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Leichter durchs Leben

Claudia Croos-Müller

Claudia Croos-Müller
© Beatrix Heiloway

Dr. med. Claudia Croos-Müller ist Fachärztin für Neurologie, Nervenheilkunde und Psychotherapie, Traumatherapeutin und Europazertifizierte EMDR-Therapeutin in eigener Praxis und am Klinikum Rosenheim. Ausbildung bei Samy Molcho und in Konzentrativer Bewegungstherapie. Sie bietet Trainings und Coachings v.a. zum Thema Körpersprache, Konflikttraining und sicheres Auftreten an. Ihr besonderes Interesse gilt dem Informationsfluss zwischen Gehirn und Körper. Die von Dr. Croos-Müller entwickelte Body2Brain-Methode ist ein praxisnaher Weg, um das emotionale Wohlbefinden über den Körper zu regulieren.


Fünf Fragen an Claudia Croos-Müller

1. Die in Ihren Büchern »Kopf hoch««Nur Mut!« und »Viel Glück« vorgestellten Übungen versprechen Soforthilfe. In welchen Situationen helfen diese Übungen und was bewirken sie?

Die Übungen helfen in allen Alltagssituationen, in denen wir uns gestresst fühlen, ob durch Zeitdruck, Leistungsdruck oder Kränkungen. Sie helfen aber auch in außerordentlichen Situationen und bei besonderen Belastungen - wenn Angst oder Panik, extreme Wut oder tiefe Verzweiflung unser Denken und Handeln zu lähmen drohen - zur Affektregulierung und Affektstabilisierung. Darüber hinaus unterstützen sie auch bei psychischen Erkrankungen wie zum Beispiel Depression, dissoziativer Störung oder PTBS.

2. Für wen sind diese Übungen gedacht und wo können sie durchgeführt werden?

Die Übungen sind für alle Menschen, große und kleine, junge und alte, gedacht, die sich in Belastungssituationen eine einfache und schnelle Hilfe wünschen. Denn die Übungen sind überwiegend ganz unauffällig, brauchen keinerlei räumlichen Voraussetzungen oder irgendwelche Hilfsmittel, sie können praktisch an jedem Ort und in jeder Situation durchgeführt werden, im Auto am Steuer, auf dem Weg vom Büro A. nach Büro B., während des Unterrichts, bei einer Prüfung - einfach immer.

3. Kann man bei den Übungen irgendetwas falsch machen, sodass sie doch nichts bewirken oder im schlimmsten Fall vielleicht sogar schaden?

Falsch machen kann man bei den Übungen gar nichts, schon allein deshalb nicht, weil sie einfach und genau beschrieben werden und auch anschaulich illustriert sind. Und sie sind frei von schädlichen Nebenwirkungen. Wobei: jeder wird für sich eine Lieblingsübung finden, eine Übung, die sie/er als besonders hilfreich erlebt. Man muss einfach ein bisschen probieren und sich ein kleines "Repertoire" zusammenstellen.

4. Wie sind Sie auf die Idee mit den wunderbaren Schafen Oscar, Emily und Willy gekommen, die die Köperübungen Ihrer Bücher so anschaulich und ansprechend präsentieren?

Das war tatsächlich die sprichwörtliche "Erleuchtung", gepaart mit dem neuropsychologischen Wissen, dass Menschen schon seit Jahrtausenden über Bildersprache kommunizieren, das heißt über Bilder vieles sofort verständlich oder einprägsamer ist.
Und das Schaf, normalerweise Symbol für Geduld, Sanftmut und Opferbereitschaft, soll durch die Übungen zeigen: so wird man stark, so wird emotionale Selbstverteidigung möglich (im chinesischen steht das Schaf übrigens für Intelligenz, Gelassenheit und Glück). Und da Schafe Gemeinschaftstiere sind, brauchte das Gute-Laune-Schaf Oscar natürlich noch Emily und Willy (was Kai Pannen, der Illustrator, herzerfrischend umsetzte). Und so viel sei schon verraten: demnächst bekommen sie Verstärkung mit neuen Tipps zu einem neuen, wichtigen Thema.

5. Die den Übungen zugrunde liegende Methode nennt sich Body2Brain©ccm . Was steckt kurz zusammengefasst hinter dieser Methode, wie funktioniert sie?

Alles, was wir erleben oder tun, ist mit einem Gefühl verbunden. Manchmal sind die dabei entstehenden Gefühle so stark, dass sie uns überfluten. Im Falle von Glücksgefühlen ist das in Ordnung; negative Gefühle dagegen wie Wut, Hass oder Panik lähmen uns und schaden auf Dauer nachhaltig unserer körperlichen und seelischen Gesundheit. Durch kleine Körperübungen wird die Gehirnaktivität von den emotionalen übererregten Zentren umgeleitet zu Gehirnregionen, deren Tätigkeit über Rückkopplung zu einer Affektregulierung und -stabilisierung führt. Ein schönes Beispiel dafür ist die Übung "Kopf hoch": diese scheinbare Floskel ist praktische Lebenserkenntnis: tatsächlich wird unsere Stimmung besser und zuversichtlicher, wenn wir den Kopf hoch nehmen statt ihn hängen zu lassen. Auf der ganzen Welt gibt es hilfreiche Körpercodes, die unsere Gefühle verbessern. Keine Zauberei, sondern einfache Tatsachen und wirkliche Lebenshilfe.

Kopf hoch - das kleine Überlebensbuch Blick ins Buch

Claudia Croos-Müller

Kopf hoch - das kleine Überlebensbuch

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