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Jay Asher »Tote Mädchen lügen nicht«

»Tote Mädchen lügen nicht« von Jay Asher - Jetzt verfilmt auf NETFLIX

Als der Roman »Tote Mädchen lügen nicht« 2009 bei cbt erschien, löste er ein gewaltiges Presse- und Leserecho aus und stürmte die Bestsellerlisten, wie er es bereits in den USA getan hatte. Die FAZ schrieb damals: »Jay Asher hat es weder sich noch seinen Figuren leicht gemacht. […] [Das Buch] ist nicht pädagogisch, nicht altklug, es ist kompliziert.« (20.03.2009)
Seitdem wurde der Roman von mehreren hunderttausend Menschen gekauft, in unzähligen Artikeln besprochen, im Unterricht diskutiert und 2010 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
Was die Leser damals wie heute packt: Der Roman spricht über Tabus. Über Selbstmord, über Mobbing, über Vergewaltigung, über Depression, über Suizidgedanken. Welche Auswirkungen nicht nur aktives Mobbing und Gewalt, sondern auch vermeintlich harmlose Rücksichtslosigkeit und unbedachte Kränkungen haben können. Wie subjektiv die Wahrnehmung eines jeden ist und wie kompliziert die Wirklichkeit. Dass jeder Verantwortung trägt und einschreiten kann. Oder schweigen und nichts tun.

Mit der Netflix-Verfilmung von Tote Mädchen lügen nicht entdeckten viele Zuschauer den Stoff neu und auch der Roman selbst, längst ein Longseller, schnellte auf den Bestsellerlisten wieder nach oben. Dabei gibt es einige Unterschiede zwischen dem Roman und der Verfilmung. Beide unterscheiden sich nicht nur auf inhaltlicher Ebene, sondern das Medium Buch fordert den Leser auch auf andere Weise. Die Perspektive ist hauptsächlich auf den Ich-Erzähler Clay im Dialog mit der Stimme Hannahs konzentriert, der Leser muss der Handlung aktiv folgen, selbst Zusammenhänge schaffen, seine Vorstellungskraft ist gefordert.

Bis heute hat der Roman seine stärkste Kraft nicht verloren: Die Menschen zum Nachdenken und zum Diskutieren über Themen zu bringen, die sonst im Verborgenen bleiben. Jay Asher meint über den Roman: »Selbstmord ist ein unangenehmes Gesprächsthema. Aber er passiert, daher sollte man darüber reden. Es ist fahrlässig, nicht darüber zu reden. Denn es gibt immer einen Ausweg.«

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