Gehen, ging, gegangen

Roman

Hardcover
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Entdeckungsreise zu einer Welt, die zum
Schweigen verurteilt, aber mitten unter uns ist

Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.

Jenny Erpenbeck erzählt auf ihre unnachahmliche Weise eine Geschichte vom Wegsehen und Hinsehen, von Tod und Krieg, vom ewigen Warten und von all dem, was unter der Oberfläche verborgen liegt.

"(...) dieser Roman ist realistisch: Nicht weil er Verhältnisse real darstellt, sondern weil er eine literarische Wirklichkeit aufbaut, die die Weltrealität reflektiert."

NZZ am Sonntag, Stefana Sabin (30. August 2015)

Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8135-0370-8
Erschienen am  31. August 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Überzeugend

Von: Jörg Schneider aus Zollikerberg

25.06.2019

Tatsachenroman, überzeugend, sehr interessant und fesselnd geschrieben. Ich habe jede Seite von A bis Z gelesen. Das kommt bei mir fast nie vor.

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Meine Meinung

Von: Leistungskurs Deutsch des Schiller Gymnasiums aus Berlin

21.02.2019

Der Roman thematisiert das aktuelle Thema der Flüchtlingspolitik. Der in Rente gegangene Professor Richard, der aufgrund seines Ruhestands sich zu langweilen beginnt, stößt durch Zufall auf die Flüchtlingsproblematik. Im Laufe des Romans entwickelt sich seine Ansicht über diese und er beginnt eine Beziehung zu Einigen von ihnen aufzubauen. Die Message hinter dem Buch, sich auf neue Kulturen und Menschen einzulassen, mit denen man zuvor nicht in Zusammenhang stand, ist ein interessanter Ansatz, hätte aber meiner Meinung nach besser umgesetzt werden können. Vor allem am Beginn des Romans finden sich viele Textpassagen, die hätten gekürzt werden können, damit der Leser nicht direkt am Anfang gelangweilt wird. Hinzu kommen einige klischeehafte Charaktere und Handlungen, die überspitzt wirken.

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Vita

Jenny Erpenbeck, geboren 1967 in Berlin, debütierte 1999 mit der Novelle »Geschichte vom alten Kind«. Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Romane, Erzählungen und Theaterstücke. Ihr Roman »Aller Tage Abend« wurde von Lesern und Kritik gleichermaßen gefeiert und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Joseph-Breitbach-Preis und dem Independent Foreign Fiction Prize. Für »Gehen, ging, gegangen« erhielt sie u.a. den Thomas-Mann-Preis. 2017 gewann Jenny Erpenbeck den Premio Strega Europeo und wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

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Events

24. Aug. 2019

Lesung

18:00 Uhr | Stralsund | Lesungen
Jenny Erpenbeck
Kein Roman

08. Sep. 2019

Lesung und Gespräch

20:00 Uhr | Berlin | Lesungen
Jenny Erpenbeck
Kein Roman

Pressestimmen

""Gehen, ging, gegangen" ist ein Werk von bezwingender Aktualität – und zugleich eines, das diese Brisanz literarisch weder gesucht noch einkalkuliert hat, weil ihm jeglicher Zynismus fremd ist."

F.A.Z.net, Felicitas von Lovenberg (15. September 2015)

"Jenny Erpenbeck hat das Buch der Stunde geschrieben. (...) Es ist ein trauriger Glücksfall für die deutsche Literatur, den Erpenbeck uns hier beschert."

Der Spiegel,Elke Schmitter (05. September 2015)

"Ich habe ganz großen Respekt für diesen Text von Jenny Erpenbeck, weil es ihr wirklich gelungen ist, Gefühlsduselei, Klischees und Schwarzweißmalerei zu meiden. Und dann bekommt man durch die Begegnung mit ihren Romanfiguren einen neuen Blick auf die Problematik."

NDR Kultur, Ulrike Sárkány (13. August 2015)

"Ein zutiefst menschlicher Roman, genau zur richtigen Zeit.“

DeutschlandRadio Kultur "Frühkritik" (17. August 2015)

"Jenny Erpenbeck erzählt von ihren eigenen Recherchen durch das Prisma ihres Protagonisten, dabei gelingen ihr empathische Inneneinblicke in die wirklichen Probleme der Flüchtlinge, die einem zuvor nicht bewusst waren."

"Ein großer Wurf und eine Besinnung auf die Grundwerte der Humanität."

„Es ist die Qualität dieses Romanes, dass er mit Vorurteilen bricht, hinter die Oberflächen schaut und fremde Kulturen näher bringt.“

Südkurier, Welf Grombacher (09. September 2015)

„(…) Doch der Roman ist weit mehr als ein Zeugnis von Nächstenliebe, Scham und Ratlosigkeit. Jenny Erpenbeck weicht den Konflikten, die die Annäherung der Kulturen mit sich bringt, nicht aus."

F.A.Z., Felicitas von Lovenberg (14. August 2015)

"Wichtigster Roman des Jahres!"

Für Sie, Susanne Walsleben (07. Dezember 2015)

"Jenny Erpenbeck findet eine Sprache für ein sprachlos machendes Problem, sie lässt zwei getrennte Welten sich leicht ineinander finden. Und gibt Hoffnung."

Berliner Zeitung (31. Dezember 2015)

"Wer über Fluchtursachen etwas erfahren will, muss nur diesen Roman mit seiner klaren, schnörkellosen, wie immer bei Jenny Erpenbeck ungeheuer verdichteten Sprache lesen."

Weitere Bücher der Autorin