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Sag nicht, wir hätten gar nichts Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87520-0

Erschienen:  04.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ein preisgekrönter Roman über China von den 1940ern bis heute, über zwei eng verbundene Musikerfamilien und ihr Schicksal. Die herzzerreißenden Lebensgeschichten der Musiker, ihrer Freunde, Familien und Geliebten, die in den Strudel der Politik geraten, in das Auf und Ab von Revolution, Gewalt und Unterdrückung, führen zu der universellsten und zugleich privatesten aller Fragen: Wie kann der Mensch sich selbst treu bleiben, lieben und kreativ sein, wenn er sich verstellen und verstecken muss, weil er um sein Leben fürchtet? Erzählerin dieses vielschichtigen Epos ist Marie, die mit ihrer Mutter in Kanada lebt und nicht versteht, warum ihr Vater nach China zurückgekehrt ist. Als sie zehn Jahre alt war, haben sie einen Gast bei sich aufgenommen, die junge Ai-ming, die nach dem Massaker am Platz des Himmlischen Friedens aus Peking geflohen ist. Marie ahnte bald, dass sie eine gemeinsame Geschichte haben, und nun versucht sie, Licht ins Dunkel der Vergangenheit zu bringen.

»«Thiens Roman gehört zum Besten, was in den vergangenen Jahren über das moderne China geschrieben wurde.«

Maik Söhler / Amnesty Journal (03.04.2018)

Madeleine Thien (Autorin)

Madeleine Thien wurde 1974 in Vancouver, British Columbia, geboren. Ihre Eltern stammen aus Malaysia und China und emigrierten in den 1960ern nach Kanada. Als Kind begann Thien mit Ballett, Stepptanz und Akrobatik, später studierte sie Tanz, wechselte dann 1994 über zu Literatur. Ihr erstes Buch »Einfache Rezepte«, eine Sammlung von Kurzgeschichten, wurde mit vier kanadischen Literaturpreisen ausgezeichnet, und ihr Debütroman »Jene Sehnsucht nach Gewissheit« wurde in sechzehn Sprachen übersetzt. Für ihren Roman »Flüchtige Seelen« wurde Thien 2015 mit dem LiBeraturpreis von Litprom ausgezeichnet. Ihr neuer Roman kam 2016 auf die Shortlist des Man Booker Prize und wurde ausgezeichnet mit dem Governor General's Literary Award und dem Scotiabank Giller Prize, den höchsten Literaturpreisen Kanadas. Madeleine Thien lebt in Montreal.

»«Thiens Roman gehört zum Besten, was in den vergangenen Jahren über das moderne China geschrieben wurde.«

Maik Söhler / Amnesty Journal (03.04.2018)

»Ein aufwühlendes, aber kein deprimierendes Werk.«

Karl-Markus Gauß / Neue Zürcher Zeitung (17.01.2018)

»Ein komplexer, absolut lesenswerter politischer Roman.«

Ostsee-Zeitung (11.01.2018)

»Durch Thiens empathische Sprache werden die seelischen Nöte, alltäglichen Sorgen und zutiefst menschlichen Sehnsüchte dieser beiden Musiker-Großfamilien in den grausamen ideologischen Umwälzungen der Kulturrevolution schmerzlich spürbar.«

Bücher Magazin (17.11.2017)

»Madeleine Thien zeigt in kluger Feinfühligkeit die seelenzersetzenden Entscheidungen, die Menschen in Zeiten der kollektiven Brutalität treffen müssen.«

Gabriele von Arnim / Deutschlandfunk Kultur (24.10.2017)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Anette Grube
Originaltitel: Do Not Say We Have Nothing
Originalverlag: McLelland

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 656 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87520-0

€ 24,00 [D] | € 24,70 [A] | CHF 33,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen:  04.09.2017

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Ein wunderbarer und vielschichtiger Roman

Von: Curin Datum: 24.03.2018

https://www.lovelybooks.de/mitglied/Curin/

Als Ai-ming nach einer Demonstration aus China fliehen muss, findet sie Unterschlupf bei der 10-jährigen Marie und deren Mutter in Kanada. Beide Familien kennen sich schon seit Generationen hinweg und haben viele politische Krisen in ihrem Heimatland erlebt. Bald schon beginnt Marie das ältere Mädchen nach ihrer Geschichte zu fragen und taucht dabei tief ein in die Vergangenheit, die sie weitaus mehr betrifft, als sie anfangs meint... .
Die Autorin Madeleine Thien hat hier einen spannenden Generationsroman geschrieben, indem sie ausgehend von den Neunzigern aus der Sicht zwei junger Mädchen die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen von China Revue passieren lässt.
Von Anfang an merkt man beim lesen, dass man hier ein ganz besonderes Buch in der Hand hält. Durch die Erzählungen von Ai-ming und das beständige Nachfragen von Marie, wird die Geschichte von China nachvollziehbarer und auch greifbarer gemacht.
Wenn Ai-ming nicht gerade erzählt, wird die Handlung aus der Ich-Perspektive von Marie geschildert. Sie ist ein 10-jähriges Mädchen, welches in der Schule mit Leichtigkeit lernt und gerade was mathematische Zusammenhänge betrifft, sehr begabt zu sein scheint. Für mich ist sie eine sehr sympatische Figur, die mir für ihr junges Alter allerdings etwas zu reif und zu nachdenklich schien.
Ai-ming kam mir anfangs ein wenig rätselhaft und undurchschaubar vor. Man merkt, dass sie von ihren raschen Flucht aus China noch traumatisiert ist, doch dann öffnet sie sich nach und nach etwas. Gerade die Gespräche, die sie dann mit Marie führt und ihr von ihrer Familie erzählt, fand ich sehr interessant und auch spannend.
Madeline Thien schreibt sehr anschaulich und hat es geschafft, eine lebendige Handlung zu entwerfen. Gerade wenn Ai-ming alte Familiengeschichten erzählt, wird der Schreibstil richtig poetisch und man hat das Gefühl, fast schon so etwas wie eine Art Legende zu lesen.
Allerdings fiel es mir manchmal schwer, zu verstehen, um welchen Teil der chinesischen Geschichte es gerade geht, was wohl auch an fehlendem Wissen meinerseits liegt. Jedoch wird sehr deutlich, dass durch die schlagartigen politischen Wechsel viele Grausamkeiten passiert sind und alle mit Einschränkungen und vielen Verboten zu kämpfen hatten.
Insgesamt hat mir ,,Sag nicht, wir hätten gar nichts" ein wunderbarer Roman, der für mich sehr spannend zu lesen war und mich auch sehr berührt hat. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

Ein grandioses Meisterwerk

Von: Tanja Hammer Datum: 23.02.2018

https://musikgarten-hammer.blogspot.de/

Sag nicht, wir hätten gar nichts
Madeleine Thien
Übersetzt von Anette Grube
Erschienen am 04. September 2017 bei Luchterhand
656 Seiten, 24 Euro


Klappentext:
Ein preisgekrönter Roman über China von den 1940ern bis heute, über zwei eng verbundene Musikerfamilien und ihr Schicksal. Die herzzerreißenden Lebensgeschichten der Musiker, ihrer Freunde, Familien und Geliebten, die in den Strudel der Politik geraten, in das Auf und Ab von Revolution, Gewalt und Unterdrückung, führen zu der universellsten und zugleich privatesten aller Fragen: Wie kann der Mensch sich selbst treu bleiben, lieben und kreativ sein, wenn er sich verstellen und verstecken muss, weil er um sein Leben fürchtet? Erzählerin dieses vielschichtigen Epos ist Marie, die mit ihrer Mutter in Kanada lebt und nicht versteht, warum ihr Vater nach China zurückgekehrt ist. Als sie zehn Jahre alt war, haben sie einen Gast bei sich aufgenommen, die junge Ai-ming, die nach dem Massaker am Platz des Himmlischen Friedens aus Peking geflohen ist. Marie ahnte bald, dass sie eine gemeinsame Geschichte haben, und nun versucht sie, Licht ins Dunkel der Vergangenheit zu bringen.

Meinung:
Nun komme ich ins Schwärmen! Endlich wieder einmal ein richtiges Epos. Nach Donna Tartts Distelfink habe ich kein so geniales Werk mehr in Händen gehalten. Die kanadische Schriftstellerin mit chinesisch-malaysischen Wurzeln präsentiert eine Familiensaga, die die letzten 100 Jahre chinesischer Geschichte und Kultur ganz feinfühlig und doch sehr unmittelbar nahebringt. Hier erzählt ein Mädchen, die kleine Marie, die über verschiedene Namen verfügt. Ihr Vater hat sich das Leben genommen. Mit diesen Protagonisten beginnt eine Familiengeschichte, die sich über mehrere Orte und über eine Zeitspanne von etwa 100 Jahren ausbreitet.

Der Leser lernt „Große Mutter Messer“ und „Wen, den Träumer“ kennen, aber auch, dass es ein Verbrechen ist, am Konservatorium zu studieren. Bei den Demütigungen bleibt man entsetzt zurück. Ergriffen beobachtet man, wie angesichts der Brutalität Entscheidungen getroffen werden, ist Zeuge von Denunziantentum und Unterwerfung. Gleichzeitig geht es um kodierte Botschaften, mit deren Hilfe nach Verschollenen gesucht werden kann, um ein Buch, dass immer wieder aufs Neue abgeschrieben wird. Es geht um Vergangenheit und Zukunft, um die Geschichte Chinas, um das Leben der beiden Musikerfamilien.

Die Autorin weiß, wie Sprache funktioniert. Sie bettet die chinesischen Schriftzeichen ein in die Geschichte, die erzählt wird, erläutert gleichzeitig die unterschiedlichen Bedeutungen eines Zeichens und häufig auch den Wortstamm oder Varianten der Zeichen. Sie vermittelt Wissen über chinesische Schrift auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Manchmal merkt man fast nicht, dass es sich nicht um eine persönliche Ansprache hält sondern Teil der erzählten Geschichte ist. Die grandiose Übersetzung lässt der Geschichte ihre Besonderheit.

Dieses Buch über Familie, über die Geschichte Chinas, über Politik, Musik und Umbrüche fesselt!
Die einfühlsame, bildgewaltige Sprache transportiert den Inhalt auf einer anderen Ebene.

Fazit:
Dieses Buch war wie eine Reise in ein unbekanntes Land. Es dauerte ein wenig, bis ich angekommen bin, da es so fremd, so ungewohnt war. Doch dann war es nur noch spannend, überall erwartete mich Überraschendes, mir bislang völlig unbekanntes. Und dann wollte ich gar nicht mehr die Heimreise antreten.

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