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Theresa Révay »Die weissen Lichter von Paris«

SPECIAL zu Theresa Révay »Die weissen Lichter von Paris«

Liebe in den Wirren des 20. Jahrhunderts

Buchempfehlung von Ulrike Künnecke

Gräfin Xenia Fjodorowna Ossolin ist eine bemerkenswerte Frau. Schon als junges Mädchen beeindruckt die Tochter eines russischen Generals durch ihre strenge Schönheit und ihren unbändigen Stolz – Eigenschaften, die Xenia auf ihrem Weg durch die Turbulenzen des 20. Jahrhunderts begleiten und ihr mehr als einmal das Leben retten.

Das Trauma
Xenias Familie gehört seit Generationen zu den besten Kreisen der Petersburger Gesellschaft, als der Erste Weltkrieg und die ihn begleitenden Wirren die alte Welt hinwegfegen. Kurz nach Xenias fünfzehntem Geburtstag erreicht die Oktoberrevolution St. Petersburg, und ihr Vater wird von Mitgliedern der Revolutionsgarden in seinem eigenen Haus hingerichtet.

Existenzkampf
Die junge Gräfin flieht mit ihren kleinen Geschwistern und der kränkelnden Mutter über Odessa nach Paris. Von den Anstrengungen dieser Reise zermürbt, stirbt schließlich auch noch Xenias Mutter. Das Mädchen ist nun ganz auf sich allein gestellt und muss versuchen, in der von russischen Flüchtlingen überschwemmten französischen Metropole sich und ihre Geschwister irgendwie durchzubringen – mit einem Job als Näherin gelingt ihr dies mehr schlecht als recht.

"Unmöglich, sich mit diesem Roman zu langweilen. Man wird von der Macht der Gefühle fortgerissen und erfasst von der Strahlkraft dieses äußerst lebendigen historischen Gemäldes." Marie Claire


Gefährliche Fremde
Eines Tages kommt es zum Streit zwischen Xenia und ihrer Schwester, die daraufhin verschwindet. Verzweifelt macht sich Xenia auf die Suche und lernt dabei in einer Kneipe in Montparnasse den jungen Deutschen Max kennen: „Xenia sah diesen Unbekannten an und hatte eine seltsame Vorahnung, dass er eine Rolle in ihrem Leben spielen würde. Wie kam sie nur auf so etwas Absurdes? War es dieser plötzliche Drang zu fliehen, der sie aus dem Nichts überkommen hatte? Ihr Herz begann wie eine Trommel zu schlagen. Sie hatte einen Fehler gemacht, als sie sich überreden ließ, sich zu ihm zu setzen. Also war an den Benimmlektionen doch etwas dran: Fremde waren gefährlich, wenn auch nicht unbedingt auf die Art, wie man gemeinhin glaubte...“

Glückliche Zufälle
Xenia und Max von Passau, Fotograf aus Berlin, unterhalten sich den ganzen Abend lang und sind zutiefst voneinander berührt. Max gibt der schönen Russin seine Pariser Adresse, doch Xenia meldet sich nicht bei ihm, denn in den nächsten Wochen überstürzen sich die Ereignisse: Der Chef eines großen Haute-Couture-Modehauses sieht die Näherin bei einem Besuch ihrer Arbeitsstelle und ist hingerissen von Xenias kühler Eleganz. Er bietet ihr einen Job als Model an – und bald gehört Xenia zu den gefragtesten Mannequins der Stadt.

Entfesselte Leidenschaft
Während sie als neuer Star ihres Hauses in Berlin dessen Kollektionen präsentiert, geschieht das Unglaubliche: Max und Xenia treffen sich zufällig wieder und stürzen sich in eine leidenschaftliche Liebesbeziehung. Da Max den „Flüchtling“ Xenia nicht noch einmal ihrer Heimat berauben möchte, folgt er der Geliebten nach Paris, und die beiden verbringen ein paar unbeschwerte Monate miteinander. Einzig der Aufstieg der Nazis in seiner Heimat trübt Max' Glück.

Fatale Entwicklungen
Als eine jüdische Freundin in Bedrängnis gerät, beschließt Max, für einige Zeit nach Deutschland zurückzukehren. Xenia ist enttäuscht und verärgert, sie und Max gehen schließlich im Streit auseinander. Zu spät entdeckt Xenia, dass sie schwanger ist. Ihr ungestümer Stolz hält sie davon ab, Max zu benachrichtigen. Während sich die politische Lage Europas immer weiter zuspitzt, ist auch die Zukunft der Liebenden erneut völlig ungewiss...

Lebendige Geschichte
In ihrem dritten Roman „Die Lichter von Paris“ spannt die französische Autorin Theresa Révay den Bogen ihrer Erzählung über mehr als 30 Jahre europäischer Geschichte. Im Hintergrund einer großen Love Story erscheinen die prägenden Gestalten der 20er- und 30er-Jahre, vom russischen Zaren über Rasputin bis hin zu Hermann Göring und Leni Riefenstahl. Révay lässt Menschen, Schauplätze und Ereignisse so lebendig vor dem Auge des Lesers erstehen, dass er diese Zeit noch einmal neu und aus einer ganz eigenen Perspektive zu erfahren vermag: als lebendige Geschichte.
Ulrike Künnecke
(Literaturtest)
Berlin, Juli 2009

Die weissen Lichter von Paris Blick ins Buch

Theresa Révay

Die weissen Lichter von Paris

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