptieren war für Ada alles andere als leicht, aber Alex war ihr in der Hinsicht eine große Hilfe.

Für mich war das Buch ein teilweise sehr trauriges Leseerlebnis, da die Thematiken, mit denen die Buchfiguren zu kämpfen haben, nicht gerade leicht sind. Die schönen und hoffnungsreichen Momente beim Lesen waren dann jene, mitzubekommen, wie Ada sich mit Alex' Unterstützung entwickelt und wieder zu lächeln lernt. Und fesselnd war die Entwicklung rund um Pennys Verschwinden bzw. das Lügengespinst, auf welches sich Pennys Nachbarn in jener tragischen Nacht geeinigt haben ... und das am Schluss ohnehin ganz anders – und da war ich wirklich überrascht! – ausgesehen hat, als alle, auch ich, vermutet haben.
Und für die backaffinen Leser unter euch: Penny gibt irgendwann sogar noch ein Zimtschnecken-Rezept von sich preis, das man nachbacken kann. Ich selbst habe das zwar nicht getan, aber laut Buchfiguren soll das Ergebnis köstlichst schmecken! :D Damit wäre dann auch der Bezug zum Buchtitel hergestellt. ;)

Absolutes Lesevergnügen

Von: Lesendes Federvieh Datum: 15.10.2016

lesendesfedervieh.blogspot.de

Ada Santorini verliert bei einem tragischen Unfall ihren Mann und ihre kleine Tochter. Ada ist am Boden zerstört, alles nimmt ihr den Atem, sie will einfach nur weg. Dr. Evinson, ihr Trauertherapeut, bestärkt sie in ihrem Entschluss und bringt sie auf die Idee ein Hausboot in Seattle zu mieten, das einer Freundin seiner Tochter gehört. Kurzentschlossen packt sie ihre Koffer und macht sich auf den Weg zum Bootssteg. Die anderen Bootsbesitzer nehmen sie sofort in ihre Gemeinschaft auf und so erfährt sie, dass hier vor vielen Jahren eine junge Frau über Nacht verschwand, die Adas Boot bewohnt hat. Zusammen mit ihrem attraktiven Bootsnachbarn Alex macht sie sich auf, um zu erfahren was damals mit Penny Wentworth geschehen ist...

Sarah Jio entführt ihre Leser in ihrem Roman "Zimtsommer" in die Welt der Hausbootbewohner. Sie schildert alles unglaublich authentisch und in leuchtenden Farben, sodass ich beim Lesen richtig Lust bekam eines Tages auch mal ein Hausboot zu mieten. Das ist auch kein Wunder, denn wie die Autorin in ihrer Nachbemerkung erzählt, lebte sie auf einem Hausboot, während sie dieses Buch geschrieben hat.

Sogleich war ich mitten im Geschehen und konnte mich super in die Handlung hineinversetzen. Sarah Jio erzählt die Geschichten von Ada Santorini und Penny Wentworth, die sich zwar nie kennenlernten, deren Schicksale dennoch durch das Hausboot miteinander verknüpft sind.

Da Penny in den fünfziger Jahren auf dem Boot gelebt hat, bekommt man in den Rückblenden immer wieder Einblicke in die damalige Zeit. Das hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin widmet sich in ihrer Erzählung abwechselnd Ada und Penny, wodurch die Spannung, wie es denn nun weitergeht, das ganze Buch hindurch aufrecht erhalten wird.

Durch den lockeren, flüssigen Schreibstil von Sarah Jio und der Ich-Erzählweise, jeweils aus der Perspektive von Ada beziehungsweise Penny, fühlte ich mich den beiden beim Lesen sehr nah. Das hat zwangsläufig dazu geführt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

"Zimtsommer" ist ein sehr unterhaltsamer, stellenweise auch nachdenklicher Roman, der ein absolutes Lesevergnügen verspricht.
Das war das erste Buch von Sarah Jio, das ich gelesen habe. Ich freue mich schon riesig auf ihre anderen Werke.

Ach ja und zum Schluss sei noch ein leckeres Zimtschneckenrezept erwähnt, das auch mitten im Buch zu finden ist. Als Rezeptfan finde ich das klasse, genau wie das ganze Buch.

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